Mädchen
Shownotes
Vielleicht kennt Ihr das, ein Mädchen findet sich hässlich, obwohl sie eigentlich schön ist. Ein Mädchen traut sich im Unterricht nicht, aufzuzeigen, obwohl sie die Antwort weiß. Oder sie stellt ihre eigenen Bedürfnisse hinten an, um es allen recht zu machen. Wie können Mädchen lernen, mehr zu sich selbst zu stehen, ihre eigene Stimme zu finden und sich nicht von äußeren Erwartungen verunsichern zu lassen? Wir schauen darauf, was sie stärkt, welche Stolpersteine es gibt und wie Eltern sie im Alltag liebevoll und wirksam begleiten können.
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00:00:01: Willkommen bei einer neuen Folge Junge Psyche.
00:00:04: Vielleicht kennt ihr das?
00:00:05: Ein Mädchen findet sich hässlich, obwohl sie objektiv betrachtet schön ist!
00:00:11: Ein Mädchentraut sich um Unterricht nicht zu melden – obwohl sie die Antwort weiß.
00:00:16: oder sie stellt die eigenen Bedürfnisse hinten an, um es allen rechtzumachen.
00:00:20: Wie können Mädchen lernen mehr zu sich selbst zu stehen ihre eigene Stimme zu finden und sich nicht so sehr von äußeren Erwartungen verunsichern zu lassen?
00:00:29: Wir schauen darauf, was sie stärkt.
00:00:32: Welche Stolpersteine es gibt und wie Eltern Sie im Alltag liebevoll und wirksam begleiten können.
00:00:54: Herzlich willkommen zu der neuen Folge von Junge Psyche.
00:00:58: aufwachsen verstehen!
00:01:11: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge Junge Psyche.
00:01:14: Und ganz vorab möchten wir eine Bitte auch noch senden, wenn euch unser Podcast gefällt dann abonniert uns doch bitte bei Spotify!
00:01:23: Vielen Dank schon mal dafür.
00:01:26: zum Thema Samra, warum geht es heute?
00:01:29: Ja, ich würde sagen wir haben unser heutiges Thema bereits angeteasert und zwar habt ihr natürlich ganz brav die letzte Folge gehört und habt erfahren dass das eine Trilogie werden soll.
00:01:42: Und wir haben das letzte Mal über die Jungs gesprochen und deren Entwicklung.
00:01:48: was braucht es so um sich gesund zu entwickeln?
00:01:51: Was sind so Struggles von Jungs?
00:01:52: und ja haben da schon die Aussicht auf die heutige Folge gegeben und zwar geht es heute um
00:01:59: Mädchen
00:02:01: und junge Frauen.
00:02:04: Ja, wir haben das letzte Mal so eingeordnet dass die gesellschaftliche Entwicklung dazu beiträgt dass das Rollenverständnis sich ein bisschen verändert hat sage ich jetzt mal ganz oberflächlich.
00:02:20: Die Frage die sich daraus ergibt ist Früher würde man sagen, da hätte man gesagt bin ich Fisch oder Fleisch.
00:02:27: So einfach ist es nicht mehr.
00:02:29: und genau das ist unser Punkt heute.
00:02:31: Und auch diese Folge richtet sich natürlich wieder an Bezugspersonen und daher also auch an euch Wie verhalte ich mich eigentlich, wenn ich ein Mädchen zu Hause habe?
00:02:43: Was ist wichtig in der Erziehung und Begleitung oder Beziehung?
00:02:47: Was sind so die Punkte auf die man achten sollte.
00:02:49: Und gerade in der heutigen Welt mit dem was jetzt aktuell Mädchen umtreibt?
00:02:54: Das hat ihr natürlich ganz besonders gefragt!
00:02:57: Wir haben uns auch überlegt Was wünschen wir uns für unsere Zuhörerschaft nach dem Hören dieser Folge?
00:03:05: Und sind auf Punkte gekommen, die ihr mitnehmen solltet.
00:03:09: Für euer Leben da draußen und den Umgang mit dem weiblichen Geschlecht!
00:03:16: Das wäre unsere Hoffnung und unser Angebot.
00:03:18: von daher starten mir jetzt in die weibliche Welt.
00:03:22: Mila... Sag mal bitte, was fällt dir dazu ein wenn du dir die heutige Entwicklung oder Erziehung vor allem von Mädchen anschaust?
00:03:31: Damit Mädchen gemeinsames Leben.
00:03:34: Was ist so das worüber sich am häufigsten Eltern- oder andere Betreuungsbezugspersonen Gedanken machen?
00:03:41: Naja, die machen sich ganz häufig darüber Gedanken wie es ihren Kindern wohl geht und kommen ja auch zu uns häufig mit Themen, die vielleicht nicht ganz so gut funktionieren.
00:03:53: Diese Themen sind ganz häufig soziale Ängste, Bewertungsängste.
00:03:58: Ängsten davon nicht auszureichen, Ängster davon nicht gut zu sein so wie man ist, nicht genug zu sein... Das ist schon wirklich etwas was sehr oft passiert.
00:04:07: und diese Ängst führen dann natürlich in der Konsequenz auch dazu dass sich das Verhalten ändert beispielsweise dass man sich eben in der Schule nicht traut aufzuzeigen oder dass man vielleicht nicht traute nein zu sagen wenn man eigentlich etwas gar nicht möchte oder dass man vielleicht riesige Probleme hat, Entscheidungen zu treffen.
00:04:26: Hey!
00:04:26: Was möchtest du essen?
00:04:27: Oder was ziehe ich heute
00:04:29: an?".
00:04:30: Ich glaube es kommt relativ oft vor das dann drei verschiedene Garnituren und Klamotten rausgezogen werden auf dem Bett rumliegen bis dann morgens soweit ist oder alles Mögliche was halt damit zutun hat.
00:04:41: wer bin ich eigentlich?
00:04:42: äußerlichkeiten innerlichkeiten Das sind Themen die häufig vorkommen
00:04:47: Ja, und ich würde sagen genau diese Dinge die du gerade genannt hast.
00:04:50: Bei Mädchen insbesondere begleitet von dem Gedanken was denken die anderen?
00:04:55: Was denken die Anderen darüber, was sich dann eben angezogen habe, wofür ich mich entschieden hab... ...was denken die andern wie mein Körper aussieht, wie meine Haare aussehen, wie ich mich geschminkt oder nicht geschminken habe in alle Richtungen.
00:05:07: also wir haben im Vorfeld als wir uns so darüber unterhalten haben festgestellt dass es gibt einfach kaum eine Gruppe die so stark begleitet wird von Meinungen der anderen Menschen, wie man so sein soll.
00:05:23: Und gefragte
00:05:23: Meinungen anderer Menschen?
00:05:24: Genau!
00:05:25: Ungerichtet und gefragt direkt massiv aggressiv und abstrafend auch.
00:05:32: Da können wir uns auch wegbewegen vom kleinen Rahmen des Systems Familie oder Schule zur Gesellschaft.
00:05:40: also die Medien, Social Media ein Riesen Einflussfaktor in der heutigen Zeit, vor allem und insbesondere auf Mädchen.
00:05:50: Genau!
00:05:50: Und da muss man ja gar nicht weit suchen wann auch immer eine Frau etwas postet Es wird kritisiert, es wird kommentiert und bewertet.
00:06:00: Es wird sexualisiert!
00:06:02: Und das ist einfach etwas... Da sind wir noch ein bisschen davon entfernt, dass diese Dinge nicht mehr stattfinden.
00:06:07: Deswegen müssen wir unsere Mädchen stärken, dass sie durch die Welt gut durchkommen und möglichst nicht daran zerbrechen, dass Sie eben aus allen Richtungen bewerteten werden.
00:06:16: Ja, und aus der Sicht unserer Patientinnen vor allem, ist es ja oft der Eindruck, ich kann nie richtig sein.
00:06:23: Ich bin nie richtig, weil es immer genug Leute gibt die ein Problem damit haben wie ich gerade bin oder nicht.
00:06:30: Ja also ich glaube wenn wir ausholen... Wir setzen das jetzt mal so kurz in das Verhältnis zu dem Thema Jungs, unsere letzten Folge.
00:06:39: dann geht es auch darum gesellschaftliche Entwicklung.
00:06:42: Also es gibt vieles um das wir heilfroh sind, dass sich das verändert hat.
00:06:47: Gerade was die weibliche Bevölkerung anbetrifft.
00:06:51: Also natürlich sehen wir froh über den Feminismus der irgendwann entstanden ist im Zuge des Elens und der Unterdrückung von Frauen, die nach wie vor stattfindet.
00:07:00: Das heißt es gibt mit Sicherheit Punkte wo man sagen kann Gott sei Dank ist das nicht mehr so!
00:07:05: Und wir haben uns da weg bewegt und wir haben Rechte, die wir aber alle erkämpft haben also wir unsere Vorfahrerinnen die sich erkämpft werden mussten.
00:07:18: Allein die Tatsache, dass sie nicht angeboten wurden oder das es eine natürliche Entwicklung war sondern ein Kampf gebraucht hat zeigt ja, dass es da einen Riesenunterschied gibt.
00:07:30: Ich muss gerade daran denken wie das manchmal so romantisiert wird wenn Leute sagen Ja ach!
00:07:34: Die Generation unserer Großeltern wusste noch, wie man Dinge repariert.
00:07:37: Da hat die Ehe halt irgendwie sechzig Jahre gehalten und ich denke sie ja.
00:07:41: Es gab aber auch keine andere Möglichkeit.
00:07:43: Also Oma konnte sich halt nicht einfach so scheiden lassen.
00:07:45: Was
00:07:45: wollt ihr noch?
00:07:47: Ganz viel, weil wir sind ja auf dem Weg zur Gleichberechtigung.
00:07:51: Wir sind immer noch nicht da!
00:07:54: Ja und das stellt sich eben ganz konkret die Frage was braucht es heutzutage damit Mädchen gesund aufwachsen können?
00:08:01: Was brauchen kleine Mädchen?
00:08:03: Was brauchen Mädchen in der Grundschule, in der weiterführenden Schule ,in der Pubertät und als Junge Erwachsene ?
00:08:12: Mädchen vor allem eins brauchen, das ist die kritische Auseinandersetzung mit Erwartungen an weibliche Personen.
00:08:22: Also an Mädchen und junge Frauen der Gesellschaft.
00:08:25: Ich würde das jetzt unterbrechen auf Bezugspersonen also wenn Eltern und Mädchen haben in der Familie dass sie sich damit auseinandersetzen.
00:08:32: wie wurden die Frauen in der Familien selber sozialisiert?
00:08:36: Wie sind sie erzogen worden?
00:08:38: Gab es Erwartungsmuster, Rollen die sie erfüllen sollten?
00:08:44: Also gab es zum Beispiel wenn Sie ein Bruder hatten oder wie auch immer unterschiedliche Erwartungen aufgrund des Geschlechts.
00:08:52: Richtig,
00:08:52: unterschiedliche Grenzsetzungen oder die Erlaubnis zur Grenzsetzung seitens des Kindes aufgrund von Geschlecht?
00:08:59: Was ja uns häufig begegnet.
00:09:01: Wer hat zum Beispiel den Tisch abgepackt und aufgedeckt?
00:09:05: War es so dass jeder mal mit geholfen hat?
00:09:08: in der Küche durfte der Junge länger raus als das Mädchen
00:09:11: z.B.,
00:09:12: also solche Dinge... Da gibt es, also gerade bei uns Verhaltenstherapeutinnen, die beliebte Technik sich auf die Metaebene zu begeben und einfach mal zu gucken.
00:09:24: Wie sieht diese Situation denn aus?
00:09:25: Das würde man quasi von oben draufgucken und schauen wie funktioniert das eigentlich zu meiner Zeit und vielleicht auch ein Stück zurückzugehen, wie funktionierte das zurzeit meiner eigenen Eltern, sich vielleicht auch mit denen zu unterhalten Und wenn ihr das nicht sowieso schon längst gemacht habt, sich wirklich mal damit auseinanderzusetzen.
00:09:45: Was hat es für mich eigentlich bedeutet als Mädchen oder eben als Junge groß zu werden?
00:09:51: Und was waren so die Dinge, die das mit sich gebracht haben und was davon findet vielleicht auch jetzt noch in der Erziehung meiner Kinder statt?
00:09:59: Ja, was ist vermeintlich selbstverständlich aus der Rolle heraus?
00:10:05: Also was erwartet man, was Mädchen sowieso tun?
00:10:10: In dem Zusammenhang auf diese Erwartungshaltung beobachten wir ja, wie verhält sich welches Kind.
00:10:17: Und aus dieser verhaltenstherapeutischen Perspektive heraus gucken wir ganz besonders immer, welches Verhalten wird und wie verstärkt das heißt?
00:10:25: Wie ist die Reaktion der Umgebung?
00:10:27: aufgezeigtes Verhalten also Mädchen geht hin jemand fällt hin, Mädchen rennt hin guckt was es passiert tröstet das Kind und alle sagen, oh sie ist so lieb.
00:10:39: Das hast du aber toll gemacht!
00:10:42: Wie sie sich gekümmert hat.
00:10:44: Und dann überlegen wir okay verstärken wir dieses Verhalten egal jetzt ob dass ein junger Mädchen wäre weil es ja net sozial hilfsbereit oder tun wir das insbesondere bei einem Mädchen?
00:10:56: Und Untersuchungen zeigen aus der Sozialpsychologie dass die Reaktion bei Mädchen viel stärker ausgeprägt ist, weil es sozusagen einer gesellschaftlichen Rolle entspricht.
00:11:07: Und das ist natürlich kritisch zu betrachten – nicht die Tatsache, dass jemand, der sich hilfsbereit und sozial und nett verhält, verstärkt oder gelobt wird, sondern dass dies bei Mädchens viel stärkere stattfindet als bei Jungs.
00:11:22: Was auch dazu führt….
00:11:27: Wenn Mädchen gefragt werden, hey was magst du an dir?
00:11:31: Dann sagen die solche Dinge wie dass ich gut zuhören kann.
00:11:33: Dass sich immer mein Freundin helfe das ich so hilfbereit bin genau Wenn man Jungs fragt, was kannst du gut?
00:11:40: Deine Fußballmatte.
00:11:42: Keine Ahnung.
00:11:43: Irgendeine Leistung, eine Eigenschaft ein Talent, das sie haben und Mädchen schauen auf andere.
00:11:49: Eine weitere Konsequenz die daraus kommt vielleicht ein bisschen komplizierter als es jetzt hier Brachial zusammengekloppt ist aber tatsächlich diese Schwierigkeiten Entscheidungen zu treffen wenn ich gar nicht weiß was sind eigentlich meine Bedürfnisse wenn ich eigentlich gar nicht weiss Wonach ist mir denn jetzt gerade in dieser Situation?
00:12:07: Ja, dann kann ich in letzter Konsequenz halt auch nicht wirklich entscheiden.
00:12:10: Möchte ich jetzt lieber Sushi oder möchte ich jetzt jetzt lieber Pizza
00:12:13: haben?".
00:12:13: Ja
00:12:13: und ich muss mich das Wort was wir häufiger wahrscheinlich nennen werden nicht immer anpassen.
00:12:20: Anpassung macht Sinn!
00:12:21: Wir sind Rudeltiere.
00:12:23: es braucht die Anpassungen damit wir in Gemeinschaft funktionieren.
00:12:27: Die Frage Wer passt sich überwiegend häufig an?
00:12:31: Und welchen Grad an Anpassung braucht es, also grenzt die Anpassungen an Selbstaufgabe und sich selbst gar nicht wahrnehmen?
00:12:39: oder sind Schnittmengen, die ja total Sinn machen wenn man in einer Gemeinschaft lebt.
00:12:43: Und diese Fragestellung der Anpassung beginnt in diesem kleinsten Rahmen der Gemeinschaft, das heißt in der Familie.
00:12:50: Also innerhalb der Familie darf man sich das gerne fragen wie funktionieren wir gerade miteinander?
00:12:55: Wer macht hier was und wer passt sich inwiefern an?
00:12:58: und wer übernimmt für andere ungefragt aufgrund von unausgesprochenen Erwartungen weil man das so gelernt hat.
00:13:06: also angefangen bei der Elternebene wenn man jetzt ein Nehm ich jetzt mal einen heterosexuelles Paar, hatte ein Elternpaar.
00:13:13: Dass man guckt was übernimmt die Mutter?
00:13:15: Was übernimmter Vater?
00:13:16: wie ist das aufgeteilt?
00:13:18: ja
00:13:18: es gibt da jetzt gerade auf Netflix auch so neuen film ladies first heiste mit zascha baron kohn dass vermute ich mal einen Remake von einem französischen Film, was ja gerne mal passiert.
00:13:31: Den ich auch vor einiger Zeit mal gesehen habe wo ein kaltbelütiger nazistischer Geschäftsmann sich ganz tierisch die Birne stößt wieder aufwacht und auf einmal in einer Welt ecknissen wird in der halt Frauen das sagen haben
00:13:46: Einmal verkehrt rum.
00:13:48: Genau,
00:13:48: die Rollen sind total umgekehrt!
00:13:49: Das ist sehr lustig, sich heranzugucken wirklich und da wird einfach bewusst wie absurd so vieles ist.
00:13:54: Fichtig, allein so ein
00:13:55: Gedankenexperiment mal andersherum ist ja großartig als Ausflug für das Gehirn, um zu unaufzuerkennen, wie diese Gesellschaft so funktioniert in diesem... Das
00:14:05: fängt an im Bus ne?
00:14:07: Setzt dich mal in den Bus und fordere deinen Raum ein deinem männlichen
00:14:12: Sozialwandel gegenüber
00:14:13: bei Körperhaltung.
00:14:15: Daher finden wir es enorm wichtig, dass Kinder möglichst schon im Kindergarten in der Kita oder spätestens in der Grundschule die Sache mit meinem Körper gehört mir mitbekommen.
00:14:26: Das ist einfach immens wichtig, das sie wirklich wissen.
00:14:29: okay ich darf nein sagen Es darf mich niemand anfassen wenn ich das nicht möchte.
00:14:34: Ich fasse auch niemanden an Wenn ich das Nicht Möchte.
00:14:37: und Das gilt insgesamt.
00:14:39: Und da muss man natürlich auch damit leben, dass Tante Margot vielleicht keinen Kuss bekommt wenn sie kommt... Bitte nicht, dass Kinder zu zwingen.
00:14:48: Weil es höflich ist, wenn der Mal Tante Margot sonst verletzt ist und bei Onkel Willi schon mal erst recht ...
00:14:53: Oma Sauer ist oder so?
00:14:54: Genau!
00:14:55: Ganz ganz wichtig den auch zu sagen hey nee Wenn ihr das nicht möchte dann muss die das nicht.
00:15:00: Ein sehr wichtiger Punkt weil ich glaube Wir kriegen das natürlich auch durch die Zusammenarbeit mit Schulen oder Kindergärten mit Dass das mittlerweile ein fest implementierter Bestandteil ist also dieses Programm mein Körper gehört mir.
00:15:13: Oder oder sag nein und stelle dich hin und dann wird das gelb übt im Rollenspiel, wie die ganz laut Nein sagen und auch mit der Körperhaltung das begleiten.
00:15:21: Und auch mit Mimikgestik.
00:15:23: Das ist fantastisch und großartig dass es diese Entwicklung gibt und dass das mittlerweile eine Selbstverständlichkeit ist, dass das auf dem Plan steht.
00:15:32: Gleichzeitig ist es wichtig, dass da nicht aufhört sondern dass das mit übernommen wird nämlich in den häuslichen Rahmen weil wir wissen, im Bekanntenkreis stattfinden.
00:15:45: Also ich will jetzt gar nicht so heftig werden in der Ausführung, aber man muss sich das genau so vorstellen dass es darum geht egal wer's ist.
00:15:56: deswegen ist dieser Punkt gerade den du anführst mit Tante und Oma wäre auch immer.
00:16:02: also für Kinder ist es super wichtig zu wissen er spielt überhaupt keine Rolle.
00:16:05: wers isst und ja bekannte und Familie und Freunde und Fremde, weil so oft verlagert sich das auf Fremd.
00:16:13: Es sind nicht in der Regel die Fremden, es sind in der Regel die Bekannten, die grenzüberschreitend
00:16:17: sind.".
00:16:18: Das muss man sich total klar machen, ne?
00:16:20: Also jede Kriminalstatistik gibt das her... ...es sind alle seltensten Fälle wo's irgendein fremder Mensch ist, da übergriffig wird oder eine sexuelle Nötigung oder sowas.
00:16:30: Und fangen wir bei einer niedrigeren Schwelle an wenn ihr vielleicht jetzt so da gucken auf die Zeit des Kindergartens der Grundschule.
00:16:40: Das heißt, das Kind kriegt mit es gibt mich unabhängig von anderen also ist so ein bisschen diese.
00:16:46: ich bin Ich und ich erkenne mich Und dass mein Körper also die Begrenzung zur äußeren Welt.
00:16:51: und das begleitet man am besten indem man das Kind stärkt darin auch das wahrzunehmen und für sich zu sorgen.
00:16:58: Ja wenn es weint es zu versorgen eher zu fragen vorsichtig zu sein, eher Grenzen wahren und das auch spiegeln.
00:17:06: Auch selber Grenzen setzen und dem Kind aussagen Moment ich brauche einen Moment dann das geht nicht sofort weil man Modell ist.
00:17:14: Das heißt da setzt man ganz viel auf Unterstützung und Stärkung des Kindes so wie es ist unabhängig von Geschlecht.
00:17:22: also es darf da nicht die Rolle spielen es darf einfach keine Rolle spielen.
00:17:26: Das Kind gibt es vor irgendwann was Fühlt oder wie es sich fühlt und was das braucht.
00:17:32: Und ob Geschlecht dann eine Rolle spielt, da dürfte es einfach keine Rolle spielen im besten Fall.
00:17:39: Ja ganz genau so ist es.
00:17:41: Man kann das wirklich nicht genügend betonen denn die Rollenbilder werden halt einfach super früh beigebracht und das ist schon fängt schon an mit wenn man guckt was es für Klamotten gibt für Kinder zu kaufen.
00:17:54: Es gibt halt nicht einfach Kinderklamotten, es gibt halt Mädchenklamottn und Jungsklamotte in aller Regel.
00:17:59: Na außer wir gehen jetzt in einen super modernen, keine Ahnung dänischen
00:18:03: Naturhersteller... Da wir alle nicht in Berlin leben, wo's das alles gibt?
00:18:09: Es ist halt viel breiter gedacht!
00:18:10: Und wie ich gerade eben auch gesagt habe, dass is so ...es ist niedrigschwelliger.
00:18:15: also es geht auch nicht immer um dieser aggressiven Übergriffe und Missbrauch.
00:18:20: Es fängt schon wie viel kleiner an, indem ich nicht sage aber du bist doch Mädchen zieht doch den Rock an oder ich ziehe dir das Kleidchen an.
00:18:28: Das sieht so süß aus!
00:18:29: Und wenn ein Kind das mitmacht und es mag und es zieht es an großartig weil jetzt ist eine Klamotte natürlich.
00:18:36: Aber wenn Kinder und in dem Fall jetzt Mädchen sagen ne möchte ich nicht fühle die Hose und dann erlebe ich immer noch.
00:18:41: also wir haben zwanzig sechsundzwanzig erlebe Gut gemeint, wenn Eltern sagt aber du siehst so süß aus in dem Kleidchen oder dass das doch ja von Oma bekommen.
00:18:51: Nein bitte nicht machen.
00:18:52: Beine Punkte,
00:18:54: weder Das Süß Aussehen als Oberstes Ziel des Mädchens verfestigen Es ist Nicht oberstes Ziel Süß auszusehen Oder auf Sein äußeres im reduziert zu werden und Zweitens Von Oma Bekommen.
00:19:07: es Kann auch Nicht Oberstes Ziel sein Oma Nicht Zu Verletzen.
00:19:10: Genau das sind Die beiden Faktoren einmal Aussehen Und Einmal Für andere Da Seinen
00:19:14: Genau, das bedeutet nicht dass das Mädchen kein Kleid anziehen darf.
00:19:18: Ganz wichtig!
00:19:18: Also in die andere Richtung ist die Abgrenzung.
00:19:21: ich gucke mir mit meinem Kind also wenn es der Sprache mächtig ist oder zeigen kann sagen kann Das möchte ich anziehen dann gucke ich.
00:19:28: natürlich Ist mein Kind gut angezogen was die Witterungsbedingungen betrifft.
00:19:32: da darf ich natürlich irgendwie eingreifen und ansonsten unterstütze ich natürlich die Eigenständigkeit.
00:19:38: also Kinder haben ein Grundbedürfnis nach Autonomie Sie haben einen Grundbedürfnis nach Selbstwerterhöhung.
00:19:43: Und natürlich ist es toll, wenn sie mitentscheiden können und sich das auch niederschlägt.
00:19:48: Ich habe mit ausgesucht – das gefällt mir!
00:19:50: Aber da geht es um ein Geschmack und was mag ich?
00:19:54: Und nicht, ich sollte das tragen aufgrund von... Super, super, super wichtig und es sind so kleine Dinge.
00:20:00: Also ich finde das kommt gar nicht so daher als wäre das ein riesengroßes Thema.
00:20:05: wie sollen Frauen sein?
00:20:07: Aber das sind die ersten Grundsteine.
00:20:08: und wie du gerade sagst Mila, dass ist so genau dahin zu schauen, es nicht oberflächlich am Aussehen festzumachen oder an der Erfüllung von Du versorgst grade einen Bedürfnis von jemandem anderen.
00:20:20: also Oma findet das total süß hat's dir gekauft.
00:20:23: also mach mal zieh mal an.
00:20:26: Ja, wie gesagt wenn man sagt guck mal Oma hat es für dich gekauft und das Kind sagt oh schön zieh ich an.
00:20:31: Kein Thema muss man gar nicht thematisieren ohne dass man dann auch das verstärkt und nur sagt du siehst so toll aus und so süß aus usw.
00:20:38: Und sofort Wenn das Kind das nicht möchte dann möchtest das nicht Dann bitte respektieren
00:20:44: darf man ruhig verstärken.
00:20:46: Also, wenn ich doch eins verstärk'n möchte bei einem Mädchen dann dass es nein sagen kann in jeder Form.
00:20:51: Super
00:20:51: Beispiel!
00:20:52: Wie oft haben wir das in unseren Therapien?
00:20:54: Dass wir etwas fragen und vielleicht die Patientinnen vor allem in dem Fall sagen, nee, das möchte ich nicht.
00:21:00: Ich würde lieber heute das besprechen und das sagt Boah, das finde ich toll, dass du das klar für dich sagst wo dein Leidensdruck gerade heute besteht.
00:21:08: natürlich gehen wir darauf ein Und das ist es nämlich man verstärkt was sie Manche davon oft gar nicht kennen, dass man verstärkt, wenn sie das unterbrechen und Nein sagen.
00:21:20: Und den Fokus für sich auf etwas anderes legen, weil ihnen das ein Bedürfnis
00:21:25: ist.".
00:21:36: Teil super, was Besseres kann ja gar nicht passieren.
00:21:38: Genau das ist auch finde ich weil für diese erste Zeit der sogenannten Vergesellschaftung also Kindergarten Grundschule es einfach sehr wichtig unterstützen zu sein Grenzen waren zu sein ein Modell zu sein sich seiner gesellschaftlichen Rollenerziehung bewusst zu sein Es oft viel mehr wert als dann mache ich was falsch, wenn ich jetzt sage du siehst toller aus in dem Kleid.
00:22:07: Also das sind alles so Punkte, wenn die alleine für sich stehen kein Drama.
00:22:12: aber wenn die in ein Paket reingehören von wie sollen Mädchen sein und dann passt das noch mit dazu?
00:22:19: Dann verfestigt das natürlich so eine rollende Erwartung und einer etwas erzwungene Anpassung.
00:22:25: auch
00:22:29: So, wir begeben uns in den nächsten Entwicklungsabschnitt die Jugend mit der dazu gehörigen Pubertät.
00:22:35: Ohne geht es nicht!
00:22:37: Ja man kann gar nichts leider sagen weil es ist ja eine gesunde Entwicklung aber für viele Menschen ist das wirklich ein Leider?
00:22:46: Anstrengende, interessante,
00:22:49: spannende
00:22:50: Zeit ist und zwar für alle Beteiligten.
00:22:52: Die
00:22:52: einem noch mal zeigt welche Chancen in so mancher Krise stecken?
00:22:56: Chancenges sehr positiv formuliert.
00:22:58: Ihr könnt euch gerne übrigens dazu auch unsere Folge Pubertät anhören.
00:23:02: da haben wir das alles noch detaillierter aufgedröselt und erklären an welche Chancenen dann das wären
00:23:08: oder welche Krisen!
00:23:10: Oh ja ohja... Zum Thema jetzt Pubertät und Rollenverteilung weiblich-männlich.
00:23:21: Kleiner Spoiler, da geht es erst richtig los!
00:23:24: Das ist ja die Zeit in der wir anfangen uns zu vergleichen.
00:23:28: Wir vergleichenen uns auch vorher aber ich würde sagen qualitativ... Steigert sich das bis dahin, dass man teilweise erst mal gar nicht weiß wer man so ist und was man so sein möchte.
00:23:41: Und wer man sein möchte?
00:23:43: Dann gibt es Menschen die sagen doch ich bin genau das und vertreten das vehement landen vielleicht nicht auf Zuspruch und hadern mit sich daraufhin noch mal mehr.
00:23:55: Das heißt, es ist eine Zeit von lauter Bewertungen und heute sprechen wir über Mädchen und junge Frauen.
00:24:03: Ja, ich würde sagen es gibt niemanden der Mädchen nicht bewertet.
00:24:08: Also Mädchen bewerten sich untereinander, mehr und mehr Mädchen werden bewerteten von Jungs, von Männern, von Lehren, von Eltern, von Freunden, von Familie, Verwandtschaft drum herum.
00:24:20: ja wir werden alle bewertete aber Mädchen werde auf eine Art und Weise bewertets wie dass bei Jungs gar nicht so stark vorkommt, würde ich sagen.
00:24:31: Also wenn wir uns unsere Behandlungsfälle jetzt mal anschauen, also Patientinnen die zu uns kommen und das vergleichen mit den Jungen dann haben wir viel häufiger bei den Mädchen mit aussehen und bewertet werden aufgrund von Aussehen Schönheit und Netzsein.
00:24:48: Das ist alles deutlich oberflächlicher!
00:24:50: Man hat immer den Eindruck, dass Mädchen von klein auf spätestens von Jugend auf eine Rolle vorbereitet werden.
00:24:59: Also so die Rolle der Frau eben und das ist tatsächlich alles heutzutage noch ein bisschen konkreter als es vielleicht bei den Jungs der Fall ist.
00:25:06: wir haben ja darüber gesprochen in unserer Folge Jungs dass auch die selbstverständlich darunter leiden.
00:25:11: Und das ist natürlich... Die Frage ist, wann ist ein Mann einen Mann?
00:25:16: Was muss ich tun um ein richtiger Junge zu sein?
00:25:18: und da gibt es Identitätskrisen und Zweifel.
00:25:22: Die Oberflächlichkeit in der Bewertung ist aber bei den Mädchen wirklich noch mal eine ganz andere, weil es halt ständig um vergängliche Dinge wie Schönheit, wie Jugend, wie Frische geht Sprechen da selbst oft drüber, wir sind jetzt mit der Ende vierzig.
00:25:37: ganz grob gesagt und also ich selbst bin jetzt in diesem Moment achtundvierzig.
00:25:41: Und ich sehe wie sich mein Leben Vierzig aufwärts nochmal vierzig auch als erst recht so verändert hat Wie es gibt.
00:25:48: ja manche Leute lese ich oft bei Schauspielerinnen oder sodass die dann sagen man wird so unsichtbar.
00:25:52: das finde ich nicht.
00:25:53: also unsichtbares empfinden habe Ich nicht kann aber durchaus nachvollziehen dass wenn man ein Mensch ist der durch seine Optik gewirkt hat, wie es bei Schauspielerinnen ja vielleicht als Fall ist.
00:26:02: Genau, auch
00:26:03: spezifisch.
00:26:03: Dass man dann halt sagt okay wow ich bin unsichtbar geworden.
00:26:06: Ich finde einfach nicht mehr das...
00:26:07: Werde nicht gefragt?
00:26:08: Genau!
00:26:08: Werde mit Sicherheit... Das ist ja auch bei Schauspielerinnen die sagen ja ich werde dann gefragt mit so Mitte vierzig für Rollen dann für die Mitte sechzigjährigen oder so.
00:26:17: also man merkt auch die Darstellung von Alterungsprozessen von Frauen sind ja auch total verzerrt.
00:26:24: Also das hat sich ein bisschen verbessert durch einzelne Persönlichkeiten, die da sagen, ich wäre mich dagegen und versuche einen Statement zu setzen.
00:26:31: Aber nicht ohne Einbußen!
00:26:33: Die sagen auch immer dann, ich habe weniger Rollenangebote bekommen.
00:26:36: Erstmal das?
00:26:37: Und wenn man mal bei Social Media kommt, nehmen wir was per Maler Anderson einfach als Beispiel... ...die ja früher Busenwunder, Blondine
00:26:45: kam ja
00:26:46: genau aus den Pur.
00:26:47: Was sie für Interessen- und Hobbys hatte, hat sicherlich niemanden irgendwie belangt Und jetzt hat sie ja den totalen Gegenkurs eingeschlagen, was ich hochgradig begrüße.
00:26:57: Finde ich super und man kann ja wirklich egal welche Seite aufmachen.
00:27:02: es wird von jedem kommentiert dass ihr das nicht steht.
00:27:07: vergleich mal Sie früher mit heute oder überhaupt.
00:27:10: wie oft sieht man irgendwie an einer Schauspielerin, wo man dann sagt ja guck mal so sah sie mal aus.
00:27:15: Ja alter mittlerweile ist die Mitte vierzig und hat drei Kinder
00:27:18: gekriegt.
00:27:18: Auch da finde ich interessant dass jeder dazu neigt.
00:27:21: also man ertappt sich ja selbst dabei das man sagt oh dies aber alt geworden.
00:27:24: und natürlich ist sie alt geworden.
00:27:26: es sind ja auch zwanzig Jahre vergangen seitdem ich dir das jetzt immer so mitgekriegt habe.
00:27:30: und in zwanzich Jahren sieht man einem Menschen hoffentlich auch das Leben an
00:27:35: Und da ist ja auch überhaupt nichts Schlimmes drin, wenn es dann eben nicht darum geht einem bestimmten Attribut zu entsprechen.
00:27:42: Das nennen wir einfach mal Fruchtbarkeit und Potenziales Ehefrau werden, potenzielles Mutter werden und so.
00:27:49: Da ist halt einfach noch ganz viel drin Wenn man dieses Attribut in seinem Leben vielleicht nicht als Kernkompetenz so Raum gibt, sondern auch noch die ganzen anderen tollen Dinge mitbeleuchtet, die man vielleicht so drauf hat.
00:28:04: Dann ist die Gefahr vielleicht auch nicht so groß dass man da in Schwierigkeiten gerät?
00:28:08: Genau es ist das Verhältnis weil natürlich spielt aus in eine Rolle.
00:28:11: wir leben in einer Welt von einer äußeren Wahrnehmung Wir nehmen uns gegenseitig wahr und wir spiegeln uns.
00:28:18: Wir sind soziale Wesen, da bleibt das nicht aus.
00:28:21: Das ist gar keine Frage, dass das auch zur Entwicklung dazugehört.
00:28:24: Die Frage ist aber ob es eine durchgehend kritische mit dem Hang zum negativen Bewertung ist und ob aus einem jemand ist schön geschlossen wird auf den Charakter oder auf Eigenschaften oder Leistungen oder Talente oder Fähigkeiten?
00:28:42: Oder einfach nur ein Mensch sein.
00:28:43: Und Berechtigungen,
00:28:45: ne?
00:28:45: Oh!
00:28:46: Die will ich im Bikini nicht am Strand sehen.
00:28:47: Ja Alter dann gehst du halt nicht an den Strand denn sie darf nämlich an dem Strand genau
00:28:51: so wie sie möchte.
00:28:51: Dann lass es vorbeilaufen.
00:28:52: Wie macht man eine Bikinifigur?
00:28:54: Du brauchst eine Figur und dein Bikinin.
00:28:55: fertig hab einen Strand.
00:28:56: Großartig.
00:28:57: Genau.
00:28:58: Ja weil Untersuchungen zeigen dass gerade Frauen sich nach ein paar Sekunden des Durchblätterns früher von Zeitschriften vor allem Frauenzeitschrift oder öffnen von Social Media deutlich schlechter bis hin zu depressiv fühlen, weil da sofort der Prozess des Vergleichens einsetzt.
00:29:18: Das heißt es wird einem suggeriert so sollte man sein und nur so ist man richtig.
00:29:23: also schön schlau erfolgreich interessant vor allem als wäre für Frauen der erste Sinn des Lebens interessant sein vor allem für Männer?
00:29:34: nein ist das nicht und ich denke Viele Frauen kennen diese Thematik, weil die auch so ein Stück weit zur Auseinandersetzung gehört.
00:29:42: Aber es ist so wichtig das aufzuweisen, dass das nicht einfach so gegeben ist einer Gesellschaft sondern, dass Menschen dafür verantwortlich sind und dafür Verantwortung tragen, dass es so ist.
00:29:54: Das heißt wir entscheiden uns jeden Tag im Umgang mit unseren Kindern, die uns umgeben ob wir den Schwerpunkt darauf setzen oder ob wir das kritisch sehen unter Hinterfragen Und es nicht so stehen lassen, wenn die Mädchen nach Hause kommen und sagen, weil ich wurde heute so gemobbt oder ich würde mir heute gesagt, du siehst so scheiß aus.
00:30:12: Weil warum hast du dieses Oberteil?
00:30:13: Das steht dir gar nicht!
00:30:14: Oder trag lieber irgendwie rot anstatt rosa das steht hier nicht.
00:30:18: Wir hören doch tatsächlich erschreckend oft dass junge Mädchen dann eben auch berichten, das auch im Familienkreis gesagt wird.
00:30:26: Naja du bist halt auch ein bisschen muckelig oder ja du sollst vielleicht auch keinen Bauch freitragen?
00:30:31: Du
00:30:31: hast ein bisschen zugenommen achtmal darauf und das trifft in einer vulnerablen Phase.
00:30:36: Vulnerabel heißt ich bin leicht erschütterbar.
00:30:39: Das sind keine Frauen von die sich schon mit sich auseinandersetzt haben, die vielleicht ein Standing haben.
00:30:47: Die das vertreten können sondern es ist eine Zeit in der man so beeinflussbar ist, so leicht kränkbar ist weil man wie eben auch erwähnt noch gar nicht selber weiß wer bin ich?
00:30:56: Wie bin ich was möchte ich sein?
00:30:59: und das ist ja auch richtig so damit man herausfindet Was ist mein authentisches Ich muss man Raum haben und nicht schon vorgeprägt und vorgesetzt so ein Firmchen wie beim Plätzchenbacken, so ich presst dich da rein.
00:31:12: Reingepresst fühlt sich kein Mensch wohl weil das einfach impliziert dass es unfassbar viel Druck ist und gar nicht die Auseinandersetzung stattfindet.
00:31:20: möchte ich das überhaupt?
00:31:21: Möchte ich so sein und bin ich das?
00:31:23: passt das zu mir?
00:31:24: Das heißt ja man begegnet dem bestenfalls entspannter und kritischer.
00:31:32: Das wäre eben auch eine gute Variante, um dem vorzubeugen, dass nachher ein Mensch vielleicht in seinen Dreißigern oder so rausfindet.
00:31:40: Dass er gar nicht das Leben lebt was eigentlich leben möchte und man eigentlich so merkt okay meine Güte ey!
00:31:45: Was davon mache ich eigentlich für mich?
00:31:46: Und was davon ist wirklich... Aus meinem Interesse raus entstanden?
00:31:50: und was davon tue ich, weil andere Leute das in mir gesehen haben.
00:31:55: Weil andere Leute es irgendwie suggeriert haben dass das doch mein Weg sein müsste?
00:31:58: Absolut wie viele Erwachsene begegnen einem die die Auseinandersetzung verzögert oder verspätet haben genau aufgrund solcher Mechanismen.
00:32:07: also wie viele erwachsene sind dann eben Anfang dreißig und sagen, ich musste mein Leben lang einem Bild entsprechend von egal Eltern der Gesellschaft.
00:32:18: Von Freunden oder in Anführungsstrichen Freunden Und haben dann erst so die Möglichkeit wenn sie sich ein bisschen losgelöst haben sich auseinander zu setzen was eigentlich in die Identitätssuche weil dafür ist dieser Entwicklungsschritt in der Regel da hineingehört so verspätet stattfindet und einhergeht mit so viel Leiden über Jahre.
00:32:41: Also wir wissen alle, wenn wir uns heute die Zahlen und übrigens genau ein kleiner Exkurs bitte unterstützt unsere Kritik an den Kürzungen in der Psychotherapie weil die psychischen Störungen bei Erwachsenen in der Regel in Jugend beginnen und oft auch genau mit solchen Rollenerwartungen und ja der Gesellschaft wo man eben nicht reinpasst mit seinem so sein wie man ist einhergehen
00:33:07: Genau.
00:33:09: Hier, wir hatten ja gerade schon unsere voll gepubertät empfohlen ich möchte nochmal unsere Folge Selbstwert empfehlen die tatsächlich auch wenn sich das jetzt irgendwie doppelt mit den Empfehlungen aber tatsächlich besprechen wir da auch ziemlich intensiv was es eigentlich braucht damit sich selbst wert entwickelt bei jungen Menschen.
00:33:26: Und hier sind wir nämlich genau an dem Punkt, um nochmal den Turn zurück zu den jungen Mädchen zu machen.
00:33:32: Was wollen wer?
00:33:33: Wir wollen mutige Mädchen!
00:33:34: Wir wollen selbstbewusste Mädchen.
00:33:36: Wir wollen Mädchen die nicht erschütterbar dadurch sind was andere Leute über sie denken.
00:33:40: und das als Eltern zu unterstützen ist natürlich auch eine ziemlich intensive Aufgabe Und eine Aufgabe, in der man sich selber natürlich auch durchleuchten und hinterfragen muss.
00:33:51: Die eigenen Werte den eigenen Blick auf Weiblichkeit, den eigenen Blick auf Gesellschaft, auf Rollenbilder – das kann ein Zeitpunkt sein an dem man mit sich selbst noch mal so richtig aufräumt!
00:34:03: Das ist total gut, was Positives.
00:34:05: Absolut.
00:34:06: Und es gehört auch natürlich eine Kritikfähigkeit dahin, aber Kritikfähigkeit braucht Stabilität.
00:34:14: also so dass ich nicht jetzt von jemandem die Meinung dazu höre, boah das finde ich jetzt nicht schön oder das hast du jetzt nicht gut gemacht und dass mir das den Boden unter den Füßen weg reißt sondern dass ich mir das anschaue und denke hm hat die Person recht könnte das sein?
00:34:30: Wenn ich denke nö dann dazu zu stehen.
00:34:32: und wenn ich denke ja könnte schon sein Auch da mich hinzuentwickeln.
00:34:36: Also Kritik, wenn sie wohlwollend konstruktiv ist – das spricht nichts dagegen!
00:34:43: Die ist ja auch brauchbar und notwendig für Entwicklung.
00:34:47: aber wir reden nicht von Abwertung.
00:34:49: Das ist was anderes.
00:34:50: Und natürlich auch immer offen gelassen.
00:34:52: Ich darf Kritik äußern ich darf sagen Ja das ist meine Sicht der Dinge Da muss aber auch in den allermeisten Fällen die große Prämisse agree to disagree.
00:35:00: also ich erlaube dir selbstverständlich eine andere Meinung zu haben.
00:35:04: Und ganz wichtig, gefragter Kritik.
00:35:06: Ungefragte Meinungsäußerung, da würde ich mich auch eher zurückhalten.
00:35:10: Und zu gefragter Kritik gehört nicht so was wie... darf ich dir dazu mal etwas sagen?
00:35:17: Also das wäre quasi...
00:35:19: Nein!
00:35:19: Punto
00:35:20: ungefragt.
00:35:20: Hätte gefragt.
00:35:22: Genau.
00:35:23: Naja vielleicht Vielleicht ist es auch so, dass wir... Ich denke, wir sehen das wirklich kritisch.
00:35:27: Wir haben ein bisschen selektiven Blick weil natürlich begegnen uns viele junge Menschen die das abkriegen.
00:35:33: Weil ich meine klar durch unseren Beruf kriegen wir Menschen zu sehen und sprechen mit denen, die eher den Leidensdruck aufverspüren sonst wären sie ja nicht in Psychotherapie.
00:35:43: aber wenn ich das jetzt so versuche ein bisschen auszuweiten allgemeinerzuhalten Es geht nicht darum Ja, so ich darf ja gar nicht sagen!
00:35:51: Das ist heutzutage einer der beliebsten Sätze.
00:35:54: Natürlich darf man was sagen aber man sollte reflektiert da dran gehen vor allem als erwachsener Mensch und sich dessen bewusst sein wie kränkbar und erschütterbar junge Menschen sind.
00:36:07: und was wollen wir eigentlich?
00:36:08: Und wir wollen ja unterstützen Wir wollen begleiten drauf setzen und abwerten, bitte nicht.
00:36:16: Weil wenn wir mit Eltern sprechen ist das ja gar keine Frage dass sie sagen natürlich möchte ich das nicht!
00:36:20: Ich möchte dann natürlich nicht mein Kind schädigen oder ich möchte natürlich nicht dass mein Kind sich durch meine Meinung schlechter fühlt aber wenn man reflektiert kriegt man mit shit.
00:36:29: genau das habe ich aber getan und dann ist es wichtig das zu korrigieren.
00:36:33: und es ist so toll wenn Eltern sagen können hör mal damit dir über dieses Thema von Gewicht und wie du gerade irgendwie zugenommen hast oder wie auch immer, abgenommen hast.
00:36:44: Also in alle Richtungen so gesprochen das ist nicht okay.
00:36:48: also wenn ich mir das angucke wie es dir geht und ich möchte dass es dir gut geht und darum geht's und nicht irgendwie ob du jetzt mehr weniger hast und die Menschen struggling schon ohne Ende und genug mit sich weil das ist ja eine Phase wo man den körperlichen Veränderungsprozess auch erstmal annehmen muss.
00:37:05: Der verändert sich ja ohne, dass man gefragt hat und es gibt Menschen die kommen damit wirklich schlecht zurecht.
00:37:11: erst mal das der Körper sich so stark verändert schubweise Und die Umwelt reagiert schon und andere Gleichhaltrige sind nicht immer nett und simperlich.
00:37:20: Also ich glaube Jedes Mädchen kann sich an die Situation erinnern, wo entweder man selbst oder die anderen um einen herum und man selbst vielleicht später oder so Brüste bekommen hat.
00:37:31: Das ist eine Situation da es auf einmal gibt's ja gar kein anderes Thema mehr.
00:37:35: also ich weiß noch wie das bei mir war Meine Güte, und wer da alles also von zwölf bis zwei neunzig quasi eine
00:37:42: Meinung zu
00:37:43: hat.
00:37:44: Genau!
00:37:44: Zu meinen Brüsten.
00:37:46: Und sie auch so vorzubringen mit einem Selbstbewusstsein wo man denkt, woher kommt das denn bitte?
00:37:51: Ja
00:37:51: und das war ja in den achtziger Jahren, neunziger Jahren wahrscheinlich auch in den zweitausenden Jahren war es noch normal und erlaubt wenn man sich mal so Ausschnitte vom Germany's Next Top Model damals anguckt.
00:38:01: oder diese Teenie-Stars Es gab jetzt ein bisschen so eine Rückschau wie Britney Spear oder Christina Aguilera, als die so berühmt wurden.
00:38:10: Ich meine, die waren da, weiß was ich, sechzehn-sebzehn und welche Mittefünfzigjährigen Männer, die bewertet haben oder denen einfach viel zu nahe gekommen sind?
00:38:19: Das ist wichtig und richtig!
00:38:21: Und dass es nur passiert das diese Kritik auch geäußert wurde, dass sich das verändert hat.
00:38:25: Also ohne solche Prozesse wäre's wahrscheinlich noch so
00:38:28: bzw.,
00:38:29: das gibt es immer noch.
00:38:31: Also da eine Awareness zu haben, dass das einfach grenzüberschreitend ist massiv.
00:38:37: Da stärken wir auch unsere Jugendlichen jeden Tag, dass sie Grenzen setzen lernen.
00:38:43: Und diese Sicht, eben ein Körper ist ja nicht dafür da, dass er von der Welt begutachtet und bewertet wird.
00:38:50: Sondern ein Körpers erst mal damit durchs Leben zu tragen.
00:38:54: Ein Körper kann sehr unterschiedlich sein.
00:38:55: Die erste Aufgabe eines Körperes ist, dass mein Leben läuft und funktioniert.
00:39:01: Und dem Körper darf man das auch ansehen!
00:39:03: Absolut, dass er sich verändert.
00:39:05: Und das ist auch da wieder eher eine gesunde Entwicklung und ein Gesünderprozess.
00:39:10: Es bleibt nicht aus, dass ich natürlich schauen darf in dieser Zeit mit meinen Jugendlichen ... Ja, mit was fühlst du dich wohl?
00:39:18: Also wenn man sagt, ich möchte Sport machen zum Beispiel und mein Körper so ein bisschen muskulöser haben oder fester spielen.
00:39:24: Da spricht nichts dagegen!
00:39:25: Wir reden ja immer... wie so häufig in einem Normmaß des Gesunden, nicht des Normalen sondern das Gesunden.
00:39:33: Und wenn das dazu beiträgt dass ich mich gesund fühle und mich wohler fühle im meinem Körper da spricht nichts dagegen.
00:39:40: leider sind manchmal die Grenzen fließend in Richtung Essstörungen oder anderen psychischen Erkrankungen.
00:39:47: Da gilt es wirklich wachsam zu sein.
00:39:52: alles eine Frage der Kommunikation.
00:39:54: Wenn ich zum Beispiel mir angucke, gerade bei jungen Mädchen die z.B.
00:39:58: irgendeinen Körperteil haben also mit dem sie überhaupt nicht zufrieden sind, mit dem das überhaupt nicht läuft, dann kann ich natürlich sagen ach Quatsch!
00:40:05: Ach du bist bescheuert!
00:40:06: Das stimmt doch gar nicht!
00:40:07: Du hast gar nichts dies oder was auch immer.
00:40:10: Oder ich kann halt darauf eingehen und sagen ja ich denke wir nehmen das unterschiedlich wahr.
00:40:15: aus meiner Perspektive siehst du total hübsch aus usw.. Aber wenn du aus deiner Perspektive da eine Problematik hast, dann tut mir das sehr leid.
00:40:25: Es tut mir erstens leid dass du dich so kritisch betrachtest weil du einfach ein wunderschöner Mensch bist und dann tut es mich natürlich auch leid, dass du so darunter leidest und dass es dir solche Schwierigkeiten macht Und dann daran zu arbeiten.
00:40:39: wie kann man damit umgehen eben nicht perfekt zu sein?
00:40:42: Denn es gibt einfach wenige Leute, die haben in der genetischen Lotterie den Jackpot geknackt.
00:40:47: Gibt das halt?
00:40:47: Ja, machst du nix!
00:40:49: Und dann gibt's ganz
00:40:49: viele Leute... Auch das Aufzuhalten ist eine Herausforderung.
00:40:52: Dann gibt
00:40:52: es ganz viele Leuten, die eben nicht den Jackpott geknacks, sondern die sind halt durchschnittlich.
00:40:57: und ein durchschnittlich aussehender Mensch kann ja ein sehr glückliches Leben führen und Jugendliche müssen das aber wissen und sie müssen auch darauf vorbereitet werden, junge Mädchen, dass Ein perfektes Aussehen, möglicherweise Dinge leichter macht aber auch sehr viele Dinge schwerer macht.
00:41:13: Also das kommt ja mit dazu gerade was Bewertungen so angeht und dann eben damit umzugehen dass man selbst halt vielleicht einem guten Mittelmaß entspricht und damit auch ein ein glückliches Leben führen wird.
00:41:25: Absolut in dieser Fallen war es ist so erstaunlich.
00:41:28: dieses durchschnittliche aussehen ist ja nur gerade in unserer Zeit so als durchschnittlich bewertet.
00:41:35: Das finde ich auch so spannend, wenn man sich durch die Geschichte anguckt, welche Schönheit sie da alle gab es, dann gab es nicht durchgehend dasselbe das Schönheitsingenal.
00:41:43: Allein daran sieht man wie veränderbar, wechselhaft.
00:41:47: das ist also wie stark das auch einem Zeitgeist unterliegt und damit kriegt man ja auch ganz klar signalisiert Es gibt nicht den schönen Menschen Forever sondern oft geknüpft an so Zeitabschnitte, was ist gerade schön.
00:42:03: Also von Twiggy bis dann Burschikosa oder ein bisschen kurviger, dann wieder zu ganz dünnen und dann wieder mit Kurven.
00:42:14: Das wechselt und das Schlimme ist aber wenn Mädchen vor allem so erzogen werden dass sie sich dem beugen sollen weil ansonsten passen sie nicht rein und das schwingt so oft bei Mädchen mit häufiger mit, als man so denkt.
00:42:29: Also unterhaltet euch bitte mit jugendlichen Mädchen und ihr werdet feststellen wie unfassbar überbordend dieses Thema ist.
00:42:37: es gibt kaum ein anderes.
00:42:39: also ich würde auch behaupten dass mir kein junges mädchen begegnet ist was nicht dieses thema hatte.
00:42:44: mit wie is mein körper und oft eher negativ bewertet weil sie kriegen selten Komplimente von vor allem vielleicht auch anderen Mädchen, weil da auch so ein Konkurrenzdenken oft mit einhergeht.
00:42:57: Dass auch verstärkt wird durch die Außenwelt.
00:43:00: also wir reden nicht davon dass Mädchen per se sich nicht ausstehen können sondern wir reden davon das sie damit groß werden sich zu bekämpfen.
00:43:08: und Da möchte ich so darauf hinweisen, dass das so kritisch zu sehen ist.
00:43:13: Dass man sich abwertet untereinander.
00:43:16: Sondern dass man aushält, dass man unterschiedlich ist.
00:43:18: Das man aushält, dass jemand etwas Schönes an sich hat was man vielleicht auch mal so wiedergeben darf also dass man wohlwollender miteinander isst.
00:43:28: Das ist super wichtig im Miteinander weil das spiegelt natürlich auf den Selbstwert der Mädchen.
00:43:34: da möchte ich an dieser Stelle ein Buch empfehlen und zwar Es kann nur eine geben von Caroline Kibbus.
00:43:38: Das ist ein fantastisches Buch, unbedingt lesen richtig gut.
00:43:42: und auch was wir tun in unseren Therapienmädchen wirklich darin bestärken Solidarität mit anderen Mädchen das man im Auffall dieses Konkurrenzdenken zu haben und dass man mehr dazu kommt sich gegenseitig zu stützen sich beizustehen sich zu helfen diese Freundschaften wirklich hoch zu bewerten.
00:44:04: Also Frauenfreundschaften halten ein Leben lang, wenn ich mir meine Freundschaft so angucke die dauern Jahrzehnte.
00:44:11: Länger also jede Beziehung romantischer Art.
00:44:17: Das ist so wichtig weil auch da erleben wir ja haben wir uns ja auch schon drüber unterhalten so abseits der Mikros hier wie viel Druck das ausmacht und wie schade dass es bei Freundschaft natürlich was fantastisch das sind, um seine Lebenszeit zu fühlen auf eine wundervolle Art und Weise.
00:44:37: Und wenn die aber getragen sind durch Biestigkeit und nicht diese Daseinsberechtigung eines jeden einzelnen Menschen so wie er ist.
00:44:45: oder sie nimmt mir nichts weg, wenn sie wunderschön ist und da ist – ich darf auch schön sagen!
00:44:51: Und dann kann das durchaus coexistieren ohne dass etwas passiert.
00:44:55: Und es fühlt sich einfach so viel besser
00:44:57: an.".
00:44:58: Und diese Konkurrenz ist halt tatsächlich etwas systematisch gewolltes.
00:45:03: Das ist etwas Gewolltes, da gibt es zugängige Informationen zu.
00:45:07: Es geht darum natürlich einmal zu schwächen und dann geht das auch wie immer darum Geld zu machen.
00:45:13: also womit macht man Geld mit unzufriedenen Menschen?
00:45:16: Was verkauft
00:45:17: unsufriedene
00:45:17: Frauen?
00:45:18: Schwingte Sportgeschichten Kleidung Erlehrungs-Eingriffe Ein bestimmtes Protein-Pulver.
00:45:26: Du kannst ja gar nicht mehr irgendwo hin, ohne zugeballert zu werden mit Erwerbungen und so weiter?
00:45:31: Ich fand...
00:45:32: Hast du mitbekommen?
00:45:33: zuletzt, ich weiß gar nicht gestern vorgestern von Riccarda langen den Post.
00:45:36: das war großartig.
00:45:38: Mit dem Jogging!
00:45:39: Danke dafür, ja.
00:45:41: Also groß hat sich indem jemand schon sagt was das für eine Klamotte oder so wurde bewertet was sie so trägt und
00:45:46: auch was sie nicht trägt nämlich einen BH.
00:45:48: dass sozusagen
00:45:49: coolste Statement war wo sie sagte ich je jogge um zu joggen um zu laufen um mich wohl zu fühlen.
00:45:55: danke für die Info die habe ich nicht gebraucht.
00:45:58: scroll weiter.
00:46:00: also das hab ich jetzt zusammengefasst.
00:46:01: könnte ich gerne anhören weil es ist ein großartiges Statement Ja
00:46:04: fantastisch und coole
00:46:05: Reaktionen.
00:46:05: Ich finde auch da kann man sich wirklich ein Beispiel annehmen, wie sie mit allem umgeht.
00:46:10: Sie ist also dieses Bashing was sie abgekriegt hat als sie in der Regierung beteiligt war, also unfassbar und
00:46:16: sowohl zu der Zeit als auch jetzt.
00:46:18: Ja und dann ist es so genau, sie hätte glaube ich vierzig Kilo oder etwas abgenommen weil sie das gerne wollte, hat sie super geschafft!
00:46:23: Und jetzt kriegt sie immer noch?
00:46:25: Wirds ihr immer noch gebashed obwohl sie eigentlich Eilen gezeigt hat wo eine Haarkiste, ich glaube auch Studium zu Ende gemacht usw.
00:46:31: Ey, besser
00:46:31: geht's doch gar nicht.
00:46:32: Wo man einfach denkt lasst doch die Frau in Ruhe.
00:46:34: und das ist so ein schönes Beispiel dafür.
00:46:36: egal wie man isst ist man nicht richtig für bestimmte Menschen.
00:46:39: Und da haben wir nämlich das Beispiel sie ist Politikerin Sie ist kein Model für keine Ahnung für Größe XXS und failed dass.
00:46:48: nein sie ist politikerin
00:46:49: oder hat auch nicht den Anspruch daran.
00:46:52: ja aussehen
00:46:52: hat einfach nichts damit zu tun
00:46:54: sie hat nicht danach gefragt.
00:46:57: Ja also Der Punkt, auf den ich noch mal gerne zurückkommen möchte, den hast du eben gesagt der Perfektion.
00:47:03: Also überdurchschnittlich häufig neigen Mädchen dazu perfekt sein zu wollen und wir brauchen gar nicht drüber sprechen dass es perfekt nicht gibt.
00:47:12: Es lämnt!
00:47:12: Perfektion lämt!
00:47:14: Absolut.
00:47:14: Und wie kann man das vermeiden?
00:47:17: Dass das in die Richtung geht einer bestimmten Brille der Geschlechtlichkeit und das abzubauen ist sehr wichtig.
00:47:24: also sich davon freimachen zu wollen.
00:47:27: Während du das sagst, fällt mir noch wirklich Brand heiß.
00:47:29: ein weiteres total wichtiges schulisches Thema an.
00:47:32: Und zwar der Sportunterricht!
00:47:37: überdurchschnittlich häufig Menschen da sitzen, haben die Probleme mit dem Sportunterricht, haben völlig egal wie sie aussehen.
00:47:43: erstmal.
00:47:44: Weil man im Sportuntericht und zwar
00:47:47: nicht
00:47:47: in allen anderen Fächern sondern anders als in allen Fächeren, man wird ständig bewertet aber man wird angeguckt und bewerted für das was man äußerlich ist, für das etwas man körperlich kann.
00:47:59: In keinem anderen Fach wird so viel gelacht über Leute.
00:48:02: Werden die so gedisst, werden sie für körperliche Fehlbarkeiten sozusagen runtergemacht und ihr könnt euch nicht vorstellen wie oft wir Leute da sitzen haben, die total leiden unter dem Sportunterricht?
00:48:16: Und die auch wirklich sagen ey das ist ich... Ich kann es nicht, ich möchte nicht.
00:48:21: Nicht weil sie keinen Bock auf Sport haben sondern weil sie kein Bock haben vor dreißig Leuten sich zum Affen zu machen?
00:48:25: Absolut!
00:48:26: Also das ist ein Riesenthema finde ich.
00:48:28: und bei Mädchen nochmal auch da eingehackt Schwimmunterricht-Sportunterricht genau Auch die PMS und Periodengeschichte.
00:48:36: also dass viele sagen auch in dem Moment wo ich sage ich kann nicht mitmachen mir geht's nicht gut Das ist bagatellisiert belächelt wird.
00:48:43: also auch dazu werden wir eine Sonderfolge machen.
00:48:45: sowieso Weil das einfach ein wichtiges Und Raum einnehmendes Thema ist, weil es so ist.
00:48:51: Weil's auch dahin gehört und ja da wird auch von Seiten der Schule einfach auch relativ schlecht darauf reagiert nämlich gar nicht oder abwertend oder halt ebenso glaub ich dir nicht.
00:49:02: Ach ja schon wieder.
00:49:03: Man denkt das is gar nicht deine Aufgabe mich zu tracken wie mein Zyklus ist.
00:49:09: Also auch da Mädchen einfach erst mal zu glauben, das so stehenzulassen und ich denke es wird schon auffallen wenn jemand sechsmal im Monat dann regelt hat.
00:49:19: aber ansonsten darf man da auch gerne entspannter sein.
00:49:22: also noch niemals hat dieser Sport unter sich der nicht stattgefunden hat jemandem das Leben gekostet würde ich sagen dagegen hat es schon ganz viel Leid mit Menschen angetan je nachdem wieder verläuft.
00:49:34: ja
00:49:35: und wenn wir über leid sprechen aus dem psychischen therapeutischen Blick muss man natürlich auch sagen, dass wir auch die Endstufe von Leid kennen.
00:49:41: Also es ist tatsächlich so das Menschen gerade wenn sie eben gemobbt werden, wenn sich viel über sie lustig gemacht wird oder in der Schule, das weckt einen erheblichen Leidensdruck und die Reaktion daraus kann in wenigen sehr schrecklichen Fällen halt auch sehr sehr schräglich sein.
00:49:59: Absolut!
00:49:59: Und hält nicht selten bis ins Erwachsenenalter weil prägend in dieser Zeit ist, weil das so das Selbstbild mitformt.
00:50:08: Da habe ich erwachsene Menschen die ihr Leben meistern und wirklich gut meisteren und dennoch somit sich hadern.
00:50:16: und wir landen nicht selten bei der Jugend in der gemobbt wurde wegen Aussehen, wegen So sein wie man isst.
00:50:25: Ja
00:50:26: also kommen wir so langsam zum Abschnitt wieder mit umgehen.
00:50:30: Also was ist wichtig?
00:50:32: Welche Punkte Solltet ihr mitnehmen, als so die Quintessenz aus diesem was wir versucht haben herzuleiten?
00:50:41: Was Mädchen spezifisch wichtig wäre.
00:50:45: Wichtig zuerst ist dem Mädchen keine bestimmte Rolle aufdrängen zu wollen sondern zu gucken, okay wo findet sich das Mädchen was fühlt sich für die gut an?
00:50:57: und zu versuchen das möglichst wenig mitzubeinflussen.
00:51:00: Sondern einfach mal Vertrauen darauf zu haben dass sich Dinge so eben entwickeln in eine positive Richtung.
00:51:06: und wenn das Mädchens zum Beispiel einen Weg einschlägt der jetzt nicht gar so ein Mädchen typisch ist Dann ist das in Ordnung, dass es
00:51:15: das gar nicht gibt vielleicht.
00:51:16: Genau!
00:51:18: Richtig.
00:51:19: Sehr gut.
00:51:19: Das heißt wir sind bei unserem Lieblingsaspekt der Beziehung und Wertschätzung also erstmal Menschen und da Mädchen.
00:51:27: eben wertzuschätzen dass wir in einer Zeit leben, wo es natürlich mehr Freiheiten gibt auch für Mädchen im Verhältnis zu früher ist toll und das auch zu schätzen wissen.
00:51:39: Und auch da, dass Selbstbewusstsein stärken sich diesen Raum zu nehmen.
00:51:43: Das ist in Ordnung!
00:51:46: Ich stelle mich über die Jungs oder andere Menschen sondern ich nehme mir mein Raum weil der mir ja auch zusteht genau wie jedem anderen Menschen, der zustehe.
00:51:56: Und die Ängste, Selbstzweifel.
00:51:59: Vor allem diese Körperbildthemen, die wir gerade angesprochen haben.
00:52:03: Ernst zu nehmen, da zu sein, auszuhalten... Was bedeutet das?
00:52:07: Wir werden immer wieder gefragt was heißt das irgendwie aushalten und da sein weil da sein klingt so pathetisch Das heißt einfach zuzuhören und reden zu lassen und zu sagen es tut mir leid dass du da grade so ein Gefühl hast was dich so belastet Ob das Angst ist ob das Trauer isst ob das mit sich hadern ist das mit auszuhalten und zu trösten.
00:52:27: Also, Trösten bedeutet einfach so zu hören und zu sagen was könnt ihr jetzt gut tun?
00:52:32: Lass uns mal drüber näher sprechen, was da die Gründe dafür sein können.
00:52:37: Manchmal kommt es dazu dass man herausfindet dass der Mensch von sich aus mit Themen beschäftigt ist und das kritisch sieht, dann kann man ja versuchen lösungsorientiert miteinander gemeinsam zu denken.
00:52:49: Und manchmal reicht es einfach nur das Auszuhalten, dass jemand gerade traurig ist wenn der zweite Satz ist.
00:52:54: aber eigentlich geht's mir gut damit.
00:52:56: also ich bin eigentlich zufrieden und das ist eher die Bewertung der anderen Dann zu stärken.
00:53:01: wie kannst du das nach außen besser vertreten?
00:53:03: Dass du zu dir stehen kannst?
00:53:06: Ja neben der wertschätzenden Haltung und Beziehung ist es wichtig, die Autonomie zu fördern, indem wir Kinder unterstützen dabei kleine Entscheidungen zu treffen.
00:53:18: Dadurch dass wir Kinder entscheiden lassen in einem gewissen Ausmaß natürlich was sie tragen wollen, was sie spielen wollen und was sie essen wollen, tragen wir dazu bei das Kinder sich als selbstwirksam erleben.
00:53:31: Das stärkt wiederum das Selbstvertrauen Das begleitet auch dabei herauszufinden, was mag ich?
00:53:42: Wer bin ich?
00:53:43: und wenn ich das ausprobiere kann ich ja immer noch für mich feststellen mochte ich das ja oder nein.
00:53:48: Und es wirkt nicht so von außen auf erlegt sondern es geht um Authentizität und das ist super wichtig das zu erleben.
00:53:56: Ja der nächste Punkt wäre realistische Körperbilder stärken.
00:54:01: Das haben wir jetzt mehrfach angesprochen.
00:54:03: d.h.
00:54:04: bitte bedenken dass Man hinterfragt gemeinsam mit seinen Töchtern, welche Schönheitsideale gibt es da?
00:54:11: Warum gibt es die, dass man diesen gesellschaftlichen Aspekt beleuchtet den wir vorhin genannt haben der Bewertung von anderen Menschen und ob das denn so sein muss.
00:54:21: Und da ist ganz wichtig auch ja vor allem an Mütter auch als Modell- und Vorbildfunktionen.
00:54:29: also da ist es ganz wichtig, dass sie sich dessen bewusst sind dass die Art und Weise wie sie mit sich umgehen, wie Sie mit Ihrem Aussehen umgehen.
00:54:38: Wie Sie mit ihrem Körper umgehen!
00:54:40: Wie liebevoll wertschätzend Sie sich annehmen können, welche Akzeptanz Sie sich gegenüber erleben, spiegelt sich natürlich oder überträgt sich auf Ihre Töchter auch.
00:54:50: Ich will es jetzt gar nicht überbewerten also das macht's nicht komplett aus.
00:54:54: Die Mütter tragen nicht die komplette Verantwortung dafür.
00:54:57: Das ist ganz wichtig.
00:54:58: Dennoch sind wir Modelle und gleichgeschlechtliche Vorbilder sind auch Rollenmodelle, nur sich dessen bewusst zu sein ist suchtig.
00:55:08: Also dann gibt es noch den Punkt dass man diese sozialen Vergleiche ein bisschen begrenzen kann generell Social Media die Medienwelt inszenierte Bilder Filter alles so ein bisschen in Frage stellen und Da mit den jugendlichen Mädchen vor allem hinterfragen, was löst das denn aus?
00:55:28: Wenn man sich dem aussetzt.
00:55:29: Also ganz oft löst es eben Unsicherheit selbst Zweifel aus.
00:55:33: und wie realistisch ist das Ganze?
00:55:35: also bitte ganz viel thematisieren.
00:55:38: Und in diesem Zusammenhang ist es ganz wichtig zu sagen, also so eine Erziehungsrede zur Social Media darf gerne ersetzt werden durch ganz viele kleine Alltagsgespräche die sich dann anbieten wenn die Mädchen die Themen sowieso mitbringen.
00:55:53: Also wenn sie mit ihren Freundinnen darüber sprechen und man ist dabei und kriegt das mit, da darf man natürlich darauf eingehen.
00:56:00: nutzen des Alltags ist viel wichtiger als so eine große Rede zu schwingen.
00:56:05: Der nächste Punkt wäre Fehler normalisieren, also bitte vermitteln das Fehler zum Lernen dazu gehören, zum Leben dazugehören.
00:56:12: und ja die Formulierung für Eltern könnte einfach so sein wie ich sehe gerade dass das für dich nicht leicht ist.
00:56:18: du musst nicht perfekt sein um wertvoll zu sein.
00:56:20: Ich liebe dich so wie Du bist unabhängig von was leistest Du oder wie siehst Du aus?
00:56:27: Das bitte wiederholt vermitteln.
00:56:29: Also da ist es bekannterweise so, dass das nicht darum geht, das einmal die Woche abzuhaken sondern... Es ist ein vorschreitender Prozess und Lernen und Muster bilden sich über Wiederholung aus!
00:56:42: Das sagt die Verhältnistherapeutin in mir oder in uns dass das ganz wichtig ist daran zu denken und sich dessen bewusst zu sein, das zu wiederholen.
00:56:51: Und eher die Beispiele zu nutzen, die die Kinder sowieso mitbringen – weil umso realistischer ist das für sie!
00:56:59: Ja ihr Lieben da habt ihr jetzt eine ganze Menge Input von uns bekommen und wir hoffen, dass wir euch das Thema Mädchen Gut näher bringen konnten und dass da vieles drin war, was euch vielleicht ein bisschen weiter hilft.
00:57:13: Was euch und euren Mädels das Leben ein bisschen schöner angenehmer, bunter, netter macht!
00:57:25: Und bitte vergesst nicht wenn es euch gefällt, was wir hier machen.
00:57:29: bewertet uns bitte sehr gerne mit fünf Sternen bei Apple Podcasts und folgt uns auch gerne Und ansonsten bleibt uns noch euch eine schöne Zeit zu wünschen.
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