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Ferien ohne Stress

Shownotes

Ferien ohne Stress- geht das überhaupt?
Die Ferienzeit ist für viele Familien mit großen Erwartungen verbunden: Erholung, gemeinsame Zeit und unvergessliche Erlebnisse. Doch zwischen Planung, Betreuung, Konflikten und Alltagsanforderungen entsteht oft mehr Stress als Entspannung.
In der neuen Folge sprechen wir darüber, wie Familien den Ferienstress reduzieren und mehr Raum für echte Erholung schaffen können.

Transkript anzeigen

00:00:00: Willkommen zur neuen Folge von Junge Psyche.

00:00:03: Heute geht es um Ferien, also diese magische Zeit in der wir uns fest vornehmen komplett zu entspannen und am Ende gestresst zurückkommen als vorher.

00:00:13: Warum passiert das eigentlich?

00:00:16: Wir schauen uns die Klassiker an – von zu viel Planung bis.

00:00:19: ich muss jetzt aber entspennen und klären was es wirklich braucht damit Ferien sich wie Ferien anfühlen und man nicht hinterher komplett urlaubsreif ist.

00:00:44: Herzlich willkommen zu der neuen Folge von Junge Psyche Aufwachsen Verstehen.

00:00:49: Dem Podcast aus der Welt, der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie

00:00:53: mit Sandra Fazlit und

00:00:54: Mila Uldiawi.

00:00:55: Hallo

00:00:56: alle zusammen!

00:00:57: Wir sind wieder da.

00:01:00: Grüße.

00:01:02: Ja ja ein wunderschönen Tag wünschen wir euch.

00:01:05: es ist herrliches Wetter da draußen.

00:01:09: Wir haben uns wieder verabredet zu einem schönen Thema, was perfekt zum Wetter passt.

00:01:15: Nur dass es noch ein bisschen hin ist!

00:01:18: Genau.

00:01:19: aber wir haben uns überlegt, wir machen dieses Thema jetzt einfach mal schon frühzeitig.

00:01:23: Denn ein bisschen Planungszeit und ein bisschen Vorlauf ist eigentlich ziemlich gut dafür.

00:01:28: Und daher dachten wir uns okay das wird nicht unsere nächste Folge sondern unser nächstes Folge.

00:01:34: Und zwar ist unser Thema Sommerferien.

00:01:39: Das ist nicht ein schönes Thema.

00:01:41: Genau, wie kriegt man das hin?

00:01:42: Dass die Sommerferien eine schöne entspannte, erholsame aber auch abenteuerliche und unterhaltsame Zeit werden in der es Menschen in Gemeinschaft gut geht!

00:01:56: Genau, dass man sich das mal fragen muss.

00:01:59: Wie kriegt man das denn?

00:02:00: Ich finde, das ist spätestens das Zeichen für uns beide, Mila, dass wir nicht mehr im Kindes- und Jugendalter sind.

00:02:06: Also wenn alles andere schon dafür spricht ... Spätestens da, wenn man darüber nachdenkt, dass die Ferien planen müssen, sind wir auf der eltern Erwachsenenebene.

00:02:18: Krass oder ehrlich!

00:02:19: Wir sind erwachsen.

00:02:21: Samra wie war es bei dir früher?

00:02:22: Wie sind deine klassischen Sommerferien abgelaufen?

00:02:26: Ich habe ja so eine Zweiteilung, also vor Zehntem Lebensjahr in Ex-Jugoslawien waren meine Sommerferien haltet durch fest drei Monate lang.

00:02:39: Drei schöne Monate!

00:02:41: Genau da sind sie auch heute, das ist auch heute Bosnian und Herzegovina.

00:02:45: Da sind die Sommerferiens drei Monate lange und ich kann dir sagen dann hab' ich Schule komplett vergessen derzeit Und ich kann mich nicht erinnern, dass ich mich gelangweilt habe und dachte, wann geht's wieder los?

00:02:59: Allerdings

00:03:01: war es auch so, dass ... zu keiner dieser Zeit weggefahren bin irgendwo hin.

00:03:08: Das heißt, es war ganz normal, zu Hause zu bleiben über die Ferien und einfach keine Schule zu haben.

00:03:17: Nach meinem zehnten Lebensjahr startet mein Leben in Deutschland.

00:03:21: Ja, das war schwierig die ersten paar Jahre.

00:03:23: Weil da konnte ich ja nicht in das Herkunftsland sozusagen reisen weil da ja Krieg herrschte und man konnte einfach nicht hin.

00:03:32: Da habe ich es schon ziemlich gelitten darunter.

00:03:35: Wir sind aber auch nicht woanders hinvereist.

00:03:38: Also wir waren wieder zu Hause in Anführungsstrichen, was sich für mich damals noch nicht so angefühlt hat und da war ich so froh dass ganz viele Kinder- und Jugendliche in meinem Alter und in dem Alter meiner Geschwister auch dageblieben waren und so konnten wir uns tageintag aus in unserem Freibad versammeln.

00:04:01: Und ich hab's geliebt, also ich fand das richtig toll!

00:04:03: Wir waren von morgens bis abends im Freibat.

00:04:07: So sah meine Ferien dann wirklich eine lange Zeit aus und der dritte Teil meiner Ferien bestand daraus dass als die Grenzen geöffnet wurden und man konnte wieder nach Bosnien reisen war das dann immer so dass wir die Hälfte der Sommerferien in Bosnian waren und die zweite Hälfe in Deutschland.

00:04:27: Ja, es gab gar nicht die Überlegung wie ich das so mitbekommen hatte bei meinen Freundinnen.

00:04:33: Dass man so guckt wo fliegen wir hin oder wofahren wir hin?

00:04:36: Oder was machen wir eigentlich die Ferien?

00:04:38: weil da schon gesetzt war.

00:04:39: also es war ganz klar Es geht.

00:04:42: wie ich heute auch noch immer gefragt werde Geht's in die Heimat?

00:04:45: Also es geht in die heimat!

00:04:51: Und dann folgte die zweite Heimat, da war ich wieder da.

00:04:55: Dann haben wir einfach den Rest der Zeit hier entweder am See oder im Freibad verbracht.

00:05:00: Also viel Wasser und Sonne!

00:05:03: Wie waren deine Ferien?

00:05:05: Was kannst du noch so erinnern als das typische Sommerbild?

00:05:10: Also das ganz typische Sommerbild für mich ist, wir fahren zu meiner Oma nach Frankreich.

00:05:16: Die Familie meines Vaters wohnt ja größtenteils in Südfrankreich die sind ja alle aus Algerien emigriert und da wohnte also auch meine Oma und Wir haben unsere Ferien immer bei ihr verbracht in ihrer Wohnung und sind dann da eingefallen Und es wurde alles zusammen gerückt die Zimmer Meine Schwester und ich schlief mit mit meiner Mutter in einem Zimmer.

00:05:40: Mein Vater hatte dann das Zimmer von meinem Onkel und alle rückten eben zusammen.

00:05:44: Und dann waren wir halt da, und es war immer eine total schöne Zeit.

00:05:47: also weil wir viel an Stand gefahren sind oder meine Mutter ist sehr unternehmungslustig.

00:05:52: Also wir haben ganz viel gemacht.

00:05:54: immer Wir sind ja wir sind überall hingefahren haben uns Sachen angeguckt und besonders ist mir totale Erinnerungen.

00:06:02: was ich am allermeisten geliebt habe Sind so die nächtlichen Spaziergänge.

00:06:05: Ich fand es total toll als Kind.

00:06:08: Ja, ich würde mal sagen eigentlich fast jeden Abend waren wir nachts.

00:06:11: Nachts, ich weiß gar nicht wann es angefangen hat.

00:06:13: Lass uns mal um neun losgegangen sein oder um zehn bis Mitternacht oder so wenn das denn so ein bisschen abgekühlt war.

00:06:18: der Tag da sind wir immer einfach zu Fuß bis in die Stadt hoch gelaufen und haben dabei Hamuns Fledermäuse angeguckt und Eidechsen entdeckt haben irgendwelche großen Käfer oder so.

00:06:29: und dann sind wir in die Altstadt von Exxon Provence und haben eine Runde gedreht und haben in die Schaufenster geguckt und haben uns die Gebäude angegückt.

00:06:39: Das war total toll, das habe ich voll geliebt und meistens haben wir auch Eis gegessen.

00:06:45: Der Eisladen hatte noch offen, so spät kann es also nicht gewesen sein.

00:06:49: Wir haben da gesessen auf einer Bank, haben ein tolles Eis geg Essen und jetzt sind wir wieder zurückmarschiert.

00:06:54: Ich fand das toll, ich hab das total geliebt!

00:06:56: Es war auch immer das Gleiche.

00:06:57: aber ja, wir haben einfach dann eine schöne Zeit gehabt.

00:07:02: Wow, das klingt sehr schön... Klingt auch nach Sonne und Warm, also hattet ihr wahrscheinlich durchgehend eher schönes sonniges Wetter.

00:07:13: Kann man so sagen ja?

00:07:14: Wir hatten sonnige Wetter und manchmal es gibt ja auch Zeiten wo dann so Mistral ist, wo's ganz viel Wind oder sowas gab aber eigentlich war immer eine schönen Wetter-Garantie ganz klar gerade da Südfrankreich und Mittelmeer Ist ja wahrscheinlich ähnlich wie in Bosnien, nehm ich mal an.

00:07:32: Ja,

00:07:32: ich hab auch grade so drüber nachgedacht, dass wenn ich an Sommerferien jetzt aus meiner Kindheit und Jugend denke ... Es ist automatisch so, dass es in meinem Kopf mit Wärme und heißem Wetter verbunden ist.

00:07:45: Aber das kann gar nicht sein.

00:07:47: Ich war ja auf viel Zeit der Sommerferie auch in Deutschland oder war es einfach auch nicht immer so warm?

00:07:53: Aber meine Erinnerung fischt nur die Zeiten raus!

00:07:57: So viel zur Verzerrung der autobiografischen Erinnerungen.

00:08:00: Das wo ich so denke, ach das war schön!

00:08:03: Also es muss glaube ich entweder besonders schlimm sein oder wunderschön und man nimmt so die Extreme.

00:08:09: also ich kann mich natürlich auch an Platzregen erinnern und irgendwie wie ich auf dem Balkon saß und den ganz zugeguckt habe weil ich das auch wirklich geliebt hab.

00:08:19: aber in der Regel sind's wirklich ja sonnige Tage die meinem Kopf so herum schwirren wenn ich daran denke.

00:08:25: Was ich mal ganz interessant finde, ist man sagt ja früher war alles besser.

00:08:31: Du warst früher halt auch ein Kind, du hattest keine Antwortung.

00:08:34: Du konntest im Prinzip bis zu einem gewissen Grad machen was du wolltest.

00:08:38: wir hatten ja also in unserem Alter hatten wir ja auch noch relativ viel Freizeit nach der Schule.

00:08:41: es ist jetzt leider nicht mehr so das ist halt eine ganz andere Zeit gewesen.

00:08:45: also nicht die Welt fahren bessere Orte sondern wir waren einfach Kinder.

00:08:48: das war einfach ein ganz anderes Leben.

00:08:51: Ist das Äzzen der Wachsen zu sein?

00:08:53: Weil ich sagte im Intro jetzt müssen Wir so auf Eltern der wachsenden Ebene planen und organisieren.

00:09:02: Und vorher irgendwie im Vorfeld vorausschauend schon überlegen, was könnten Tücken sein?

00:09:08: Und wie ätzend klingt das mit?

00:09:10: Wer hat denn schon Lust darauf?

00:09:16: Also Sommerferien klingen ja erst mal nach Freiheit und Sonne und Eis und Familienzeit und Gemeinschaft.

00:09:25: Spätestens nach ein paar Tagen wird irgendwie klar ... Boah, warum hatte ich mich noch mal auf diese Zeit gefreut?

00:09:32: Das ist irgendwie doch alles gar nicht so geil wie ich dachte.

00:09:36: Und deswegen ist es total wichtig das Ganze echt zu normalisieren.

00:09:39: Die Sommerferien sind halt keine reine Erholungszeit sondern das ist eine organisatorische Superleistung für eine finanzielle Belastung, eine emotionale Herausforderung.

00:09:50: Es gibt keine Betreuung also die Schulzeit fällt weg Routinen brechen auf Kinder haben total hohe Erwartungen manchmal und Eltern sind selber total erschöpft.

00:10:00: Naja, und Instagram erzählt natürlich nebenbei dass alle anderen gerade in einem pastelfarbenen Ferienhaus irgendwo in Spanien sitzen.

00:10:08: und nein das ist nicht so.

00:10:13: Klar gibt es Leute die sich das leisten können, die sich leisten können irgendwie zweimal im Jahr all inclusive irgendwo hinzufliegen.

00:10:22: aber Das ist nicht der Alltag.

00:10:24: Viele Leute müssen sich was anderes überlegen und unsere Folge heute soll sich explizit nämlich darum auch drehen, wie man Sommerferien so ein bisschen mal auf dem Boden der Tatsachen halten kann.

00:10:38: Wie kann man sich mit tollen Dingen beschäftigen die vielleicht nichts kosten oder wenig Geld?

00:10:43: Wie kann sein Kind optimal versorgen dem eine tolle Ferienzeit bieten auch ohne dass man dafür einen Kredit aufnehmen muss?

00:10:52: Boah, ja.

00:10:53: Wie kann man sich aus dem Schuldgefühl befreien für alles und jeden zuständig zu sein?

00:10:59: Und wie du sagst so dieses Idealbild erstmal selber aufrechterhalten zu wollen weil genau wie vorhin erwähnt alle freuen sich darauf alle warten darauf.

00:11:10: also wir haben ja jetzt schon ein paar Wochen Vor-Sommerferien So oft schon gehört auch noch ein paar wochen um dann und dann endlich geht's los.

00:11:19: und dieses Diese Vorfreude, die ja großartig ist.

00:11:23: Was uns alle glaube ich auch diese letzten Wochen vorher so ein bisschen überleben lässt.

00:11:27: Ja, mich

00:11:29: auch!

00:11:31: Also wir alle lassen uns natürlich auch davon so ein bisschen anzünden, was ja schön ist.

00:11:36: Aber wir füttern dadurch auch dieses aufgeblasene Idealbild selber natürlich noch mit dazu.

00:11:43: Schöner wäre wenn man nicht dann direkt die Realitätskeule im Kopf hat.

00:11:48: aber wenn man so sagt okay alles klar?

00:11:51: Dann schaue ich mir mal an dass es ein bisschen entspannter ist also das man so ein bischen runterfährt.

00:11:57: ansonsten ist der Kontrast einfach so so derb Weil, wie du gerade aufgezählt hast.

00:12:03: Es fällt vor allem wirklich eins weg das wichtigste überhaupt also neben dem Pflichtgefühl was wegfällt, was ja schön ist.

00:12:12: Fällt dadurch der Zeitplan und die Organisation weg, die sonst einfach so im Hintergrund abläuft?

00:12:18: Also es findet ja Schule statt da muss ich nicht jeden Tag für sorgen und irgendwie das neu organisieren.

00:12:24: Das passiert einfach heißt aber auch gleichzeitig meine Kinder sind eingebunden Und es ist geplant, wo die sich aufhalten.

00:12:32: Fangen wir doch mal vorne an!

00:12:33: Warum sind Ferien oft stressiger als erwartet?

00:12:38: Das hängt vor allen Dingen damit zusammen dass in der Schulzeit eine äußere Struktur gibt.

00:12:43: also da ist ganz klar vorgegeben Aufstehen Schule Hausaufgaben Sport Termine und in den Ferien fällt davon total viel weg.

00:12:54: klingt das vielleicht entspannend und man hat so den Eindruck, super die totale Freiheit.

00:12:59: Aber dann ist es doch häufig etwas Äußerst-Dysregulierendes wo besonders Kinder davon profitieren dass es klare Abläufe gibt und dass es eben Routinen gibt.

00:13:11: Die können halt dadurch doch ja verstört sein nenn ich's jetzt mal da eben damit nicht so gut zurechtkommen und vielleicht auch emotionaler werden als sie sonst sind.

00:13:24: Und da werden diese typischen Stressfaktoren dann eben auftreten, dass die Routinen wegfallen das es viel mehr Geschwisterkontakt gibt zum Beispiel und dadurch natürlich auch mehr Konflikte.

00:13:37: Vielleicht gibt es auch hohe Erwartungen an eine schöne Familienzeit.

00:13:41: Dann gibt es den Gedanken an finanzielle Belastung.

00:13:44: Es gibt vielleicht auch ganz tatsächlich die finanziellen Belastungen dadurch, dann gibt es Betreuungsprobleme... ...dann ist das ja auch so, dass Eltern in allerselben Fällen sechs Wochen frei haben und die Kinder müssen dann irgendwo untergebracht werden.

00:13:58: Und es gibt ein schlechtes Gewissen vielleicht weil keine Reise möglich ist und man vergleicht sich mit anderen Familien.

00:14:05: Daher sind Ferien also wirklich nicht automatische Erholung sondern erst mal bedeutet das weniger äußere Struktur Und die muss man teilweise mühsam neu herstellen.

00:14:15: Und Samra, was würdest du sagen?

00:14:17: Was kann man denn machen um diese Erwartungen vielleicht so ein bisschen vom Podest runterzuholen?

00:14:24: Boah ja das ist im Prinzip genau der Anknüpfungspunkt.

00:14:28: also es geht um Erwartung.

00:14:31: Im ersten Moment sollte man sich wirklich Gedanken machen.

00:14:34: okay was ist eigentlich das was ich Verbinde mit der Zeit, die jetzt bald ansteht.

00:14:41: Also nehmen wir jetzt den Moment in dem wir uns jetzt befinden also so einige Wochen vor den Sommerferien wo wahrscheinlich schon eine grobe Planung existiert.

00:14:50: oder so die letzten Entscheider, wie ich das auch bin.

00:14:56: Spontanen Leute?

00:14:58: Noch mal in höchst Stress, genau spontane Menschen noch einmal den Höchst stress geraten weil oh mein Gott jetzt muss sich erst recht ein Zahn zulegen und überlegen wer wird womit glücklich?

00:15:12: und wenn es mehr Menschen als einer sind, dann ja ist einfach super viel in diese Erwartung einfach reingestopft.

00:15:22: Also ich will alles mögliche das heißt da setzt man dann auch an Erwartungen entzaubern ist.

00:15:29: Ja, das magische oder die magischen Begriffe sind Entwartungen entzaubern.

00:15:34: Was bedeutet das?

00:15:35: Das bedeutet nicht mehr und nicht weniger als dass Kinder so wie du es gerade gesagt hast Nicht aufhören Kinder zu sein außer dass sie halt eben aus diesen Strukturen rausfallen in denen die sonst eingebettet sind.

00:15:47: Also Sie hören dich auf zu streiten am Gardasee wie sie es sonst zu Hause gemacht haben in Deutschland.

00:15:55: Also, das sind nicht andere Kinder!

00:15:57: Die Familien sind genau dieselben Familien mit ihren Interaktionen und Dynamiken, wie man sie so hat.

00:16:03: Ich muss gerade lachen weil ich an dieses Reel gedacht habe wo irgendein Elternteil gepostet hatte Ferien oder Urlaub bedeutet mit meinen Kindern in Rom zum McDonalds zu gehen.

00:16:15: London zum McDonald's zu gehen Das heißt wir kleben dann ... erst recht an dem, was sie sich wünschen und was sie gerne hätten.

00:16:24: Auch wenn wir am anderen Ende der Welt sind!

00:16:26: Also ist das so ernüchternd und eigentlich ganz schön, wenn man sich das mal überlegt?

00:16:32: Also eigentlich brauchen die gar nicht so viel wie man sich dass ausmalt und vorstellt und das so gerne hätte.

00:16:39: Wir beide haben ja gestartet mit unseren Rückblicken und haben festgestellt Das es eins gab und das ist eine Wiederholung von ein paar Punkten.

00:16:49: Das bedeutet für mich wirklich, diese Erwartungshaltung vielleicht auf diese paar Punkte runterzubrechen.

00:16:55: Also gar nicht einzusteigen mit dieser Idee von ich muss jetzt wirklich jede kleine Minute des ganzen Urlaubs oder der ganzen Ferien, also den ganzen Ferie, wenn ich an sechs Wochen denke und durchplanen.

00:17:10: Da wird mir schon anders.

00:17:12: Es reicht schon, wenn Urlaub geblockt habe, von meinem Job und zwei-drei Wochen frei habe.

00:17:19: Also auch zwei drei Wochen zu planen mit einer ganzen Familie ist einfach unfassbar viel Arbeit.

00:17:24: Ja, das macht doch viel Druck.

00:17:26: Ja genau richtig!

00:17:28: Ist man mit Sicherheit.

00:17:30: Das heißt Kinder bleiben Kinder Geschwister, bleiben Geschwisters und streiten egal wo man ist.

00:17:35: Wir sind auch am Tag kaputt.

00:17:38: selbst wenn wir auch am Gardaseel liegen, sind wir auch kaputt am Ende des Tages von vielleicht dem ganzen Tag irgendwie Streit klären überlegen was essen wir dann mag der eine das oder andere gar nicht.

00:17:49: also wir müssen den ganzen tag regulieren und wenn wir außerhalb dieser dieser organisator strukturischen Strukturen sind, müssen wir noch mehr regulieren.

00:17:58: Und das ist gleichzeitig wirklich trotz dieser freien Zeit eine höhere Anforderung an uns alle und vor allem die Erwachsenen.

00:18:06: Deswegen also Erwartungen entzaubern.

00:18:10: Sprich sich überlegen was sind statt der zehn Punkte, die ich mir so vornehmen würde zwei wichtige.

00:18:17: Also Qualität für Quantität, sich da Gedanken machen Dass man nicht so enttäuscht ist und auch, dass man nicht in eine Planung wie ein Manager von einem Konzern wird.

00:18:31: Weil das ist Stress.

00:18:34: noch mal!

00:18:35: Das ist purer Stress.

00:18:38: Nicht jeder Ferien-Tag braucht irgendeine Unternehmung oder Highlight.

00:18:43: Es kann einfach ganz gechillt sein.

00:18:46: In der Regel können sich Kinder und Jugendliche gut selbst beschäftigen oder mit Freunden treffen Und zu Hause bleiben ist ja nicht automatisch weniger wert.

00:18:55: Das ist ja eigentlich total schön, wenn man es sich da schön macht.

00:18:58: So ein Dauerprogramm ist vielleicht sowieso nicht für alle das Richtige

00:19:03: und auch... Ja, das ist ein wichtiger Punkt den du gerade nennst.

00:19:06: Also du hast vorhin auch gesagt, für neurodivergente Menschen bedeutet das noch mal was anderes, wenn dann keine Struktur hat.

00:19:14: und jetzt ohne Neurodivergenz Kinder sind ja nicht alle gleich.

00:19:19: Also wir Menschen brauchen unterschiedliches, was für ein Kind so einen Punkt am Tag ist der völlig ausreicht ist für ein anderes viel zu wenig und es ist unausgelastet und fragt nach mehr.

00:19:32: Und wenn wir da an eine feinfühle Reaktion denken als Elternteil Ist das wichtig darüber nachzudenken Was braucht welches Kind?

00:19:41: Und was ist so'n Konsens zwischen allen?

00:19:45: Wenn wir alle erstmal vielleicht einen festen Punkt machen dann guckt man, ob man sich vielleicht ein bisschen aufteilen kann.

00:19:50: Und Eltern dürfen auch Grenzen haben und diese Grenzen dürfen sie auch äußern also auch auch Elternteile haben ja Urlaub in der Zeit und ihr habt ja alle sowieso schon wirklich reichlich zu tun gehe ich jetzt einfach mal von aus solidarisch und daher habt ihr ja schließlich auch Urlaub und den dürft er ja vielleicht auch genießen.

00:20:11: wir machen ja täglich die Erfahrung dass die Eltern sich ja wahnsinnig machen.

00:20:17: Also wirklich sie selbst Wahnsinn, ich mache aus diesem Schuldgefühl heraus dass Sie den Kindern ja unbedingt etwas bieten wollen und auch sich selbst für nicht etwas bieden wollen und sich sehr schwer tun damit zu akzeptieren das dieses Nichtstun in Anführungsstrichen also gar kein Plan zu haben auch mal eine Idee ist also auch mal was nettes ist und vielleicht auch mal erlaubt einfach sich auch ein bisschen neu kennenzulernen, also dass man aus einer Langeweile heraus vielleicht eine Idee entwickeln könnte worauf hat man Lust und was kann man machen?

00:20:47: Kommen wir doch mal ganz konkret zu kostgünstigen Unternehmungen.

00:20:51: Also ich finde es zum Beispiel eine coole Idee sich irgendwie vor den Ferien... Blatt Papier an die Wand zu hängen und zu sagen, okay jeder schreibt mal auf.

00:21:00: So im Laufe der nächsten Tage auch.

00:21:02: was habe ich Lust in den Ferien?

00:21:03: Und zwar gar nicht Dinge wie wir fahren in den Europa Park oder so wo man direkt tausend Euro los ist als Familie sondern dass man vielleicht sagt ok und achte doch mal darauf was für coole Sachen können wir machen, die nichts kosten?

00:21:15: oder die wenig kosten?

00:21:16: haben Kinder auch Spaß dran sich davon zu überlegen.

00:21:19: Und dann könnten da ganz viele tolle Sachen draufstehen und man kann dann gucken okay was davon machen wir wann?

00:21:24: ein paar Beispiele Also, echte kleine Ferienmomente.

00:21:29: Ein Picnic im Park oder im Wald!

00:21:31: Super.

00:21:33: Eine Fahrradtour

00:21:33: z.B.,

00:21:34: mit festem Ziel, zum Beispiel Eisdiele.

00:21:37: Wenn jemand mit einem E-Roller mitkommen möchte ... Okay!

00:21:40: Ich bin ja kein Fan von diesen Dingen und ich finde wenn man hier irgendwo hin bewegt dann kann man auch ein bisschen körperlich sich auch ertüchtigen aber meinetwegen auch mit E- Rollern.

00:21:53: Allein auf weiter Flur oder eine Fahrrad Tour was weiß ich zu irgendeinem Aussichtspunkt dass man sagt okay hier waren wir einfach noch nie Spielplatz oder zu einem Badesee, oder eben Freibad.

00:22:04: Oder was auch immer.

00:22:06: Man könnte zum Beispiel... Das war früher als wir ein bisschen jünger waren, war das ziemlich hip Geocaching machen?

00:22:12: Ich bin mir sicher man findet das noch!

00:22:14: Also dass es da diese Kaches gibt falls ihr nicht wisst, was das ist einfach mal googeln.

00:22:18: Das ist eine ziemlich coole Geschichte.

00:22:20: also Geocashing wo man in der ganze Familie mit unterhalb Nachtwanderung.

00:22:26: Das lieben Kinder?

00:22:28: Ja, absolut.

00:22:29: Vielleicht

00:22:30: Jugendliche nicht mehr so!

00:22:32: Muss man gucken?

00:22:32: Man kann es ja auch ein bisschen interessanter gestalten... Ja

00:22:35: eben, man kann zum Beispiel auch vorher Sachen verstecken.

00:22:38: Man kann eine Rallye daraus machen und sagen okay wir machen hier ne Schatzsuche.

00:22:42: ihr als Eltern könnt irgendwas zum Beispiel vorher verstecken an einer prägnanten Stelle und dann mit den Kindern nachts unterwegs und dann findet man den Schatz.

00:22:50: ey wie cool ist das bitte?

00:22:52: Total cool.

00:22:53: oder die gute alte Wasserschlacht?

00:22:55: Hallo da mache ich heute noch total gerne mit.

00:22:58: Ja, auf jeden Fall.

00:23:00: Lagerfeuer mit Stockbrot oder so was?

00:23:02: Oder irgendwie wenn man einen Garten hat im Gartenzelten oder eben auf dem Balkon-Zelten oder wenn man das nicht hat dann kann man auch ein Zelt in der Bude aufstellen.

00:23:11: Das geht halt auch!

00:23:13: Man kann zum Beispiel einen total tollen Kino-Abend machen, wo man denn so richtig tolle Popcorn macht oder irgendwelche leckeren Eissorten sich besorgt.

00:23:23: Oder keine Ahnung ... Pizzatag alle belegen

00:23:26: selbst!

00:23:28: So ein ganzen Tag da halt was benennen als Motto, also z.B.

00:23:31: auch einen Tag Italien machen und dann den Tag so gestalten mit dem typischen Essen aus dem Land, vielleicht einem Film als Kino zu Hause.

00:23:41: Supercool.

00:23:45: Eine Freundin von mir, wir sind zusammen mit den Kindern verreist und dann haben wir eine Abendlang wirklich so red carpet mäßig.

00:23:52: Also wir haben gekocht Alle umgezogen vor dem Essen.

00:23:56: So die Kinder und alle, weil zu der Zeit lief die Oscar-Verleihung.

00:24:01: Und dann haben wir uns alle so vorbereitet als würden wir quasi daran teilnehmen und haben zu Hause also in einem Bungalow, in dem hier waren unsere Klamotte damit gebracht und uns richtig, richtig aufgehübscht und haben eine Oscar Verleihungen gemacht.

00:24:15: Total cool!

00:24:16: Hat Spaß gemacht?

00:24:17: richtig coole Brettspiele spielen.

00:24:19: Also es gibt ja auch welche, die ein bisschen länger sind, wo man sich vielleicht auch beraten lassen kann, die total unterhaltsam auch sind oder ... Ja so coole Sachen einfach.

00:24:30: Letztens hat mir auch ein Freund erzählt das seine Tochter auch eine Spiele-Olympiade veranstaltet hat und die hat sich so zehn verschiedene Spiele ausgedacht und unter anderem gab's da auch so einen Spiel, bei dem man so'n Luftballon irgendwie zusammen weitergibt, aber die nicht mit den Händen anfassen darf sondern mit dem Körper einfach so weiter gibt.

00:24:53: klingt ein bisschen weird, aber das kann man super umsetzen.

00:24:57: Ich weiß schwer vorstellbar so, aber es ist richtig, richtig lustig.

00:25:01: Also jedes Spiel davon was die sich ausgedacht hat war richtig cool und alle haben mitgemacht.

00:25:05: also vor allen Dingen ist es natürlich schön wenn mehr Menschen dabei sind.

00:25:09: dann kann man so vieles umsetzten wo es auch gar nicht darum geht letzten Endes was man da spielt wo man einfach nur Spaß zusammen hat und irgendwas Albernis passiert natürlich immer dann dabei

00:25:22: Genau, überhaupt.

00:25:23: Man kann schauen gibt es in der Umgebung irgendwelche tollen Sachen die man sich angucken kann die kostenlos sind?

00:25:31: wird man auf jeden Fall irgendwas finden irgendwelchen Naturgeschichten wo man hinfahren kann und gucken irgendwelches Keine Ahnung.

00:25:42: Höhlen, die vielleicht einen geringen Eintritt nur haben oder so was?

00:25:45: Spielplätze oder Sportplätze... Oder ich meine wie schön ist es bitte zum Beispiel gemeinsam einfach ein Sonnenuntergang irgendwo sich anzuschauen also dahin zu wandern und zu sagen wir warten jetzt darauf und dann so ein bisschen auch so ein Highlight selber daraus zu machen.

00:26:00: und das kostet nichts.

00:26:01: Das ist die Sache.

00:26:03: Selber ein Highlight machen, so wie ich eine Sache beschreibe und so wie sich eine Sache darstelle.

00:26:07: So neben meine Kinder das natürlich auch war.

00:26:09: Und wenn ich einer Sache zauber verleihe dann ist es natürlich auch direkt was viel tolleres.

00:26:13: also.

00:26:14: Ich weiß noch zum Beispiel ich muss daran denken bei meinem besten Freund früher Was für eine sehr sparsame Familie ist immer noch eine sehr spaßame Familie und da gab Es zum beispiel immer hartes Brot.

00:26:25: dieses Brot wurde auf die Heizung gelegt und denn wurde das getrocknet und dieses brot hieß aber Und wenn man das aß, dann musste man es quasi essen wie ein kleines Häschen.

00:26:36: Du kannst glauben, dass das der absolute Brenner war.

00:26:39: Alle wollten dieses Hasenbrot haben, weil es einfach total cool war.

00:26:44: Es lebt von dem Zauber der Fantasie desjenigen, der das so veranstaltet und macht.

00:26:49: Das

00:26:49: ist schon

00:26:50: cool!

00:26:50: Man kann wirklich vieles durch die eigene Begeisterung verändern, denke ich auch.

00:26:57: Wenn es nicht so ist... Ja, durchaus auch sehr überarbeitet sein kann und wirklich platz sein kann.

00:27:04: Oder ich meine wir haben auch teilweise Eltern haben chronische Erkrankungen sind gestresst durch verschiedene Dinge oder durch das Leben was alles so einfach stattfinden kann dass es ein einem mühsam erscheint.

00:27:17: man darf natürlich auch sagen Leute Heute brauche ich einfach eine Auszeit.

00:27:22: Also bitte lass uns überlegen, wie könnt ihr euch beschäftigen?

00:27:25: Es hängt ja klar ein bisschen davon ab, wie alt die Kinder sind mit denen man da zusammen ist.

00:27:30: Man kann aber auch gerne an ältere Kinder auch mal so eine Aufsichtsaufgabe abgeben.

00:27:36: das schaffen sie schon wenn man das bespricht.

00:27:38: also man muss nicht der die Bespaßerin sein.

00:27:42: man kann das aber besprechen und Ich finde auch wichtig dass man eher dazu kommt sich das zuzutrauen auch das zu besprechen als dass man sich dauerüber fordert.

00:27:51: Also immer wieder zusammen zu reißen, ja das kann man mal machen Tag zwei.

00:27:55: aber wenn man irgendwie platt ist und merkt so boah ich kann das nicht!

00:27:59: Und dann die Laune, die Folge dessen also dass man den ganzen tag vielleicht doch mit den Kindern verbringt aber dann wirklich nicht einmal so Kraft verspürt um irgendwie mitzumachen begeistert zu sein oder zu lächeln oder wenn es gar nicht geht Ehrlich und authentischer zu sagen, okay heute müssen wir irgendwie überlegen was können wir so machen dass wir hier bleiben.

00:28:20: Und ich kann mich ein bisschen ausruhen und ihr beschäftigt euch irgendwie selber.

00:28:24: Dafür ist es natürlich nicht schlecht, Utensilien dabei zu haben also Stifte Papier irgendwas was man halt leicht umsetzen kann womit man sich beschäftigen kann.

00:28:34: Zu dieser Elternauszeit möchte ich noch mal etwas Wichtiges sagen.

00:28:37: wenn man als Elternteil glaubt man hat erst dann einen Anrecht auf eine Pause wenn alles erledigt Dann möchte ich euch sagen, das ist ein tragischer Fehler.

00:28:49: Denn alles ist nie erledigt!

00:28:51: Man kommt nicht an den Punkt wo alles erledigend ist.

00:28:53: Das heißt Elternauszeit ist keine egoistische Extrawurst sondern eine Voraussetzung dafür dass man als Eltern reguliert weitermachen kann.

00:29:03: Man braucht als Elternteil auch eine Pause.

00:29:05: Das ist ganz normal und wir erlauben euch hiermit ganz hochoffiziell nehmt euch bitte Pausen Ohne schlechtes Gewissen, ihr seid nicht die Entertainer eurer Kinder.

00:29:14: Eure Kinder sollten zu essen haben, zu schlafen haben.

00:29:18: sie sollten in der Grundversorgung sollte natürlich Ansprechpartner

00:29:22: haben.

00:29:23: Genau!

00:29:23: Ansprech-Partner liebe all das aber ihr seit nicht vierundzwanzig Stunden dafür verantwortlich dass eure Kinder beschäftigen.

00:29:29: Jetzt mal ehrlich wenn ich an meine Ferien denke... Ich mein jetzt gehöre ich so ein bisschen zur Gruppe von Menschen paar Dinge auch rausfallen.

00:29:39: Also ich hab als Kind kaum bis nie Brettspiele gespielt, also wirklich so... weiß ich nicht, elf, zwölf Jahre alt war.

00:29:46: Also ich kenne das nicht.

00:29:48: dass meine Eltern mit mir da sitzen und mit mir spielen oder sich beschäftigt haben andauern mit mir.

00:29:54: also wir sind als Kinder man so mitgewachsen also wir aufgewachsen und wir hatten Ansprechpartner.

00:29:59: Wir wurden versorgt immer die waren irgendwie immer in der Nähe und in der Umgebung aber es gab kein.

00:30:07: Ich bin jetzt dafür zuständig dich zu unterhalten also das kenn'n gar nich.

00:30:14: Jetzt heute mache ich das selber natürlich deutlich mehr dementsprechend.

00:30:18: Aber ich glaube wirklich, dass eine gesunde Mitte ein... Ich bin da und ich beschäftige mich sehr gerne mit meinen Kindern.

00:30:25: Und ich habe natürlich auch anders Zeit als meine Eltern das hatten.

00:30:28: Das finde ich auch einen riesengroßen Vorteil.

00:30:31: aber nur das zu machen oder sich ständig irgendwo aufzudrängen und immer irgendwie präsent zu sein.

00:30:38: Ich glaube auch nicht, dass das vorteilhaft ist und spätestens im Jugendalter hört man sowieso jetzt Ball, ne?

00:30:45: Geh mal weg und lass mich jetzt mal.

00:30:47: Also die Jugendlichen aus unserer Umgebung... Und ich rede nicht nur von meinen eigenen Kindern sondern auch von Freunden und von meinen Geschwistern.

00:30:56: Es kommt irgendwann der Satz so Boah kannst du mich nicht einfach mal in Ruhe lassen?

00:31:01: Einfach mal in Frieden lassen heißt wirklich, ich schaff's schon mich zu beschäftigen.

00:31:05: Lasst mich mal!

00:31:07: So also bitte, bitte gebt euch selber die Erlaubnis.

00:31:10: Also wir haben sie euch ja schon gegeben aber gebt Euch selbst die Erlaubnis.

00:31:14: Eure Kinder sind nicht auch immer so scharf darauf mit euch die Zeit zu verbringen.

00:31:19: Das ist wahr.

00:31:19: und selbst wenn man Kinder hat, die ganz, ganz doll Bedürfnisse nach Neonsamen auch dann Ist es wichtig, dass man sich ab und zu mal Auszeiten nimmt?

00:31:31: Es gibt ja auch Möglichkeiten.

00:31:32: Man kann beispielsweise mit anderen Eltern oder Großeltern oder mit irgendwelchen Freunden oder Patentanten, Onkels wie auch immer ... Kann man vielleicht einfach auch absprechen, dass die einen Teil der Betreuungszeit übernehmen.

00:31:46: Man can sich dann errevanjieren zum Beispiel in dem man dann die anderen Kinder zu sich nimmt oder so, ne?

00:31:52: Oder das man zum Beispiel auch sagt ... Okay, das hier ist jetzt meine Elternzeit.

00:31:59: Das ist unsere Zeit wo wir einfach mal nicht verfügbar sind und da siehst du die Uhr.

00:32:06: man kann dann zum Beispiel keine Ahnung.

00:32:07: wenn man gerne möchte, kann man es irgendwie farblich gestalten oder sowas?

00:32:10: Es gibt ja auch Uhren wo man jetzt genauer gucken kann wie läuft die Zeit ab oder so, dass man einfach sagt hey dreißig Minuten brauche ich jetzt für mich!

00:32:17: Da möchte ich keinen sehen, da möchte ich einfach Pause haben.

00:32:19: Wir sind auch Modelle.

00:32:21: Also Kinder orientieren sich, wie wir ja so häufig besprechen wirklich deutlich weniger an dem Gesagten als an dem Gelebten.

00:32:29: und wenn Kinder mitkriegen meine Eltern sorgen für sich, die nehmen sich die Auszeit.

00:32:34: natürlich kommunizieren sie diese Auszeit und wir reden auch ganz klar davon wann ist das zumutbar?

00:32:39: also wir reden von einem Alter oder von einem Entwicklungsstand wo ganz klar es Kinder können sich in der Zeit selbst betreuen sind alt genug oder es gibt eine Aufsichtsperson Die muss nicht zwingend immer dieser Elternteil sein.

00:32:53: Das will man damit sagen oder das wollen wir damit sagen, es ist wichtig auch ein Modell dafür zu sein.

00:32:59: wie reguliere ich auch Stress?

00:33:01: und egal jetzt ob ich in der Arbeitszeit bin also in einer ganz normal ablaufenden Woche oder eben auch im Urlaub Ist ja nicht so, er fängt jetzt heute an.

00:33:12: Es ist Freitag die Ferien fangen an und ich bin ein Roboter und klicke einen Schalter um und schon bin ich irgendwie total entspannt und easy und alles ist super und es ist durchgetaktet was jetzt ansteht und wir sind alle gut drauf.

00:33:25: Das passiert nicht!

00:33:26: Also das wird nicht passieren obwohl sich alle darauf freuen dass dann endlich Ferien sind.

00:33:33: Also was ich selbst, als er selbst neuer und noch divergenter Mensch sagen kann ist das es echt wichtig sein kann wirklich mal das Nervensystem so komplett runter zu regulieren indem man es irgendwie hinbekommt sich eine richtige Auszeit auch von Medien auch vom Handy auch von Social Media vor allen Dingen zu nehmen dass man wirklich mal nicht das Gefühl hat okay irgendjemand weil immer etwas von mir irgendeine Erwartung ist immer an mich gestellt Irgendwie muss liegt mein Gehirn immer auf der Laue und ist wachsam und in Erwartung, dass jetzt wieder das nächste kommt.

00:34:05: Dass man das irgendwie hinbekommt.

00:34:07: Ich glaube da sollten wir mal eine eigene Folge zu runter regulieren.

00:34:09: Ganz wichtig!

00:34:12: Versprochen machen wir noch einmal eine eigene folge zu aber dass man das halt auch irgendwie hinbekommen.

00:34:16: Ein

00:34:16: sehr wichtiger Punkt, da würde ich gerne nochmal stehen bleiben Mediennutzungen in den Ferienzeiten.

00:34:23: also da erleben wir oft zwei Extreme, also entweder Eltern die sagen so jetzt ist Ferienzeit ich bin sonst so streng es mir jetzt egal.

00:34:33: Die können wann die wollen und da habe ich auch Jugendliche mitbekommen die wirklich Nächte gar nicht geschlafen oder eine Stunde geschlaven haben was gar kein Thema ne?

00:34:44: Also das ist einfach nicht ausreichend und hilft keiner Stressregulation von keinem Menschen.

00:34:51: Dann erleben wir gleichzeitig auch Elternteile, die dann sagen so auf gar keinen Fall es in Ferien ich will diesen Stress und Streit nicht Und ich möchte die Familienzeit nutzen und die haben dann so ein Dogma für alle.

00:35:05: Die haben dann einen Plan das Jeder sich daran zu halten hat, dass wenn wir jetzt endlich so viel gewartet oder solange gewartet haben.

00:35:15: Soviel bezahlt haben und wir sind jetzt Endlich in diesem land Jetzt müssen wir auch alles sehen und alles unternehmen was möglich ist.

00:35:22: also gar keine händi oder gar kein fernseher oder wie auch immer.

00:35:27: Man kann sich vorstellen extreme sind oft schlecht und in dem fall Auch nicht vorteilhaft weil ja man tut sich keinen gefallen man tut den Jugendlichen auch keinen gefallen.

00:35:36: für Jugendliche sind Auch Medien nach wie vor wichtig, um Kontakt zu halten auch.

00:35:43: Zu deren Social Group die sie sonst haben also zu ihren Freunden, die die nicht sehen in den Ferien.

00:35:50: und auch klar machen wir uns nichts vor Klass Crawl'n Thee durch ihre Social Media Geschichten Und diesen Kampf sich zu geben.

00:35:58: dass man sagt so ein absolutes Tabu und absolutes No Go würde ich keinem raten.

00:36:03: Also weil es einfach auch ein unnatürlicher Kampf ist die normalen Umstände sind.

00:36:09: Von daher, auch da ist man immer besser beraten eine Regelung zu

00:36:14: finden.".

00:36:14: Also für sich eine Regelung zu finden, gar keine Regelungen zu haben bedeutet jeden Tag aufs neuen Kampf führen und immer wieder sich erklären müssen.

00:36:22: Das würde ich mir ersparen indem ich vorab mit meinen Kindern jugendlichen wenn Jugendlich das heißt die haben dann immer auch sowieso ein Mitspracherecht und ich würde sie auch mitteinbeziehen insofern dass ich sage ich hätte gerne einen Vorschlag lass uns mal gemeinsam überlegen weil die Bedingungen sind so dass wir gerne Dinge unternehmen wollen gemeinsam.

00:36:41: Wir wollen auszeiten, auch wenn wir nichts unternehmen heißt das nicht dass es komplett Medienzeit ist.

00:36:48: Also brauchen wir eine Absprache!

00:36:50: Das ist auch ein schönes Beispiel.

00:36:53: um direkt schon so demokratisches Abstimmen zu üben, brauchen wir mehr denn je.

00:37:00: Mehr Demokratieverständnis und das kann man ja immer im Kleinen in der Familie auch üben indem jeder einen Vorschlag machen kann und dann guckt man sich das natürlich als derjenige oder diejenige die das noch mit am meisten verantworten muss an und bespricht das.

00:37:14: aber ohne Regelung wird es schwierig glaube ich Zwischen den extremen eine zu finden erlaubt einfach, dass weniger Stress auftritt.

00:37:24: Also es wird sowieso Thema sein wie das ja immer Thema ist.

00:37:27: also Es gibt auch wenn Eltern uns fragen in unserem praxisalltag Wie können wir endlich dieses thema abschließen?

00:37:34: Sie werden es nicht abschliessen weil es ist ein dauerthema.

00:37:38: Medien sind dauertherma.

00:37:39: Es ist wichtig dass man guckt was ist realistisch umsetzbar Wer braucht was?

00:37:45: Also Medienfenster lieber zu besprechen und zu sagen, das ist dann für alle klar.

00:37:51: In den Zeiten von bis wäre es gut, wenn wir das machen.

00:37:54: Ansonsten habt ihr auch Zeit an euren Händis zu sein.

00:37:59: Sich da so ein bisschen lockerzumachen aber nur eine grobe Planung zu haben finde ich eigentlich ne ganz gute Idee.

00:38:04: oder habe ich auch ganz gute Erfahrungen gemacht.

00:38:07: Und wo du grad beim Thema Struktur bist würde ich gerne noch mal generell auf die Struktur von Ferien, also auch so Tagesstrukturen zu eingehen.

00:38:19: Und zwar wie viel Struktur brauchen denn Ferien einfach?

00:38:21: Also nicht nur was jetzt Media angeht sondern ganz generell.

00:38:26: Da ist erstmal ganz klar es muss überhaupt nicht jeder Tag minutiös geplant werden.

00:38:30: Wenn man sich etwas vornimmt das ist natürlich schön wenn man das macht und dann sich darauf verlassen kann dass er stattfindet.

00:38:36: aber man muss auch ein bisschen gucken weil so Tage komplett ohne Grenzen gehen und ein bisschen Eigenverantwortung und so ein bisschen Flunzie da sein den ganzen Tag im Pijama.

00:38:47: Und so kann natürlich auch mal schön sein, aber das birgt natürlich auch das Risiko dass es dazu viel Reibungen kommt und daher ist so eine einfache Tagesstruktur vielleicht nicht schlechtes.

00:38:57: man sagt okay Man macht irgendwie eine aktive Sache am tag oder etwas nützliches man Ist irgendwie gemeinsam und dann kann jeder dann auch noch entscheiden Okay, wie verbringe ich den Rest des Tages?

00:39:13: Und dann eben die Medienzeitsmischung könnte man am Abend zum Runterfahren oder so.

00:39:17: Oder dass man dann sagt okay wir planen abends noch einen gemeinsamen Filmeabend oder sowas.

00:39:22: Also sprich wirklich ein paar Anker im Tag zu haben z.B.

00:39:27: einmal rausgehen also einmal körperlich aktiv werden.

00:39:30: Dann irgendwie eine Sicht auf eine gemeinsame Mahlzeit oder so wenn es denn möglich ist Und dann eben auch Ruhezeit, runterfahren und so.

00:39:39: Das ist schlicht!

00:39:41: Und das ist halt nicht dieser pädagogische Wahnsinn, dass man irgendwie voll Tetris spielen muss mit allem Möglichen.

00:39:49: Haltet es da wirklich einfach?

00:39:50: Ja,

00:39:51: man verhaftet sich ja selbst auch... Also die Frage ist ja wirklich immer das was ich mir vornehme gilt ja wenn ich es konsequent machen möchte und das sollte ich dann auch wenn ich's mir vornehme Auch für mich also ist die Frage nehme ich mir zehn Punkte vor Dann muss ich dann auch dahinter stehen.

00:40:08: Weil, dann mache ich mich sonst unglaubwürdig und es ist nur chaotisch weil überhaupt die Erwartungshaltung mit dem was dann in Konsequenz umgesetzt wird, überhaupt nicht zusammenpasst.

00:40:18: Genau.

00:40:19: Und das ist viel besser.

00:40:20: also ich glaube so wie die Medien generell die Struktur wie du gerade sagst eine grobe Planung.

00:40:26: Die würde in grob halt soviel zusammenfassen dass man sagt zwei drei Punkte für den Tag grob festhalten und die Eltern sind eben natürlich, ja sie sind verantwortlich für das Monitoring davon.

00:40:39: Genau!

00:40:40: Und jetzt kommen wir mal zu einer Sache vor der ganz viele Leute Angst haben.

00:40:44: Interessanterweise unberechtigte Angst denn da ist es die Langeweile.

00:40:49: Langeweile ist etwas was sich heutzutage irgendwie schwer aushalten lässt Wo ich tatsächlich auch die Erfahrung mache, dass viele Kinder das relativ schnell äußern.

00:41:01: Jetzt gucken wir uns langweilig mal generell so an.

00:41:03: Wofür ist langeweile da?

00:41:05: biologisch gesehen ist langeweile genau der moment wo man anfängt kreativ zu werden, wo man anfangt nach lösungen zu suchen.

00:41:11: Wo man anfing aktiv zu werden weil man halt so in seine eigene initiative dann rein kommt.

00:41:16: eine selbst steuerung.

00:41:18: das passiert aber nur wenn erwachsen nicht sofort einspringen und denn halt übernehmen und sagen okay die ist das ananas du könntest usw.

00:41:25: Ein ein mögliches Verhalten bei lange Weile wäre zum Beispiel als Elternteil dann zu sagen okay, ich verstehe dir ist jetzt gerade langweilig aber tatsächlich Bin ich jetzt grad nicht dafür zuständig jede Minute von dir mit Action und Unterhaltung zu füllen.

00:41:42: deswegen überlege erst mal selbst Was könntest du machen?

00:41:46: Und dann könnte man zum beispiel Fan von Listen, immer generell.

00:41:50: Man könnte zum Beispiel vorab schon gemeinsam eine lange Weile-Liste erstellen und die zum Beispiel an den Kühlschrank hängen?

00:41:57: Und auf dieser langweile Liste könnte denn z.B.

00:41:59: stehen was weiß ich lesen mal ein Hörspiel hören rausgehen Legospielen Musik Freunden anrufen etwas backen Etwas basteln Zimmer umräumen Ball spielen whatever.

00:42:12: Also wirklich?

00:42:12: Du meinst, wenn das Kind dann kommt und sagt mir ist langweilig zeigst du einfach auf die Lüfte.

00:42:17: Genau.

00:42:18: Perfekt!

00:42:22: Das heißt nicht, dass man ein schlechtes Elternteil ist.

00:42:25: Sondern das heißt, dass einem Kind Unterstützung dabei gibt sich aus so einer Situation eben auch rauszuhelfen.

00:42:32: Überleg mal früher als es noch keine Handys gab und das war in unserem Leben also die Hälfte unseres Lebens war das der Fall.

00:42:39: da haben wir an der Bushaltestelle gesessen und haben einfach gewartet auf den Bus.

00:42:43: Da haben wir im Wartezimmer gesessen Und haben einfach Gewartet!

00:42:46: Wir

00:42:46: haben im Auto

00:42:48: gesessen oder im

00:42:49: Autogesessenung geguckt wie die Regentropfen an der Scheibe entlang.

00:42:53: Genau, meine Güte wenn ich mir überlege die langen Fahrten nach Südfrankreich oder so genau.

00:42:57: ich habe gelesen im Auto Ich hab was auch immer, wir haben halt irgendwie vielleicht Musik gehört oder so.

00:43:03: Aber ansonsten gab es nicht Dauerbeschallung und das können Kinder natürlich sehr gut, dass sie auch

00:43:08: arbeiten.

00:43:09: Ja ja also du sagst das gerade.

00:43:10: eben ist es so wichtig darauf finde ich noch mal hinzuweisen.

00:43:14: Es geht ums Aushalten Und es geht nicht nur darum dass Kinder das schlecht aushalten sondern eben auch Eltern das schlecht aushalten.

00:43:21: Also Langeweile zwingt ein, zu hinzugucken wie gut oder wie schlecht können wir regulieren.

00:43:28: Und dieses mir ist langweilig und mein Kind quengelt führt ja auch nicht selten dazu dass dann auch Kinder angepumpt werden wie sonst was.

00:43:36: Ja klar weil es nervig ist.

00:43:38: aber auch da würde ich so gerne plädieren für Eltern haltet das bitte aus.

00:43:44: Also, haltet aus ohne die Kinder direkt anzupumpen dafür dass sie sich beschweren weil es ist ja ein erst im ersten moment unangenehmer zustand weil da fehlt irgendwas.

00:43:55: und dann kann man sagen ja ich kann mir vorstellen dass dir langweilig ist.

00:43:57: also gefühl validieren einfach annehmen Wenn man das auch so merkt, dem Kind gefällt es nicht.

00:44:05: Es beschwert sich und jammert sozusagen darüber.

00:44:09: dann kann man sagen Boah ja!

00:44:10: Kann ich mir vorstellen?

00:44:10: Das ist auch erzend.

00:44:11: aber was denkst du denn?

00:44:13: Könntest du etwas machen?

00:44:13: Und dann gibt's natürlich auch Kinder die sagen gar nichts.

00:44:16: Dann sagt man okay da machst du halt nichts.

00:44:18: wie sieht den dein Nichts aus?

00:44:20: Zeig mal also dass man nicht auf diesen emotionalen Zustand direkt Ja, so reagiert als wäre das ein Verbrechen.

00:44:29: Als wär das auch Absicht?

00:44:31: Oder

00:44:31: als wäre es einen Auftrag, den man unbedingt anrichtet.

00:44:34: Man reagiert ja dann manchmal grandig weil man sich schuldig fühlt.

00:44:39: Ich muss jetzt hier überlegen...

00:44:40: Genau dem Kind ist langweilig.

00:44:42: ich muss übernehmen.

00:44:43: Das ist genau der Moment wo das Kind etwas lernt.

00:44:46: Etwas über sich lernt, etwas soziales lernt eine Situation eben zu lösen und keine Ahnung.

00:44:52: da könnte man sogar über Achtsamkeit oder so stellen.

00:44:54: Gezwungen Gedanken zu machen oder zu gucken, oder einfach auszuhalten auch da.

00:45:00: Also Kinder sind in dem Zustand, das fühlt sich gerade unangenehm an und wie überbrückt man das?

00:45:07: Und dann ist es wirklich spannend zu gucken was passiert aus so einem Eigenantrieb oder aus so nem Reflex heraus.

00:45:15: und glaub mir irgendetwas wird passieren!

00:45:18: Also irgendetwas macht das Kind.

00:45:19: Und selbst wenn es dann ... Dann hab ich auch von Leuten schon gehört, ja, dann hing mein Sohn einfach kopfüber auf dem Sofa rum!

00:45:28: Boah wie geil ist das?

00:45:30: Wenn das ein Zustand ist der dann angenehmer war, dann war das ein Regulieren da war das einen Skill

00:45:35: Auf jeden Fall.

00:45:37: Ich dachte gerade so darüber nach, ich weiß noch Es ist ein kleiner Junge mit dem ich öfter Hunde runden gegangen bin und er dann auch sagt ihm sehr immer so langweilig.

00:45:47: Und dann haben wir angefangen Spiele zu spielen, während der Hunde Runde zum Beispiel das Assoziationsspiel.

00:45:52: Jemand fällt ein Wort ein, z.B.

00:45:55: Grashalm und der Nächste sagt was er damit assoziiert, zb Marienkäfer Und der Nächste sagt vielleicht mein neuer Bikini und der nächste sagt dann vielleicht Strand.

00:46:07: Der Nächte sagt Sand an den Füßen, oder Sandalen.

00:46:15: Man assoziiert einfach.

00:46:16: Das bringt Spaß!

00:46:17: Oder das Kategoriespiel.

00:46:19: Also jemand sagt eine Kategorie zum Beispiel Automarkt Und dann seht man Automarken abwechselnd auf, bis man sie alle durch hat.

00:46:26: Davon gibt es so ganz viele Spiele und daran haben Kinder unheimlich Spaß.

00:46:29: oder was die auch toll finden ist zum Beispiel gemeinsame Geschichten erfinden.

00:46:32: Jeder sagt immer einen Satz und man erfindet eine gemeinsame Geschichte in der man abwechseln jeweils ein Satz sagt oder auch ein Wort abwechselnt.

00:46:39: das kann auch total viel Spaß bringen.

00:46:41: da gibt's ganz viele spiele die man sich dann könnt ja auch einfach mal googeln was es da noch so gibt und damit kann man sich beschäftigen.

00:46:48: da haben Kinder voll Bock drauf ganz häufig

00:46:51: Ja, auf diese wirklich einfach gestalteten Spiele.

00:46:55: Da haben Kinder, Jugendliche und Erwachsene auch Bock drauf.

00:46:58: also wenn man sie mal anfängt und umgesetzt wie lange Mini-Golfen oder einfach nur zum Spazierengehen irgendwie gelaufen sind, so als zu einer bestimmten Stelle.

00:47:10: So wer ist schneller da und ich fang dich?

00:47:11: Und man muss sich gegenseitig fangen!

00:47:13: Also da waren die Eltern.

00:47:14: also das habe ich dann auch so erstaunt beobachtet.

00:47:17: hey dass sie darauf noch Bock haben.

00:47:19: ja weil man Spaß dran hat wenn man irgendein Quatsch, irgendeinen Blödsinn zusammen macht.

00:47:23: Es braucht überhaupt nicht so das komplizierte irgendwie ewig vor überlegte teure sonst was.

00:47:33: es reicht wirklich es einfach zu halten und irgendwie zu versuchen, in dem Moment zu sein.

00:47:39: Also hier und jetzt zu sein ist tausendmal wichtiger als sich vorzunehmen irgendwie den Sommer des Jahrhunderts zu erleben mit seinen Kindern.

00:47:48: Also Eltern unterliegen ja durchaus auch unterschiedlichen Belastungen und manche Eltern die zum Beispiel alleinerziehend sind oder eben viel arbeiten haben natürlich noch ein bisschen mehr Stress mit den Ferien.

00:48:04: Und da möchten wir nochmal explizit sagen, schaut euch um was es so für Angebote gibt die ihr dann Anspruch nehmen könnt wie zum Beispiel auch so einen Ferienpass der Stadt oder der Gemeinde.

00:48:15: oder vielleicht gibt es Jugendzentren in der Nähe Sportvereine mit Ferien angeboten oder Kirchengemeinden, oder soziale Träger die was anbieten.

00:48:23: Vielleicht gibt es in der Bibliothek so eine Ferienzeit oder solche Dinge.

00:48:28: also dies gibt sodass ihr euch da auch einfach ein bisschen entlasten könnt.

00:48:31: wir wissen manche für manche Menschen sind Sommerferien echt mehr Horror-Erwartung als irgendwie Erholungszeit.

00:48:40: aber Wirklich gönnt euch das, entlastet euch und wenn es irgendwie möglich ist dann schaut was gibt es für gratis Angebote?

00:48:48: wie kann ich meine Kinder irgendwie gut versorgen.

00:48:50: Und macht euch da nicht allzu viel Stress?

00:48:53: Ja genau!

00:48:54: Ganz wichtig.

00:48:55: Ihr könnt euch entlasten, indem ihr euch einfach selbst so ein paar Fragen stellt um euch da so entlang zu handeln in Richtung Ferienplanung.

00:49:03: also was zum Beispiel wie viel Energie habe ich wirklich über für welche Planung?

00:49:10: Also ganz im Vorfeld irgendwie so fantastisch einen Urlaub auch vielleicht gedacht ist aber schaffe ich das bin ich gerade in dem Zustand und das kann verschiedene Dinge betreffen Das kann das Energielevel betreffend gerade sagt auch Ressourcen, wie viel Geld habe ich über und was ist realistisch für mich?

00:49:29: Also damit ich mich nicht selber so sehr unter Druck setze sollte ich mich das zum Beispiel im Vorfeld einfach fragen.

00:49:35: Was kostet wenig bringt aber ganz viel Verbindung.

00:49:38: also so wie wir vorhin ein paar Beispiele für bestimmte Highlights sage ich jetzt mal in Anführungsstrichen gesetzt haben Dinge zu unternehmen Spiele zu spielen selber einfach dem Ganzen einen Rahmen zu geben indem Mottowoche stattfinden kann, da muss ich nicht nach Italien fahren.

00:49:57: Auch wenn ich gerne würde vielleicht klappt es ja einfach nicht wegen Geld, wegen Zeit, wegen anderer Ressourcen.

00:50:03: aber ich kann natürlich auch in der Italien Woche mir nach Hause holen also dass sich ein bisschen versuche kreativer damit umzugehen mit den ressourcen die ich eben zur verfügung habe anstatt mich dauer schuldig dafür zu fühlen.

00:50:15: das ist so ist Nicht jede Ferienwoche muss so sein.

00:50:20: Ich möchte, dass mein Kind sich ein Leben lang daran erinnert.

00:50:26: Side note Kinder erinnern sich nicht an wie teuer war die Reise?

00:50:30: Wie weit weg war sie?

00:50:31: Sondern wie schön hat sich das angefühlt und welche Zeit haben wir gemeinsam verbracht?

00:50:36: Also da sind auch Eltern gut beraten selber mal zu überlegen an was erinneren Sie sich aus ihren Ferienzeiten?

00:50:41: Was war schön?

00:50:43: Und da stellt man fest es sind nicht immer die großartig angelegten fantastischen Urlaube die so teuer waren.

00:50:53: Also für mich war immer besonders schön wirklich die Qualitätszeiten, wenn man irgendwas toll ist.

00:50:58: Also unternommen tatsächlich, in meinem Fall das mochte ich immer gerne.

00:51:01: Hat wo es denn irgendwas Wissenswertes gab?

00:51:04: Ich fand's immer toll was über Tiere zu lernen oder irgendein super interessanten Fakt.

00:51:11: Ich hab das immer total geliebt mir mit Dinge anzugucken und dann halt vielleicht irgendwelche wissenswerden Dingen darüber.

00:51:17: Und ich mein dass ist ja auch wissen was heute total verfügbar ist per Wikipedia usw.

00:51:22: und sofort würde ich zum Beispiel einen Ausflug irgendwo hinplanen.

00:51:25: sagen wir jetzt mal extern steinen wir wohnen ja in NRW.

00:51:28: Dann würde ich mir vorher angucken bei Wikipedia, okay was gibt es darüber zu wissen und was kann ich meinem Kind vermitteln auf dieser Tour?

00:51:36: Vielleicht gibt's irgendwelche tollen Geschichten.

00:51:38: oder wenn man hier an den... wie heißt das Drachenfels oder so weiter und sofort der genau da passende

00:51:44: Ort

00:51:46: um die Nibelungensaga einmal irgendwie einzubeben also dass man das Ganze wirklich so ein bisschen verzaubert dann könnte man das zum Beispiel so machen Zuseht jede der Ferienwochen, dass man vielleicht möglichst ein kleines Highlight hinbekommt.

00:52:01: Das könnte eben zum Beispiel einen Besuch am See sein oder in Kinoabend oder eben Ausflug oder eine Übernachtung im Garten und vielleicht einen sozialen Kontakt also Freundinnen Cousine Nachbarin wie auch immer Und dann kann ja sein, dass es irgendwie da in der Nachbarschaft jemanden gibt, den man total gern hat und so.

00:52:19: Ja

00:52:20: das ist so ein wichtiger Punkt, den du gerade sagst.

00:52:22: also für mich zum Beispiel nicht an Ferien denke verbinde ich das immer mit Gemeinschaft und Nichtgemeinschaft im Sinne von.

00:52:29: alle waren den ganzen Tag happy und fröhlich und alles war schön!

00:52:33: Nichtsso-Gemeinschaft sondern wir waren zusammen.

00:52:35: Also wie ich war auch mal einen Tag schlecht gelaunt und sauer auf jemandem.

00:52:38: Es gab auch Streit spielt aber überhaupt keine Rolle in meiner Erinnerung Weil wenn ich zurückdenke, denke ich an den Geruch von der Sonnenmilch die ich sehr unregelmäßig benutzt habe.

00:52:51: An, weiß ich nicht, Chlorgeruch?

00:52:52: An Pommes-Geruch weil wir den ganzen Tag gemeinsam irgendwie verbracht haben.

00:52:57: Wir haben Volleyball gespielt, Fußball gespielt sind Schwimmen gewesen Haben einfach die Zeit irgendwie zusammenverbracht und mit ganz viel Ich sag jetzt sturmsinnige Geräte mit irgendwie verknallt sein in irgendjemandem, den man gesehen hat.

00:53:12: Mit Austausch mit den anderen und unterschiedlichen Alters auch.

00:53:16: Also es hat einfach Spaß gemacht die Zeit zusammen zu verbringen ohne dass man Hausaufgaben machen musste oder dass man lernen musste.

00:53:24: das war schon Ferien genug.

00:53:26: So ein Bewegungsteil könnte man auch sagen okay ja wir gehen eben wandern wir gehen Geocashen oder sowas.

00:53:34: Sachen einbauen und dann das reicht wirklich.

00:53:38: Genau, also Mila und ich plädieren für eine grobe Planung ein paar Punkte, die man sich vorher vielleicht überlegt hat.

00:53:45: Damit man nicht in so eine Situation kommt jeden Tag sich irgendwie wirklich den Kopf zu zermatern was macht man und um auch für die Kinder, die wirklich von einer Struktur also von irgendeiner Struktur doch mehr profitieren als gar keiner Struktur dass man so ein bisschen Vorhersehbarkeit schafft.

00:54:03: Also zwei drei Punkte einfach sich überlegt Und das reicht.

00:54:06: aber also mehr braucht es gar nicht.

00:54:08: und Das wichtigste vielleicht von allem ist selber zu überlegen welche Erwartungshaltung habe ich?

00:54:15: Und die dann auf, wie realistisch ist sie zu überprüfen?

00:54:19: Auf eine Realisierbarkeit auch.

00:54:21: Eine Umsetzung.

00:54:22: Dass man nicht denkt, ich will jetzt, dass wir die beste Zeit gemeinsam haben und alle sollen gut drauf sein.

00:54:28: Ich weiß das sagt... Also würde kein Erwachsener so sagen aber oft steckt das dahinter.

00:54:32: Oft ist das ein Plan den man ganz tief verankert hat, dass die Erwartungshaltung davon getragen wird.

00:54:40: Das ist schwierig weil es einfach nicht das Leben ist.

00:54:44: Da bricht Leben durch, da kann man egal was man sich vorgenommen hat.

00:54:49: Nicht damit rechnen dass das kommt sondern im Gegenteil.

00:54:51: also wir sind Menschen und leben ist schlechte Laune.

00:54:54: auch mal haben streiten auch obwohl man in dem schönsten Land der Welt vielleicht denkt zu sein.

00:55:00: Das gehört alles dazu und es ist okay eine Akzeptanz dessen.

00:55:04: viel wichtiger ist es so kleine Inseln zu haben in denen es dann schön ist.

00:55:09: und was passiert aber so dauerhaft über sechs Wochen?

00:55:11: dat schafft kein Mensch.

00:55:13: Und genau, offen zu sein für wenn man am Abend dann zusammenkommt und jemand sagt das war ein Scheiß Tag.

00:55:19: Wir haben gestritten es war ätzend.

00:55:22: Es ist so viel wichtiger dass man das schafft gemeinsam anzusprechen und dann zu sagen okay was könnten wir morgen machen?

00:55:28: wie können wir uns das anders vorstellen?

00:55:29: Das ist ein bisschen entspannter wird Und das ist viel cooler, als dass man wirklich sich die ganze Zeit unwohl fühlt und da so bemüht ist.

00:55:38: Das aber nicht zulässt.

00:55:40: Dass es nicht offen anspricht.

00:55:42: Ey war ein blöder Tag!

00:55:43: Ja So what?

00:55:44: Wir machen morgen was anderes und versuchen etwas besser daraus zu machen.

00:55:48: Und das is in Ordnung... Es spiegelt den Kindern ein Problemlöseverhalten.

00:55:55: Also das eigentlich, worauf es ankommt ist nicht dass alles immer super läuft sondern wenn's nicht gut läuft was mache ich damit?

00:56:02: Wie gehe ich da mit um?

00:56:03: Ein Teil ist Akzeptanz und ein anderer Teil ist und jetzt gucke ich wie kann ich das für mich für den nächsten Tag vielleicht ein bisschen anders machen?

00:56:11: Und das reicht schon!

00:56:12: Das ist schon alles was Kinder mitnehmen können.

00:56:15: also ich wünschte wirklich dass Kinder eins mitkriegen und zwar Regulation von den Dingen besser zu machen sind.

00:56:23: Und zwar nicht optimal und nicht ideal, sondern einfach nur für einen Bedürfnis orientiert oder vielleicht angemessener.

00:56:31: Und dazu gehört eben auch, dass es... das kann man nicht oft genug sagen.

00:56:36: Dass es nicht darauf ankommt in welchem krassen Land, in welchem krassen Hotelman war sondern es kommt einfach drauf an, dass man etwas getan hat was für ein selbst gutes, was einem gut getan hat.

00:56:48: und wenn das so was ist wie im Regen durch Fützentanzen dann ist das fantastisch.

00:56:52: und wenn es sowas ist wie einen Picnic machen auf einer Wiese Dann ist das Fantastisch.

00:57:01: Und dann

00:57:06: ist man nicht so gezwungen wie ganz viele von uns die früher im Morgengreis erzählt haben, wo sie sonst wie waren.

00:57:13: Obwohl sie zu Hause waren!

00:57:15: und dem Freibad.

00:57:16: Das fand ich immer sehr lustig, das beschreibt auch Tassi mit seinem Buch Mama Bitte Lern Deutsch.

00:57:22: Das ist so lustig!

00:57:23: So ein tolles Buch?

00:57:24: Ja, das ist so ein cooles Buch und es beschreibt diesen Druck den man manchmal als Kind schon spürt irgendwas zu erzählen.

00:57:31: und dann ging's auch gar nicht darum dass man selber dachte Ich hätte mir so Ferien gewünscht.

00:57:36: Darum gings gar nicht sondern es ging wirklich darum zu bestehen in diesem Ja, entweder Morgenkreis oder in dieser Runde wo erzählt wurde wer war wo und an diesem Punkt würde ich gerne auch Lehrerinnen dafür sensibilisieren so Diskussion auf vielleicht entsprechend zu führen.

00:57:53: Also dann eher zu sagen was hast du empfunden diese Ferien wo du sagen würdest?

00:57:59: Oder das war ein Highlight für mich?

00:58:01: Und nicht, wo wart ihr?

00:58:02: Wo bist du gewesen?

00:58:03: in welchem Land.

00:58:04: Weil nicht jeder verreist ... Ein ganz wichtiger Punkt!

00:58:06: In ein anderes Land.

00:58:07: Sondern wie hast Du Dich gefühlt?

00:58:09: Wobei hast Du Spaß gehabt?

00:58:11: Wo es eher um die Tätigkeit geht und nicht welche Destination man so mitgenommen hat.

00:58:16: Genau Okay Leute.

00:58:19: Ja

00:58:20: Also wir wünschen Euch schöne Ferien sehen uns auf jeden Fall noch für eine Folge in vierzehn Tagen.

00:58:28: Und dann werden wir auch in eine kleine Sommerpause gehen.

00:58:32: und nur dass ihr das schon mal wisst, genau!

00:58:34: Werden wir Ferien machen?

00:58:37: Wir freuen uns auf euch in der nächsten Folge und wünschen euch tatsächlich jetzt schon

00:58:43: ganz

00:58:44: fantastische Ferienzeit und entspannt wirklich etwas.

00:58:48: Genießt eure Auszeit wie auch immer.

00:58:52: Also

00:58:54: dann, hadi tschüss!

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