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Jungs

Shownotes

Was bedeutet es heute eigentlich, ein Junge oder ein Mann zu sein? Zwischen alten Rollenbildern, neuen Erwartungen und dem Druck, irgendwie richtig zu sein, stehen viele Jungs vor großen inneren Herausforderungen. Gefühle zeigen oder stark sein? Sich anpassen oder abgrenzen? Und wie können wir sie dabei unterstützen, ihren ganz eigenen Weg zu finden? In dieser Folge werfen wir einen psychotherapeutischen Blick auf die Entwicklung von Jungen, sprechen über typische Konflikte, gesellschaftliche Einflüsse und darüber, was Jungs wirklich brauchen, um sich gesund und selbstbestimmt zu entwickeln. Schön, dass Ihr dabei seid!

Transkript anzeigen

00:00:01: Herzlich willkommen bei der neuen Folge von Junge Psyche.

00:00:04: Was bedeutet es heute eigentlich, ein Junge oder ein Mann zu sein?

00:00:08: Zwischen alten Rollenbildern, neuen Erwartungen und dem Druck irgendwie richtig zu sein stehen viele Jungs vor großen inneren Herausforderungen.

00:00:16: Gefühle zeigen oder stark sein – sich anpassen oder abgrenzen!

00:00:21: Und wie können wir sie dabei unterstützen ihren ganz eigenen Weg zu

00:00:24: finden?!

00:00:26: In dieser Folge werfen wir einen psychotherapeutischen Blick auf die Entwicklung von Jungen, sprechen über die typischen Konflikte gesellschaftliche Einflüsse und darüber was sie wirklich brauchen um sich gesund und selbstbestimmt zu entwickeln.

00:00:39: Schön dass ihr dabei seid!

00:01:09: Liebe Leute, herzlich willkommen.

00:01:12: Schön, dass ihr wieder dabei seid!

00:01:13: Hallo da sind wir wieder zu einer neuen Folge.

00:01:18: ja Wir haben uns was schönes ausgedacht.

00:01:21: Genau irgendwie war es so darüber nach gedacht auch Mensch Was ist eigentlich gerade aktuell?

00:01:26: und da kam uns das thema Jungs

00:01:30: Schönes Thema.

00:01:32: Wir Haben uns gedacht Das ist ein total wichtiges Thema weil gerade heutzutage sich für Jungs Total viel ändert gerade.

00:01:41: Ganz viele wichtige Dinge so im Raum stehen und ich hab mir neulich diese Doku angeguckt, Inside the Manusphere.

00:01:50: Ich weiß nicht ob ihr die kennt falls nicht große Empfehlungen einfach mal gucken.

00:01:53: Es gibt halt total viele Leute Die in irgendeiner Form in den Medien grade präsent sind, die ja so Rollenbilder präsendieren Und da haben wir uns gedacht okay fangen einfach mal mit den Jungs an darüber zu sprechen, wie das so ist.

00:02:12: Ergänzend dazu ... Wie kommen wir darauf?

00:02:15: Weil klar, also wir sprechen über die Entwicklung von Kindern in erster Linie.

00:02:21: Dann gibt es gesellschaftspolitische Themen, wie Milagrad sagte.

00:02:25: Wir haben so geguckt was ist denn gerade aktuell?

00:02:28: eine Frage, die man sich häufig auch aus Elternperspektive stellt aber auch aus den Bildungsinstitutionen wie Schule.

00:02:37: und da ist uns aufgefallen, nicht zuletzt jetzt durch diese Beispiele die gerade genannt worden sind so dieser einzelnen tragischer oder negative Art.

00:02:50: bekannten Männern ist uns aufgefallen, dass ganz oft gerade thematisiert wird.

00:02:56: Was ist denn mit den jungen Männern los?

00:02:59: Und mit jungen Männern sind oft ja so Altersgruppen die in der Pubertät sind vielleicht ein bisschen älter sind also so zwischen ich sage jetzt mal grob zehn und acht zehn oder zwanzig also so um den Dreh Also die Phase der Identitätssuche der Rollenfindung.

00:03:17: Da haben wir uns gedacht, das ist noch eine Entwicklungsaufgabe.

00:03:21: Und viele scheinen überfordert zu sein mit der Frage wie geht man mit Jungs um?

00:03:29: Weil sie fallen gerade negative auf.

00:03:31: aber insbesondere ist es im Augenblick ein Thema weil ... Ja, wir Statistiken zu Femiziden haben.

00:03:39: Wir haben Statistik zu Gewalt die ausgeübt wird aufgeteilt nach Geschlechtern und da sind die höchsten Zahlen ja der Jungs betreffend und die jungen Männer betreffen.

00:03:51: Und wenn wir darüber sprechen dass wir das einmal aufzeigen dann tun wir das heute auch nicht nur um noch die nächsten zu sein die darauf hinweisen weil die Zahlen sprechen leider für sich und die gesellschaftliche Entwicklung zeigt auf TikTok, also Social Media generell aber ja vor allem auf TikTok oder Insta.

00:04:09: Es gibt so Strömungen die in die Richtung des Optimierungswarns bei jungen Männern gehen.

00:04:17: dann gibt es fast viele konservative Richtungen nicht nur politisch sondern auch sowas das Rollenverständnis betrifft also ein Rückgang irgendwie gesellschaftlich.

00:04:29: und dann gibt Viele, die so von verlorenen Männerbildern sprechen oder von verlorenen Jungs, die gar nicht wissen.

00:04:39: Wo gehören sie denn hin?

00:04:40: Und was soll die prägen, damit Sie sich nicht so entwickeln in diese negative Richtung?

00:04:46: Auf der anderen Seite haben wir auch die Bewegung und die Entwicklung des viel mehr Jungs als früher sich trauen diesem Rollenbild eben nicht mehr zu entsprechen.

00:04:57: Zum Beispiel mit lackierten Nägeln rumrennen oder zum Beispiel Kleidung tragen, wo jetzt nicht eindeutig in der Jungsabteilung eingekauft wurde oder auch insgesamt sich auf eine Art und Weise zu verhalten.

00:05:12: Die eben diesem total steifen Rollenstereotypen eben nicht entspricht.

00:05:18: Es gibt so ein bisschen beide Richtungen und ich finde oder wir finden das ist ein total reichhaltiges super interessantes Thema und deswegen wollen wir uns dem gerne

00:05:32: Mit einem Blick immer für uns darauf, wo können wir unterstützen?

00:05:37: Wie können wir das bestmöglich begleiten.

00:05:40: Dass wir natürlich alle bestmöglich miteinander zusammenleben.

00:05:44: also wie tragen wir alle dazu bei dass diese Gesellschaft ihre Diversität erhält im Sinne einer psychisch gesunden Entwicklung und zwar für alle für Jungs, für Mädchen und aller Kinder- und jungen Menschen.

00:06:01: Und werden da mehrere Teile zu machen?

00:06:03: Genau also wir werden auch ganz spezifisch auf Transkinder eingehen und schauen was ist da anders?

00:06:08: oder als Kinder oder junge Menschen die sich als nonbinary oder genderfluid betrachten?

00:06:16: klar das gehört heutzutage auch dazu es gehörte immer dazu aber heutzuthage ja nun offener als jemals und selbstverständlich wollen wir auch darüber reden.

00:06:25: Das ist eine tolle Gelegenheit, darauf hinzuweisen.

00:06:27: Wie kann man bestmöglich unterstützen?

00:06:29: Wir werden auch von Eltern angesprochen und ob wir den dazu eine Folge machen können.

00:06:36: Heute starten wir und widmen uns den Jungs, weil sie gerade in der Medienlandschaft eher negativ besprochen werden zu vielen Teilen zurecht.

00:06:47: Und wir reden da eher über die Älteren.

00:06:49: aber uns interessiert wo können wir frühst möglich präventiv oder eben unterstützend informieren.

00:06:57: Genau,

00:06:57: also das ist das worum es uns geht.

00:06:59: Wie gesagt, Samuel hatte das ja gerade schon angedeutet... Es geht nicht darum, irgendjemand zu basten oder so gar nicht.

00:07:04: Es geht wirklich darum was können wir machen damit sich auch für Jungs in deren Lebenswelt etwas verändert.

00:07:10: Damit es eben wenn alle an einem Strang ziehen eben nicht mehr so aussieht dass die Kriminalstatistiken zeigen okay hier stimmt etwas mit dem Umgang von negativen Gefühlen oder belastenden Gefühle oder was auch immer Wut keine Ahnung ganz und gar nicht.

00:07:25: glaube ist das ganz wichtig therapeutisch einfach früh anzusetzen da einfach noch mal einen besonderen Blick auf Jungs zu werfen, damit die einfach die Möglichkeit haben aus diesem blöden Rollenbild auch auszubrechen und sich zu stehen.

00:07:41: Und zu akzeptieren wenn irgendwas vielleicht nicht so ist wie irgendwelche Alphamännchen das gerne hätten.

00:07:47: Damit sie einfach ein friedliches Leben führen können Gewaltexessen leigen müssen.

00:07:54: Die sich dann so entlädt, oft auch in Frauenrichtungen entläht.

00:07:58: also es ist einfach ein gesamtgesellschaftliches Anliegen dass das anders läuft.

00:08:03: ja okay fein wo fangen wir an?

00:08:06: vielleicht

00:08:06: mit der provokativen frage sind die Jungs denn einfach so?

00:08:10: nein jungs sind nicht so also sie müssen

00:08:15: nicht so sein.

00:08:16: richtig

00:08:18: Fangen wir mal an bei der vielbesprochenen Biologie.

00:08:23: Also oft wird ja herangezogen das Thema der Hormone und des Testosterons, was die Jungs ja so steuert – und die können gar nicht anders.

00:08:32: Deswegen auch die Frage sind Jungs denn so?

00:08:34: Weil dann könnte man ja auch gar nichts dafür oder dagegen.

00:08:38: Und so einfach ist es nicht!

00:08:42: Hormone haben natürlich einen Einfluss und das Testosteron ist auch bekannt für die Mobilisierung von Kräften und Energien, Antrieb und Motorik.

00:08:55: Das stellen wir fest, Aggressionen sind nicht nur Jungs.

00:08:59: Testosteronen haben auch Mädchen.

00:09:01: D.h.,

00:09:03: da stellen wir fests dass das so viele Dinge ausmachen kann.

00:09:07: aber in der Forschung Wenn wir uns angucken aus der sociologischen Perspektive, wenn da geguckt wird.

00:09:14: Was sind die Faktoren, die dazu beitragen?

00:09:17: Dass junge Männer so aggressiv werden, dass sie straffällig werden, das sie Grenzen so stark überschreiten und Gewalt anwenden.

00:09:26: Dann landen wir ganz schnell bei der Sozialisation.

00:09:30: Genau!

00:09:31: Es ist immer die Sozialisierung, die das bedingt Und sicherlich auch noch Faktoren wie das sogenannte Lernen am Modell, also wir leben ja andere Leute das vor.

00:09:45: Aber auch das würde ich jetzt mal grob in Richtung Sozialisierung so mit reinpacken.

00:09:50: Das ist einfach das Ding und genau deswegen ist es auch so sehr möglich, auch da mit zu bestimmen oder auch da einzugreifen und auch da Dinge zu verändern.

00:10:02: Sozialisation bedeutet ... Was passiert um mich rum?

00:10:07: In was für einer Umgebung wachse ich auf.

00:10:11: Ich sag mal, in einem super liebevollen ländlichen Haushalt auf, indem alle keine Ahnung, Vegetarier sind und abends gemeinsam gebetet

00:10:26: wird

00:10:26: ... Alle kennen sich!

00:10:29: Und man spricht darüber, wenn irgendetwas los ist... Wie ist übrigens durchaus bewusst, dass es auch in ländlichen Umgebungen nicht immer so ist.

00:10:37: Das war jetzt einfach nur ein rein finktives Beispiel.

00:10:39: oder wachse ich in einer Umgebung auf?

00:10:43: In der generell vielleicht viel Gewalt gibt viel Kriminalität eine Großstadt wo einfach niemand so richtig...

00:10:51: In Gemeinschaft ist genau.

00:10:52: Wo das ja so ein bisschen egocentrisch egoistischer Einzelkämpfer mentalitätsmäßig stattfindet?

00:11:00: Was lerne Wie gehe ich mit Problemen um?

00:11:03: Was lerne ich, was für ein Bild der Schule des Lebens herrscht.

00:11:07: Um mich herum... wie wird um mich herum über Frauen gesprochen?

00:11:12: Wie wird um sich herum über Männlichkeit gesprochen?

00:11:15: Zum Beispiel, wie wird über Bildung gesprochen?

00:11:18: Was sind das alles für Dinge?

00:11:19: Was hat das so für einen Anteil?

00:11:21: Welche Werte gibt es in der Umgebung, in der ich aufwachse?

00:11:24: und sowas ist halt... Echt wichtig und richten ganz großen Teil dazu bei.

00:11:29: Und gerade weil das so ist, haben wir als Eltern, als Generation drüber sozusagen auch die Möglichkeit da etwas dran zu tun.

00:11:39: Denn Kinder kriegen natürlich mit wie ihre Eltern über Sachen sprechen, wie ihre Eltern miteinander umgehen... Wie sie leben?

00:11:46: ...mit Umständen umgehen, wie sie leben genau!

00:11:49: Und wie selber halt gewisse Dinge auch benannt werden.

00:11:53: Das macht einen ganz erheblichen Faktor aus.

00:11:57: Genau, also das ist ... Wenn wir übrigens in dieser Folge über ja bei den Jungs sieht man das und dass oder die Jungs sind so... Also wenn wir die Jungen als Begriff nutzen dann ist uns durchaus bewusst, dass nicht jeder Junge genau so ist wie wir das gerade beschreiben, dass auch Mädchen so sein können oder andere Geschlechter so sein könnten.

00:12:17: aber der Einfachheit halber Benennen wir das jetzt heute mal so klischeehaft als die Jungs, sehen uns aber natürlich der Differenzierung durchaus bewusst.

00:12:26: Nur mal so, dass das klar ist.

00:12:28: Genau und auch natürlich könnten wir auch sagen männlich gelesene Personen.

00:12:32: oder aber wir haben uns einfach entschieden jetzt wirklich mal über über Jungs zu sprechen weil ich schon auch glaube... Das ist auch was mit Cis so ein bisschen zu tun hat, also Cis-Jungs.

00:12:42: Also als

00:12:44: biologisch

00:12:45: als junge, geborener Junge genau das ist einfach schon häufig nochmal anders.

00:12:52: Ja und da gucken wir jetzt mal... Also wenn wir davon ausgehen ja es ist eine Interaktionsthematik, es ist ein Interaktiongeschehen zwischen biologischer Veranlagung, zwischen Persönlichkeitsfaktoren Umgebung wie Mila sie gerade so schön auseinander gedrüsselt hat, was es da alles gibt.

00:13:13: Das heißt das ist eine Interaktion ja und aber ein großer Einfluss sind eben diese ganzen Umgebungen und die fangen zunächst an zu Hause.

00:13:26: genau das was gerade gesagt wurde.

00:13:28: so wir sind meine Eltern den was wir im Zuhause behalte ich mich auch von ganz klein auf.

00:13:34: Und dann geht dieser erste Step nach draußen, also die erste Berührung mit anderen Familienmodellen, mit anderen Erziehungskonzepten und mit anderen überhaupt Modellen an Rolle, also mit anderen Männern, Frauen als Vorbildern startet ja in der Regel im

00:13:52: Kindergarten.".

00:13:54: Wenn wir heutzutage von Familie sprechen, dann ist natürlich auch das nicht mehr so wie früher.

00:13:58: Dass es einen Vater eine Mutter und ein bis vier Kinder gibt vielleicht auch mehr.

00:14:07: Und es gibt heutzudage natürlich alle Varianten von Familienmodellen.

00:14:11: Es gibt Alleinerziehende noch und nöcher in der Regel Frauen manchmal auch Männer Es gibt gleichgeschlechtliche Pärchen Es gibt zwei Männer, die Kinder haben.

00:14:25: Da hat sich einfach sehr viel getan in dieser Landschaft und auch das hat natürlich Einflüsse darauf was für Rollenmodelle ein Kind so erlebt.

00:14:36: Kleiner Spoiler!

00:14:42: kann enorm glücklich aufwachsen.

00:14:44: Es hat also überhaupt nichts damit zu tun, wie viele Eltern da sind und welches Geschlecht die Eltern haben – das ist tatsächlich belegt, dass Good Parenting nicht davon abhängt?

00:14:57: Und es gibt ja die Möglichkeit, und das ist zum Beispiel das wichtige Vorbilder geschlechter Vorbildern auch an anderer Stelle eben zu suchen.

00:15:06: Ein Opa, ein Onkel, ein Bekannter der beste schwule Freund oder wie immer ein Lehrer natürlich.

00:15:16: Aber es gibt halt wirklich Leute im nahen Kreis vielleicht einen Patenonkel oder so die man sich heranziehen kann und man sagt ich möchte da wirklich darauf achten dass mein Kind eine entsprechende Identifikationsfigur hat.

00:15:28: Also gleiches gilt natürlich in weiblicher Variante.

00:15:31: Ich habe jetzt Onkel und so gesagt, in die andere Richtung geht es natürlich auch.

00:15:34: Richtig!

00:15:35: Genau was Kinder brauchen ist Liebe für Sorge Bindung.

00:15:39: also sie müssen Sicherheit erfahren durch die Bezugspersonen die um Sie herum sind.

00:15:43: welche das sind ist erstmal egal.

00:15:46: Ist es tatsächlich?

00:15:48: Ja genau und die Gesellschaft hat ja quasi die Aufgabe mit Stadt zu finden, also auch Einfluss zu nehmen und das ist eine wichtige Aufgabe.

00:16:00: Und die bezieht sich nicht nur auf diese primären Bezugspersonen, die fürs Kind zuständig sind.

00:16:07: Wenn wir auf den Beginn schauen wo Gesellschaft in kleinstem Rahmen erst mal stattfindet... Das ist erstmal im Kindergarten!

00:16:17: Also wenn Kinder In Gruppen mit anderen Kindern das erste Mal so kommen, also vor allem Kinder die vielleicht keine Geschwister haben oder keine Großfamilien.

00:16:27: Dann kommen sie zum ersten mal in Berührung einfach mit anderen Rollenmodellen und anderen Menschen und anderen Werten und Norm.

00:16:37: Weil die prägen – das weiß man heute einfach nochmal deutlich mehr vor allem was diese Rollenfindung betrifft.

00:16:43: Es gibt bestimmte Dinge, bestimmte Entwicklungsaufgaben da kommt natürlich die Genetik stärker zum Vorschein aber es ist die Interaktion und vor allem gibt es so etwas wie die Rollenfindung wo die Gesellschaft oder die Umgebung oder die Sozialisation einfach eindeutig den größeren Teil ausmacht.

00:17:08: Okay, dann fragen wir doch mal ganz interessiert.

00:17:10: Was bedeutet es denn heutzutage eigentlich ein Junge zu sein oder ein junger Mann?

00:17:16: Oder auch einen Erwachsenermann später mal zu sein?

00:17:19: Wir kümmern uns jetzt eher um Jungs und heranwachsende junge Männer.

00:17:25: Darum geht's natürlich erst einmal primär

00:17:28: darum.

00:17:29: Ich glaube die erste Schwierigkeit besteht darin dass man das gar nicht so genau beantworten kann.

00:17:34: also Die Antwort.

00:17:36: Ich glaube, so lange das der Fall war, dass es die Antwort gegeben hat

00:17:41: ... Ja, genau!

00:17:42: War das easy?

00:17:42: Also man wusste, der Ernährer sein, der starke, den nicht weinend zusammenbrechenden Part sein.

00:17:49: Das Familienoberhaut.

00:17:50: Genau, der Entscheider.

00:17:52: Ein echter Junge.

00:17:54: Ja... Der Beschützer.

00:17:57: Übrigens ganz viel, was man da übernehmen soll.

00:18:01: Man muss auf jeden Fall stark sein, hart sein... Boys

00:18:04: don't cry!

00:18:05: Genau.

00:18:06: und wenn man sensibler war ist man rausgefallen, man war nicht der typische Mann.

00:18:13: Und wenn ich jetzt heute so mir das anschaue, was uns jetzt an Jungs im beruflichen Umfeld begegnet, auch im privaten Umfeld Dann ist das gar nicht so easy zu beantworten, weil wieso wie du vorhin gesagt hast.

00:18:29: Es gibt Jungs mit lackierten Fingernägel, es gibt Jungen mit langer Haaren, es gibts Jungs die geschminkt sind.

00:18:33: Es gibts ganz viele Jungs.

00:18:34: dir auch dieses jetzt nicht Lux-Maxing aber diese in dieses.

00:18:39: ich trainiere mein Körper und hole das Maximum heraus.

00:18:42: Das gibts natürlich auch.

00:18:43: also es gibt sehr viel verschiedenes.

00:18:47: Genau ne?

00:18:47: Also es gibt Der Begriff Feminismus ist bei Jungs auch.

00:18:52: Bei vielen Jungs spielt eine Rolle, dass die sagen, ich möchte auf jeden Fall da in dieser Mitu-Debatte ein Teil von denen sein, die es eben besser machen und so.

00:19:04: Auch das ist etwas was einem heutzutage ja doch vermehrt begegnet.

00:19:09: Die

00:19:10: Eindeutigkeit, die natürlich immer alles erleichtert eindeutigkeiten machen immer Dinge leicht.

00:19:15: Also Dinge leicht für die breite Masse natürlich nicht für diejenigen, die da eben so gar nicht reinfallen.

00:19:21: Für sie macht es die Sache natürlich eher schwer.

00:19:24: Ich meine leider bedient sich die Politik dieser Formulierungen auch oft und das soll ein Pseudo einfach sein was es natürlich nicht ist.

00:19:34: Wo du Politik sagst, muss ich gerade an den Fall denken dieses damals noch recht jungen Politiker.

00:19:39: Der ist ein Video aufgetaucht, das nach einer Zeit bemerkte was von angenehmer Termin es sei für ihn als ja doch recht erwachsenen Mann damals schon

00:19:48: mit sechzehnjährigen

00:19:49: Mädchen da irgendwie in einer Schulklasse sein wo man sich heutzutage denkt okay

00:19:55: Das geht

00:19:56: einfach nicht mehr, ne?

00:19:56: Richtig.

00:19:57: Oder als führendes Landeste oberhaupt bestimmte Dinge zu benennen, wer vor wem irgendwie wann wo wie Angst hat und damit auch so bestimmte Klischees zu schüren.

00:20:08: Und es gibt eine mediale Aufarbeitung einer Thematik die eher in Richtung Clickbait stattfindet.

00:20:16: das heißt Man formuliert auch effektheischend und daneben gibt es natürlich ganz viele Jungs, die sensibel sind.

00:20:23: Die sich ganz anders entwickeln als dieses mediale Bild.

00:20:27: Das darf man natürlich nicht vergessen.

00:20:29: Es ist deutlich diverser als das mal war.

00:20:32: Ja und das ist auch gut so.

00:20:33: Ich hab jetzt, ich krieg ja klare Fragen.

00:20:37: Ich muss sagen, fragen Sie doch mal Ihre Töchter.

00:20:39: Das war das, wo du gerade drauf hinrutschst?

00:20:42: Grüße gehen raus an den Bundeskanzler!

00:20:46: Es hilft nicht.

00:20:46: Es hilft einfach gar nicht.

00:20:49: Also Entschuldigung aber nein...

00:20:51: Ja und es ist auch nicht das Gesamtbild.

00:20:53: Und wenn wir uns aber anschauen was unterstützt In der Regel alle Kinder, alle Jungs im Speziellen vielleicht.

00:21:01: Also das hilft nicht dann auf eine Gruppe zu schauen und dann zu gucken okay die fallen jetzt extrem auf sondern es startet ja viel früher.

00:21:09: wie können wir bestmöglich unterstützen?

00:21:11: Und wenn man sich diese Jungs anguckt die auffällig werden Dann kriegen wir relativ schnell mit dass bestimmte Dinge gefehlt haben oder es davon wenig gab.

00:21:23: Also von den eben angesprochenen Vorbildern ist vielleicht wenig gab vor Unterstützung bei wenn du wütend bist, wenn du traurig bist wie kannst du das zeigen?

00:21:34: Wie können wir damit umgehen?

00:21:35: Wie kann mir das regulieren helfen?

00:21:37: durch Korregulation von den Menschen die dieses Kind umgeben haben.

00:21:41: also Es ist immer so.

00:21:42: dass hatte ich übrigens auch bei der doku als ich die geguckt habe.

00:21:45: Wenn man sich diese einzelnen Charaktere anschaut und ein bisschen zurück zurück in deren Biografie geht, dann taucht es genauso auf.

00:21:54: Also man stellt fest da fehlte eine Weichenstellung, da fehlten Bezugspersonen und Vorbilder.

00:22:00: Ja, da fehlen vor allem Vaterfiguren!

00:22:02: Da fehlt ein Vaterfigur, also männliche Vorbildern, männliche Modelle...

00:22:06: Männliche Modelle, die das irgendwie reguliert hätten.

00:22:09: Das finde ich total interessant, dass alles so vaterlose Kinder gewesen sind aus denen dann diese Superalpha-Männchen werden... Also nicht falsch verstehen!

00:22:18: Ich sage jetzt nicht ein vaterloses Kind zu sein führt dazu sondern in dieser Doku war es einfach so zu sehen, dass da irgendeine Gegenregulierung stattgefunden hat ja auf ganz perfide toxische Art und Weise.

00:22:29: Oh, ich habe das Wort benutzt.

00:22:31: Toxisch ist halt toxisch.

00:22:32: Früher oder

00:22:33: später wäre's in dieser Folge glaube ich gefallen.

00:22:38: Ja, es startet also früh.

00:22:40: Er startet mit.

00:22:42: wie reagieren wir auf vermeintlich weibliche Anteile?

00:22:46: Weil die wurden früher in der Geschichte als weiblich besprochen.

00:22:51: Also wenn ein Kind geweint hat, wenn's sensibler war, empathischer war und das zeigen konnte auch nach außen ganz klar so nicht nur ihn sich gespürt hat sondern auch gezeigt hat war es weiblich.

00:23:04: Es war nicht männlich genug, sich

00:23:05: für's Koch interessiert hat lieber in der Küche also in der Puppenküche gestanden hat als irgendwie mit keine Ahnung Autos zu spielen oder sowas all solche Dinge.

00:23:14: ja die heutige Elterngeneration immer noch und die hat das bewertet.

00:23:20: Und die hat es in Richtung dieser Kinder so bewertete oder abgewertet und die Kinder auch teilweise nur auf eine bestimmte Art ihre Gefühle regulieren lassen, das heißt dass Jungs viel häufiger gehört haben reiste ich jetzt zusammen hör doch auf zu weinen.

00:23:36: Mädchen hören das auch.

00:23:37: aber bei Jungs kam es ja auf viel mehr Widerstand.

00:23:41: auch dass das befremdlich ist und das spürt natürlich Kinder und versuchen es anders oder behalten es in sich, was natürlich nicht dazu führt, dass sie einen Ventil haben nach außen.

00:23:52: Sondern ist das eher aufstaut?

00:23:54: Ich bin ja Jahrgang seventy- acht.

00:23:56: Tatsächlich kenne ich das auch von mir selbst.

00:23:59: Ich wollte immer ein Junge sein.

00:24:01: Ich hatte mal kurze Haare und Burschikos usw.

00:24:05: Und ich habe selbst ganz lange dafür gebraucht, das, was man so klassischerweise als weibliche Anteil sieht, nicht negativ zu bewerten dieses ganze als männlich transportierte damals noch, als die eigentlich gute Art und Weise zu sehen.

00:24:20: Und Frauen als schwach zu sehen, da habe ich selber ganz lange für

00:24:23: gebraucht.".

00:24:24: Du sagst das?

00:24:24: Also es wird nicht beschrieben als Ah!

00:24:27: Das ist deine Eigenschaft so bist du.

00:24:28: Das ist ein Merkmal sondern es war gut oder schlecht gemessen an deinem Geschlecht.

00:24:33: also Es war für dich als Mädchen Pottys aber rau und klettert wie ein Junge.

00:24:40: Also es war abgestempelt, als wenn man motorisch aktiver war, war man jungenhaft.

00:24:44: Oder draufgängerischer

00:24:47: oder?

00:24:47: Ja, immer

00:24:48: ein bisschen zart und sensibler war man irgendwie wie ein Mädchen.

00:24:52: Es wurde immer in Relation zum Geschlecht bewertet

00:24:56: Du nimmst dich wie ein Mädchen, du wirfst wie eine Mädchen.

00:24:59: Das höre ich heute noch ständig!

00:25:03: Bitte nicht, bitte tut das

00:25:04: nicht.".

00:25:04: Genau

00:25:05: und das ist vielleicht der Start.

00:25:07: also wenn man am Anfang, ich meine es gibt durch die Forschung in eurer Psychologie, gibt es Tendenzen, die man festgestellt hat zum Beispiel der Spielzeugwahl, die so benannt werden.

00:25:17: gleichzeitig haben diese Experimente auch im Nachhinein immer irgendwie Fehler aufgewiesen.

00:25:25: Was wurde bereitgestellt, was war da zu finden in den Räumen?

00:25:28: Das heißt ich würde vorsichtig sein wenn man sich heute noch stützen möchte darauf als es gibt schon typisch Mädchen und typische Jünger.

00:25:36: Ich würde das immerhin Frage stellen.

00:25:38: Es gibt typisch Kind.

00:25:40: also dieses Kind zeigt dieses Verhalten und man tut sich keinen Gefallen es zu framing weil einfach die Entwicklung noch so plastisch ist.

00:25:48: Da kann doch so viel passieren Und es gibt eine Rollenfindung.

00:25:52: Es gibt keine festgelegte Rolle, sondern eine Rollenfindung.

00:25:56: Und es braucht die Gesellschaft dafür und wenn wir den Kindern Raum und Zeit lassen, dann werden sie schon ihre Rolle

00:26:03: finden.".

00:26:04: Genau!

00:26:04: Ein Kind kommt ja mit einer bestimmten Veranlagung und einem bestimmten Charakter auf die Welt – die wiederum sind geschlechtsunabhängig und sich dann eher darum zu kümmern, was denn die Dinge, die meinem Kind gut tun?

00:26:17: Und nicht, wie sollte sich mein Kind als guter Junge verhalten oder braves Mädchen verhalten?

00:26:26: Auch übrigens eine sehr schöne Doku.

00:26:29: Stay sweet, pray and obey heißt die, glaub ich.

00:26:33: Auf Netflix ja!

00:26:35: Richtig gut auch.

00:26:36: Es ist über aufwachsen in ... Ich glaube es sind Mormonen.

00:26:42: Lange her, dass ich es gesehen habe.

00:26:43: Auf jeden Fall in so sehr strengen christlichen Gemeinden, wo natürlich auch ganz krasse Rollenbilder vorherrschen.

00:26:51: Klarheit wahrscheinlich auch vorherrscht, wer

00:26:53: was

00:26:53: zu tun hat und die Aufgaben klar verteilt sind auf Jungs und Mädchen?

00:26:58: Übrigens, wo wir jetzt schon einmal das Thema Religion benannt haben, nehmen wir jetzt mal die drei großen monotheistischen Weltreligionen.

00:27:06: In all diesen Religionen gibt es natürlich extrem offene und sehr moderne der Zukunft zugewandte Menschen.

00:27:14: Und es gibt total orthodoxe, verschlossene, traditionalistische...

00:27:19: Missbräuchliche!

00:27:19: ...

00:27:20: also sowohl im Christentum als auch im Judentum, als auch bei den Moslems.

00:27:28: Es ist einfach so, ne?

00:27:30: Ja, es geht dann um Macht, es Das Patriarchat.

00:27:38: Genau, kleiner Exkurs!

00:27:42: Aber ja also wichtig ist wie gehen wir damit um in der Entwicklung bei bestimmten Verhaltensweisen und Gefühlen?

00:27:49: Also wenn Kinder Gefühle zeigen ob ich dann sage was ein coole Junge der ist hingefallen und direkt wieder aufgestanden und hat weitergemacht.

00:27:58: Damit unterstütze ich eine bestimmte Art und Weise mit Gefühlen umzugehen.

00:28:02: Und gleichzeitig vermittel' ich, was nicht geht dazu sitzen zu bleiben und zu weinen und vielleicht so sagen Boah das hat mir weh getan Das ist nicht cool

00:28:11: Genau!

00:28:12: Und das ist schon mal der allererste Schritt.

00:28:14: Was hier nämlich passiert ist Ein Junge in dem Fall empfindet etwas und zwar ein belastendes Gefühl dass ihn vielleicht traurig macht Dass er dazu führt, dass er weint Da hat Schmerzen Dem tut was weh und in dem Moment wo ich sage ach komm is gar nicht wieder gut Komm, stelle dich nicht so an oder im schlimmsten Fall heulen ich wie ein Mädchen.

00:28:33: In dem Fall

00:28:35: suggeriere ich dem Jungen, hey, hör mal deine Gefühle sind bitte nicht erwünscht.

00:28:40: jetzt gerade und da wollen wir nichts von hören beißt die Zähne zusammen Und schraubt die Gefühle mal bitte ganz nach hinten, wo niemand sie sehen kann.

00:28:49: Denn das möchte wirklich niemand sehen, dass du irgendwie traurige Gefühlen hast.

00:28:52: Das suggeriere ich dir im Kind in dem Moment und so krass es jetzt klingt was ich da gerade gesagt habe.

00:28:58: Das kann man ja wohl nicht wollen, dass das Kind diesen Bezug zu seinen eigenen Gefühln bekommt.

00:29:03: Genau!

00:29:05: Ich würde auch sagen, das passiert so beiläufig.

00:29:08: Also es ist ja keine Absicht.

00:29:09: also ich erlebe nicht Eltern oder Erzieherinnen oder so dass die das bewusst und absichtlich So machen würde ich jetzt mal sagen der Großteil.

00:29:21: Aber das passiert das ist so intus.

00:29:24: was ist so in uns?

00:29:25: weil wir natürlich auch alle sozialisiert sind und diese Diese ganzen Mechanismen schleppen sich ja transgenerational.

00:29:32: Deswegen ist vielleicht der wichtigste Punkt zu reflektieren und sich dessen bewusst zu sein, wie reagiere ich eigentlich?

00:29:40: Weil wir sind alle nicht frei davon!

00:29:42: Das steckt so tief in uns weil wir ja nicht nur von Zuhause her bestimmte Dinge als ein Mantra oder einen Wertnorm Gedanken abgespeichert haben, was so dann automatische Gedanken sind.

00:29:56: Und erst manchmal also ich kenne das von mir dass ich manchmal Dinge ausspreche und dann denke ich wow wo kommt das denn her?

00:30:03: Dann finde ich schon meistens heraus wo es herkommt und denke boah nee das geht gar nicht!

00:30:08: Also mich dann wieder zurück reguliere und denke das muss sich anders machen.

00:30:13: Ja wir tragen alle den ganzen Clan auf dem Schultern.

00:30:16: Genau Generationen und Generationen zuvor Und das ist vielleicht auch so der große Punkt, den wir als Faktor herausfiltern würden.

00:30:27: Dass es nicht so schnell geht.

00:30:30: die Gesellschaft entwickelt sich schnell hinzu etwas sie schleppt aber ihre alten Laster noch in uns allen mit heißt.

00:30:38: Es ist unsere Aufgabe vor allem sehr viel zu reflektieren kritisch zur hinterfragen zu gucken Was brauchen Kinder wirklich?

00:30:47: Und zwar was brauchen Kinder, nicht was brauchen Jungs.

00:30:49: Was brauchen Mädchen?

00:30:50: Die brauchen alle immer Vorbilder.

00:30:52: und natürlich wenn Jungs Identifikationsfiguren haben die männliche sind dann trifft es auf bestimmte Jungs zu dass sie sagen boah was ein cooler Typ.

00:31:01: genauso will ich auch sein andere Jungs finden den gar nicht vielleicht cool.

00:31:04: deswegen ist es schön wenn wir diverse vorbilder haben inmännlich weiblich oder divers.

00:31:11: je bunter desto besser.

00:31:13: weil die Zeit, in der man das Gott oder Göttin sein Dank oder wem auch immer sein Dank, indem es auch möglich ist all das auszuleben.

00:31:22: Sofern es friedlich geht.

00:31:25: Ja wir waren beim Kindergarten also Gefühle zeigen Gefühler regulieren da treffen ja Kinder auch auf andere Kinder.

00:31:31: Da geht's auch ganz viel um Konfliktlösemechanismen oder konflikte Fähigkeiten.

00:31:37: Ich weiß dass mir damals aufgefallen ist als meine Kinder klein waren ganz viel Angst vor Auseinandersetzung, Wut, Aggression war.

00:31:50: Du meinst von den Mitarbeitenden?

00:31:51: Von den Mitarbeiterinnen

00:31:53: genau das ich glaube da gab es dann also.

00:31:55: endlich gab's dieses oh wir müssen ein bisschen drauf achten wir müssen Kinder auch schützen wir müssen aufpassen dass die Wut und Aggression nicht gegen andere Kinder so ausgeliebt werden kann keine Frage.

00:32:06: aber man hat

00:32:07: kleinste auseinandersetzungen waren kaum möglich, weil es wird nicht gehauen.

00:32:13: Es wird nichts weggenommen und du darfst nicht

00:32:14: schreien.".

00:32:15: Und das war ein ziemlich enges Korsett für kleine Kinder die wenn sie Wüten fahren halt geschrien haben oder was geschmissen haben.

00:32:22: Genau da ist ja die Frage.

00:32:24: also Frage eins Was wird dann als Alternative angeboten?

00:32:28: Also werden Skills beigebracht mit denen man eben lernt wie wir schon so schön sagen werden Coping Strategien angebot.

00:32:36: Und Frage zwei, ab welchem Alter ist das überhaupt möglich?

00:32:39: Also kann ich mit so einem Dreijährigen überhaupt schon intensiv daran arbeiten, dass man nicht jemanden schubst oder so.

00:32:45: Dass man das alles bespricht,

00:32:46: weil

00:32:47: das wird in dem Alter kaum möglich sein.

00:32:50: aber natürlich wollen wir auch nicht, dass irgendwie, weiß ich nicht, Tim dem Ahmed ein Stein an den Kopf vom Unterdrümmer hat also die Geradwanderung zwischen was des Alters gerecht.

00:33:01: Aber es muss mit diesem Gefühl umgegangen werden irgendwie auszustöpseln und wegzumachen.

00:33:07: Und da ist ein wesentlicher Faktor, es gibt einen Unterschied zwischen Gefühlen die externalisiert werden und Gefühle die internalisiert werden.

00:33:15: Ich kann natürlich wenn ich unfassbar sauer auf den Ahmed bin dann kann ich dem so richtig eine Zwiebeln dann externalisiere ich mein Gefühl oder aber ich kann anfangen das in mich rein zu fressen vielleicht als Kind vielleicht noch nicht, aber später als Erwachsener wenn man das chronifiziert hat dass man Dinge in sich rein frisst gibts nachher Keine Ahnung, was für ein Magengeschwür oder so wäre da zum Beispiel ein Klassiker.

00:33:37: Oder manche Leute fangen vielleicht an wie wir es in unserer letzten Folge besprochen haben sich selbst zu verletzen auf eine Art und Weise oder sie werden eben depressiv oder fangen an an sich selbst zweifeln.

00:33:49: oder sowohl das externalisierte als auch das internalisierte Verhalten ist problematisch.

00:33:55: bei Jungs ist ja tatsächlich eher das externalisiende Verhalten derzeit noch das was üblicherweise stattfindet.

00:34:04: Und hier ist es eben so, dass man daran sehr gut arbeiten kann und das auch tun sollte.

00:34:11: Immer mit dem Ziel dahinter eine Verhaltensweise anzubieten die eben Funktionale ist.

00:34:21: So würden wir Therapeut... Wir werden

00:34:23: Stress erst mal runterfährt.

00:34:24: Richtig!

00:34:25: Also wie kann ich mein Gefühl äußern, auf welche Art und Weise?

00:34:30: Was kann ich tun stattdessen, statt eben jemandem eine zu klatschen.

00:34:35: Und was gibt es noch für Möglichkeiten, dass sich diese Wut nicht internalisiert mit mehr herumtrage, sondern sie dann eben auch los

00:34:43: bin.".

00:34:44: Genau, wir starten ja auch bei kleineren Kindern wenn wir die in der Therapie haben.

00:34:48: Weil manchmal sind sie ja auch so im Kindergartenalter.

00:34:50: da kann man das natürlich auch üben indem man erst mal Hilftegefühle zu benennen.

00:34:55: also was man ja festgestellt hat ist dass Jungs häufiger als Mädchen die Sprache für Gefühle fehlt.

00:35:05: Kann ich mir ja kein Bock mehr.

00:35:07: eher einen Hinweis auf, ich bin traurig.

00:35:09: Ich bin wütend darüber dass mir das und was passiert ist oder ich wurde so und so behandelt und das macht mich ja wütentraurig.

00:35:16: also es macht mir Angst.

00:35:17: Also Gefühle zu benennen oder die Schattierungen davon... Ich muss gerade so lachen!

00:35:23: Ich denke mir grade so meine Güte für welche ganzen Gefühlsschatierung das Wort Hurensohn so steht?

00:35:30: Für ganz viele

00:35:31: Genau.

00:35:32: Und das ist einfach was.

00:35:34: Ja, was möchtest du uns denn wirklich mitteilen?

00:35:36: Und das kann man beispielsweise angehen indem man halt schon früh mit Kindern über Gefühle spricht auch als Elternteil.

00:35:42: Das geht natürlich auch im Kindergarten in der Grundschule und so weiter.

00:35:45: Erst mal ein Gefühl eben auch benennt sich.

00:35:48: ich stehe auf gefühlskarten finde ja super dass man da einfach wirklich guckt okay welche gefülle gibt es alle Wie fühlt sich das an?

00:35:57: Oder dieses süße Buch, Das Gefühlsmonster.

00:36:02: Ja, es gibt ja so Gefühlsmix-Spiele auch wo man aufgefordert wird spielerisch durch Situationengefühle zu benennen.

00:36:07: da werden dann so Szenen vorgetragen dass nur zwei Jungs haben sich gestritten oder zwei Kinder haben sich getritten und der eine hat das gemacht, der andere hat was.

00:36:16: Denkt ihr wie fühlt einer sich der andere?

00:36:17: also man wird ein bisschen angeleitet sich hineinzuversetzen und Worte zu finden.

00:36:22: ich muss gerade daran denken auch wieder, als meine Kinder klein waren.

00:36:27: Irgendwann mal gelesen hatte in dem Zusammenhang, weil ich da alles verschlungen habe wie viel häufiger Mütter und Väter erziehungsberechtigte, wieviel mehr sie mit Mädchen sprechen als mit Jungs vor allem über Gefühle also wie wenig über Gefühle, über bestimmte soziale Situationen mit Jungs gesprochen wird.

00:36:52: Im Verhältnis zu wie häufig und wie viel macht man das mit Mädchen?

00:36:55: Und das finde ich heftig!

00:36:57: Weil das wird ja nicht absichtlich so sein sondern... wird so übernommen einfach gewesen sein oder gelebt

00:37:05: worden.

00:37:05: Ja, das ist auch ein soziales Ding.

00:37:06: Da muss man wirklich explizit darauf achten.

00:37:09: Man muss sich dessen bewusst sein... Ich habe da ein Kind.

00:37:12: dieses Kind hat Gefühle, dieser kleine Mensch hat Gefüle der muss mit diesen Gefühlen irgendwie umgehen lernen erst mal Kinder anzuleiten, was spürst du denen?

00:37:20: Wie geht's dir.

00:37:21: Wo fühlst du das wie?

00:37:23: man kann ja anbieten bestimmte Wörter und ich hab das Gefühl Du bist wütend oder kriegt man ja ein Feedback wenn das Kind der Sprache mächtig ist.

00:37:30: schon Dann kriegt Man Ein Ja Oder Nein Und dann begleitet man es dabei.

00:37:36: also man bietet Was an man Bietet Worte als Instrumente an und man bietet so wie Mina gerade sagt Skills An.

00:37:42: Also was tue Ich Wenn Ich Schon Den Stein dem Ach wenn nicht an den Kopf Werfen Darf?

00:37:47: wohin?

00:37:48: Mit meiner Wut.

00:37:49: Was mach ich denn jetzt damit?

00:37:51: Leg ihn wieder

00:37:53: hin!

00:37:54: Und geh und box die Sitzsack.

00:37:56: Genau, da sind die Gefühlsgarten, hol sie her.

00:38:00: Genau und dafür braucht es eben die Erwachsene drumherum, die das zulassen.

00:38:05: Also erstens muss ein Kind wissen welche Gefühle gibt es was dann unterschiedliche Gefühlen dies gibt.

00:38:10: dann muss ein kind das Gefühl bekommen, dass jedes Gefühl in Ordnung ist.

00:38:16: Es muss lernen, dass es auch in Ordnungen ist, Gefühle zu haben und etwas zu empfinden – wie man's empfindet!

00:38:25: Dann ist schon ein riesiger Schritt getan.

00:38:28: Absolut.

00:38:29: Das ist so ein Grundbaustein um, wenn ich in Situationen der Überforderung komme erst mal damit umgehen kann.

00:38:39: Im weiteren Verlauf der Entwicklung warten natürlich neue Herausforderungen.

00:38:44: Es geht dann vom Kindergarten weiter in die Grundschule, da würde ich sagen verstärkt sich noch mal diese Ausbildung zu einem der sprachlichen Fähigkeiten.

00:38:54: Viele Kinder sind immer noch... motorisch aktiver als sie später sind.

00:38:57: Das hat auch einfach mit der Neurophysiologie zu tun, also die Hirnentwicklung findet ja durchgehend statt.

00:39:05: Gleichzeitig ist es wichtig zu wissen dass das emotionale Zentrum halt ballert wie bekloppt während ich im Frontalhirn noch nicht fähig bin alles so schön zu sortieren, zu regulieren und zu versorgen, zu strukturieren um mich da runterzufahren.

00:39:22: Also all das will geübt werden und das ist auch das Übungsfeld.

00:39:25: Also im Grundschulalter passiert das und wir alle kennen das, wenn wir Grundschulkinder in unserem Umfeld haben.

00:39:33: passiert ganz viel jeden Tag.

00:39:35: Und wenig davon ist reguliert, also reguliert im Sinne von so ein kleines Gehirn das entwickelt sich ja gerade.

00:39:43: und das was Samoa gerade meinte und da gibt es so Bereiche im Gehirnen die halt schon total doll eben los ballern und alles was mit Emotionen zu tun hat und alles etwas mit Impuls zu tun haben usw.

00:39:55: Und dieses dreidimensionale Denken was so vorne in der Frontalhirnrinde stattfindet, dass kommt erst eine ganze Zeit später.

00:40:02: Das

00:40:02: braucht Die anderen gehen vor und das kommt nach.

00:40:08: Irgendwann ist die Grundschulzeit vorbei, wenn wir diesen Grundstein gelegt haben, dass ein Junge weiß, welch Gefühl es gibt, weiß, dass es völlig in Ordnung ist, sie zu erleben, weiß nicht schlimm ist, Persönlichkeits-Eigenschaften an den Tag zu legen, die man früher eher Mädchen zugeordnet hätte, weiß auch nicht schlimm nicht diesem klassischen, starren Männlichkeitsideal entspricht.

00:40:35: Dass ursprünglich mal so verwurzelt ist in unserer kulturellen Vorstellung Wenn wir das alles schon mal hingekriegt haben wenn es auf die weiterführende Schule geht dann ist schon Mal wirklich der härteste Drops gelutscht absolut

00:40:47: Beste.

00:40:50: Also wenn er noch im besten Fall vielleicht auch einen Lehrer gehabt hat, der das alles so ein bisschen in Person war.

00:40:57: Dass man sieht, ah, das ist ein cooler Lehrer und er äh äh zu äußert seine Gefühle und sagt ich bin auch manchmal traurig und weißt du was mir mal hilft ne?

00:41:04: Dann gehe ich irgendwie vielleicht spazieren, ich hol mir Hilfe indem ich einen Freund anrufe.

00:41:10: Also wenn jemand damit so umgeht dass er das normalisiert sich Hilfe zu holen.

00:41:16: Ich habe noch nicht so ein Real gesehen.

00:41:17: Ich glaube bei Instagram war es da ging es darum, dass Männer wenn sie ein Problem haben über das sie reden wollen eine Frau anrufen, dass die mit einer Frau drüber sprechen und dann war es diese Frau die sagte zu ihrem Ehemann Aber du hast dich jetzt die ganze Zeit mit deinen besten Freunden getroffen.

00:41:33: Was macht ihr denn dann?

00:41:34: Wir trinken noch ein Bier und dann irgendwie liest das an,

00:41:37: dann reden wir über Gott und die Welt aber nicht über das Problem was ich gerade habe.

00:41:41: Okay

00:41:41: Moment!

00:41:42: Also bitte bringt den Jungs bei dass sie... Absolut.

00:41:48: ...über ihre Gefühle sprechen untereinander, dass nicht Mädchen sind dafür verantwortlich Beinstand zu leisten und die Gefühl zu regulieren Genau.

00:41:56: Ich habe das dann, glaube ich auch gesehen und da war ja so eine Welle auch losgetreten wo auch Frauen sagten ey mich hat ein Typ angerufen wir kennen uns wir haben uns dreimal gesehen und er ruft mich an bei dem Problem und hat eigentlich Freunde die kennt ihr jahre oder Jahrzehnte und ruft sich mit mir zu besprechen.

00:42:11: und ja die hab ich gesehen bei der coolen Nicole Zaharias ich hoffe sie wird so ausgesprochen weil Zahi anplagt Tolle, tolle Reals zum Thema auch Männer, Frauen und so weiter.

00:42:23: Mega coole Frau!

00:42:24: Und die hatte das gepostet und ich musste wirklich lachen... ...und auf der anderen Seite ist man so erschüttert, dass man sagt, das kann doch nicht wahr sein.

00:42:32: Ich meine es gibt ja Untersuchungen auch, dass Männer eher dazu neigen zu vereinsamen wenn sie keine Beziehung mehr haben oder im Alter und Frauen sozialer eingebunden sind.

00:42:43: aber Noch mal, das ist nicht auf dem Y-Kromosum.

00:42:46: Also das kann man schon auch kultivieren.

00:42:49: Genau

00:42:49: diese Male Loneliness Epidemic die gerade so besprochen wird wo man sagt okay es liegt einfach daran dass Frauen heutzutage nicht mehr einen Mann heiraten müssen weil sie es einfach aus sozialen Gründen müssen sondern wenn sie sich für einen entscheiden, weil der nett ist.

00:43:10: Weil er ein guter Mann ist und sich so verhält, dass man gerne mit ihm zusammen sein möchte.

00:43:14: Und das scheint ein größeres Problem zu sein!

00:43:18: für eine bestimmte Gruppierung von Männern, die über diese Mail-Lonelinessepidermik sich auslassen.

00:43:25: Auch unter anderem die sogenannten Incells ...

00:43:28: Wo die auch die Schuld auf die Frauenwelt abladen, dass es denen so geht wie's den geht und das dann eher in Wut umschlägt.

00:43:38: Ja noch mal... Das ist natürlich eine traurige Entwicklung und genau deswegen müssen wir natürlich kleine Jungs schon dabei unterstützen, sich sozial unterstützen zu lassen.

00:43:48: Dass das was Gutes ist!

00:43:49: Also es ist ein Risikofaktor wenn man kein soziales Gefüge hat um Sicherung.

00:43:55: Dieser Mythos wird natürlich auch dadurch groß gehalten dass man sagt Frauen stehen auf Bad Boys oder die Bösenjungs.

00:44:02: ganz ehrlich mach ja sein dass das irgendeine sexuelle Anziehungskraft oder sowas hat.

00:44:07: aber Wenn es nachher um Beziehung geht, um das was man möchte im Leben.

00:44:12: Dann möchte man einen

00:44:14: netten

00:44:15: gefühlvollen empathischen unterstützenden liebevollen Mann haben wenn man heterosexuell

00:44:21: ist.

00:44:21: Keine pseudo-kohlen harten nicht emotional entsprachefähigen oder gefühlzeigenden Mann Ganz klar.

00:44:31: Ja, aber da siehst du es und ich glaube dass diese Phase in der wir jetzt angekommen sind so der Weiterfindenschule der Identitätssuche pubertät Wir reden von vielen Hormonen die alles durcheinander bringen Und diese Hormone bringen einen auch in Richtung Beziehungssuche.

00:44:48: also wer bin Ich und wen brauche ich in meinem Leben?

00:44:50: oder wer tut mir gut?

00:44:53: Mit wem hätte ich gerne mehr als nur eine Freundschaft, mit wem hätt ich gerne eine Freundenschaft.

00:44:59: Das sind all die Themen, die da stattfinden und da ist auch viel Kränkung möglich.

00:45:02: Da ist auch Selbstwertgefühl, Selbstbewusstsein... das sind alles Themen, Jugendlichen hadern mit sich man vergleicht sich.

00:45:11: Es kommt auf die Biergruppe drauf an!

00:45:13: Mit wemen bin ich zusammen?

00:45:14: Und was ist in dieser Gruppe cool?

00:45:16: Was gilt Wann gehört man dazu und wann ist man isoliert?

00:45:23: Und natürlich auch um die individuelle Intensität in der Gefühlswahrnehmung.

00:45:29: Wie stark bin ich verletzt durch Dinge, es gibt Menschen ... die zum Beispiel eine Rejection-Sensitivity-Dysphoria haben.

00:45:36: Das heißt, die kommen gerade bei Menschen mit ADHS häufig vor und sind ganz tief verletzt als andere Menschen.

00:45:45: Dann ist das natürlich noch mal umso wichtiger zu lernen wie ich mit so einem Gefühl umgehe bevor es dann eben externalisiert in irgendeinen Blödsinn wird.

00:45:54: Ich wünschte mir gerade wo wir jetzt über sprechen ... Es gäbe in der Schule dieses Fach der Emotionsregulation, Achtsamkeit wie auch immer Beziehungsgestaltung.

00:46:05: Genau in diesem Alter weil das ist ein sehr prägendes Alter für die Entwicklung von Stereotypen auch also für Bergschuld an meiner Misere wenn es mir nicht gut geht.

00:46:19: Wir haben ja vorhin gesagt, die Hirnentwicklung findet so statt dass die Emotionen einfach überlappender sind erstmal.

00:46:25: Bevor ich logisch rational an Dinge herangehe und da brauche ich einfach noch Hilfe und Unterstützung und es bräuchte einfach Hilfe von außen und so Guides einfach dadurch, dass man nicht nur Sexualerziehung mit.

00:46:41: wie entsteht ein Baby.

00:46:42: Also das ist alles schön und gut und das ist Aufklärung.

00:46:44: Aber das kriegen die schon sehr gut.

00:46:47: Absolut!

00:46:47: Das mit den Gefühlen ist auch echt wichtig.

00:46:49: Ja diese emotionale Entwicklung und die Beziehungsgestaltung Die Prägung in Richtung Welch, Werte und Norm finde ich wichtig.

00:46:58: Wo kann ich die unterbringen?

00:46:59: Und auf welche Art und Weise kann ich sie

00:47:01: unterbringen?".

00:47:23: Kinder und vor allen Dingen Jungs auch lernen, dass sie einen ganz erheblichen Anteil immer selbst in ihrem Verhalten haben.

00:47:32: Und das vor allen Dingen darum geht, wie gehe ich damit um?

00:47:36: Und meine Misere auf jemand anders zu schieben und eben zu sagen keine Ahnung.

00:47:41: Die und die sind schuld.

00:47:43: Die Mädchen, die Ausländer, was weiß

00:47:45: ich... Irgendjemand, der in eine Gruppe sich gerade anbietet als die ja in Anfangstrichen schwächere Gruppe.

00:47:51: Das hilft halt nicht weiter.

00:47:53: Man nennt es bei uns Verhältnisterapeuten Attributionsstile.

00:47:57: also wer ist dafür verantwortlich dass etwas so ist?

00:48:00: wie's is?

00:48:01: Wenn es ich selbst, wenn ich eine Fünf geschrieben habe, ist der Lehrer einfach eine Scheißarbeit verfasst.

00:48:06: oder könnte es auch daran liegen dass ich zu Baselig war und nicht richtig gelernt habe.

00:48:11: Genau, könnte es sein die Arbeit einfach zu schwer war?

00:48:14: Dass sie anders als erwartet war?

00:48:16: Ist das ein Lehrer der mich schlecht vorbereitet hat oder der Unterricht ist ausgefallen ganz so oft?

00:48:20: Es gibt auf jeden Fall mehrere Wege um Attributionsmöglichkeiten.

00:48:26: Und es ist eigentlich immer gut in Betracht zu ziehen Erstens, dass ich selber eigentlich fast immer einen Anteil habe.

00:48:36: Und zweitens das aber nichts über mich als Mensch aussagt oder zumindest nichts gravierendes aussagt und dass es auch nicht so schlimm ist.

00:48:43: Also selbst etwas verbaselt zu haben, selbst was verbockt zu haben – das ist eben etwas womit man als stabiler gesunder Mensch einfach lernen sollte umzugehen.

00:48:54: Das passiert uns nämlich

00:48:55: allen!

00:48:55: Genau wenn's ein wütend macht oder traurig macht dann sich zu versorgen Also das anzuerkennen, zuzulassen und zu gucken okay wie kann ich das Gefühl ein bisschen ablenken.

00:49:07: Was kann ich tun?

00:49:08: Was tut mir gerade gut und wie kann Ich dann konstruktiv versuchen damit umzugehen?

00:49:11: was braucht es fürs nächste mal?

00:49:13: also was lerne ich daraus?

00:49:14: Und um Kindern so etwas beizubringen sind wir wieder bei einem meiner Lieblingsfamilien Spiele nämlich Das schöne Spiel was habe ich heute gründlich verbockt Am Essenstisch oder wo auch immer, dass jeder – auch die Eltern und auch die Pappers – einfach mal erzählen.

00:49:28: Was ist mir heute gründlich misslungen?

00:49:30: Und man dann gemeinsam darüber lacht und das alles gar nicht so schlimm findet!

00:49:36: Ich liebe dein Beispiel... Uns hören Frauen überwiegend, das wissen wir.

00:49:42: Auch klassisch gerne?

00:49:43: Mütter

00:49:44: fühlen sich

00:49:45: ja immer verantwortlich auf ihre Kinder.

00:49:47: Wir haben uns das neulich die Statistiken angeguckt.

00:49:49: Neunzig Prozent

00:49:50: Frauen.

00:49:51: Ja man würde denken nur Frauen haben Kinder.

00:49:54: Sonst keiner!

00:49:57: Erzählt es euren Brüdern, eure Nachbarn, euren Männern, eure Partnern, Euren Söhnen... Die alt genug sind um Einfluss zu nehmen auf Kinder.

00:50:07: Ja, die dürfen bitte auch gerne über ihre Gefühle sprechen.

00:50:11: Die dürfen Modelle sein und zwar nicht nur für Wut und wie gehe ich mit Wut um sondern auch für Angstverletzlichkeit, für Traurigkeit.

00:50:21: das ist super wichtig um sich identifizieren zu können als Junge dass es Männer gibt den es auch so geht.

00:50:27: Ein kleiner Exkurs Ich habe neulich ein Spruch gelesen.

00:50:31: Den fand ich total krass Und zwar muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen In dieser Welt leben nur Frauen und deren Kinder.

00:50:38: Ja, genau!

00:50:40: Das sind alles Kinder von anderen Frauen.

00:50:43: Diese erwachsenen Männer.

00:50:44: sehr guter Spruch Und es ist immer noch erschreckend.

00:50:48: Wir haben in der Gesellschaft Strömungen wir haben Entwicklungen.

00:50:51: Es gibt natürlich tolle fantastische Väter-Männer die das anders machen.

00:50:57: Mir fällt dennoch das so auf dass Männer sich immer noch schwer tun über Gefühle zu sprechen Regulationen zuzulassen sich Hilfe zu holen.

00:51:06: Ich meine auch aus der Psychotherapie, wie viele Männer holen sich im Verhältnis zur Frauenhilfe?

00:51:11: Wann, zu welchem Zeitpunkt?

00:51:14: und es ist keine Schande und im Gegenteil das ist eine Stärke, es ist eine Ressource Es ist so wichtig!

00:51:21: Und wenn es mal ums Gegenüber geht, seine Freundschaften oder seines Partnerschaften mit was für einem Man möchte man befreundet?

00:51:30: oder in einer Partnerschaft sein mit jemandem, der wenn es um ein Problem geht was man bespricht sagt.

00:51:35: Ja aber du!

00:51:36: Hast du mal gesehen wie du das machst?

00:51:38: Oder sofort also eine Angriffsposition übergeht?

00:51:42: oder mit jemanden, der sagt okay warte mal ich muss da mal drüber nachdenken.

00:51:48: Wie meinste das genau ... Also ne, das ist einfach... Das muss

00:51:53: man üben.

00:51:54: Also es müssen wir alle üben!

00:51:55: Wir müssen alle Streitkultur üben und Fehlerkultur.

00:51:59: Und Fehlerkultur.

00:52:01: Also sich entschuldigen.

00:52:02: Wie er wiederholen so oft weil's so wichtig is.

00:52:05: Es geht nicht darum Schuldige herauszufinden oder wer hat was warum getan?

00:52:09: Und dann zu beschen sondern es geht darum es zu benennen, es zu identifizieren um es besser machen zu können.

00:52:16: Das heißt wir können erstmal nichts für bestimmte Dinge die uns auch geprägt haben Aber wofür wir durchaus etwas können, geben sie genauso weiter.

00:52:25: Oder hinterfragen wir das und schaffen es, auch da verletzlich sich zu zeigen.

00:52:30: Und unseren Söhnen vor allem – weil heute geht's um die – den Jungs in unserem Umfeld zu sagen, boah weißt du was?

00:52:38: Da hast du einen Punkt gehabt, dass tut mir total leid!

00:52:40: Da habe ich überreagiert oder ich war an dem Tag so traurig, weil mir etwas anderes passiert ist.

00:52:45: Lass dich das zu, dass dieses Kind mitkriegt.

00:52:48: Ah ok, so kann man damit auch umgehen.

00:52:51: Es passiert nichts.

00:52:52: Die Welt geht nicht unter.

00:52:54: Und es ist so von besonderer Bedeutung, wenn Jungs das vor allem in Beziehung zu Männern so erleben.

00:53:01: Weil dann ist es einfach für sie in diesem Rollenfindungsprozess noch bedeutender!

00:53:07: Wir leben in einer Zeit, in der mehr als in den Jahren zuvor gerade was unsere Politik angeht schwäche bestraft wird.

00:53:22: Durch Kürzung, jetzt ist ja also gerade alles mögliche

00:53:28: beschlossen

00:53:29: nicht nur in unserem Bereich genau wo ja kürzungen stattfinden und noch weiter stattfinden sollen sondern auch was die inklusion angeht vorschläge.

00:53:37: dies gibt für krankenversicherungen für menschen die sozialleistung erhalten jugendhilfe usw.

00:53:43: Also überall da wo Menschen schwächer sind vermeintlich da wird genommen und sich dann zu entwickeln in eine Richtung und sagt, okay aber Schwäche ist gar kein Kapital Verbrechen.

00:53:56: So nennt das gibt es eben auch mal.

00:53:58: da muss man schon wirklich ein bisschen Energie eindringen.

00:54:01: Ja sie ist menschlich genau.

00:54:02: also nicht überall zu bewerten dann funktioniert man nicht richtig sondern nein genau dann funktioniert Man richtig weil dass Es Ein Teil des Menschseins Und der Weiterentwicklung

00:54:14: und dafür sind wir alle Da.

00:54:15: und noch Eine Geschichte die ich Ganz ganz toll finde ist.

00:54:19: man Sagt so Das Das erste Anzeichen, was man dafür gefunden hat, dass Menschen eine Kultur entwickelt haben.

00:54:29: Dass das in Richtung Menschlichkeit ging war ein verheilter Unterschenkelknochen von einem Menschen der ganz offensichtlich versorgt worden ist und der gesund gepflegt worden ist.

00:54:41: Das ist etwas, was als eines der ersten Anzeigen von menschlicher Kultur ... wertet.

00:54:47: Und das sollte man sich auch so bewahren, wir Menschen sind soziale Wesen und wir sind Wesen die Schwächere eigentlich schützen und eigentlich stärken wollen.

00:55:01: Absolut!

00:55:02: Und eine Verrohung der Gesellschaft als wenn man es groß denkt findet genau da statt, wenn man das so wegtüncht Tünsche mit was anderem, dass das gar nicht sein darf.

00:55:14: Naja es geht nicht weg.

00:55:16: also es ist da.

00:55:17: es ist die Frage wie geht man damit um?

00:55:19: und ja wenn wir auf diese Makropespektive der gesellschaftlichen Entwicklung schauen uns die Radikalisierung anschauen die gerade stattfindet eben auch das was unser Thema heute is in dieser Männerwelt mit den Femiziden die Stadt finden mit den erschreckenden Zahlen.

00:55:37: Da ist es nicht so, dass das gar keine Möglichkeit gibt dagegen einzutreten oder Dinge dagegen zu tun.

00:55:45: Gerade die Dinge, die wir benannt werden tragen alle dazu bei.

00:55:48: Das heißt wenn man in so einem Ohnmachtsgefühl was sich sehr gut nachvollziehen kann weil ich jetzt selber spüre wenn ich diese Zahlen mir anschaue davon Fällen höre... Wenn man das so hört und die Frage ist wie ja was kann ich schon tun?

00:55:59: Das ist so heftig, das ist ja eine Bewegung.

00:56:01: Da kann man fast gar nichts mehr machen.

00:56:03: Doch kann man in diesem kleinen Umfeld immer da, wo man selber mit Menschen zu tun hat im nächsten Umfeld, kann man genau da was gegen tun indem man hilft in einem sozialen Miteinander und einem verständnisvollem Miteinander zu agieren.

00:56:18: Genau, jemand reist ein sexistischen Witz.

00:56:20: Jemand reist einen ausländerfeindlichen Witz oder einen behinderten feindlichen Homo-Fobenwitz?

00:56:28: Sag was dazu!

00:56:30: Egal ob die anderen denken Boah hat, ich lehte auch keiner zu einer Party ein oder so was oder dich nicht witzig finden.

00:56:36: Sag was dazu!

00:56:37: Ey sorry aber...

00:56:38: Sei nicht der schweigende Zustimmer.

00:56:42: Das ist nicht zeitgemäß finde ich nicht wützig.

00:56:44: Ich finde über sowas macht man heutzutage keine Witze mehr Gibt so viele andere lustige Sachen.

00:56:49: Das sind einfach Dinge, die kann man zum Beispiel tun und...

00:56:52: Unser ein gutes Vorbild, so gut es geht.

00:56:55: Reflektiere dich hinterfrage dich womit bin ich aufgewachsen?

00:56:59: Was zeigt sich bei mir so?

00:57:01: was ich gar nicht gut finde weil niemandem geht es gut wenn man seine Gefühle so gar nicht wahrnimmt und zulässt.

00:57:08: Es wird jeder kennen der gerade jetzt so das hört und vielleicht kurz in sich geht Wenn man das aushalten musste und überhaupt keine Möglichkeit hatte, das nach außen zu lassen, Verständnis zu bekommen.

00:57:23: Es ist ein Scheißgefühl!

00:57:24: Also es geht einem nicht besser und im schlimmsten Fall schlägt es um in eine Suche nach Gründen die außerhalb der eigenen Person liegen weil man's nicht geschafft hat sich zuzugestehen dass man auch verletzt sein darf.

00:57:38: Und dann sucht man sie nämlich in anderen Menschen und äußert es in Form von Hass und Gewalt.

00:57:43: Ja genau

00:57:44: Also kann passieren, wir sind ja die zwei Frauen hier, die über Männer reden.

00:57:49: Sonst gibt's das ja auch umgekehrt.

00:57:53: Aber uns ist so wichtig dass man diese Dinge nicht in einem schwarz-weiß Bild darstellt und sie auch so nicht bespricht weil es viel differenzierter ist und viel komplexer ist.

00:58:05: Aber es ist nicht so, als könnten wir nichts tun.

00:58:07: Und die Dinge, die wir benannt haben auch für die Gruppe der weiterführenden Schule ... Da geht's erst um das Alter als jetzt um die Schulperspektive.

00:58:17: Aber diese jungen Menschen in dieser Rollenfindungsphase, Identifizierungsphase, wer sind sie?

00:58:24: Was brauchen Sie im Leben und wo wollen Sie hin?

00:58:26: Genau da passiert eine Menge und da ist auch eine Einflussmöglichkeit.

00:58:32: Da haben wir eine Chance, vielleicht ein bisschen Profilachse erweitern zu lassen.

00:58:38: Und es gibt sicherlich immer wieder Momente wo man dann als Elternteil oder als Erwachsener-Mensch auch sich selbst hinterfragen muss okay was für Wertetrag?

00:58:46: ich ja nicht mit mir rum wenn mein Junge sich die Nägel lackieren möchte und ich finde das als Elternteil zum Beispiel schlimm Dann muss ich an mir arbeiten dann muss nicht das Kind an sich arbeiten.

00:58:58: Wir haben im Jahr Dann muss ich daran arbeiten, was befürchte ich?

00:59:03: Was sind die Ängste, die das in mir weckt.

00:59:05: Warum macht mich das, keine Ahnung, aggressiv abwährend?

00:59:08: Warum habe ich ein Problem damit?

00:59:11: und wenn ich das dann bearbeitet habe, mich gefragt habe, dann kann ich vielleicht auch einfach lockerer damit umgehen denn... Ich habe mein Leben und das lebe ich.

00:59:21: Und natürlich möchte ich, dass die Kinder um die ich mich kümmer ein möglichst gutes Leben haben.

00:59:26: auch.

00:59:27: aber was so einen jungen Mensch mit seinem leben macht und vor allen Dingen wenn es nachher keine ahnung zwölf dreizehn aufwärts wurde sie die selbstbestimmung ja auch nochmal vermehrt anfängt wo es teenagers sind.

00:59:38: Die dürfen das selbst entscheiden.

00:59:40: und es ist ganz normal, überlegt mal wie's bei euch damals war.

00:59:43: Ihr habt nicht nur Dinge gemacht, die eure Eltern cool fanden.

00:59:46: Hoffentlich!

00:59:48: Es braucht auch, dass man sich so ein bisschen abarbeitet um sich selbst zu finden.

00:59:53: Und wir wollen die Folge nicht zur Ende gehen lassen ohne die jungen Männer anzusprechen bzw... Menschen, die da sich jetzt gerade fragen was können wir denn tun wenn wir mitkriegen.

01:00:05: Ja der ist jemand der redet schon so ein bisschen in die Richtung und ich mache mir Sorgen weil da jemand ja den Frauen die Schuld an seinem Leben gibt und die abwertet.

01:00:18: also wenn man wenn man so erste Anzeichen bis hin zu wirklich sich stark sorgen macht weil das so auffällig ist.

01:00:24: Was macht man da?

01:00:27: Es ist so wichtig, Grenzen zu setzen.

01:00:29: Also das Offen zu legen und es anzusprechen.

01:00:34: Nicht schweigend hinzunehmen oder nicht so zu tun.

01:00:36: Das ist nur eine Phase.

01:00:38: Hass auf andere – in dem Fall Frauen – ist keine Phase, die ich zulasse.

01:00:43: Das sind nicht gesunde Entwicklungen.

01:00:46: Da ist es wichtig darauf einzugehen und zu reden, Diskussionen zu führen ... Und zwar so ein bisschen im Sinne des Sokratischen Dialogs, also Fragen zu stellen.

01:00:58: Warum denkst du das?

01:00:59: Also auch nicht das Zunterbrechen in dem, dass will ich nicht hören stopp... sondern da gehe ich rein und versuche herauszuführen, das ist immer noch ein junger Mensch.

01:01:06: Also wir reden nicht von jemandem der weiß ich nicht, dreißigvierzig ist wo man sagen kann ja da ist jemand bewusst entschieden dafür, sondern dann kann ich ja immer noch davon ausgehen dass es andere vielleicht Hintergründe gibt.

01:01:19: zumindest würde ich es thematisieren und hinterfragen wie es dazu kommt.

01:01:24: eine Frage die ich immer empfehlen kann.

01:01:26: an einer Stelle die ich selbst gerne stelle und sich bewertet hat ist die frage okay Du wirst dir darüber Gedanken gemacht haben.

01:01:34: Erklär mal, wie kommst du da drauf?

01:01:36: oder was führt dich zu dieser Annahme?

01:01:39: Dann kommt der Antwort und dann sagt man okay lass uns mal gucken.

01:01:42: gibt es den anderen Erklärungen dafür?

01:01:44: weil wir stellen fest dass das auch wieder so eine dichotome Denkweise ist also eine schwarz-weißdenkweise Die Frauen sind schuld daran, die Geflüchteten sind schul daran.

01:01:55: Es indient... ...die schwulen sowieso.

01:01:58: und also immer wieder eine ganz einfache Erklärung, die sich so anbietet um das abzuhaken für sich.

01:02:04: Und dass zu hinterfragen vielleicht auch so Gedankengänge ein bisschen flexibler mitzugestalten Also zur Differenzierung beizuhelfen ist schon finde ich einen großer wichtiger Schritt.

01:02:17: Man stößt was an Und dann geht man auseinander in der Hoffnung natürlich, dass sich dieser junge Mensch weiter Gedanken macht und das hinterfragt.

01:02:27: Da ist auf jeden Fall eine riesengroße Chance.

01:02:29: also es ist nicht alles verloren wenn jemand schon so in die Richtung geht.

01:02:32: Es ist ein schmaler Grad, dass auf der einen Seite jemanden aufzufangen und sagen okay alles klar wir wollen jetzt ja auch natürlich diesen Menschen weiterhelfen.

01:02:40: Wir wollen natürlich auch das sich Dinge verändern und so.

01:02:42: Auf der anderen Seite sich aber eben selbst abzugrenzen also um dann zu gucken wo liegt die Verantwortung?

01:02:49: Also wenn jetzt jemand wirklich in einer Klasse oder in der Oberstufe oder was auch immer sich auf so eine Art und Weise äußert und verhält Dann ist es nicht die Aufgabe der Mädchen, den umzustimmen.

01:03:02: Absolut!

01:03:02: Man muss dann gucken, auf welche Art und Weise geht man da dran?

01:03:07: Es ist total wichtig, dass so ein Mensch Hilfe erhält.

01:03:10: Definitiv.

01:03:11: Sonst kann das gegebenenfalls natürlich auch unschön enden ... Aber die Frage ist halt dann wirklich okay gibt's die Möglichkeit Therapieplatz zu finden.

01:03:25: Ganz im Sinne des nicht protect your daughter, sondern educate your son und nicht nur educate, sondern ja emotionale Entwicklung.

01:03:35: da beizustehen, zu unterstützen kann schon vieles verhindern.

01:03:40: Und da bin ich übrigens ein großer Fan auch von Gruppentherapie, von Peergruppen, Gruppen das die einfach mitbekommen.

01:03:46: okay es gibt hier viele unterschiedliche Meinungen dazu.

01:03:51: Da kann man sich wunderbar entwickeln in solchen Settings.

01:03:56: Genau, so ein sehr komplexes dennoch sehr wichtiges Thema.

01:04:01: da ist auch noch nicht alles erzählt weil so die Forschung ist sicherlich gar nicht einig.

01:04:06: was sind alle Faktoren?

01:04:07: also wir wissen wirklich ist nie zu Ende und wir sind daran verfolgen das total interessiert, weil wir natürlich auch da helfen wollen aus diesem therapeutischen Kontext und auch im privaten Umfeld.

01:04:19: Deswegen Leute informiert euch bleibt daran nur nicht aufgeben.

01:04:23: null Toleranz in Richtung Gewalt gegen Frauen ganz klar aber auf Unterstützung kommt es an.

01:04:29: Das nehmt ihr hoffentlich mit.

01:04:31: Und ja ich hoffe euch hat die Folge gefallen.

01:04:37: Offensiv und forsch sind wir sonst auch, aber heute vielleicht noch mal ein bisschen mehr.

01:04:43: Ja beim nächsten Mal werden wir uns denn mal den Mädchen zuwenden.

01:04:48: Ihr dürft gerne Fragen stellen oder Dinge die euch da interessieren oder euch auffallen kommentiert auf Insta oder ja oder bewertet uns bitte.

01:04:59: Und empfiehlt uns weiter.

01:05:00: das wäre auch ganz toll!

01:05:02: bewertet uns auf allgängigen Podcast-Portalen.

01:05:06: So heißt es richtig!

01:05:08: Okay, so long!

01:05:10: Bis zum nächsten

01:05:13: Mal!

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