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Transkinder

Shownotes

Trakine: www.trans-kinder.netz.de

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Transkript anzeigen

00:00:00: Heute sprechen wir über ein Thema, das viele Eltern sehr berührt und manchmal auch erst einmal überfordert.

00:00:06: Transidentität, Geschlechtsdysforie und die Frage was passiert wenn ein Kind oder Jugendlicher sagt ich glaube ich bin nicht das geschlecht dass ihr bisher in mir gesehen habt.

00:00:17: Vielleicht seid ihr als Elternteil dann liebevoll aber erschrocken.

00:00:21: vielleicht denkt ihr ist es eine Phase?

00:00:24: habe ich jetzt etwas falsch gemacht?

00:00:26: kommt das durchs Internet?

00:00:27: muss sich jetzt irgendwas bestimmtes tun?

00:00:30: Und was, wenn mein Kind leidet oder später Entscheidungen bereut?

00:00:34: Über dieses Thema möchten wir heute sprechen und euch vielleicht ein bisschen erleichtern.

00:01:15: Ach, ein bisschen überarbeitet.

00:01:18: Und tatsächlich auch ein bisschen mitgenommen durch die ganze politische Situation der Zeit was unseren Berufsstand betrifft.

00:01:24: also wer von euch das noch nicht mitbekommen hat es lohnt sich wirklich sich damit mal auseinander zu setzen was da so Gerade passiert mit den Vierundhalb Prozent Kürzungen.

00:01:34: und jetzt die Budgetierung, die im Raum steht.

00:01:36: Und so... Ich werfe jetzt einfach mal so ein paar Worte rein.

00:01:39: Da könnt ihr entweder... Franka Girouti hat da gerade eine Superfolge zugemacht, wo man das alles in ihrem Podcast sich einmal anhören kann.

00:01:47: So ne Sonderfolge.

00:01:48: oder auch wenn man in Social Media das so n bisschen verfolgt

00:01:52: Ja!

00:01:53: Das ist schon echt ziemlich niederschmetternd und man fühlt sich Ja, doch so ein bisschen belastet dadurch ehrlich gesagt.

00:02:01: Auf jeden Fall du sagst das also auch wenn wir ja immer denken oh wie bemühen die Leute weil wir das ja wiederholen.

00:02:08: aber ich finde man kann es nicht oft genug sagen so wie du auch und wir beide sind auch engagiert und versuchen Da, wo Zeit ist zu posten die Leute aufmerksam zu machen.

00:02:19: Weil wir kriegen natürlich dieses Feedback auch in der Praxis tagtäglich das Leute auch Angst davor haben dass es einfach noch länger dauert bis sie endlich Unterstützung bekommen.

00:02:30: und mitunter liegt es genau an dieser Situation.

00:02:33: Genau, es liegt vor allen Dingen an der Situation um das mal kurz runterzubrechen und zu erklären dass wir alle leben ja von unserem Job.

00:02:40: Und wir machen unseren Job natürlich auch total gerne und es macht Spaß.

00:02:44: aber wenn der Job eben dann so strukturiert ist dass er eben tatsächlich nicht mehr genügend abwirft um wirtschaftlich zu sein um sich sein Leben zu finanzieren und Wir sind wirklich nicht überbezahlt Es könnte mir glauben also weiß Gott nicht Dann muss man halt gucken okay wie kommt zusätzlich vielleicht noch Geld in die Kasse.

00:03:03: Und das ist halt der Punkt, wo es dann eben dazu kommen könnte dass es weniger Therapieplätze geben wird weil eben KollegInnen sagen ja okay ich mache jetzt hier halt was ich muss auf meinem Kassensitz und vielleicht den Rest werde ich in der Klinik angestellt oder mach dann eben Coaching für Selbstzahler oder was auch immer.

00:03:24: und das ist das Risiko was da drin steckt.

00:03:28: Potenziell Therapieplätze vermindern, ist natürlich schon echt heftig so.

00:03:33: Ja genau wenn man sich auch die derzeitige Lage, die ja eine Weile schon besteht anguckt.

00:03:38: das heißt es ist jetzt nicht so dass wir bislang eine Situation hatten wo Leute direkt ein Therapieplatz bekommen haben und das heißt wir haben schon eine Defizitäre oder eine Katastrophale würde ich sagen Lage und die wird noch schlimmer.

00:03:51: also danke und weitermachen.

00:03:54: ganz wichtig

00:03:55: Ganz genau

00:03:57: Heute geht es weiter.

00:03:59: Für die Aufmerksamen zu Hörerinnen fehlt ja ein Teil, wir haben ja angekündigt dass wir eine Trilogie machen und wir haben bislang schon die Jungs besprochen Wir haben die Mädchen besprochen Und heute geht es um die Transidentität oder halt eben Geschlechts Identität.

00:04:23: Es geht genau darum, um Menschen mit einer Geschlechtsidentität.

00:04:32: Störung bislang wobei es gleich ein bisschen aufgeklärt wird.

00:04:36: Ist das ein Störungsbegriff noch oder nicht?

00:04:39: Wie ist gerade die aktuelle Lage?

00:04:41: jedenfalls möchten wir heute mit dieser Folge dazu beitragen ein bisschen aufzuklären und vor allem eins unseren psychotherapeutischen Blick darauf werfen.

00:04:52: Genau Und wir wissen, dass das eine ultra belastende Situation für viele Eltern ist.

00:04:59: Wenn es der Fall sein sollte, wenn es eintritt... Wenn das Kind sagt ich bin trans oder es sagt Ich glaube, ich bin gar kein Mädchen oder ich fühle mich nicht als Junge Oder sich vielleicht wünscht mit einem anderen Namen angesprochen zu werden oder sich andere Pronomen wünschen oder so dann Ist man natürlich als Eltern finde ich jetzt völlig nachvollziehbar erst mal ein bisschen vor den Kopf gestoßen und steht da vielleicht wie Ox vom Berg.

00:05:26: Und muss mit dieser Situation jetzt erst mal umgehen?

00:05:28: Natürlich gibt es auch Menschen, die sagen, ich wusste schon immer dass das irgendwie in diese Richtung geht.

00:05:32: Das kommt auch vor aber in der Regel ist es ja doch eher etwas womit man dann eben umgehen muss kann total gut verstehen, dass die erste Emotion, die man dann hat erst mal eine Angst ist.

00:05:47: Oh nein mein Kind wird es schwer haben!

00:05:48: Mein Kind wird nicht einfach so durchs Leben gleiten wie man das sich vielleicht wünscht für das Kind sondern es wird Schwierigkeiten geben.

00:05:56: Es gibt öffentliche Debatten Es gibt Transfeindlichkeit Es gibt alle möglichen Leute Die sich alle möglich sind sehr seltsam Gedanken machen mit welche Toilette Wie was?

00:06:09: und Naja, das sind halt alles Sachen.

00:06:12: In manchen Ländern gibt es Repressalien wieder und ... Das ist einfach eine Situation mit der man erst mal umgehen muss.

00:06:19: Und diese Fragen sind nicht ganz feindlich, ne?

00:06:21: Wenn man sich als Eltertheit etwas fragt.

00:06:24: Sondern das ist eben elterliche Sorge die da durchscheint.

00:06:27: Und dann muss man gucken okay was machen wir jetzt mit dieser Sorge?

00:06:29: wie gehen wir damit um und wie können wir daraus eine gute Begleitung für unser Kind machen?

00:06:36: Ja, und allein der kleine Überblick den du gerade gemacht hast.

00:06:39: Ich mein zeigt ja was alles so an Kopfkino direkt losgehen kann.

00:06:43: also ich glaube wenn man sich nur einen kleinen moment versucht Erstmal reden wir auf der elterne Ebene in Eltern hinein zu versetzen.

00:06:51: Wir kommen gleich auch noch Zu den Kindern selbst.

00:06:56: Aber wenn man Sich wirklich nur ein Moment versucht hineinzuversetzen dann finde ich kann Man wirklich nachvollziehen dass man als erstes denkt Es ist einfach ein negativ aufgeladenes Thema erst im ersten Moment.

00:07:09: Wie du gerade sagst, es ist ein politisch aufgeladenes Thema was ja oft einfach missbraucht wird für verschiedene Agenten die die politischen Parteien auch manchmal haben und dann wird so ein... Ach so was wie gerade die Toilettengeschichte oder eine Umkleidekabine, so hochgeschaukelt.

00:07:27: So aufgeblasen mit falschen Informationen und Angstschüren dass diese Eltern wahrscheinlich oder bekriege ich es auch in der Praxis mit genau wirst du gleich auch noch etwas dazu sagen wie Du das auch erlebst?

00:07:40: Dass Eltern sagen Ich möchte, dass mein Kind ersparen.

00:07:43: Das ist ein Blitzgedanke der da ist.

00:07:46: Mein Gott, ich will nicht, dass mein Kind dem ausgeliefert ist.

00:07:48: Weil man ganz viel Angst erst mal

00:07:50: kriegt.".

00:07:51: Genau!

00:07:52: Ich möchte meinem Kind ersparen, dass es sich beim Sport in der Besenkammer umziehen muss wie ich das schon mehrfach mitbekommen habe.

00:07:58: Dass es sich irgendwie vor den anderen nach den anderen keine Ahnung, wie umziehen musst, sondern ich möchte, dass meine Kind eine gute Jugend hat und dass es irgendwie gut durchs Leben kommt.

00:08:07: Genau,

00:08:07: Teilhabe hat so wie jedes andere Kind.

00:08:11: Eltern wünschen sich In der Regel für ihre Kinder, in der Regel sage ich, weil es wirklich minimale Ausnahmen gibt und von denen Ausnahmen sprechen wir nur dann wenn's um wirklich Pathologie geht.

00:08:21: Wünschen sich für Ihre Kinder eine gesunde Entwicklung?

00:08:23: Und das ist damit im Begriffen!

00:08:26: Das heißt, in diesem ersten Moment geht es darum ja die Gefühle der Eltern zu validieren was bedeutet dass das ein Wort was ja häufiger fällt in unseren Folgen.

00:08:37: Es geht darum ein menschliches, natürliches Erleben und Gefühl erst mal anzuerkennen dass es da ist.

00:08:47: Also ohne eine Bewertung heran oder reinzusetzen erstmal das so stehen zu lassen und ja nicht zu über eilt direkt in eine Wertung abzudriften und das ist vielleicht das schwierigste.

00:09:02: auch erstmal also das innehalten Wir können auch

00:09:06: mal aushalten.

00:09:07: Was ist da, sich auch gucken?

00:09:09: Wo kommt das her?

00:09:10: Womit ist das verbunden?

00:09:11: Was sind meine Befürchtungen und validieren?

00:09:14: Das bedeutet einfach, dass das Gefühl da sein darf ohne was ganz Großes draus gemacht wird.

00:09:20: Das reine Gefühl darf erst einmal da sein!

00:09:24: Ja, wie geht es dann meistens weiter?

00:09:27: Meistens würde ich sagen, geht so weiter dass wenn Eltern ja von ihren Kindern gesagt bekommen hört mal irgendwie passt das bei mir hier nicht.

00:09:34: So Ich fühle mich also wenn ich biologisch junge erstmal bin.

00:09:39: Ich fühl mich als Mädchen.

00:09:40: was passiert darauf hin ist dass Eltern natürlich Ja, keine Experten sind und direkt schon irgendwie ganz klar wissen was ist die Definition.

00:09:49: Wie nennt sich das alles?

00:09:50: Sondern... Was tun sie dann?

00:09:52: Sie informieren sich!

00:09:53: Und dann begegnen ihnen Begriffe wie Transidentität, Geschlechtsinkongruenz oder Geschlechtsdysforie.

00:10:02: Was bedeuten diese Begriffe?

00:10:04: Also das ist jetzt ein bisschen unsere Aufgabe, dass auch hier aufzuklären.

00:10:09: Transidentität bedeutet erstmal, dass die eigene Geschlechtsidentität nicht übereinstimmt mit dem Geschlecht was bei der Geburt zugewiesen wurde.

00:10:18: also im umgangssprachlich sagt man so geboren als Mädchen per Geschlechtsmerkmalen heißt aber, dass dieses biologische in Anführungsstrich Mädchen sagt ich fühle mich wie ein Junge.

00:10:31: diese Diskrepanz da ist, dieser empfundene Unterschied.

00:10:34: Da ist

00:10:35: es auch noch mal wichtig zu erwähnen.

00:10:36: das sind so die ersten Aussagen.

00:10:39: ich fühle mich wie ein Junge.

00:10:40: ganz klar supportiven unterstützenden Blick muss man natürlich auch sagen ja du fühlst dich nicht nur so sondern du bist es halt innerlich also du bist ein Junger bzw.

00:10:52: Du bist ein Mädchen und das ist auch etwas wo man sich als Elternteil oder als Bezugsperson natürlich auch ran arbeiten muss dass man wirklich dass dann auch versteht, dass es nicht nur um ein Wunsch oder um einen Gefühl geht sondern das ist eben wirklich um eine Identität.

00:11:09: Das ist

00:11:10: natürlich ganz wichtig wie du gerade sagst.

00:11:12: Es fängt in der Regel so an, dass man was spürt, dass's nicht so passt.

00:11:16: aber klar dieses Zuweisen von sich selbst die zeigende Geschlecht sich zuweisen.

00:11:22: Kinder sagen das dann so.

00:11:24: Die Kinder sagen für mich bin ich ein Junge oder ein Mädchen je nachdem wie sie sich wahrnehmen.

00:11:32: Ich finde auch Wahrnehm eigentlich besser, als dass es nur ein Gefühl ist und ich würde sagen das der Begriff Geschlechtsinkongruenz ja da synonym verwendet wird.

00:11:40: also genau diese Diskrepanz also diese nicht Übereinstimmung dessen wie ich gelesen werde von außen bislang zudem wie ich mich selber aber wahrnehme Fühle, Empfinde auch denke.

00:11:55: Wenn das nicht übereinstimmt, das nennt sich Geschlechtsinkongoins.

00:11:59: also es passt nicht üerein.

00:12:00: Man muss sich das noch mal vorstellen was da auch von Leidensburg hinterstecken kann dass man natürlich von außen ganz anders gesehen wird als wie man sich von innen fühlt.

00:12:10: Das kann schon wirklich enorm belastend sein

00:12:14: Dieser Leidensdruck, der daraus entstehen kann aus dieser Nicht-Übereinstimmung.

00:12:20: Der wird als Geschlechtsdysforie... benannt.

00:12:24: Das ist aber durchaus unterschiedlich, also nicht jede Transperson erlebt generell gleich starke Dysforie.

00:12:30: Manche leiden massiv darunter dass die Körpermerkmale der Name, die Pronomen oder die soziale Zuordnung eigentlich nicht stimmt und andere leiden etwas weniger darunter.

00:12:42: das heißt es ist nicht immer automatisch anzunehmen jede Trans Person ist da gleich.

00:12:47: Das stimmt einfach nicht.

00:12:48: Dennoch ist ganz klar, dass es häufig einher geht damit.

00:12:52: Weil muss man sich mal gerade vorstellen wie Mila gerade gesagt hat also wenn man selber für sich einen Gefühl und einen Denken und einen Wahrnehmer hat was ganz anders ist als das, was die Umwelt wahrnimmt und auch einem signalisiert.

00:13:07: Also auch die Rückmeldung, die Rückantwort der Umfeld auf einen passt ja nicht überein.

00:13:12: Und daraus entstehen einfach unfassbar viele Missverständnisse und es geht bis in den Alltag hinein, was wir gleich noch mal besprechen, wo überall eine Dinge begegnen können, die schrecklich sind oder unbequem sind.

00:13:29: Das wäre vielleicht das mildeste aber in der Regel wirklich schwierig.

00:13:33: Mir fällt gerade nochmal so die queere Community als Faktor ein.

00:13:37: Also für viele ist es ja eine äußerst hilfreiche, nennen wir's mal Institutionen also eine große Unterstützung zu wissen ich bin nicht alleine es gibt auch andere und so.

00:13:47: Es gibt aber auch viele Transmenschen, die gar keinen Bock auf Queere Community haben, die sagen ja ich möchte einfach nur einen ganz normaler Jung oder ein ganz normales Mädchen sein und ich habe überhaupt keine Lust auf dieses ganze Tamtam drumherum, Entschuldigung bitte.

00:14:02: Das ist jetzt wirklich überhaupt nicht despektierlich gemeint.

00:14:04: Also ich stehe auf Quere Community total aber es gibt eben... Ja tun

00:14:08: nicht alle!

00:14:09: Genau!

00:14:09: Die hast ihr nicht tun

00:14:10: oder?

00:14:10: Ich finde das gut dass du das sagst weil ich finde auch immer dieses Beispiel gut auch nicht jede homosexuelle Person steht auf den CSD also nicht jeder der einer Gruppe zuzuordnen ist, verschmilzt mit allem was man irgendwie in der Öffentlichkeit davon wahrnimmt und das ist einfach wichtig zu wissen.

00:14:31: Jede Person hat schon dann auch ihre eigene Identität mit den Dingen die für diese Menschen damit einhergehen so wie das halt bei allen Menschen so ist.

00:14:40: Also das ist super wichtig zu sagen, dass es keinen Automatismus gibt der da mit eine her geht.

00:14:47: Und alles was nochmal mehr aus diesem typischen... ich will gar nicht sagen normalen weil das stimmt einfach nicht sondern aus dem typischen und Durchschnittsvorkommen so fällt ist erstmal schwierig und man hat ja sowieso noch mit seinem eigenen Gefühlsleben zu tun und soll dieses natürlich auch nach außen vertreten und das ist nicht ohne

00:15:10: Vor allem in dem Alter, ne?

00:15:14: Ja.

00:15:14: Und es geht halt nicht... Es geht um sowas Bedeutendes.

00:15:17: also das ist nicht einfach.

00:15:18: ich habe gerade irgendwie eine Vorliebe für etwas oder ein Hobby oder ein Interesse und das verschwindet wieder.

00:15:23: Also es ist nicht so was was nicht so grundlegend ist und es hat eine ganz andere Bedeitung und es beeinflusst so viel Interaktion so viel Beziehung einfach auch.

00:15:35: Ich glaube was typische Ängste sind, die Eltern so haben können oder typische Gedanken.

00:15:42: Das müssen ja nicht unbedingt Ängze sein ist so erstmal natürlich auch.

00:15:45: vielleicht ist es nur eine Phase.

00:15:47: da kann man drauf sagen ja ja kann sein vielleicht ist das eine Phase das kann sein Vielleicht ist es aber auch keine Phase.

00:15:53: und daher glaube ich, ist man gut damit beraten wenn man sich wirklich im moment befindet.

00:15:58: Wenn man nicht zu weit denkt auch seine ängste nicht allzu sehr in die zukunft richtet sondern einfach mal schaut okay was ist denn hier im hier und jetzt gerade los?

00:16:08: wie wie es ist jetzt grade dann Werden für viele Eltern sich wahrscheinlich auch überlegen, okay wie kommt das zustande?

00:16:15: Habe ich irgendwas falsch gemacht?

00:16:17: bin ich irgendwie durch meine Erziehung dafür verantwortlich?

00:16:20: war ich zu wenig da keine Ahnung was

00:16:23: oder gibt es ja alles.

00:16:24: Da gibt's ja weich so wenig da war ich zollocker bei zu streng.

00:16:28: Es

00:16:29: gibt

00:16:29: wirklich

00:16:29: alles nicht genau nichts damit zu tun Gar nichts.

00:16:35: Ich möchte hier anführen, wie was ein Liebevolles Feedback wir schon mehrfach wirklich bekommen haben und das freut uns... sehr, weil Eltern uns vor allem sagen, dass sie das Gefühl haben, dass wir ja so wenig irgendwie mit dem gehobenen Zeigefinger oder so streng mit denen umgehen, sondern im Gegenteil sehr verständnisvoll und sehr annehmen sind.

00:16:56: Und das ist uns auch sehr wichtig, weil uns ja solche Eltern in der Regel begegnen.

00:17:01: Wir wissen einfach wie viel Gedanken also wie bekloppt man sich machen kann als Elternteil?

00:17:07: Dass was man alles falsch gemacht hat.

00:17:09: Man macht auch Dinge falsch das fragt, aber bitte seid milde und liebevoll mit euch und versucht herauszufinden was ist die Befürchtung dahinter?

00:17:22: Dass ich das so denke.

00:17:23: Meistens landet man dann bei einem liebevollen und umsorgenden Hintergrund und dann bei dem Bitte bleiben!

00:17:32: Und nicht beim Angstgedanken.

00:17:33: Eine weitere große Angst, die viele Eltern haben ist die Frage wie schwer wird jetzt das Leben meines Kindes?

00:17:39: Wird es gemobbt werden, wird es stigmatisiert sein, wird ausgeschlossen sein?

00:17:44: und auch da kann ich nur sagen ja diese Gefahr besteht selbstverständlich.

00:17:49: Die Gefahr bestät ja erstmal bei jedem Menschen der vielleicht Ich wollte gerade erst sagen, ein bisschen anders ist als andere.

00:17:57: Aber dann dachte ich mir sehr, ist das überhaupt der springende Punkt?

00:18:00: Keine Ahnung!

00:18:02: Zumindest ist es eben ein Risiko, dass man im Leben hat und sicherlich wenn man auffällt durch das eine oder andere, dann ist das Risiko vielleicht auch noch ein bisschen ausgeprägter.

00:18:11: aber auch da kann man versuchen natürlich das Beste irgendwie hinzubekommen dass die Schule auch unterstützt, das der Freundeskreis unterstützt und so.

00:18:25: Und es gibt zum Beispiel ja auch explizit Schulen, kenne ich auch, die z.B.

00:18:29: sowas wie eine Regenbogen AG haben oder eine Queer-AG oder so wo halt ganz klar ist okay hier gibt es Lehrerinnen, die vielleicht auch aus diesem Bereich kommen oder eben Airlines sind als Alliierte sind, die sich auch darum kümmern und die eben auch möchten, eine gute Schulzeit haben.

00:18:51: Genau das ist auch die wichtigste Grundhaltung in diesem ganzen ersten Moment des Mitteilens oder des Anhörens, dass man schaut okay wie es der Zustand ist.

00:19:03: Wir wissen ja bis zu diesem Zeitpunkt immer noch nicht gibt es schon eine Öffnung in, weiß ich nicht.

00:19:11: In Richtung Freunden oder in Richtung der Schule?

00:19:14: Manchmal weiß es ne beste Freundin oder ein bester Freund bevor's die Eltern erfahren.

00:19:19: also das ist dann wichtig zu gucken.

00:19:21: vielleicht gibt es ja schon Reaktionen die dieses Kind schon hat einstecken müssen und vielleicht gibts aber auch schon Zuspruch.

00:19:29: also da ich finde dass so wichtig dass man da so vorsichtig dran geht weil wir wirklich nicht wissen ob schon Verletzungen stattgefunden haben inform von Reaktion anderer Menschen.

00:19:40: Eine große Sorge oder ein Faktor, den viele Eltern teilen ist halt das, was Samba vorhin auch schon ansprach.

00:19:48: In der Regel sind Elternteile keine Spezialisten für irgendwelche Geschlechtsdysforien.

00:19:54: Und dann habe ich ein Kind, das betroffen ist und ich möchte vielleicht mein Kind bestmöglich unterstützen.

00:20:00: Man muss nicht innerhalb von vierundzwanzig Stunden zur Expertin mutieren.

00:20:04: Also

00:20:05: Gott sei Dank!

00:20:06: Genau, ist natürlich Genderfragen ist ein wichtiges Thema und da kann man auch sicherlich sieht man ja in unserer Gesellschaft unterschiedlich zu eingestellt sein aber... Es wäre echt zu viel verlangt jetzt zu denken, dass man innerhalb von kürzester Zeit sich mit allem auskennen muss.

00:20:21: Was aber nicht so viel verlangen ist es wirklich sich damit auseinanderzusetzen mit dem Thema, sich Anlaufstellen zu suchen,

00:20:27: sich

00:20:28: eben auch im Internet schlau zu machen, zu schauen okay gibt es vielleicht in unserer Stadt irgendeiner Anlaufstelle?

00:20:34: ich weiß bei uns in Dortmund und dann hier gibt es zum Beispiel das Sunrise wo Transjugendliche hingehen können auch beraten werden, genau.

00:20:47: Also da findet man eigentlich immer irgendwo in der Nähe etwas oder halt online wo man sich gut austauschen kann und das ist halt einfach wichtig sich dann zu verknüpfen, zu vernetzen und zu verbinden und sich mit Gleichgesinnten halt zu umgeben die einem einfach, die vielleicht schon ein Stück weiter sind und einem einfach bisschen die Schwere des Weges auch nehmen können.

00:21:08: Wenn ich jetzt sage, dass die schwere des Weg ist dann will ich natürlich nicht das Thema zu einer total bedrückenden Sache machen aber... Es ist ja nun mal ein Riesenthema.

00:21:17: Also es ist ja nichts, was einfach... Und

00:21:19: die Umwelt reagiert?

00:21:20: Egal wie!

00:21:21: Genau.

00:21:21: also du hast abzutrecht, die ich meine wir kriegen's ja mit dass es gibt seltenste... Ich wüsste gar nicht das als mir in Falleinfallen würde aus der Praxis.

00:21:30: und wir haben jetzt nicht nur unsere Menschen die zu uns kommen sondern wir sind den Qualitätszieglerinnen.

00:21:35: Das heißt da sind ganz viele Therapeuten die auch immer wieder zusammenkommen.

00:21:38: Ich wüßte nicht Einfall wo jemand sagt das alles so easy peasy flocker vonstatten gegangen sondern na klar reagiert die Umwelt auf eine für sie ja starke Veränderung, also für die Transperson erstmal wahrscheinlich nicht.

00:21:52: Weil die fühlt das ja schon länger bis es der Umwelt eröffnet in der Regel aber das Umfeld trifft oft unvorbereitet darauf.

00:22:04: Also bei Eltern ist es mal so, mal so.

00:22:06: Es gibt auch viele Eltern, die sagen überrascht mich nicht Aber es gibt natürlich auch Menschen, die da geschockt sind und da tausend Fragen haben.

00:22:15: Ja genau!

00:22:17: Aber kommen wir doch mal wieder zu den Jugendlichen.

00:22:20: Was brauchen Transjugendliche?

00:22:23: Was würdest du sagen ist das Wichtigste für junge Transmenschen?

00:22:28: Wenn ich so gefragt habe, was war für dich das Wichtigste?

00:22:32: Also wenn es jetzt der erste Moment vielleicht zum Vorbeibauen ist da wirklich um diese psychotherapeutische Begleitung geht.

00:22:38: Die es ja im Regelfall häufiger gibt.

00:22:42: Wir kommen gleich nochmal kurz zu den Punkten die da organisatorisch manchmal eine Rolle spielen.

00:22:48: aber erst mal wenn es um Psychotherapie begleitend geht erzählen Jugendliche ganz oft Am wichtigsten, dass ich wusste meine Eltern lieben mich oder meine Freunde stehen zu mir.

00:23:03: Wo das gar keine Rolle spielt, warum weshalb.

00:23:05: Also ob es ums Geschlecht geht oder seine sexuelle Präferenz geht.

00:23:09: Egal was da so ist wo man Angst haben könnte wie reagiert das Umfeld darauf?

00:23:16: Ist das allerwichtigste nicht alles schon zu wissen sich auszukennen schon im Vorfeld total klar und locker draufzureagieren sondern dass der Satz fällt ich liebe dich!

00:23:27: Und das ist jetzt erstmal das Wichtigste.

00:23:30: Ja, das hast du schon gesagt.

00:23:31: Das ist echt wichtig!

00:23:32: Also dieses Egal was du machst, du bist immer mein Kind und ich liebe dich und wir gehen den Weg so weit mit dir wie du möchtest.

00:23:42: Vielleicht

00:23:42: auch?

00:23:43: Ich verstehe es nicht... auch vielleicht kein Plan, wie sich das so anfühlen könnte oder ich kann es mir nicht vorstellen.

00:23:50: Das kann ja alles sein ne?

00:23:51: Das muss man auch nicht.

00:23:52: also für Liebe muss man nicht immer alles zu hundert Prozent nachvollziehen können was die Kinder da machen und wie sie sich fühlen und was sie wichtig für sich finden.

00:24:02: Es reicht einfach wenn man sie liebt.

00:24:05: Was damit einhergeht ist halt dass ernst genommen werden.

00:24:08: na Dass ein junger Mensch sich ernst genommen fühlt.

00:24:11: und ernst genommen heißt in dem Fall nicht dass man jetzt direkt alles in die Wege leitet und das man sich schon mal direkt um, was weiß ich?

00:24:18: einen Platz beim Endoklinologen kümmern müsste oder schon mal ein OP-Termin vereinbart oder so gar nicht.

00:24:23: Das ist alles noch weit weit weg hat viel Zeit.

00:24:26: wir sind ganz am Anfang des Weges und da geht es darum erst mal zu sagen oh okay ja das erwischt mich jetzt gerade bisschen kalt warte lasse setz dich zu mir erzähl mal erzähl mir einfach davon Ich höre dir erstmal zu So, und dass man dann eben auch als Elternteil nicht auf eine Art und Weise reagiert.

00:24:48: Wir hatten das ja schon ein paar Mal in anderen Folgen gesagt.

00:24:51: Man sollte immer schauen, dass die Reaktion, die man als Elternteil an den Tag legt so ist, dass das Kind auch gerne zu einem kommt, einem etwas erzählen.

00:24:59: Und hier ist es ganz besonders wichtig!

00:25:03: Ja, genau.

00:25:04: Das möchte ich auch wieder wirklich fünfmal unterstreichen.

00:25:10: Die Gesprächsatmosphäre ist wirklich liebevoll warm!

00:25:17: Und auch mit Fragen, auch mit kritischen Auseinandersetzungen.

00:25:22: Es geht nicht darum ein Kind wie ein rohes Ei zu behandeln und ich mein Kinder spüren das bitte authentisch sein.

00:25:29: Man muss da nicht irgendwie was vorspielen man kann ehrlich zu seinem Kind sein und dennoch liebevoll und wertschätzend.

00:25:35: Das schafft man mit den richtigen Worten.

00:25:37: also es ist schon schön wenn man sich so ein bisschen Gedanken macht wie rede ich mit meinem Kind?

00:25:42: Also das ist wirklich ganz wichtig dass ich an dessen Seite bin, egal worum es geht.

00:25:50: Ich meine wir haben verschiedenste Folgen schon gemacht.

00:25:53: und ob's jetzt um irgendwie mein Kind hat Panik vor der Schule und kommt nicht zurecht oder er kommt mit seinen Gefühlen manchmal nicht klar.

00:26:00: das Wichtigste ist zu wissen ich stehe dir bei du bist nicht alleine.

00:26:04: Das klingt so banal, aber das verleiht Flügel.

00:26:09: Das schafft auch eine Basis sich Dinge dann selber zuzutrauen weil Kinder sich natürlich orientieren an dem was Eltern ihnen auch spiegeln.

00:26:19: und wenn man sich schon fragt irgendwie ich möchte jetzt nichts falsch machen ich möchte es richtig gemacht Dann würde ich am ehesten noch behaupten dass das das Richtige ist.

00:26:27: Da kann man schon wenig falsch machen, wenn man das so macht.

00:26:29: Genau!

00:26:29: Und

00:26:29: man kann ja auch seinen Kind fragen, hey was erwartest du von mir?

00:26:32: Was möchtest du gerne?

00:26:33: Wundervoll,

00:26:34: genau.

00:26:35: Das ist super, was Du sagst.

00:26:36: Genau, das ist wirklich toll, wenn Man genau die Frage stellt weil wie ich eben gesagt habe den Menschen sind ja unterschiedlich auch.

00:26:44: Also so wie man das kennt von nicht jeder ADHSer ist genauso wie ein ADHS Neurodivergenz ist unterschiedlich und nicht jeder Autist ist wie der andere Autist.

00:26:53: Auch da Transpersonen sind unterschiedliche Menschen Fragen.

00:26:57: Wo du schon mal das schöne Wort Neurodivergenz mit einlürst, möchte ich einmal kurz einen kleinen Exkurs dazu machen dass es wirklich eine relativ hohe Deckungsrate gibt zwischen Neuro-Divergänz also vor allen Dingen Autismus und Transidentität Dass das etwas ist was nicht ganz selten miteinander einhergeht.

00:27:20: Also falls dass bei euch der Fall sein sollte, da falls ihr das eine sowieso schon immer vermutet habt und das andere ist da oder so.

00:27:26: Da lohnt es sich durchaus wenn das eine Auftritt auch mal nach dem anderen zu gucken.

00:27:30: Also ohne dass ich jetzt irgendwelche Flausen in den Kopf setzen möchte, aber das kommt halt schon nicht ganz so selten vor.

00:27:35: Genau und wenn es vernünftig gemacht wird übrigens... Wir treffen Transpersonen ja im therapeutischen Alltag dann, wenn's ein Leidensdruck gibt aufgrund dessen oder wenn Eltern sich fragen und einfach schon mal vorsichtshalber auch manchmal in der Sprechstunde kommen mit ihren Kindern.

00:27:52: Und wenn man differenzial diagnostisch dann guckt man natürlich auch differenzial diagnostisch darauf und das ist wichtig.

00:27:58: In dem Zusammenhang ist es auch wichtig zu erwähnen, dass es eine hohe Kormobilität also ein hohes Aufkommen von Begleitstörungen gibt die am häufigsten noch mit die depressiven Episoden sein können oder Angststörung sein können.

00:28:15: Und ich denke, wenn wir jetzt gerade so die Einleitung gegeben haben.

00:28:20: Kann man sich ein bisschen auch vielleicht vorstellen warum?

00:28:23: Weil ganz viel Auseinandersetzung mit sich stattfindet, wo drunter schon die Stimmung leiden kann dass man selber ja merkt, jetzt habe ich da einen Akt vor mir Ich hab eine Aufgabe vor mir das nach außen zu tragen.

00:28:36: je nach Umständen weiß ich nicht wie die Umwelt reagiert manchmal Vielleicht durchaus habe ich eine Idee davon, weil meine Eltern vielleicht auch kommentiert haben Dinge die sie mitbekommen haben im Umfeld.

00:28:49: Und wenn man das natürlich mitkriegt, traut man sich vielleicht auch gar nicht irgendwie das zu sagen.

00:28:53: oder in positiven Fallen, wenn Eltern kommentieren irgendwie ein Kind von XY.

00:28:59: hat gesagt, dass es trans ist und die sagen ja mein Gott haben entspannter Haltung einfach erstmal das so ist.

00:29:06: Es geht nicht darum zu bejubeln oder zu negieren sondern einfach nur wahrnehmen.

00:29:10: dann habe ich klar eine andere Ausgangslage vielleicht auch um mich mitzuteilen.

00:29:15: also man würde eine Diagnostik machen und schauen natürlich wie es diesem jungen Menschen geht und was es da noch so gibt und da würde man differenzial diagnostisch Ja, auch schauen gibt es einen Vorkommen von weiteren psychischen Störungen die den Leidensdruck mit beschreiben.

00:29:31: und vielleicht nutzen wir auch den Punkt um so ein bisschen auf dieses organisatorische Einzugehen.

00:29:38: Das vielleicht zu dem Thema Personenstandsänderung.

00:29:41: das ist mittlerweile möglich ohne dass es einen Punkt achten geben muss.

00:29:50: Wir kommen mal zu den biologischen Hintergründen.

00:29:53: Eine Transidentität ist ja nichts, was anerzogen ist oder was einfach nur im Kopf entsteht oder ein Internet-Trend ist oder so sondern eine Geschlechtsidentität entsteht auf eine komplexe Art und Weise.

00:30:05: Da sind viele Dinge daran beteiligt.

00:30:07: also... Wie immer ist es ein multifaktoriales Modell und es gibt biologische.

00:30:15: Es gibt psychologische soziale und Entwicklungsbezogene Faktoren, das gibt alles möglichen.

00:30:21: Und es gibt nicht einen ja irgendwie eine Urin-Test auf dem man drauf pinkelt und erfärbt sich lila und dann sieht man okay diese Person ist trans.

00:30:31: So was gibt's halt

00:30:32: nicht?

00:30:32: Vielleicht genau die wichtige Info.

00:30:34: Genau!

00:30:35: Sondern man muss da einfach sehen.

00:30:38: Ich will jetzt nicht sagen, es ist ein Spektrum.

00:30:40: Es gibt natürlich Transidentität als komplett ganz klare Sache.

00:30:46: aber es gibt natürlich auch Leute die zum Beispiel sagen okay ich fühle mich eher genderfluid also ich fühl mich non-binary also nichts zugehörend.

00:30:56: ja das meine ich eher so dass einfach nicht einen ganz klar abgesteckter Bereich ist sondern das unterschiedliche Varianten von Gender-Merkmalen oder Gender-Auffälligkeiten so gibt.

00:31:09: Ich berechte das mal runter auf meinen Lieblingssatz, es gibt keine Beweise!

00:31:14: Es gibt keine beweise!

00:31:17: Und das ist so geil eigentlich weil ja... Das ist so wichtig, weil natürlich Eltern da sitzen und sagen woher weiß ich dass jetzt ob das stimmt?

00:31:26: Ja sie müssen ihrem Kind jetzt einfach glauben

00:31:33: Die geschlechtliche Entwicklung ist biologisch ziemlich komplex.

00:31:38: Natürlich gibt es Chromosomen, da möchte Samra auch gleich noch was zu sagen.

00:31:43: Ganz wichtig wirklich!

00:31:44: Ich füge nur kurz zu... Es gibt Keimdrüsen, den Ursprung von Hormonen, Geschlechtsorgane, primäre Sekundäre innerlich und äußerlich.

00:31:56: Es gibt die Gehirnentwicklung, körperliche Pubertätentwicklungen, Sozialisierung.

00:32:01: Das sind schon viele Dinge.

00:32:03: die so zusammenkommen, um eine Geschlechtsidentität zu entwickeln.

00:32:07: Diese Ebenen entwickeln sich nicht alle gleichzeitig und es gibt auch nicht den einen Ablauf wie es bei jedem läuft sondern das ist unterschiedlich.

00:32:17: Alleine wenn man guckt wann kommen Leute in die Pubertät?

00:32:20: Manche Leute kommen mit acht in die pubertät, manche Leute kommt mit vierzehn in die Pubertät.

00:32:25: also es gibt einfach was die Entwicklung angeht wirklich alle möglichen Sachen.

00:32:29: Ich gebe mal kurz ab an Samra, die was ganz Wichtiges dazu ist.

00:32:33: Es ist wirklich wichtig!

00:32:36: Ja sehr gerne.

00:32:37: Wichtige Dinge sind ja manchmal auch ganz banal und zwar es ist nicht das XX oder das XY.

00:32:46: also für alle Menschen da draußen, die sich so gerne auf die reine Biologie beziehen, eh falsch... Also es gibt auch auf diesen Kromosumparen, so viel mehr.

00:33:00: Also es gibt Menschen die unterschiedlichste Haar- und Augenfarben haben, unterschiedlichsten Entwicklungsschufe sowie du gerade gesagt hast auch allein der Beginn der Pubertät weil er auch noch von homonellen Abläufen abhängt.

00:33:14: das heißt Es sind so viele Faktoren.

00:33:16: dass ist einfach ich sage es jetzt wirklich knall hat.

00:33:19: dumm wäre ein Faktor herauszufiltern herauszuziehen und zu sagen Der einzige Faktur ist dafür verantwortlich Zumal es in diesem Fall einfach so die Forschung ganz klar nicht hergibt, sondern im Gegenteil sie besagt nämlich genau das, dass es ein multikomplexes Geschehen ist und das ist der Stand der Forschung.

00:33:37: Also es geht nicht um eine Meinung, das ist mir in diesen Zeiten besonders wichtig also nicht um gefühlte Fakten, nicht um meine Meinungsäußerungen eines Psychotherapeutin eines Arztes seiner Ärztin einer Psychotherapeutin, sondern Forschung und den Iststand der Wissenschaft.

00:33:56: Heißt gleichzeitig, dass Wissenschaft sich ja auch bewegt und weiter fortgeführt wird.

00:34:02: Aber hier und jetzt ist es so... nicht an einem Kromosomenpaar abzulesen ist.

00:34:10: Und das ist aus dem Grund so wichtig, weil man ja so oft liest... Also ich bin ja auch dumm.

00:34:14: manchmal les' ich denn in Social Media wo ich denke so boah mach's doch einfach aus und liest es dir doch

00:34:19: gerne durch!

00:34:19: Wo

00:34:20: Leute dann so antworten keine Ahnung schreibt eine Transfrau irgendwas und jemand antwortt denn du wirst immer ein Mann sein, Du wirst

00:34:29: jetzt mal deinen Übchen

00:34:30: haben.

00:34:30: Wo ich mir denke sie ja was hat damit zu tun ob die Person

00:34:33: ein Mann ist?

00:34:33: Weil Handita aus sonst wo

00:34:38: dass Es entspricht einfach nicht dem Stand der Wissenschaft und wie jetzt haben wir auch gerade schon gesagt, es entwickelt sich halt alles immer weiter.

00:34:45: Aber was die Geschlechtskommensum angeht gibt es ja noch viel mehr.

00:34:50: Es gibt Kleinfelter, Männer, die irgendwie mehrere X- und einen Y haben.

00:34:58: Es gib Polyy, Männer die mehrere Y haben... Genau!

00:35:01: Es gibt Fragiles X-Syndroms, Und was weiß ich, es gibt wirklich so viele Varianten.

00:35:12: Also auch allein

00:35:13: schon wenn Menschen sich denken, wenn's nicht um Transperson geht... Es gibt Männer und Frauen wo Leute ja im Umgangssprachlichen sagen die ist so männlich oder der ist so weiblich Ja weil auch Hormone eine Rolle spielen und sich niederschlagen.

00:35:29: also ganz viel Multifaktorialität und das müssen wir einfach aushalten, weil ich weiß es gibt eine Sehnsucht nach einfachen Antworten.

00:35:38: Eine Sehmsucht nach.

00:35:40: Ich möchte dass jetzt ganz klar haben und ganz klar wissen Und das ist da aber nicht möglich, weil der Mensch zu komplex ist.

00:35:47: Ich finde ganz wichtig wenn man sich mal so überlegt Wie es einem manchmal so geht an Gefühl Wenn man so ein gemischt gefühl an trauer Wut Angst hat Ja dann sagt das Mal klar was Es Ist kann Man schlecht.

00:36:00: Das heißt was dem Menschen so typisch ist, dass so vieles nicht eindeutig ist.

00:36:08: Und ich würde wirklich dafür plädieren das erst mal ernst zu nehmen und stehen zu lassen.

00:36:12: oder wir plädieren dafür.

00:36:15: Das machen wir nicht anders in unserem psychotherapeutischen Alltag gucken nüchtern, neutral, wertschätzend auf alles und jeden Menschen der uns da begegnet.

00:36:28: Und immer mit dem Blick auf wie können wir bestmöglich unterstützen?

00:36:32: Das ist der Ausgangspunkt und weder ein Einreden noch ein Abreden sondern wir gucken unterstützend auch diagnostisch natürlich.

00:36:41: wo können wir helfen?

00:36:42: was liegt vor?

00:36:43: Das erleben wir, muss man schon sagen auch überwiegend so.

00:36:46: Also das ist auch wissenschaftlicher Konsens und ja danach arbeiten wir alle im besten Fall.

00:36:53: Ja, und man kann ja kritisch sein.

00:36:54: Man kann ja auch wohlwollend kritisch sind und sagen hey ich möchte nicht dass du dich durch etwas durch vorschnelle Überlegung oder so in eine Situation bringst die nachher nicht reversibel ist oder so.

00:37:05: Kann ich alles total nachvollziehen aber allen voran ist das erst mal ein Mensch mit einem eigenen Leben.

00:37:11: Und wenn dieser Mensch über mehrere Jahre hinweg wirklich überzeugend diese Identität für sich lebt und für sich will Dann ist es an niemand anderem zu sagen, ne seh ich nicht so glaube ich dir nicht.

00:37:26: Ein Mann bleibt immer ein Mann.

00:37:28: Fertig!

00:37:29: Nein das geht nicht

00:37:31: Punkt.

00:37:32: Genau, das entscheidet man nicht von außen sondern was man natürlich klar als Verpflichtung hat ist wenn man Diagnostik macht dass man ganz direkt ehrlich auch die Ergebnisse bespricht.

00:37:42: Das macht man natürlich also wenn man zum Beispiel jetzt wie du vorhin ja genannt hast nach vielleicht einem Vorliegen eines Autismus guckt und wenn der nicht vorliegt dann liegt er nicht vor denn bespürt man das so.

00:37:52: Also man kann es ja auch darlegen und nachvollziehbar erklären und das ist übrigens sowieso in der Therapie Konsens und Gang und Gebe so erklärt, dass das nachvollziehbar ist.

00:38:03: Dass es nicht ein Mh ich gucke drauf und pimal daumen nö ist nicht sondern das sind ja diagnostische Instrumente die vorliegen die man ja auch nutzt und die man dann auch erklärt Genau.

00:38:14: Also wir können ja einfach tatsächlich mal einen kleinen Exkurs in die medizinische Richtung machen, aber natürlich mit der ganz klaren Aussage sind beide keine Endocrinologen.

00:38:24: Wir sind beide keine Medizinerinnen, die jetzt in diesem Fachgebiet versiert werden oder so, sondern wir erzählen dann ein bisschen was Oberflächliches zu und alles andere wirklich bitte an professioneller Stelle, die eben endokrinologisch geschult ist, dann in Erfahrung bringen.

00:38:41: Kinder, die noch vor der Pubertät sind.

00:38:44: Da wird in der Regel nicht hormonell eingegriffen.

00:38:47: Da werden natürlich auch keine Operation gemacht oder so, da geht es wirklich darum die Kinder zu verstehen, zu begleiten, zu entlasten und die Familie und das Umfeld auch insofern mit einzubeziehen wie's eben geht?

00:39:00: Und die Frage ob man jetzt die fünfundneunzigjährige Ur-Oma, die vielleicht einen gewissen Ding nicht klar kommt, Ob man die jetzt damit einbeziehen möchte oder nicht Das ist total individuell.

00:39:12: wenn ihr das gerne möchtet.

00:39:14: Und wenn ihr glaubt, dass es für mich notwendig oder das ist für das Kind notwendig, dann macht das und kann ja auch sein, dass Uhr immer da bestens mit zurecht kommt!

00:39:20: Aber wenn ihr jetzt den Eindruck habt... Das ist eine Situation wo man vielleicht diesen Part der Familie nicht unbedingt noch in Aufruhr bringen muss Na, die Zeit ... Dann bleibt.

00:39:34: Wollst du jetzt sagen für die überschaubare

00:39:35: Sache?

00:39:36: Ja, dann lässt man es eben.

00:39:38: Also ich

00:39:39: finde das... Es ist jedem sein gutes Recht genau.

00:39:41: Wenn jetzt zum Beispiel jemand entscheidet auf eine Familienfeier wo meinetwegen keine Ahnung sehr konservative Leute sind Menschen die überhaupt nicht damit zurechtkommen und sagt okay ich möchte mich dem gar nicht aussetzen.

00:39:53: Ich gehe da hin in meinem biologischen also körperlichen Geschlecht.

00:39:59: und weil ich da einfach kein Thema daraus machen möchte, weil ich mich nicht mit Onkel Friedhelm und Tante Rosi darüber unterhalten möchte.

00:40:06: Von denen ich genau weiß dass sie das überhaupt nicht nachvollziehen können.

00:40:10: Ja meine Güter ey!

00:40:11: Dann muss man das halt auch nicht

00:40:12: machen.

00:40:12: Ganz klar.

00:40:13: Nee, muss man auch nicht.

00:40:13: Man ist ja auch nicht der politische Sprecher für dann die einzige Gruppe also...

00:40:18: Genau, also man ist da überhaupt

00:40:19: nicht verpflichtet

00:40:20: zu.

00:40:20: Das ist wirklich jedem

00:40:21: seine Entscheidung.

00:40:22: Alles

00:40:22: was einen irgendwie größere Erholung kostet hinterher, damit man nichts so versprichtet ganz klar.

00:40:27: Guter Hinweise schon wichtig auf sich achten.

00:40:30: Und das ist gar kein Muss, weil manchmal ist das auch bei Eltern so oh Gott wie erkläre ich es jetzt der Verwandtschaft?

00:40:36: also sie müssen erstmal gar nichts.

00:40:38: Das hängt wirklich...das entscheidet erst mal der Mensch um den es geht und dann werden Sie entweder mit unterstützend da mit reingenommen oder der Menschen entscheidet sich dagegen und möchte das gar nicht.

00:40:49: So wie du es gesagt hast.

00:40:50: Also es ist wirklich so unterschiedlich auch wie wir das ja so auch mitkriegen.

00:40:55: Medizinisch eingegriffen werden kann?

00:40:59: Ab der Pubertät.

00:41:01: Und zwar im ersten Schritt durch so genannte Pubertätsblocker, die halt... gegebenenfalls vergeben werden können, wenn es eben starken Leidensdruck gibt.

00:41:10: Wenn eine sorgfältige fachliche Abklärung erfolgt ist und Pubertätblocker sind dafür da, dass eine Entwicklung nicht so schnell stattfindet wie sie sonst stattfinden würde.

00:41:21: Und wenn man Nutzen- und Risiko abgewegt hat und viele verschiedene andere Dinge die, wie gesagt, die endokrinologisch arbeitende Person dann in dem Fall sagen wird, wenn man das alles abgeweckt hat, kann man darüber nachdenken tut man das oder Ganz

00:41:38: wichtig.

00:41:39: Es ist ein Prozess, es ist nicht eine Entscheidung die man innerhalb von zwei Tagen fällt sondern dafür ist auch übrigens die Psychotherapie gedacht also dass Menschen zum einen ihren Leidensdruck natürlich irgendwo vorbringen können das sie einfach in Klastung finden und Behandlung finden dessen Aber auch klar als Begleitung dieses Prozesses, um einfach unterstützend da zu sein.

00:42:04: Weil das ist noch Voraussetzung wenn es in die Richtung der operativen Methoden geht weil dafür braucht man eine begleitende Psychotherapie und ein Schreiben also dass man die in der Regel mindestens sechs Monate bis ein Jahr ungefähr sollte dann die psychotherapeutische Begleitung stattgefunden haben

00:42:26: Genau, also da geht es vor allen Dingen um diese sogenannte Alltagserprobung.

00:42:29: Überhaupt wenn wir einen Indikationsschreiben ausstellen dann muss das natürlich sehr sorgfältig sein.

00:42:36: Es muss eine ganze Zeit dieser Mensch in der entsprechenden Rolle gelebt haben und so.

00:42:41: Das ist eben total wichtig.

00:42:43: Das können wir auch nicht einfach so überspringen.

00:42:46: Also das ist uns natürlich auch wichtig weil wir sorgfeldig arbeiten und weil wir das auch wollen dass wir da wirklich genau gucken.

00:42:52: Und dafür geht eben auch schon ein bisschen Zeit vom Kennlernen bis zum Indikationsschreiben, ne?

00:42:59: Zum Beispiel was die geschlechtsangleichenden Hormone angeht.

00:43:04: Da gilt das Gleiche.

00:43:05: Auch da braucht es Indikationenschreiben für und ja... Das kann eben alles einfach Zeit in Anspruch nehmen.

00:43:13: aber das finde ich wichtig nachzuvollziehen, dass wir als Therapeuten ja auch eine Verantwortung tragen.

00:43:20: Also wir müssen uns ja auch wirklich so sicher sein, dass sie eben sagen okay ich kann jetzt hier guten Gewissens wirklich eine geschlechtsangleichende Hormontherapie mit empfehlen und das geht halt nicht von einem auf dem anderen.

00:43:34: also da würde mich auch nicht hetzen lassen.

00:43:37: Genau, das ist ganz wichtig.

00:43:39: Weil einfach das weitreichendere Dinge sind und Entwicklungsschritte die man ja da erstmal ausbremst muss.

00:43:47: Einfach auch vernünftig mit Geduld und Zeit.

00:43:51: Ja, Zeit ist ein bisschen Thema weil es geht natürlich schon darum dass man den Leidensdruck nicht vergrößern möchte, indem zum Beispiel ein Stimmbruch einsetzt den man hätte durch Pubertelsblocker vermeiden können was für den Menschen natürlich dann auch noch mal eine ganz andere Bedeutung hat in der weiteren Entwicklung.

00:44:09: Das heißt das muss einfach so wie Mila das gesagt hat sorgfältig abgewogen werden und dass sorg fälte ich wirklich mit dem Ausrufezeichen Und am besten interdisziplinär, das heißt auch wirklich mit begleitend auch schon Beratungen was ja in der Regel stattfindet.

00:44:25: Also auch da ist es nicht ein Termin sondern man kann sich darauf einstellen dass das alles ein Prozess ist der begleitet wird und mit mehreren und einigen Terminen verbunden ist was aber auch Sinn macht weil man ja das ganze System auch mitnimmt.

00:44:37: also es ist ja dann nicht nur dieser Jugendliche sondern die Eltern entscheiden das ja im Hinweis der Jugendlicher ja auch noch minderjährig ist, aber da natürlich einwilligungsfähig.

00:44:48: und also das sind auch wichtige Begriffe weil es einfach Eingriffe sind.

00:44:54: Und man kann

00:44:55: auf jeden Fall euch als Eltern wenn ihr Eltern seid dann kann man auf jeden fall euch mitgeben Chill, ganz entspannt.

00:45:04: Zwischen mein Kind sagt es ist trans und irgendwelchen medizinischen Maßnahmen liegen viele Gespräche liegt viel Diagnostik Zeit und Aufklärung und Mechanismen mit denen man wirklich feststellt okay ist das jetzt Ist das jetzt tatsächlich eine Phase oder ist es eben

00:45:21: keine Phase?

00:45:22: Genau, es gibt ja in der Psychotherapie diesen Manualen mit denen wir arbeiten zur Diagnostik und zur Diagnose auch so Störungsbilder sage ich mal.

00:45:33: Aber weil's ne Zifferhalt isst die wir eintragen können.

00:45:36: Sexuelle Reifungskrisen also das nennt sich Reifungskrise um ein bisschen diesem Entwicklungsbezug zu hüldigen.

00:45:44: Also es gibt Veränderungen und man weiß es einfach noch nicht.

00:45:47: manchmal Und manchmal ist es so, dass ein Mensch in die Therapie zu uns kommt und das ist nie eine Frage.

00:45:54: Also es ist nicht eine Frage sondern dann ist es ganz klar und wir begleiten den Prozess daran einfach mit.

00:46:00: Das kann unterschiedlich sein.

00:46:04: Natürlich gibt es auch gar nicht mal so selten ne sogenannte Geschlechtsidentitätsschirrung im Kindes- und Jugendalter.

00:46:12: Das heißt, das ist wirklich das was man als Phase bezeichnen würde, dass man halt sagt okay ja Von bis.

00:46:20: Also irgendwie fragt sich ja vielleicht jeder mal, was wäre wenn?

00:46:24: Und manche Leute fragen es sich vielleicht ein bisschen intensiver und manche leute sind eben vielleicht eine Zeit lang auch mal so dass sie sagen okay ich fühle mich eigentlich mehr so oder mehr so.

00:46:34: und also das alles sind natürlich Sachen die durchaus vorkommen können kann sein.

00:46:40: Es kann aber natürlich auch sein, dass ist eben wirklich ne Transidentität

00:46:47: genau ganz wichtige Ergänzung

00:46:49: Genau.

00:46:50: Ja, so viel also erst mal zum medizinischen Aspekt.

00:46:56: Kann man nochmal zur Social Media und den Peer Groups und dem was man als Trend-Sorge bezeichnen würde?

00:47:05: Was meinst du?

00:47:06: kann das sein dass das Kind das einfach aus dem Internet hat hier was da alles so rumwudelt und waddelt?

00:47:11: und wie sieht es denn aus?

00:47:14: Du meinst ist TikTok schuld?

00:47:16: Genau!

00:47:17: Hat TikTok meinen Kind trans gemacht?

00:47:19: Oft ist TikTok an vielem Schuld, zum Beispiel an den neuesten TikTok Trends.

00:47:25: Ich sehe mich schon gerade wie wir alle damals den Joghurt mit der Gabel gegessen haben und so.

00:47:30: Ja aber in dem Fall... Nein, kurz um nein.

00:47:37: Also ja man hat erst mal das Gefühl... Das ist dann immer wieder diese gefühlte Realität.

00:47:42: Man hat das Gefühl weil es in Social Media mehr Thema ist als es früher so im Fernsehen in irgendeiner Talkshow vielleicht war.

00:47:50: Weil Social media einfach auch eine Plattform ist für eben junge Menschen und sie sich da auch ganz klar darüber austauschen.

00:47:58: also es begegnet einem mit Sicherheit auf Social Media auf TikTok usw.. Aber dadurch entsteht es nicht.

00:48:05: Also wir haben ja vorhin ganz klar gesagt und mehrfach wiederholt, wie viele verschiedene Faktoren beteiligt sind an dem Thema Geschlechtsidentität und Geschlecht.

00:48:16: das heißt Es ist zu kurz gedacht.

00:48:19: Eltern haben häufig den Eindruck dass das vielleicht durch Social Media so wie man so heute so schön sagt, angetriggert ist.

00:48:27: Also dass das einfach etwas ist, worauf mein Kind im Leben nicht gekommen wäre, wenn es das da nicht gesehen hätte.

00:48:33: Das kann sein!

00:48:34: Es kann sein weil wir eben gerade gesagt haben, es kann sein, dass das ein Thema war, weil das da erwähnt wurde und es eine Phase ist in der ich mit mir spielerisch umgehe, wer ich da bin was für ne Haarfarbe habe möchte welche Frisur und vielleicht auch Ich mich so bisschen genderfluid herantaste so an meine Identität.

00:48:53: also Ja, aber ein großes Aber wenn der junge Mensch sagt ich bin ein Junge und per reiner Biologie und Körper Mädchen.

00:49:04: dann ist das schon noch mal eine Ecke mehr.

00:49:06: Also, dass es schon nochmal was anderes und...

00:49:08: Genau!

00:49:08: Man muss ja auch sagen, dass Social Media einfach die Möglichkeit verleiht überhaupt erst einmal so rauszufinden, was ist Phase?

00:49:16: Und eben auch darüber zu sprechen und eben auch ein Shortcut ist in das Gefühl nicht alleine zu sein mit dem, was einen so umtreibt.

00:49:24: Also dieses Gefühl Man sieht dann ein Video und man hat vielleicht etwas, was einen schon total lange belastet.

00:49:30: Und auf einmal spricht da eine Person genau darüber!

00:49:33: Und man denkt sich so Alter, was?

00:49:35: Dafür gibt es Worte so, das ist mein Gott.

00:49:37: Was ist

00:49:38: mit mir los?

00:49:39: Natürlich ist das so.

00:49:41: erstmal ne totale gute Sache, ne?

00:49:43: Ja, das kann ja so eine große Entlastung sein zu wissen ich bin hier nicht der gefühlt einzige außerirdische, weil so fühlt sich das ja manchmal an.

00:49:52: Und wenn ich an so ländliche, dörfliche Umgebung... Ich bin in einer wirklich möchte diesen Ort nicht nennen und nämlich zu diskreditieren und weil Familie noch da wohnt aber er ist winzig und sehr konservativ!

00:50:04: Da bin ich aufgewachsen nach meinem zehnten Lebensjahr und wenn ich mir das vorstelle dass es einen jungen Menschen da gibt dann das da so zu leben und sich zu outen, jetzt auch zu sagen.

00:50:16: Das ist schon noch mal eine andere Nummer als in Berlin oder also in Hamburg oder so, also in der Großstadt weil einfach da wenig Input von außerhalb ist sage ich jetzt mal so.

00:50:27: Also die Menschen sind es nicht gewöhnt und umso heftiger sind die Reaktionen auch auf alles was ein bisschen außerhalb des Durchschnittes rausfällt.

00:50:37: Genau, so ist es.

00:50:38: Also ländliche Gebiete, verschlafendere Gebiete konservativere Familien da heißt wirklich jeder Mensch heifholt wenn es irgendwie so ein Identifizierungsobjekt oder eine Möglichkeit gibt um zu wissen ich bin hier nicht alleine mit meinem Thema

00:50:54: und wenn in der Umgebung in der ländlichen Umgebungen gut mit dem Thema umgegangen wird umso besser.

00:51:02: Jetzt hatten wir ja das Beispiel, was ein Kind einem Transkind schwer machen kann.

00:51:08: Was bedeutet es denn eigentlich konkret wenn man so supportive ist?

00:51:12: Wenn man wirklich unterstützt – was für wichtige Dinge hat das inne?

00:51:19: Ja also wir haben vorhin gesagt Beziehung.

00:51:25: das unterstützendste Element schlechthin, also zu sagen ich stehe dir bei.

00:51:29: Du musst durch nichts allein durch auch wenn ich gerade erst mal keinen Plan habe den muss sich nicht sofort haben.

00:51:35: Wir informieren uns entweder gemeinsam.

00:51:37: du sagst wo du mich gerne dabei hättest was wir gucken was wir einholen müssen an Infos und ich steh dir bei Ich bin da ich bin Sprachrohr weil das können Erwachsene natürlich oft deutlich besser als dass Kinder sich da irgendwo erklären müssen.

00:51:52: zumindest können sie ganz klar signalisieren Ich bin wirklich an jedem Ort, wo du mich brauchst.

00:51:56: Da und werde das besprechen auch in deinem Namen und mit dir

00:52:00: gemeinsam.".

00:52:01: Weil wenn man zum Beispiel jetzt an das Lebensfeld Schule denkt was ja den größten Teil des Tages ausmacht für die jungen Menschen dann ist es natürlich super wichtig auch dass man da weiß okay meine Eltern habe ich im Rücken und sie können das da vertreten und vielleicht mit dem Lehrer auch mit mir gemeinsam sprechen oder vielleicht auch schon mal ohne mich sprechen wenn man sich schwerer tut.

00:52:22: genau Also Beziehung

00:52:24: würde ich sagen, als der wirklich das Haupt.

00:52:26: Dann würde ich auch sagen, das ist ein total wichtiges Merkmal.

00:52:29: Und da fällt somit rein, dass man zuhört und nicht sich dann direkt mit seiner eigenen Meinung draufsetzt sondern wirklich einfach erstmal zuhören aufnehmen was das Kind mir sagt.

00:52:42: Das Kind auf keinen Fall beschämen natürlich.

00:52:44: Also wirklich überhaupt nicht, würdet ihr wahrscheinlich eh nicht tun.

00:52:49: aber ich sage es einfach mal wenn es um Namen und Pronomen geht wirklich auch ernst nehmen.

00:52:55: okay gibt es einen Wunsch, mit einem bestimmten Namen angesprochen zu werden.

00:53:01: Oder wie ist das mit den Pronomen?

00:53:03: Was wünschst du dir?

00:53:04: Was ist okay?

00:53:05: Worauf kann ich mich vielleicht auch einlassen?

00:53:07: Ich finde es ist auch total in Ordnung wenn man sagt ja gut Ist halt schwierig, ne?

00:53:13: Wir haben nicht die einfache Variante wie im Englischen wo man denn dem they sagt.

00:53:18: Okay, man könnte hier natürlich them day aber das ist dann auch irgendwie... Also für viele Leute... Es wird so ein bisschen

00:53:22: befremdlich für viele Leute auch in dem Alltag mit seinem Kind was man ja wirklich nahezu

00:53:26: beziehen kann.

00:53:27: Also da gibt es hier einfach noch nicht finde ich zumindest noch nicht die beste Variante.

00:53:31: Bitte immer offen für Korrektur.

00:53:33: wenn ihr sagt naja ich habe die perfekte Variante die wird nur noch nicht flächendeckend benutzt Dann haut sie bitte raus schreibt sie uns bitte.

00:53:40: Finde ich total gut!

00:53:41: Wahrnehm, wenn es einen Leidensdruck gibt und auch den Raum anbieten um über diesen Leidendruck zu sprechen.

00:53:51: wenn sich irgendeine Form von Mobbing anbahnt oder so, dass man da eben auch wirklich schon gegenvorgeht.

00:53:58: Und auch den Lehrern sagt hey das und das ist jetzt hier bei uns Thema zu Hause.

00:54:02: ich würde mir wünschen, dass es ernst genommen wird.

00:54:05: was gibt es schulischerseits für Unterstützungsangebote?

00:54:07: Gibt es hier irgendwie keine Ahnung ne Queer AG oder sowas?

00:54:11: Was können wir machen damit mein Kind diese sowieso schon schwere Zeit nicht noch schwerer?

00:54:16: haben sie einfach mit bitte ein Auge darauf Also, ob die das überhaupt wahrnehmen und dann bisschen... also es geht gar nicht darum eine Sonderstellung einzunehmen.

00:54:24: Aber bitte ein bisschen Auge darauf haben!

00:54:25: Das ist schon wichtig.

00:54:27: Dann wenn man als Hauptansprechpartner Elternteil sich so ein bisschen damit gesettelt hat und so ein bißchen klar kommt vielleicht auch der Familie anbieten hey So sieht's aus.

00:54:38: Natürlich, das Kind entscheidet wann es sich outet.

00:54:41: Das muss ich jetzt noch mal sagen.

00:54:42: Es gibt zum Beispiel auch eine gute Möglichkeit wenn das Hauptansprecheltern Teil beispielsweise sich da so ein bisschen schlau gemacht hat und sich so ein bißchen sicher fühlt in der Materie dass man zum Beispiel der Familie anbietet hey wir sprechen da jetzt drüber.

00:54:55: dafür muss natürlich aber auch der junge Mensch der Transmensch entschieden haben dass er sich jetzt outen möchte.

00:55:01: also das ist ja natürlich etwas was dem Menschen überlastend ist.

00:55:06: nicht ich als Elternteil entscheide, dass man die Großeltern des erfahren müssen oder so sondern das muss man schon dem mit den Kindern überlassen und dann aber eben zu sagen okay hey ich biete euch an wir sprechen darüber wenn ihr irgendwas nicht wisst.

00:55:19: Wenn ihr irgendwas wissen wollt sagt Bescheid

00:55:22: ja ja

00:55:24: ich nehme mir die Zeit und kläre euch darüber auf.

00:55:26: und dann eben auch einfach Das alles ein bisschen beobachten und sich nicht also keine Drohkulisse aufbauen, sondern eben wirklich abzuwarten.

00:55:35: Und zu schauen was passiert denn jetzt eigentlich wirklich?

00:55:39: Und auch das ganze sein lassen wie es ist und einfach mal gucken ja Wie geht das hier jetzt alles einfach vonstatten und sich, ja auch wenn es schwieriger durchzuführen als zu sagen ist aber sich einfach wirklich vielleicht ein bisschen zu entspannen.

00:55:57: Und auch darauf zu hoffen dass diese Generation damit nochmal ganz anders umgeht als unsere Generation?

00:56:04: Ja, das wäre so zu wünschen und isst ja auch in vielen Fällen so.

00:56:08: Das ist ja auch schön!

00:56:10: Aber auch wie du sagst Wenn man Überforderung spürt was nachvollziehbar ist weil's einfach noch mal eine Veränderung ist, sag ich jetzt mal so.

00:56:19: Für zumindest das Umfeld ganz klare Veränderungen ist bei Überforderung du hast es vorhin so schön gesagt was wünschst du dir von uns oder von mir?

00:56:29: Also wenn man sogar kein Plan hat wie was sage ich jetzt?

00:56:33: wie gehe ich damit um?

00:56:35: Stell bitte ne Frage.

00:56:36: also sag Ich bin gerade überfordert und möchte aber unterstützen.

00:56:40: Was wünscht Du Dir?

00:56:43: Wie können wir helfen?

00:56:44: Was können wir tun?

00:56:47: Was macht ihr gerade vielleicht auch Druck?

00:56:49: Was löst bei dir gerade auch vielleicht Trauer aus oder Angst aus, weil dann kann man zumindest so ein bisschen herausfiltern.

00:56:56: Wo sind vielleicht gerade die Gemeinschaften, die am bedrohlichsten wahrgenommen werden wenn es so sein sollte?

00:57:03: und wir dürfen nicht vergessen Natürlich gibt es auch Eltern, die erstmal auch Ablehenden oder Abstrafen reagieren.

00:57:12: Also das gibt es natürlich auch.

00:57:14: Und das ist natürlich etwas was ziemlich tragisch ist denn wir wollen ja eine Ressource für unser Kind sein!

00:57:20: Wir wollen ja jemanden sein bei dem unser Kind sich wieder aufladen kann und unser Kind Mut schöpft und Kraft schöpfte Ja, und einfach einen sicheren Ort hat.

00:57:31: Wir wollen ja ein Safe Space für unser Kind sein!

00:57:34: Und wir möchten sensibilisieren Wie man so schön sagt, bedingungslose Liebe.

00:57:41: Die ist dann eine bedingungslose Liebe wenn ich mein Kind liebe und unterstütze unabhängig davon ob wir einer Meinung und einer Einschätzung einer Wahrnehmung sind.

00:57:53: das ist auch in Ordnung.

00:57:54: Das muss nicht so sein.

00:57:55: Wir müssen nicht alles irgendwie gleich finden Und der Konsens ist das Wichtige.

00:58:00: Wir haben beide ein Interesse daran und uns bedeutet unsere Beziehung gemeinsam am meisten.

00:58:08: Unsere Beziehungen ist uns am wichtigsten, dafür lohnt es sich... dann sich nochmal damit auseinanderzusetzen und sich bitte gegebenenfalls auch Unterstützung holen alleine.

00:58:18: Also Eltern können sich ja auch Unterstützung hohlen, unabhängig jetzt von dem jungen Menschen um zu gucken was bewegt das gerade in ihn?

00:58:26: Weil es rührt ja auch an den eigenen Vorstellungen von Geschlecht, von Entwicklung, von der Identität, von Älternschaft, von Identität und all dem was dazugehört.

00:58:37: und um das zu hinterfragen Bitte seien sie mutig oder seid mutig dahin zu gucken, wenn ich merke, ich habe so eine Ablehnung.

00:58:45: Und ich merken, ich kriege nur Angst und kann damit gar nicht umgehen.

00:58:50: Ich hab keine Ahnung warum das so ist.

00:58:52: Selbst wenn ich weiß, warum es so ist, lohnt sich da hinzugucken, wenn man ein Interesse hat, dass die Beziehung zum eigenen Kind

00:58:59: bleibt.".

00:59:00: Genau, und das ist die perfekte Überleitung zum Punkt der sozialen Transition.

00:59:07: Nämlich nicht das medizinische sondern wirklich das soziale, das Leben der Name eben, Pronomen wie eben schon genannt, die Kleidung aber auch.

00:59:16: Also ein Kind oder ein Jugendlicher lebt natürlich in seinen eigenen Kontexten, in der eigenen Welt.

00:59:25: Und wenn dann zum Beispiel der Wunsch nach einem neuen Namen dazu kommt, der Wunsch nach anderer Kleidung.

00:59:31: Der Wunsch nach einem Bein da

00:59:33: z.B.,

00:59:34: um die Brust abzubinden oder den Wunsh im Kleider zu tragen und so ist das natürlich etwas was auch Mut erfordern kann oder wahrscheinlich wird Auf der anderen Seite werden eben positive Erfahrungen gemacht, aber auch unheimlich erleichternend sein kann.

00:59:54: Und wenn ich merke dass mein Kind es hinbekommt in seinem Leben Dinge zu tun die dazu führen das ist sich wohler fühlt das ist nicht mehr bei sich selbst fühlt dass er sich authentischer fühlt und dass es glücklicher ist dann Wüsste ich persönlich jetzt nichts, was dagegen spricht?

01:00:10: Nein.

01:00:10: Vor allen Dingen hilft man dabei, psychische Gesundheit zu erhalten oder wiederherzustellen.

01:00:17: Genau!

01:00:17: Und da würde ich gern dazu ermuntern Dinge auszuprobieren.

01:00:21: Man kann ja Dinge erst mal zu Hause ausprobieren also zum Beispiel Kleidung, Name, Ansprache und so weiter und sofort.

01:00:28: Wenn das gut klappt, kann man vielleicht einen Schritt weitergehen dann sich überlegen okay wann informieren wir die Schule?

01:00:34: Wann informieren?

01:00:34: wie eben die anderen wie möchtest du das gerne haben?

01:00:37: Wer soll es überhaupt wissen und da einfach so Schritt für Schritt gehen.

01:00:41: Und sich wirklich da auch nicht ins Boxhorn jagen zu lassen, Schritt-für-Schritt ihr macht das

01:00:46: schon.".

01:00:47: Genau ich finde auch immer wenn's ein bisschen komplizierter für einen erscheint oder wird kann man sich wirklich versuchen einfach so erstmal runterzufahren und sagen okay jetzt so wie wir ja mehrfach gesagt haben ist passiert alles nicht innerhalb von einem Tag.

01:01:02: also es ist alles ein Prozess und man hat Zeit Und es geht darum, offen zu sein und sich mit auf den Weg nehmen zu lassen.

01:01:11: Also auch da mit ausprobieren und ja das Offenheit und Wertschätzung sind so die beiden Marker.

01:01:18: Und dann geht man gemeinsam den Weg und der ergibt sich ja auch Schritt für Schritt mit zunehmendem auch Alter des Kindes wenn das erst mal noch präpubater ist.

01:01:28: Genau eine Sache, die man auch nicht verschweigen darf, dies einfach gibt ohne dass sie jetzt Ja, als Verrat kommen sollte.

01:01:39: Ist natürlich auch die sogenannte Detransition oder Desistance, wenn jemand eine frühere geäußerte geschlechtsbezogene Inkonkurrenz oder Dysphorie dann eben nicht mehr so empfindet?

01:01:54: Wenn das also nicht dauerhaft bestehen bleibt und ein Mensch der vielleicht eine Transition schon begonnen hat merkt, okay das ist es doch nicht.

01:02:04: Ich mache das nicht weiter oder ich kehre zurück in meine frühe Geschlechtsrolle oder in mein früheres Geschlecht?

01:02:11: Oder ich verändere den eingeschlagenen Weg auch das sind Dinge, dass passiert.

01:02:18: Es kann passieren, es muss aber nicht passieren und nur aus Gründen, dass es ein Risiko gibt dann etwas nicht zu machen.

01:02:27: was aber lebensverändernd und lebensverbessern sein könnte finde ist kein valides Argument.

01:02:34: Es ist vielleicht ein ganz anderes Thema, aber wenn man sich mal anguckt wie hoch die Scheidungsrate so ist würde ja keinen Mensch sagen okay die Ehe muss ab sofort verboten werden weil das Risiko zu hoch ist dass Menschen sich durch Scheidung in den finanziellen Ruinen reißen oder irgendwas.

01:02:52: Nein würde auch keinen Mensch.

01:02:55: Genau, und Identität ist eine Entwicklung.

01:02:57: Also da gibt es dann vielleicht ein anderes stimmigeres Gefühlbild-Identität was dann eher passt wo man sich hin entwickelt.

01:03:05: also wir sind ja nicht immer komplett fertig und manche Menschen eben auch nicht in ihrer Geschlechtsidentität und die kann sich dann auch durchaus verändern.

01:03:14: ich würde sagen so von dem das so mein letzter Stand im Kopf ist dass in der Forschung das nicht häufig vorkommt aber durchaus vorkommen kann.

01:03:23: Es ist nicht so, dass man sagt das passiert ganz oft.

01:03:28: ist tatsächlich nicht der Fall.

01:03:29: Aber das gibt es halt trotzdem immer wieder und da heißt es wichtig, auch da wiederum nicht ja weiß ich nicht wütend sauer beschämend usw.

01:03:39: zu reagieren weil das kann natürlich sein.

01:03:42: Immer da wo Entwicklung ist, gibt es eben auch in die Richtung dann eine Entwicklung.

01:03:47: Eben!

01:03:47: Und jeder Mensch hat ja auch jederzeit das Recht sich zu entscheiden, sich neu zu entscheiden , sich neu.

01:03:56: Klar kann man sagen ja meine Güte, wenn jetzt schon total viel medizinisch gelaufen ist.

01:04:00: Dann dann ist das schon wirklich dramatisch.

01:04:03: aber wie gesagt also dafür dass es wirklich nach nach enormen medizinischen Eingriffen vorkommt.

01:04:12: Also das ist wirklich einfach zu selten um sich daran aufzuhängen.

01:04:16: Ja, genau.

01:04:16: Und ich liebe ja diesen Begriff.

01:04:19: aus der Psychotherapie die da begleitend stattfindet ist es nämlich eine ergebnisoffene Psychotherapi und das finde ich so schön... Ich fände auch schön wenn man sagt dass es eine ergebensoffene Erziehung finde ich sehr schön weil man einfach begleitet und was auch immer irgendwo dazu einen bestimmten Zeitpunkt herauskommt weil es ist eine lebenslange Entwicklung des Menschen und eben auch Geschlechtsidentität ein bisschen länger gehen kann als nur in der Pubertät.

01:04:47: Definitiv!

01:04:49: Wenn ich auf mich selber gucke, was meine Geschlechtsidentität möglicherweise wahrscheinlich CIS-Person angeht... Auch da gibt es immer wieder Dinge, die sich verändert haben.

01:05:03: Zeiten wo ich dies oder das gedacht hatte wer weiß was noch kommt und warum sollte es Transpersonen da anders gehen als Zist-Personen?

01:05:09: also das kann ja einfach auch sein.

01:05:11: Das heißt ja nicht nur weil man das eine ist dass es dann in Stein gemeißelt ist wie's für immer sein wird sondern auch trans Personen haben natürlich die Möglichkeit da sich selber zu verändern anzupassen.

01:05:24: keine Ahnung das ist ja nichts anderes.

01:05:27: Vielleicht hätten wir auch sagen müssen, nur für die, die es nicht wissen.

01:05:30: Ein Cis-Mensch ist ein Mensch der sich dem Geschlecht zugehörig fühlt, in das er biologisch hineingeboren ist?

01:05:37: Mittlerweile sehr bemüht durch natürlich Cismen einzulangen bei die oft genannt werden!

01:05:43: Aber das ist ein anderes Thema und vielleicht dazu ein Verweis auf unsere Jungsfolge.

01:05:51: Ich habe noch einen Tipp bevor ich den vergesse... auf Netflix.

01:05:55: Mir einen Anliegen, guckt euch das bitte an.

01:05:58: zu dem Thema ja Will and Harper es ist eine eine fantastische biopic doku wie auch immer und jetzt geht um zwei Freunde und mehr sag ich dazu nicht.

01:06:10: Guckt euch die an!

01:06:11: Und

01:06:12: doch ein zweiter Tipp, vielleicht natürlich ein bisschen anders aber hier Oliwia, oder?

01:06:17: Oh ja, sehr gut.

01:06:20: Wobei es da... Ich muss jetzt mal ehrlich zu meiner Schande gestehen, ich hab ihn auf der Liste, ich habe ihn bis jetzt tatsächlich noch nicht gesehen weil ich noch nicht dazugekommen bin, ich freue mich aber schon drauf und ich glaube da müsste man auch den Begriff Genophilie noch mit einbringen und Crossdressing nochmal so ein bisschen was anderes ist, wo es eben nicht um die Geschlechtsidentität tatsächlich geht sondern um die Vorliebe für weibliche Kleidung.

01:06:43: Für weiblichen Habitus.

01:06:45: Für Weibliche Attribute und so.

01:06:48: Das ist also nochmal etwas anderes.

01:06:50: Ja ganz wichtig genau da der offensichtlichste Unterschied ist dass die Klamotte irgendwann ausgezogen wird zum Beispiel am Tag und dann sieht man wieder anders aus.

01:07:00: Also das ist auch ein markanter Unterschied den man von außen mitkriegt.

01:07:05: Kommen

01:07:06: wir einmal zu einem Thema, was auch auf jeden Fall mit Trans immer mit auftaucht und was leider unangenehmer Natur ist.

01:07:15: Das ist der Umgang mit den polarisierenden Debatten und mit den Antitransnarrativen.

01:07:22: Oh ja!

01:07:23: Man kommt dann sowieso in die Rolle, dass man in Debatten oft so eingefläusst wird.

01:07:30: Genau.

01:07:30: Es gibt sehr viele Leute, Transfrauen sind keine Frauen, das sind Männer und die eben diese schöne Toilettendebatte.

01:07:43: Ob transfrauen des Damenklubs benutzen dürfen?

01:07:47: Für mir mehr Denke!

01:07:48: Also wenn ich mir die Kriminalstatistiken so anschaue, ne?

01:07:51: Die Statistiken der sexuellen Übergriffe.

01:07:54: Dann sehe ich sehr, sehr viele übergriffe bei denen Menschen nicht vorher ihren Personenstand geändert haben sich entsprechend gekleidet und so weiter und sofort sich dann auf ein öffentliches Damenklo geschlichen haben um da dann jemand zu belästigen.

01:08:10: Da sehe ich ganz andere Dinge in den Kriminalstatisten.

01:08:13: Oh ja!

01:08:14: Ich denke wir könnten dazu jetzt auch Stunden füllen.

01:08:18: Wir machen da auch mal eine Folge zu.

01:08:20: Ja und genau das, also das ist wirklich ein Nebenschauplatz.

01:08:23: Genau!

01:08:24: Und was ich ja noch interessant finde, das frage ich mich immer und frage manchmal auch die entsprechenden Menschen aber habe dann doch nicht so richtig Antwort darauf gehabt.

01:08:31: Also wenn man sich mal so Transmänner anguckt, ne?

01:08:34: So richtig... Vielleicht

01:08:35: auch dazu.

01:08:35: Genau, Transmann

01:08:37: heißt die

01:08:38: Transition zum Mann und Transfrau halt die Transitions zur Frau.

01:08:43: Genau.

01:08:43: Also einen Transmann der wirklich in Fortgeschrittener Transmann schon Testosteron kriegt, wo wirklich kein Mensch sieht dass das die Geburt eines biologisch weiblichen Menschen war.

01:08:57: So ein richtiger Kerl.

01:08:59: Vielleicht mit vollbarer, beharter Brust oder natürlich auch jede andere Variante von richtigen Kerl?

01:09:04: Ich habe jetzt einfach mal dieses Symbolbild genommen um es wirklich mal

01:09:08: richtig schön plakativ zu

01:09:09: treiben.

01:09:10: Genau.

01:09:11: Sollen die dann auch weiter aufs Damenklo gehen.

01:09:14: also ist das dann in Ordnung quasi?

01:09:16: Genau machen wir's fest an wie lange soll der Bart sein dass es so geht?

01:09:21: Das ist das, was ich auch nicht verstehe.

01:09:24: Es ist wichtig, unterstützt eure Kinder.

01:09:27: Kinder sind keine Projektionsfläche für diese Meinungskämpfe oder so.

01:09:31: Das sind junge Menschen, die wirklich Unterstützung brauchen und die einfach auch tragfähige Erwachsene brauchen, die mit schwierigen Situationen zurechtkommen.

01:09:45: Warte noch kurz, es gibt natürlich auch die andere Extrempositionen.

01:09:49: Wenn man unter Druck setzt Eltern, die erst mal vielleicht sich schwer tun und ein bisschen Zeit sowieso brauchen für sich und mit ihrem Kind wenn man da die Erwartungshaltung hat, wenn ihr euer Kind nicht sofort absolut unterstützt und nur direkt alles cool findet was damit zusammenhängt dann liebt ihr euern Kind nicht oder so.

01:10:07: also auch davon bitte frei machen sie oder ihr nehmt euch die Zeit, die ihr braucht.

01:10:12: und wir haben ja jetzt gerade auch mehrfach gesagt bitte authentisch ehrlich aber liebevoll und wertschätzend sein.

01:10:18: Und das kann auch sein dass man auch zugibt sagt ich tue mich schwer damit und ich brauche Zeit und das ist in Ordnung.

01:10:25: Kinder brauchen nicht Eltern die alles perfekt toll finden sondern die liebevoll sind und einfach den beistehen.

01:10:33: Genau so da kommen wir doch schön zu den Tipps für die Eltern.

01:10:39: Was können Eltern Beachten neben dem, dass wir gesagt haben Gesprächsatmosphäre bitte offen und arm wertschätzend liebevoll halten.

01:10:53: Was gibt es noch zu bedenken?

01:10:56: Naja zum Beispiel auch die Art von Fragen, die man stellt das ist eben wirklich Ja, Fragen sind die halt auch so gerieren, hey ich möchte dich verstehen.

01:11:07: Also seit wann fühlst du dich so?

01:11:09: Gibt es irgendwas was daran Schlimmes für dich?

01:11:12: Gib das irgendwas was dich erleichtern würde?

01:11:14: Was wünscht du dir von uns?

01:11:16: Gipt es denn Situationen in denen du dich richtig fühlste?

01:11:19: gibt es etwas was dir gut tut und hast du schon jemandem davon erzählt?

01:11:23: wer weiß ist dann schon?

01:11:25: Hast du Ängste oder gibt es Dinge die dir Angst machen?

01:11:28: Und sowas wie auch Ich lasse dich nicht allein.

01:11:31: Lerne gerne dazu, auch wenn ich gerade wirklich überfordert bin.

01:11:35: Ich lerne gerne mit dir gemeinsam dazu und wir informieren uns gemeinsam.

01:11:39: Und ich bin hier unter.

01:11:40: nur Unsicherheit bedeutet nicht, ich werte das ab und finde das ganz schrecklich und schlimm sondern ich weiß einfach noch zu wenig und bin da aber trotzdem ganz bei dir und möchte dich unterstützen.

01:11:54: also es geht oft um so ein bisschen die Wahl der Worte einfach, um die Art und Weise der Kommunikation.

01:12:02: Viel mehr als um sofort Bescheidwissen!

01:12:05: Und Eltern möchten gerne sofort immer helfen... dass es manchmal schwer auszuhalten, dass man das da vielleicht nicht sofort kann.

01:12:12: Weil man da eine Thematik begegnet mit der man selber ja gar nicht aufgewachsen ist die auch nicht in der Schule so gelehrt wird, die nicht stattfindet auf dem eigenen Lebensweg immer.

01:12:23: Es wird mehr für die nächste Generation oder für die jetzigen Gen Z und Alphas wird das Mehrthema.

01:12:31: aber die Elternschaft der heutigen Zeit ist nicht immer informiert darüber und das hat auch was mit Zeitgeist zu tun.

01:12:38: Also es ist nicht immer Ablehnung.

01:12:40: Und da ist es wichtig, aber das auch genau so zu sagen, weil Kinder und Menschen generell können ja keine Gedanken lesen, aber Kinder setzen einfach darauf aus, dass man mit ihnen spricht!

01:12:51: Das ist ganz wichtig.

01:12:52: Auch wenn Kinder wissen, dass sie liebt oder Eltern davon ausgehen, ist es so schön zu hören... dass man sie liebt und auch erwachsene Unterhörner.

01:13:00: Also wenn ich von dir höre, Mila, dass du mich lieb hast, finde ich das ganz toll!

01:13:09: Aber wie schön ist das einfach?

01:13:10: Man merkt es auch, wenn wir uns das gerade so sagen... Man fühlt sich ja sofort warm angenehm Und irgendwie fühlt man sich ein bisschen stärker auf einmal.

01:13:20: Finde ich auch, total!

01:13:21: Das ist ein cooles

01:13:22: Gefühl.

01:13:23: Genau und wir sagen uns das ja gerne.

01:13:24: Keine Ahnung wie Habiba oder irgendwas.

01:13:26: Ja genau.

01:13:27: Das ist wirklich ... Das ist schön, ja?

01:13:30: Ja und es fühlt sich sehr gut an.

01:13:31: und in besonderen Zeiten wenn's einem nicht so gut geht... Wenn man mit sich hadert, wenn man gerade traurig ist, ist es umso wichtiger das zu hören.

01:13:41: Also wenn man gar nichts zu sagen hat dann einfach mal eine Ich liebe dich heraus hauen.

01:13:46: Immergut

01:13:48: Immer

01:13:48: gut.

01:13:51: Wir haben uns vorgenommen, euch einen Überblick zu geben aber es nicht unnötig auszuweiten weil wir haben ja schon von Beginn gesagt bestimmte Dinge sind da nochmal anderen ExpertInnen überlassen.

01:14:04: also wenn's um hormonelle Geschichten geht Wenns um weitere Eingriffe irgendwie geht dann bitte bitte immer mit den entsprechenden Fachmenschen besprechen.

01:14:12: PsychotherapeutInnen wie der Begriff sagt, für die Psyche da.

01:14:16: Und da sind wir beide dafür dargewiesen heute euch einen kleinen Überblick zu geben ein bisschen zu informieren und vor allem wirklich die wertschätzende Haltung den jungen Menschen gegenüber zudellhaft darzustellen sag ich mal.

01:14:31: Sie ist einfach das Allerwichtigste also Wertschätzung Unterstützung zu zeigen.

01:14:36: hey egal was du egal wer oder was du bist Ich lieb dich einfach.

01:14:43: Ja

01:14:46: So, liebe Leute in diesem Sinne.

01:14:49: Wir hören uns demnächst wieder genau!

01:14:51: Macht's gut und bis zum

01:14:53: nächsten

01:14:56: Mal!

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