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Zeugnisse

Shownotes

Zeugnisse sind da - und mit ihnen oft auch jede Menge Gefühle. Aber warum fühlen sich ein paar Zahlen manchmal so groß an? Noten sagen etwas über Leistung aus, aber nicht über den Wert eines Menschen. In unserer neuen Folge von JungePsyche sprechen wir darüber, was Zeugnisse mit unserem Selbstwert machen, warum sie so viele Gefühle auslösen können und wie wir lernen, uns und unsere Kinder nicht über Zahlen und Bewertungen zu definieren.

Transkript anzeigen

00:00:00: Das Zeugnis steht an und plötzlich dreht sich alles um Zahlen, Noten und Vergleiche.

00:00:07: Eine gute Note kann uns stolz machen – eine schlechte kann sich schnell wie ein persönlicher Rückschlag anfühlen!

00:00:14: Aber sind wir wirklich unsere Noten?

00:00:16: In dieser Folge schauen wir darauf warum Leistung so eng mit unserem Selbstwert verbunden ist und wie wir lernen können, uns selbst und unsere Kinder unabhängig von Erfolgen und Bewertungen zu sehen.

00:00:44: Herzlich willkommen zu der neuen Folge von Junge Psyche aufwachsen verstehen.

00:00:49: Dem Podcast aus der Welt, der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie

00:00:53: mit Sambra Fazlit

00:00:54: und Mila Ulyawi.

00:00:56: Guten Tag!

00:00:57: Da sind wir wieder.

00:00:59: Hallo,

00:01:00: wie schön dass ihr da seid.

00:01:02: Ah herrlich das Schuljahr neigt sich dem Ende.

00:01:08: Genau, bei uns in Nordrhein-Westfalen stehen die Sommerferien vor der Tür.

00:01:12: Ich weiß, in anderen Bundesländern gibt es schon Sommerferieren und dann wieder anderen oder ich glaube wir sind die Letzten dieses Jahr?

00:01:19: Das könnte sein!

00:01:20: Wir sind richtig, wir sind ziemlich spät dieses Jahr.

00:01:25: Aber umso aufgeregter sind wir alle Eltern und Kinder also ich insbesondere weil einfach die Urlaubszeit ansteht.

00:01:33: aber da ist noch was davor für ganz viel Aufregung sorgt, sowohl bei einigen Eltern aber vor allem bei ganz vielen Kindern.

00:01:44: Genau die Zeugnisse, die stehen an.

00:01:47: und ja Zeugnüsse sind tatsächlich für manchen totale Grund zum Feiern und für andere Ehrengrund für Bauchschmerzen.

00:01:57: Boah ja das ist... Genau der Grund, warum wir darüber nachgedacht haben.

00:02:03: Womit entlasten die Menschen so in die Ferien?

00:02:07: Und dann haben wir beide festgestellt aus unserer Arbeit ... Das ist wirklich ein Riesenthema.

00:02:13: Mal wieder!

00:02:14: Leider... Ich würde sagen eher leider weil ich erlebe es eher als ein sehr beladenes Thema.

00:02:22: Also hier und da ist das auch beschwingt wie du sagst.

00:02:24: Es gibt Leute, die freuen sich darauf Aber oft ist es wirklich auch ein Grund für ganz viel Leid, muss man schon so sagen.

00:02:32: Ja das stimmt!

00:02:33: Leid und Selbstwertproblematiken und auch Druck innerhalb der Familie.

00:02:41: Wie war's denn bei dir damals?

00:02:43: Wenn Zeugnisse anstanden bei euch früher?

00:02:45: wie wurde damit umgegangen?

00:02:48: Also ich kann mich erinnern dass... Leistung immer wichtig war, also es war immer ein irgendwie Thema und wichtig.

00:02:55: Und in meinem Fall hatte ich einfach Glück weil ich das dritte von drei Kindern bin.

00:03:02: Ich glaube, dass meine Geschwister schon für einige Erfahrungen gesorgt haben bei meinen Eltern.

00:03:07: Dementsprechend war denen alles ein bisschen egaler in meinem Fall.

00:03:12: Dann liegt es auch daran... ich muss sagen, ich war wirklich eines dieser Kinder die eher so einen Selbstläufer war.

00:03:17: also ich war unfassbar neugierig und interessiert schon immer Und ja hab Schule eher als Spaß-und Spielfeld verstanden.

00:03:26: Also ich habe ganz lange nicht gecheckt Wie ernst das für manch anderen Menschen ist, weil ich das einfach so von meinen Geschwistern abgekriegt habe.

00:03:38: Dass Schule stattfindet bevor ich überhaupt in dem Alter war.

00:03:43: also ich hab vorher schon irgendwie gelesen mir Dinge angeguckt aber einfach nur weil ich neugieriges Kind war, also gar nicht überbewertend.

00:03:53: Ich weiß jetzt nicht so, oh sie ist so schlau und deswegen liest sie schon alles nicht so sondern wirklich total verspielt, weil ich einfach ja erst mal nicht in Deutschland zur Schule gegangen bin die ersten Jahre, sondern in Ex-Jugoslawien und das ist wirklich nochmal anders.

00:04:10: Also zum einen hatte ich wenig irgendwelches Spielzeug Das heißt alles was meine... Geschwister mitgebracht haben nach Hause.

00:04:19: War für mich Spielzeug, war ein Spielsachen und ich habe mir das immer angeguckt was die so gemacht haben in deren Taschen rumgewühlt und bin an dieses Leistungsthema erstmal total entspannt herangetreten.

00:04:30: Ich war auf einer ganz kleinen Grundschule, einer kleinen dörflichen Grundschulle die zusammengesetzt war auch aus so gemischten Altersgruppen.

00:04:39: also die erste Klasse war zusammen mit der zweiten Klasse, die dritte mit der vierten usw.

00:04:44: Also das war alles nochmal ein ganz anderes Schulsystem.

00:04:48: deswegen bin ich wirklich relativ sanft und spielerisch gestartet.

00:04:52: später dann naja kam ich nach Deutschland und lernte das schreckliche, dreigliedrige Schulsystem kennen.

00:05:00: Und hatte dann schon einen etwas holprigeren Weg, würde ich sagen alleine aufgrund der Sprachbarriere.

00:05:07: Ich habe aber wieder die Kurve gekriegt weil ich nach wie vor ein neugieriger Mensch war.

00:05:13: Das hat mich gerettet!

00:05:15: Also ich war gar nicht so mega leistungsorientiert Aber schon irgendwie neugierig und ehrgeizig.

00:05:20: Und hab einfach auch keine Angst vor Noten gehabt, hatte das Glück dass meine Eltern beide gar nicht so verbissen leistungsorientiert waren und sich das so einfach wirklich eher schwunghaft entwickelt hat.

00:05:35: also sehr unbelastet würde ich sagen.

00:05:39: Im späteren Jugendalltag dann so Richtung Abi, da hab ich dann festgestellt wie ehrgeizig ich eigentlich bin für mich allein.

00:05:47: Weil ich dann ja unbedingt meinen NC für Psychologie schaffen wollte.

00:05:50: Dann hatte ich wirklich Druck aber ich habe mir den wirklich selber gemacht das kann man gar nicht anders sagen.

00:05:58: also da habe ich das erste mal so Noten als etwas Bedrohliches wahrgenommen weil ich so das Gefühl hatte okay das entscheidet jetzt ob ich dass was ich wirklich machen möchte, überhaupt machen kann.

00:06:10: Und das hat mir wirklich Angst gemacht!

00:06:12: Ja, kann ich verstehen...

00:06:15: Wie war es für dich?

00:06:16: Wie hast du das so erlebt durch die komplette Schulzahl?

00:06:20: Ich war so ein klassisches ADHS-Kind in der Schule.

00:06:23: Ich war immer fürchterlich aufmüpfig und habe überhaupt keinen Sinn für irgendwelche Regeln gehabt.

00:06:28: Hab auch nur so lange gemacht wie ich wollte.

00:06:31: Also ich war ein richtig krass auffälliges ADHS Kind also nicht nur ein bisschen sondern Also wirklich, ja.

00:06:38: Schon ordentlich!

00:06:39: Und in der Grundschule hatte ich schon auch Glück.

00:06:43: Teilweise mit den Lehrern Glück und dann ... Ich war zwar sehr adhs-ig aber ich war nicht auf dem Kopf gefallen und hab meine Schäfchen ins Trockene gebracht.

00:06:53: Aber das war immer sehr durchwachsen.

00:06:56: Dann habe ich

00:07:00: in der ersten weiterführenden Schule bis zur achten Klasse Das war ein Gymnasium, das fand ich ganz fürchterlich.

00:07:06: Da war ich auch... Ja, ich fand es immer fürchterlich, doof zu lernen.

00:07:10: Ich hab's gehasst!

00:07:11: Obwohl ich auch ein neugieriger

00:07:12: Mensch bin und... Hast du das als sehr viel Druck so auf dem Gymnasium erlebt?

00:07:17: Weil ich war auf einer Gesamtschule.

00:07:18: Das heißt da war das wirklich noch mal ganz anders auch, würde

00:07:20: ich sagen.

00:07:21: Ich habe das als gut erlebt ja.

00:07:24: Und auch als doof und langweilig.

00:07:26: Dann durfte man irgendwie auch... Einmal hatte ich schon vorgearbeitet.

00:07:31: Da hatte ich total Spaß daran Englisch zu lernen davon erzählt und dann war sofort gab es irgendwie eine Rüffel, ihr sollt nicht alleine vorleihen.

00:07:42: Also

00:07:43: das war auch verkehrt.

00:07:45: Ich denke

00:07:46: sehr treu was für ein Wurzelsbus.

00:07:48: Danke!

00:07:51: Und dann habe ich in der achten Klasse auf dem anderes Gymnasium gewechselt weil ich da auf dem Eindat war nisch dass da kam ich nicht gut zurecht und die kamen auch nicht gut mit mir zu recht und da war's dann besser.

00:08:03: Ich fand es immer noch total doof zu lernen und hatte immer noch ... Ach, ich hatte immer so einen soliden Dreierschnitt.

00:08:09: Also von bis Fächer, die mich interessiert hatten, da war ich ganz gut.

00:08:12: Und Fächter, die nicht interessiert haben, da hatte ich dann auch einfach nur fünf.

00:08:15: Ich hab auch mal eine Sechstenmatte geschrieben.

00:08:17: Das kannte ich jetzt

00:08:18: vor.

00:08:18: Ja, aber du hast wahrscheinlich gar keinen Bock drauf gehabt.

00:08:21: Überhaupt keinen Bock?

00:08:22: Nee!

00:08:23: Boah, das schlägt sich auch so nieder in Noten.

00:08:26: Das ist Wahnsinn.

00:08:27: Genau.

00:08:28: Ich habe in der Elftenklasse aufgehört nach der Elftenklasse mit der Schule dann ja ein Jahr was ganz anderes gemacht und dann aber wieder angefangen.

00:08:35: Und da war es so ähnlich wie bei dir, erstens hatte ich das Riesenglück dass ich auf einmal richtig geile Lehrer hatte.

00:08:41: also die Lehrer in meiner zweiten Oberstufenphase waren richtig cool!

00:08:45: Das war wirklich eine Ansammlung von Feuerzangenbohle-Lehrern.

00:08:49: Die waren einfach großartig.

00:08:52: Ich liebe sie alle immer noch, die haben mir den Schulalltag toll gemacht Und da habe ich das Gefühl gehabt, gewertschätzt zu sein.

00:09:01: Das war für mich wichtig diese Beziehungen auch zu Lehrern zu haben und dann hab' ich ja Abi gemacht und wollte ja gerne aufs Medizinstudium

00:09:12: hin und

00:09:13: habe einen NC gebraucht und es hat ja auch geklappt wie bei dir das Gleiche.

00:09:18: Aber ist das nicht schon Wahnsinn, dass das so eine Barriere ist?

00:09:25: Wenn du für ein Thema brennst.

00:09:27: Du kannst dir vorstellen, dass du das studieren willst und dann hängt es wirklich an dieser Note!

00:09:33: Also ich meine, die sind ja jetzt lange genug in den Berufdrehen auch.

00:09:38: In der Ausbildung zu Psychiothek und Therapeuten, dass man wirklich sagen kann also was darüber nicht entscheidet ob jemand gut oder schlecht oder ein bisschen länger braucht ist der NC.

00:09:51: Der entscheidet absolut nicht darüber bei

00:09:53: den Medizinern.

00:09:54: Womit auch schon klar sein dürfte mit welcher Grundeinstellung wir hier in die Folge reingehen?

00:10:01: Absolut, absolut.

00:10:04: Ich merke auch, also ich weiß noch dass das einmal eine etappe in meinem schulischen Leben gab.

00:10:10: Also ich bin ja auf die Gesamtschule gekommen weil ich einfach gerade mal ein Jahr in Deutschland war und Deutsch gelernt habe und dann haben sie einfach... Dann gab es diese Geschichte mit der Empfehlung und meine Eltern kannten einfach das Schulsystem nicht.

00:10:19: Und dann haben wir empfohlen ja Gesammschulle, weil ist es halt ein multikulturelles Kind und Familie und die Schule ist auch so ne multikulturelle Schule und ich hatte unfassbares Glück aber mit dieser Empfehnung Weil diese Schule einfach so cool war.

00:10:34: Also das wirklich, ich war auf der besten Schule, auf den man so sein konnte und es war einfach nur Zufall und Glück.

00:10:40: Ich sollte dann bei, weil meine Noten so gut waren, nachdem ich endlich Deutsch so fließend gesprochen habe wie ich es heute tue, sollte ich dann mal wechseln und hab dann einen Tag ein Gymnasium besucht.

00:10:51: also ich kann dir sagen ich habe dann wirklich sofort diese Atmosphäre von Druck und Leistung gespürt, also da hinkomst rein in der Aula.

00:11:04: Die Aula war direkt am Anfang so ein Riesenfoyer und es war bunt.

00:11:09: Es hing alles was gemacht wurde in den Projekten von Kunstmusiktheater glaube ich an den Wänden und dementsprechend sah die Schule aus.

00:11:17: Und ich kam dann in dieses Gymnasium und es war kalk weiß, also nichts hing irgendwo.

00:11:22: Ich habe das Gefühl oder ich erinnere mich dass da nur so die Alumni und Alumnahing an den Wänden und mehr nicht... ...und ich fand das total beängstigend!

00:11:32: Das ist heute auch nicht mehr so.

00:11:34: Wir machen gute Erfahrungen mit Gymnasien aber auch schlechte mit anderen Schulen, also das ist es nicht.

00:11:40: Aber was ich sagen möchte ist wie wichtig ist es?

00:11:44: Eine Schulatmosphäre oder Schulart zum Kind und umgekehrt passt.

00:11:49: Also, weil wir natürlich auch alle unterschiedlich sind und die Kinder unterschiedlich ist.

00:11:54: Und wie schwierig und wichtig ist es?

00:11:58: Welche Schule passt zu meinem Kind und wo passt mein Kind auch halbwegs gut rein?

00:12:03: Wie schrecklich ist das, dass nach Klasse viel entscheidend zu sollen und zu müssen?

00:12:08: Also das vorangeschoben knüpft direkt schon, finde ich an, an diese ganze Noten- und Leistungsgeschichte.

00:12:15: Also Schulsystem in Deutschland ist für mich wirklich eine Katastrophe, dass das so früh aufgeteilt wird, dass es in dieser Schulform aufgeteiligt wird... naja aber Da könnte ich mich jetzt reinsteigern, aber ich bremse mich mal.

00:12:30: Ja genau!

00:12:31: So ist es ja und heute sind wir außerhalb lange fertig mit der Schule Aber trotzdem haben wir quasi täglich damit zu tun weil ganz ganz viele unserer Patientinnen Mit diesen Themen zu uns kommen und Leistungsdruck darauf wollen wir uns heute konzentrieren.

00:12:45: das halt auch ein Riesen Thema.

00:12:47: Und ja jetzt ganz akut Ganz aktuell stehen die Zeugnisse vor der Tür Und da haben wir ja vorhin schon kurz gesagt, für manche einen Grund zum Feiern.

00:12:57: Für andere einen Grund für Bauchschmerzen und manchmal auch für Tränen.

00:13:03: Das kann auch schon eine ganze Zeit vorher der Fall sein.

00:13:07: Daher werfe ich mal die Frage auf – ist ein Zeugnis eigentlich wirklich eine Bewertung des Kindes an sich?

00:13:16: Oder ist es einfach nur eine Momentaufnahme für eine jetzige Darstellung der Leistung in einem bestimmten Fach?

00:13:25: Ja, also klar Nummer zwei.

00:13:29: Also das zweite...

00:13:31: Ja

00:13:32: sehr gut!

00:13:33: Das habe ich richtig beantwortet.

00:13:35: aber was erleben wir in unserem Alltag?

00:13:40: Im Alltag

00:13:41: erleben wir natürlich eher Nummer eins.

00:13:45: Natürlich haben wir jetzt eine selektive Wahrnehmung ein Stück weit, weil klar Praxisalltag heißt in der Regel begegnen uns Menschen die ja sowieso das Gefühl haben und auch wirklich Struggle, also auch wirklich Schwierigkeiten haben und es denen nicht gut geht.

00:13:57: Das heisst, die denen's fantastisch mit dem Thema Schule geht, die thematisieren das ja nicht bei uns!

00:14:03: Deswegen ist das so ein bisschen eingeschränkt.

00:14:06: aber wir sind ja nicht nur Psychotherapeutinnen in Praxen.

00:14:09: Wir kriegen Kinder einfach auch so aus dem Umfeld mit und es ist ganz klar, dass für Kinder das sehr oft sich auf das Selbstwertgefühl auswirkt.

00:14:18: Also diese Bewertung der Leistungen – man muss dazu sagen, das hängt natürlich zusammen mit!

00:14:25: auch Lehrerinnen und aber auch Eltern, wie das dann auch besprochen wird hängt es oft für die mit dem Selbstwertgefühl zusammen.

00:14:34: Also Kinder erleben das so dass deren Person bewertet wird.

00:14:39: Und das liegt natürlich daran wie auch Noten thematisiert werden.

00:14:43: also Lehrer sagen nicht irgendwie Nicht alle.

00:14:47: Ich pauschalisiere jetzt oft, wenn ich über Lehrer spreche.

00:14:51: Das heißt nicht, dass jeder einzelne Lehrer so ist.

00:14:53: So wie Dumila eben gesagt hat das fantastische Lehrer dann in der Oberstufe.

00:14:57: So erleben wir das natürlich auch in unserer Arbeit.

00:14:59: Es gibt tolle Lehrer die sehr engagiert sind, die sehr bemüht sind und die sehr achtsam sind.

00:15:03: aber es gibt natürlich immer noch durch das System auch geschaffen Lehrer mit ihren Schülern wirklich nur über dieses Thema Leistung kommunizieren und wenig über das was dahinter steckt nämlich der Mensch.

00:15:17: Genau, wenig in Beziehung gehen.

00:15:20: Aber immer ausnahmslos!

00:15:23: Immer sind die Lehrer bei denen es irgendwie gut läuft... lustige Persönlichkeiten haben, die irgendwie was Besonderes haben.

00:15:31: Die in Beziehungen gehen, die Interesse häusern an ihren Schülern.

00:15:34: Die hier sagen hey schön dass du da bist!

00:15:36: Die vielleicht wissen hey wie war dein Fußballspiel am Wochenende oder was auch immer?

00:15:39: Ganz klar

00:15:40: ja eine ganzheitliche Sicht auf den Menschen haben und nicht einfach nur was ruft dieses Kind jetzt gerade hier im deutschen Unterricht ab?

00:15:48: also ich mache Als Mutter wirklich ganz tolle Erfahrungen.

00:15:51: Also ich bin sehr froh über die Lehrer zum Beispiel meiner Kinder, aber das merke ich auch tagtäglich dass es keine Selbstverständlichkeit ist und das ist wirklich ein Jammerteil weil man kann damit Kindern diese Schullaufbahn, die ja wirklich lang ist so erschweren und bis hin zu depressiven Episoden ganz viel Angst vor Schule und Zweifel am Leben.

00:16:19: Also wir wissen alle, dass also alle vor allem die Menschen in diesem Feld der Psychologie und Psychotherapie arbeiten, vor allem mit Kindern und Jugendlichen das die Zeit der Zeugnisausgabe auch eine wirklich schwierige Zeit ist, die oft auch mit erhöhten Selbstmordgedanken und Absichten einhergeht.

00:16:37: Das heißt Wir reden hier von einem ganz starken Risikofaktor für das Leben junger Menschen Beziehungsweise auch dem Umgang damit.

00:16:48: Man weiß, dass Sorgentelefone dann mehr geschaltet sind und mehr gefragt werden was gut ist weil die sich natürlich dann irgendwo hinwenden.

00:16:56: ich habe heute im radio das muss ich gerade einschieben so ein Beitrag auch in die Richtung irgendwie gehört und dachte ach guck es wird auch im Erwachsenenalter besprochen weil da eine erwachsene frau erzählte von ihrer schulzeit und es war wirklich Also auf eine erschreckende Art beeindruckend zu hören, wie belastet sie nach wie vor davon ist wenn sie über ihre Schulzeit spricht.

00:17:20: Sie sagte, wenn ich heute mitkriege dass meine Kinderzeugnisse bekommen merke ich es körperlich, wie stark mich das an meine Schulzeit erinnert und vor allem an die Angst vor Zeugnissen und von Noten.

00:17:33: Weil ihre Eltern mitunter wirklich sehr streng und sehr heftig darauf reagiert haben.

00:17:38: also wenn sie eine drei auf dem Zeugnis hatte war es eine Katastrophe ein Drama und das heißt es war wirklich einer Frau von irgendwie vierzig.

00:17:46: und sie sagte Ich spüre das wirklich in meinem ganzen Körper.

00:17:50: In dem Moment wo klar ist irgendwie es ist bald schul Jahresende um meine Kinder bekommen Zeugnisse habe ich wieder das Gefühl, bin wirklich in die Zeit zurückversetzt und durchlebe es wieder auf eine sehr unangenehme.

00:18:04: Das ist heftig!

00:18:08: Das ist echt krass, das sind so richtige Mikrotraumatisierungen die da so auftreten.

00:18:13: Also immer dann wenn man das Gefühl hat es sitzt einem noch im Nacken und man zieht sich so zusammen wenn man daran denkt und man denkt oh man merkt eine körperliche Reaktion denn kann man schon sagen dass das ein kleines sogenanntes Trauma Respond ist wirklich dann so ein Mikrotrauma hat, was das angeht.

00:18:32: Dass alles, was nicht von alleine wieder weggeht und sich nicht einfach ins Langzeitgedächtnis einarbeitet sondern auch nach Jahren noch solche Spuren und auch solche Signale sendet, da hat es sich einfach traumatisch festgesetzt.

00:18:46: Und das sagt schon eine ganze Menge aus!

00:18:49: Ja weil ich... Es dauert ja auch einfach eine Weile, weil wir kommen mit unseren mittlerweile fünf sechs Jahren in die Schule Das dauert einfach Jahre, also über Jahre hinweg.

00:19:00: und wenn man bedenkt es ist ja nicht nur dann jedes halb Jahr das Zeugnis was man bekommt sondern es ist wirklich fortlaufend.

00:19:06: Also alles was man so in der Schule abruft kriegt eine Bewertung, sonstige mittearbeit, mündliche Mitarbeiter schriftlich Hausaufgaben.

00:19:15: Man kann ja kaum irgendetwas machen losgelöst von einer Bewertung durch eine Note.

00:19:22: Und das ist wirklich schwierig!

00:19:24: Ich finde auch, dass die Schullehrpläne so wenig vorsehen, dass Kinder Dinge Projektbezogen machen ohne dass das direkt die Note als Bewertung hat.

00:19:34: Also das gibt es vereinzelt und man kriegt diesen Unterschied sofort mit wie Kinder das erleben wenn sie einfach nur ein Projekt planen das umsetzen sollen und es gar nicht darum geht Das ist an eure Quartals halb Jahres oder wie auch immer.

00:19:47: Note.

00:19:48: also Es nimmt sofort So einen ganz unangenehmen Druck raus.

00:19:53: Die haben immer noch Druck fertig zu werden das gut hinzukriegen sich abzusprechen,

00:19:59: aber

00:19:59: es ist irgendwie anders.

00:20:00: Es ist nicht so Angst beladen.

00:20:02: Weißt du übrigens wo ich das auch total krass finde?

00:20:04: Wo ich mir jedes mal denke was für ein beklopptes System.

00:20:07: mit Verlaub Beim Führerschein denke ich mir immer so, da hat man eine Woche lang bewiesen.

00:20:12: Dass man es irgendwie kann.

00:20:14: Offensichtlich ist der ja wohl idealerweise hochkompetente Fahrlehrer der Meinung, dass man jetzt in die Prüfung kann.

00:20:21: und dann sagen wir auch so viele Fahrlehre... Ich kenne meinen Fahrschüler aber ich kenne nicht meinen Prüfling!

00:20:26: Ja weil eine Prüfungssituation total scheiß ist.

00:20:29: Warum kann

00:20:29: man nicht einfach sagen okay ich habe dich jetzt mehrere Wochen hier erlebt du hast das echt drauf.

00:20:34: warum

00:20:34: musst dann noch diese blöde Prüfungen stattfinden?

00:20:36: Ich bin völlig bekloppt

00:20:37: finde ich auch.

00:20:38: Also diese Bewertungsangst überschattet total das Können, also die überschattet einfach das Abrufen können und dann sind es ja ganz andere Mechanismen, die da greifen.

00:20:48: Es ist gar nicht so dass das dann die tatsächliche Leistung ist weil die natürlich ganz viel diesen situativen Faktoren unterliegt.

00:20:57: Was für ein Lehrer habe ich oder eine Lehrerin?

00:20:59: Wie trägt denn die auf?

00:21:00: was für eine angstbeladene Atmosphäre ist es?

00:21:04: plus wie reagieren meine Eltern darauf?

00:21:06: plus wie sehr mache ich mich selbst auch abhängig von dieser Leistung.

00:21:12: Sprich, wie sehr definiere ich mich über die Art und Weise was sich da so abruft oder über die Leistungen der Schule?

00:21:18: Ich meine machen wir uns nichts vor!

00:21:21: Die Kinder sind ja nicht bescheuert.

00:21:22: also selbst wenn Eltern entspannter sind oder in der Schule das nicht so ein Drama ist guckt ihr die Welt da draußen an.

00:21:29: Also egal wo wir uns hin bewegen Es wird bewertet und es wird geguckt nach Leistung.

00:21:35: Und es wird nach Noten gefragt, also selbst wenn man Kindern versucht das wirklich immer wieder klar zu machen ist das nicht so einfach jetzt?

00:21:42: Das ist nicht ohne!

00:21:43: Und wir erleben ja auch Eltern die wohl wollen sind, die auch sagen boah ich habe das in meiner Schulzeit erlebt Ich hab da gar keinen Bock darauf das weiterzugeben.

00:21:50: Ich weiß wie gescheuert das ist, ich weiß wie scheiße sich das anfühlt Sitzen die da und sagen, ja super.

00:21:58: Ich kann denen auch nicht sagen Noten sind egal weil dann mache ich ja meinen Kindern auch was vor.

00:22:02: Das stimmt ja nicht.

00:22:03: es ist einfach nicht wahr.

00:22:05: Weil zum Beispiel besagter NC oder Schnitt um irgendwo reinzukommen Es ist der nicht so als gelbst das nicht.

00:22:13: also wäre es ja auch unrealistisch das so zu vermitteln heißt wie kriegen wir diese Ja diesen Ballonsakt hin zwischen?

00:22:22: Okay, Leistung ist nicht ganz egal.

00:22:24: Leistung is nicht unwichtig.

00:22:26: Wir wissen auch aus der Psychologie dass so ein bisschen Druck, Motivation schafft das Leistung auch etwas beitragen kann zum Selbstwettgefühl wozu wir gleich nochmal kommen.

00:22:37: also es ist ein Faktor, ein Teil dessen was ja gar nicht so unwichtig ist.

00:22:42: schwierig ist es nur wenn der Mensch sich komplett über die Leistungen definiert oder denkt Wenn ich schlechte Noten schreibe oder da jetzt eine schlechte Note habe bin ich entsprechend viel wert, nämlich eher weniger Wert.

00:22:56: Das ist natürlich dann der Nachteil.

00:22:58: Genau und ab der drei oder keine Ahnung hat man denn auf einmal den Eindruck das sei eben wirklich eine Aussage über die Persönlichkeit.

00:23:05: Und natürlich in dem anderen.

00:23:06: auch hier haben wir übrigens einen ganz interessanten Punkt damit es vielleicht ein kleiner therapeutischer Input ist.

00:23:14: Und zwar ergibt es die sogenannte Attribuierung.

00:23:17: Attribuerung bedeutet auf Hochdeutsch Was ist die Ursache von etwas?

00:23:22: Also was denke ich, warum etwas so ist wie es ist.

00:23:26: Da kann ich zum Beispiel welchen Eins geschrieben habe könnte ich das so attribuieren dass ich halt einfach super schlaube und das richtig geil drauf hab und krass gelernt habe und dass sich einfach mein bestes gegeben habe und deswegen die eins habe.

00:23:37: Ich könnte aber auch attribuieren Dass ich ja einfach glück gehabt habe, dass ich wirklich meine Güte erhoher war, was ich für ein Schwein gehabt habe.

00:23:43: Die Lehrerin hat voll die leichte Prüfung geschrieben Und

00:23:46: ja

00:23:47: einmal und nie wieder und so Wenn ich eine Fünf schreibe, könnte ich das so attribuieren, dass ich selber einfach nicht genug gemacht habe.

00:23:55: Dass ich einen leeren Trottel gewesen bin oder was auch immer.

00:23:59: Oder ich könnte sagen die blöde Kuh hat voll Scheißarbeit geschrieben und je nachdem wie man die Dinge attribuiert ist dann eben auch die Einstellung zu sich selbst und zur Realität.

00:24:11: Das finde ich ein interessantes Thema.

00:24:14: Das ist ein wichtiger Punkt, weil man kann natürlich auch daran arbeiten.

00:24:17: Wenn man einen Kind hat was eher dazu neigt so intern zu attribuieren wenn es eine Fünf zum Beispiel geschrieben hat in einem Fach warum auch immer?

00:24:26: jetzt also will ich gar nicht darüber reden irgendwie nicht gelernt oder Thema passte mich oder Lehrerin doof oder ist egal.

00:24:33: und wenn man ein kind dazu aber hat was was dazu neiget das kommt natürlich auch noch dazu Persönlichkeitsfaktoren spielen natürlich auch eine Rolle oder so Denkmuster die sich ja schon super früh auch ausbilden, wenn das Kind dann sagt ja ich war schon wieder.

00:24:46: Ich bin schlecht oder ich bin dumm.

00:24:48: Also Kinder sagen ganz oft wirklich den Satz, wenn schlechte Noten da sind.

00:24:54: Klar, also versucht so eine Flexibilität zu schaffen im Denken in dem man sagt ja könnte denn noch etwas anderes eine Ursache dafür gewesen sein?

00:25:02: und dann kann man ja schauen.

00:25:03: Also es geht gar nicht darum an den Schuldigen zu finden oder jetzt darauf rumzureiten ist die Lehrerin Dorf oder ist man selber Immigrat da so ein bisschen daneben gewesen?

00:25:12: sondern es geht darum zu merken Es kann sein dass unterschiedliche Faktoren dazu beitragen das mal der Note daneben geht.

00:25:19: es muss nicht eine Sache sein und es muss nichts zwingend immer ich sein irgendwie die Lehrerin, dann würde man natürlich auch dem Kind sagen naja hast du dich den vorbereitet?

00:25:28: Hast du das denn verstanden?

00:25:30: Konnte dir jemand helfen.

00:25:33: Wie ist denn überhaupt das Thema?

00:25:34: Magst du das?

00:25:35: Weil das natürlich auch eine Rolle spielt ob ich etwas lernen will oder nicht.

00:25:39: also man sieht es geht darum bisschen breiter zu denken ein bisschen differenzierter zu denken weil dass einfach ja realistischer ist was naheliegend da ist.

00:25:50: also kaum einen mensch ist in allem super Die gibt es vereinzelt, das sind dann die Schüler, die bei uns da sitzen und sagen doch doch wir haben den in der Klasse.

00:25:58: Der kann alles!

00:26:00: Ich meine ja klar... Ja, genau.

00:26:04: Und dann lernt man auch damit zu leben, dass es die gibt und versucht da nicht immer unter Druck zugeraten automatisch weil viel mehr gibt das nämlich andere Menschen, die breit gefächert unterschiedlich gut in Dingen sind oder unterschiedlich begabt sind.

00:26:20: Aber der Mensch

00:26:20: leicht dazu sich nach oben zu vergleichen?

00:26:22: Richtig!

00:26:22: Das ist leider immer das Problem.

00:26:24: wenn man sich doch nach unten vergleiche würde oder einfach mit sie selbst vergleichn bin ich keine Ahnung.

00:26:29: besser als ich letztes Jahr um diese Uhrzeit war.

00:26:32: Ja,

00:26:33: richtig.

00:26:34: Das wäre großartig!

00:26:35: Ich meine das kann man ja auch alles fördern und üben und prüfen ob das denn mittlerweile ein bisschen besser klappt?

00:26:42: Man kann daran mit seinen Kindern auch arbeiten.

00:26:44: also ich mein wir sind ja alle nicht fehlerfreie.

00:26:47: Erwachsene leigen ja auch dazu.

00:26:48: wenn man mitkriegt so boah guck mal der kann etwas richtig gut dann merkt man ja man ist so ein bisschen begeistert direkt und geht direkt mit dass man da so bisschen, wie soll ich sagen, bodenständiger differenziert heißt.

00:27:03: Beziehungsweise es würde ja schon viel ausmachen wenn Menschen auch Eigenschaften oder Dinge die den Menschen noch ausmachen betonen würden mehr als nur eben die Leistung.

00:27:18: Also viele Eltern neigen auch dazu, wenn die dann so mit ihren eigenen Kindern sprechen zu sagen irgendwie boah, aber hast du gesehen der Tom?

00:27:24: Was hat er?

00:27:25: und der hat alles richtig irgendwie super gehabt dieses Jahr in Zeugnis.

00:27:29: Ja!

00:27:30: Die vergleichen dann auch genau die Dinge und sie sagen nicht Boah, hast Du gesehen wie die weiß ich nicht Gemile gestern total hilfsbereit war und der immer geholfen hat.

00:27:40: Also die sagen dann so was nicht, immer oder seltener?

00:27:44: Ich meine wir alle neigen dazu Leistung wahrzunehmen oder viel stärker wahrzuleben weil es natürlich auch gesellschaftlich sozialisiert ist also weil wir alle in diesem System der Leistungen aufwachsen und uns manchmal auch gar nicht davon so freisprechen können und Es wirklich Arbeit ist das wahr zu nehmen und anders zu machen.

00:28:05: Ja Was können denn Eltern tun?

00:28:07: Was würdest du sagen, sind so Dinge die man das Elternteil machen kann um was Gutes zu tun.

00:28:13: Falls es hier ein Geräusch gibt, mein Herz kratzt gerade am Sessel!

00:28:17: Und

00:28:19: ich dachte, du weißt jetzt darauf hin, dass Bowser wieder geschnarcht hat gerade.

00:28:23: Er

00:28:23: schneischt auch aber ich glaube er schneicht nicht laut genug das meine

00:28:26: Miele ankommen soll.

00:28:26: Mila ist einem wunderbaren Zoo bei sich zu Hause

00:28:29: aufgehauen.

00:28:29: Aber ja nicht animal hoarding!

00:28:31: Nein so schlimm ist es nicht, aber meine Katze ist gerade reingekommen und möchte jetzt wahrscheinlich was zu fressen

00:28:38: haben.

00:28:38: Ja guck mal da wäre etwas was viel wichtiger ist als Leistung und Tiere.

00:28:44: Ja, ach nee kommen wir zurück.

00:28:46: Also was können Eltern vor allem tun?

00:28:48: Wir gehen jetzt mal auf die Elternperspektive.

00:28:49: Wir können gleich auch vielleicht nochmal ein zwei Sätze zu Lehrkörpern sagen oder Lehrern und Erziehern, die ja auch Kindern begegnen aber erst einmal geht es um Eltern weil Eltern geben das so ein bisschen vor.

00:29:01: also es gibt viele Unterschiede die ich feststelle.

00:29:04: wenn es Akademikereltern gibt oder nicht akademiker Eltern da stellt man manchmal fest dass das Leistungsthema dann etwas vorbeladen ist.

00:29:14: Und es ist nicht immer so vorbeladen, dass Akademiker Eltern immer auf Leistung nur getrimmt sind und die anderen nicht.

00:29:20: Sondern es kann auch umgekehrt sein.

00:29:22: Es kann auch sein was ich nicht geschafft habe soll mein Kind unbedingt schaffen.

00:29:25: Und dann ist das ein unfassbarer Druck der sich auch Projektion nennt aus der Analyse.

00:29:31: also es kann auf jeden Fall unfassbaren Druck machen, wie Elternleistungen erlebt haben oder wie sie sich selber erleben und als so eine Art Zielvorstellung für sich selbst irgendwie vermittelt durchs Kind sehen.

00:29:45: Daher würde ich mir erhoffen dass Eltern erst einmal reflektieren.

00:29:50: Was heißt für mich Leistung?

00:29:52: Was bedeutet für mich, wie gut ist mein Kind in der Schule?

00:29:56: und wie gut erstmal in Noten?

00:29:58: oder gibt es da andere Dinge die ich als wichtiger erachte oder genauso wichtig finde?

00:30:03: Und das zwingt ja ein erst mal dazu sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen so ein bisschen also zu schauen Wie erlebt mein Kind das mit den Noten Oder wenn Tests geschrieben werden?

00:30:13: Und das zeigt sich sehr, sehr früh.

00:30:15: Also ich finde ... Das fängt schon an mit den Lernwörtern.

00:30:18: Da kriegt man schon mit wie gehen Kinder um so eine Drucksituation?

00:30:24: und Kinder sind halt unterschiedlich anfällig auch für Drucksitutionen und für Stressoren.

00:30:29: Wir haben das ja auch in unserer Folge zu Selbstwert einmal besprochen.

00:30:32: wo es auch um Resilienzfaktoren oder Schutzfaktorien geht könnt ihr gerne auch noch mal reinhören.

00:30:38: Fakt ist, wir sind alle unterschiedlich.

00:30:39: Wir gehen unterschiedlich mit Stress um.

00:30:41: Es gibt Kinder die von sich aus schon leichter im Stress neigen oder gestresst zu werden.

00:30:48: Die brauchen wirklich nicht noch zusätzlichen Stress voraus.

00:30:53: Das kriegt man so schnell damit dass sie dann so verstummen.

00:30:56: Ja, die klassische irgendwie ich hatte einen Blackout-Situation erleben oder wirklich aus Angst gar nicht mehr zur Schule gehen wollen.

00:31:03: Also man erlebt sehr früh wie das eigene Kind mit so einer Drucksituation und Prüfungssituation umgeht.

00:31:08: da wünsche ich mir dass Eltern wachsam sind dass sie sich bewusst damit auseinandersetzen Wie diese Situation erlebt werden.

00:31:16: Und da schon also das klingt so früh weil das startet ja oft schon in der ersten spätestens zweiten Klasse Da schon sich darin üben zu relativieren.

00:31:28: Also auf der einen Seite, und das ist ein Kraftakt ich weiß weil man sowohl als auch wieder Dinge schaffen muss Auf der einen seite natürlich Kinder zu unterstützen also zu sagen guck mal ich kann dir dabei helfen Und dann eher die Anstrengung zu loben Als irgendwie zu schauen Ich helfe dir jetzt dass du eine eins kriegst würde ich niemals sagen.

00:31:47: Also weil das Kind schon in dem moment wo es keine eins ist mega enttäuscht ist Obwohl es sich vielleicht verbessert hat oder aufwürdig das gut gemacht und sich angestringt hat.

00:31:58: Und dann ist es egal, ob's die Eins ist tatsächlich.

00:32:02: Wenn ich das plakativ an dieser Note festmache, ist es eben genau dieser negative Effekt, den so eine Leistungsbewertung haben kann – also das vielleicht ab Klasse eins schon?

00:32:15: Du sagtest vorhin noch, dass man Angst nicht immer als Angst erkennt.

00:32:22: Manchmal maskiert sich

00:32:24: Angst

00:32:24: auch und sieht dann eben aus wie Aufmüpfigkeit oder Regelwidrigkeit oder Wut.

00:32:30: Oh ja sehr wichtig!

00:32:33: Oder halt eben so eine Kein-Bock-Haltung.

00:32:35: Also diese nach außen mit den Eltern zu sagen, der ist so faul und hat kein Bock das kann auch manchmal Verweigerung weil ich Angst vor Scheitern habe oder schon vielleicht so eine Selbstüberzeugung habe, ich schaffe es eh nicht.

00:32:49: Das hat keinen Sinn.

00:32:50: also da sehr sensitiv bitte sein und darauf achten wie reagiert mein Kind auf einer Stresssituation?

00:32:56: Weil da sieht man schon so Wie ist der Umgang damit?

00:33:00: und den kann Ich in Richtung eines gesunden umgangs fördern indem ich versuche den stress rauszunehmen und dennoch aber unterstütze bei Wie können wir das schaffen, dass du dich vorbereitest?

00:33:14: Was brauchst du an Hilfen.

00:33:16: Manche Dinge laufen wie von alleine weil Kinder sind unterschiedlich begabt manche Fächer fallen den leichter da muss man gar nicht pushen dann kann man einfach auch das Kind einfach mal laufen lassen.

00:33:26: also man muss auch nicht versuchen zu optimieren.

00:33:28: in dem Fall bitte Das gibt es nämlich auch manchmal dass Eltern sagen ja die ist ja schon gut aber das kann ja dann noch Luft nach oben.

00:33:36: wenn ich das höre wird mir auch so ein bisschen anders.

00:33:40: Da erhoffe ich mir einfach, dass in erster Linie darauf geachtet wird, das Kindern auch Leistung und Schule Spaß macht.

00:33:48: Weil wenn ich es nicht als wirklich nur Stress- und Angstmachend erlebe, dann macht das auch Spaß!

00:33:55: Und dann reicht das schon als Motivation.

00:33:58: Dann brauche ich noch den Ansporn in Richtung einer besseren

00:34:01: Note.".

00:34:02: Also entspanntere Haltung zu noten und so ein bisschen wachsam sein, wie geht mein Kind mit Stress um?

00:34:08: Das würde ich mir glaube ich wünschen in erster Linie von Eltern.

00:34:12: Das wäre ja so das Erste!

00:34:14: Ja Mila wenn du jetzt daran denkst... Wenn Eltern uns auch oft fragen was mache ich wenn mein Kind eine sehr gute Note hat?

00:34:24: oder was mache Ich wenn meine Kinder sehr schlechte Note hat?

00:34:26: also sprich Konsequenzen.

00:34:28: Wie sieht es aus mit Konsequenzen für Leistungen?

00:34:32: Erstmal sagt kein Mensch, dass man Leistung nicht honorieren darf.

00:34:36: Selbstverständlich darf man die honorieren.

00:34:38: Was man allerdings honorieren sollte finde ich ist ... Die Leistung, die der Mensch erbracht hat im Sinne von sich Mühe gegeben und eine Sache ernst genommen.

00:34:50: Im Sinne vom Rahmen der Möglichkeiten, die dieser Mensch hat das Beste daraus gemacht.

00:34:56: Nicht im Sinne von Selbstoptimierung, bla bla... Das meine ich nicht!

00:34:59: Aber wenn jetzt jemand

00:35:00: mal

00:35:01: angenommen hat ein Kind mit ADHS und diesem Kind fällt es super schwer sich zu konzentrieren und dem Feld ist total schwer keine Ahnung wo Kabel zu lernen oder irgendwas Und dann kommt da zum Beispiel eine Dreiebeid raus.

00:35:11: Dann ist das genau so ne gute Note, wie für ein neurotypisches Kind.

00:35:14: vielleicht nur eins im Zweifel und dann halt zu sagen hey super ich hab gesehen du hast dir so viel Mühe gegeben, ich habe gesehen du bist richtig gut gemacht und ist sich dann eben auch darüber zu freuen und zu sagen okay komm wir holen uns ein richtig cooles Spaghetti-Eis oder was auch

00:35:27: immer.

00:35:31: Also du meinst im Sinne von also den Prozess eher loben als wirklich dieses Endergebnis

00:35:37: am Ende?

00:35:39: Ende ist auch immer um den Prozess.

00:35:40: Es geht ja, wenn man schon sagt wir lernen nicht für die Schule sondern fürs Leben dann muss es auch um Prozesse gehen und nicht um einzelne Prüfungen.

00:35:48: Total!

00:35:49: Und wie oft erleben wir das?

00:35:51: Dann lernen sie angestrengt und schreiben zum Beispiel jetzt weiß ich nicht vielleicht ist das ein Kind dem es schwer fällt lange Texte zu schreiben oder so ausführlich zu schreiben und dann macht es das Und vielleicht wird es aber dann in der Schule nicht gesehen.

00:36:04: Das kann ja durchaus sein!

00:36:06: Wie wichtig ist das, dass das aber jemand mitkriegt?

00:36:09: Also ich als Elternteil sage, du hast dieses Mal versucht, viel umfangreicher oder genauer zu benennen und das ist richtig cool und ärger dich nicht über die Note weil Leute Kinder- und Jugendliche ärgern sich selbst auch über verschiedene Noten.

00:36:25: da muss man gar nicht von außen noch eins drauf setzen.

00:36:30: Die tun sich manchmal selber super schwer und dann ist wichtig, vielleicht auch immer die Frage zu stellen.

00:36:35: Wie geht es dir mit der Note?

00:36:37: Dann kriegt man das schon raus.

00:36:39: Weil manchmal Kinder und Jugendliche sagen, ich finde das total ätzend!

00:36:43: Ich find das kacke... Das stört mich.

00:36:45: Und da braucht man ja gar nicht zusätzlich noch obendrauf was zu setzen.

00:36:49: Genau, das ist total cool, dass du das sagst weil wenn man auf diese Art und Weise agiert dann weckt man natürlich auch einen Eigeninteresse im Kind bzw.

00:36:59: seine Eigenverantwortung, dass das Kind eben nicht nur gute Noten schreibt weil die Reaktion der Eltern so oder so ausfällt und glaubt mir, es passiert oft genug, dass wir ganz

00:37:08: klar

00:37:08: mitbekommen, dass die größte Angst bei einer Note die Reakktion der Eltern

00:37:13: ist.

00:37:16: Total

00:37:16: wichtig wenn man dem Kind das irgendwie beipult, dass es wirklich die eigene Meinung ist und das dann auch akzeptieren als älter.

00:37:23: Wenn das Kind sagt Beispielsweise, ich sag mal alles ist super gelaufen.

00:37:27: Mein Kind ist total selbstbewusst und so weiter und sagt dann... Ich habe eine Drei geschrieben, ich weiß das es nicht die beste Note, die's gab in der Arbeit.

00:37:34: aber ich hab so das Gefühl für meine Verhältnis, ich hatte nicht den allerbesten Tag.

00:37:38: Ich kann wirklich zufrieden mit meiner Leistung sein.

00:37:41: Ey, gratuliere!

00:37:42: Alles richtig gemacht.

00:37:42: Genau großartig.

00:37:44: Das wollen wir.

00:37:44: Ich mein selbst wenn, wenn, das klingt so, so, ich mein das hören wir ja oft Ja, das ist einfach gesagt okay da stimmt.

00:37:52: also erst einmal einfach gesagt Die Schwierigkeit ist ja oft, sich mit sich auseinanderzusetzen.

00:37:58: Also zu schauen welche Angst löst das bei mir als Elternteil aus wenn mein Kind, ich sag jetzt mal schlecht in der Schule ist oder schlechter in der Schule wird?

00:38:06: Es löst die Angst dass ich irgendwie verpasse das Kind auf dieses Leben vorzubereiten.

00:38:12: also die meisten Eltern wollen ja ihre Kinder für diese Welt irgendwie fit machen oder vorbereiten und haben Angst, dass die Kinder nicht zurechtkommen.

00:38:20: Und die kann ich wirklich total nachvollziehen – das ist ja super verständlich!

00:38:24: Das sind Grundlagen, die wir alle wollen, dass sich Kinder gut und gesund entwickeln verstehen können.

00:38:32: Die Frage ist wie gesund und gut dieser Weg dahin ist?

00:38:37: Mit einer Art und Weise kann ich eher Dinge kaputt machen, kann ich er Dinge verhindern.

00:38:42: Kann ich eher Angst schüren?

00:38:43: Dann ist es einfach wichtig da umzudenken und zu schauen.

00:38:48: was hilft meinem Kind in Richtung Selbstvertrauen, in Richtung Zuversicht, in richtung Motivation stärken zu sehen überhaupt weil Kinder manchmal auch so sehr gefallen wollen dass sie überhaupt nicht in die Lage kommen zu spüren, was mag ich überhaupt?

00:39:06: Was liegt mir und wo muss ich mich ein bisschen anstrengen.

00:39:09: Sie schaffen es gar nicht oft auf sich zu schauen oder zu können, weil sie so beschäftigt sind damit, sich zu orientieren, was die Erwachsenen daraufhin sagen.

00:39:18: So wie du gerade sagst, wie oft lernen die dafür ... Oder sagen irgendwie, boah, ich darf keine drei- oder vier schreiben, weil meine Eltern werden ausrasten wenn das passiert.

00:39:28: Ich darf dann ganz viele Dinge nicht.

00:39:30: Und das ist schade und traurig.

00:39:32: Es ist ja so ein großer Teil des Lebens, aber es ist nicht deren komplettes Leben.

00:39:38: Und das muss man sich bitte vor Augen halten.

00:39:40: Also es gibt einen Leben jenseits der Schule.

00:39:42: dennoch und es gibt Stärken, es gibt Fähigkeiten jenseit der Schulischen.

00:39:49: Sonst lernen die Kinder nämlich nicht dass sie Sie haben – und die haben sie schon!

00:39:53: Die tragen sie schon mit sich.

00:39:55: Die tragen Güte, die tragen Hilfsbereitschaft, Humor, Kreativität, Empathiefähigkeit.

00:40:02: das haben die alles.

00:40:02: Das wird gar nicht bewertet!

00:40:04: Das taucht irgendwo manchmal auf in so einer Beschreibung irgendwie.

00:40:09: Der Team ist hilfsbereit und hat auch anderen geholfen und dann ist es ja noch nett.

00:40:13: aber alles andere kriegt dann so eine... knallharte Ziffer und eine Note.

00:40:18: Und das wird so nebenbei erwähnt, als wäre es auch nebenbei wichtig.

00:40:22: also es wäre weniger wichtig und das stimmt einfach nicht.

00:40:25: Das sind die Fähigkeiten auf die es letzten Endes viel mehr ankommt als wie dieses Kind in Englisch oder in Deutsch ist.

00:40:32: Also das andere ist nicht unwichtig.

00:40:34: natürlich will man die Stärken auch fördern.

00:40:36: Man will Kindern in der gesunden Entwicklung helfen und dazu gehört auch deren Fähigkeit zu fördern und sie zu unterstützen eben zu schauen, da wo sie irgendwo hinterher sind.

00:40:48: Dass man da auch versucht natürlich auch im Sinne der Teilhabe auch fitzumachen das ist alles keine Frage aber es darf nicht auf Kosten der seelischen Gesundheit gehen und man trägt eben dazu bei wenn man das anders macht.

00:41:05: Wir haben das schon ein paar mal gesagt, auch in anderen Folgen.

00:41:08: Man wünscht sich doch als Elternteil dass das Kind zu einem kommt mit Sorgen und Nöten Dass es sich traut zu einem zu kommen und sowas erreicht man natürlich mit entsprechenden Reaktionen.

00:41:19: Also die Reaktion Auch darauf wenn das kind einem etwas erzählt was vielleicht nicht so toll ist wie zum Beispiel eine fünfe Mathe oder keine Ahnung versetzungsgefährdet Oder besser doch auf die Realschule oder whatever.

00:41:34: Dennoch Es ist natürlich gerade in solchen Fällen enorm wichtig, dass es eben nicht um die Leistung an erster Stelle geht sondern das es um die Beziehung

00:41:43: geht.

00:41:45: Genau und ich meine man kann das vielleicht mal so ein bisschen üben...es stehen ja jetzt Zeugnisse an wie gesagt und man kann es so ein bißchen üben.

00:41:54: Letztes Jahr war das auch so aufgekommen, dass man versucht hat herauszufinden wie kann man sein Kind belohnen ohne dass es darum geht.

00:42:02: Ich belohn dich jetzt für die Not im Zeugnis oder du kriegst jetzt Geld für einen Schnitt von eins Komma irgendwas.

00:42:08: Und das finde ich eine wichtige Frage, weil wie gesagt wir haben ja festgestellt Leistung ist nicht unwichtig.

00:42:13: Kinder sind nicht doof und wissen das.

00:42:15: Erwachsene wissen das auch und wollen es natürlich den Kindern noch nicht voreinhalten.

00:42:20: Ich würde mir wünschen dass wir bewusster darauf achten Dass wir diese Gewichtung verlagern also dass wir so wie es die Noten gibt diese ja fort laufend bekommen und nicht nur zu Zeugniszeiten Das wir immer wieder darauf achte zu loben, Dinge ohne eine Ziffer zu nennen.

00:42:38: Also ohne die Note zu benutzen sondern wirklich dieses Boah du hast mir gerade hier beim Aufräumen geholfen das ist so toll.

00:42:44: Dankeschön!

00:42:45: Du hast es beim Kochen mitgemacht boah das hast du richtig cool gemacht.

00:42:47: wie du hier dich um deine Freunde gekümmert hast das fand ich super.

00:42:51: du hast das Tier versorgt richtig cool wie selbstständig du bist also Ganz, ganz viele Fähigkeiten die zur Entwicklung im Leben dazugehören zu sehen.

00:43:03: Also erstmal wahrzunehmen, achtsam zu sein weil die nehmen wir finde ich viel zu häufig als selbstverständlich war also ich als allererstes weil ich sehe mich da wirklich auch immer in der Eigenkritik trotz dessen dass wir beruflich soviel damit zu tun haben und ich als Mutter natürlich auch bemüht bin sowie alle Eltern verliert sich das im Alltag.

00:43:22: Es verliert dich einfach, weil viel anderes dazwischen kommt, weil wir einen hektischen Alltag haben.

00:43:29: Das ist auch nicht dramatisch wichtig es immer wieder dazu zurückzukommen also immer wieder zu schauen.

00:43:34: hey was habe ich heute erlebt mit meinen Kindern?

00:43:38: Was hab' ich festgestellt wo ich denke wie cool er das gemacht hat oder dass ich das sehen konnte.

00:43:45: womit hat mich mein Kind irgendwie begeistern können?

00:43:48: Und mein Kind erlebt es gar nicht als was Besonderes, weil das halt nicht thematisiert wird im Sinne einer Leistung.

00:43:55: Kinder nicht nur für Leistungen zu belohnen ist glaube ich mit das Wichtigste damit sich das so ein bisschen die Waage hält bzw.

00:44:03: Ich würde mir wirklich auch so wünschen dass schulische Leistung nicht komplett unwichtig ist aber nicht so wichtig wie sie es ist

00:44:10: Genau Und dem Kind einfach vermitteln, hey das was da auf dem Zeichen steht ist nicht dein Wert als Mensch.

00:44:15: Das ist deine schulische Leistung dieses Jahr und ganz ehrlich also ich glaube ich bin wirklich das beste Beispiel dafür dass sich solche schulischen Leistungen auch echt ändern können.

00:44:25: wenn man halt dann irgendwann doch nur Motivation hat wenn das Umfeld stimmt wenn man Glück mit seinen Lehrern hat Weiß ich nicht.

00:44:32: Das sind alles so Dinge, das muss man halt wirklich mit berechnen.

00:44:35: Das ist kein statischer Werte der nicht gleich bleibt.

00:44:38: und wenn ich mir überlege was ich meinem zwölfjährigen Ich kurz vor dem ersten Schulwechsel da auf die andere Schule sagen würde will ich sagen ey Atme durch es alles cool das wird schon!

00:44:51: Ich würde mir so oft sagen dass wird schon.

00:44:54: Du hast gerade gesagt, dein zwölfjähriges Gesicht.

00:44:56: Das ist so eine schöne Perspektive und jeder Erwachsener könnte sich ja auch genau da so fragen, was für Eltern hätte ich mir gewünscht?

00:45:05: Also welche Reaktionen hätte ich mich gewünschte?

00:45:07: Und vielleicht hat man das Glück gehabt und man hat so Eltern gehabt.

00:45:10: Das kann durchaus sein.

00:45:12: Oft erleben wir natürlich Erwachsene die sagen nee, das war super streng und ich hatte Angst irgendwie mit meinem Zeugnis nach Hause zu kommen.

00:45:19: also So zählt ein Aufgefangen werden, ein liebevolles, vielleicht auch Trösten je nachdem.

00:45:26: Weil wie gesagt Kinder sind schon alleine enttäuscht genug manchmal weil sie kriegen doch mit in der Klasse wenn Noten verteilt werden wie die anderen reagieren.

00:45:36: Sie vergleichen sich ja auch mit anderen Mitschülern, das ist dann nicht nur das zu Hause und dann ist es schön wenn sie eher getröstet werden oder wenn sie sich freuen, sich mitzufreuen.

00:45:47: Das ist natürlich nicht so mega überzu bewerten damit Kinder nicht denken ah endlich reagieren meine Eltern aber halt eben nur auf diese Note.

00:45:55: also

00:45:56: das

00:45:58: ist ein schöner Hinweis auf jeden Fall

00:46:01: genau.

00:46:02: und ich glaube Eine Frage ist vielleicht auch noch was tut man, wenn die Kinder so unterschiedliche Leistungen haben.

00:46:10: Wenn man mehrere Kinder hat und eins ist zum Beispiel ein Super-Einzerkandidat und zwei Jahre und dann ist da einer da nicht immer hinterher hinkt und wo es eben nicht so gut klappt.

00:46:23: Ich hatte das zumindest schon öfter, dass da so Unstimmigkeiten zwischen den Geschwistern waren weil jemand sich eben so schlecht fühlte, weil die anderen ja notenmäßig einfach ganz weit vorne mit dabei war.

00:46:34: Und da ist es natürlich auch besonders wichtig, dass Eltern wirklich darauf achten dem Kind die wichtige Botschaft immer wieder zukommen zu lassen.

00:46:42: Dass Leistung etwas ist was man zwar zeigt, was man performt aber nichts darüber sagt wie hilfsbereit man ist wie nett man is wie liebenswert man is keine Ahnung was für ein guter Mensch man is whatever und das sollte man auch mit einem beziehen finde

00:47:02: ich Absolut.

00:47:03: Ich glaube auch, dass man da unabsichtlich auch Dinge wirklich kaputt machen kann zum Beispiel aus so einer geschwisterlichen Beziehung.

00:47:11: also wenn ich ständig höre, ey hast du dein Bruder gesehen wie der das macht?

00:47:16: Der kriegt das doch auch hin.

00:47:17: Ey dann kriege ich eine Hass auf mein Bruder ohne dass der was dafür kann.

00:47:20: erstmal Also ein Vergleich seitens der Eltern untereinander der Kinder Das ist wirklich ein No-Go würde ich einfach nicht machen weil das schafft einfach Bedingungen für Kinder, die wirklich schwer sind dann zu verändern.

00:47:38: Natürlich kann man sie verändern aber da braucht es dann wieder Jahre und Erfahrungen.

00:47:41: Die Kinder müssten abstrahieren können.

00:47:43: das war jetzt nicht von uns gegenseitig uns einander gegenüber sondern dass ist auch von außen an uns herangetragen worden.

00:47:49: ich bin das machen manchmal auch Lehrer an Schulen wenn Sie sagen deine Schwester ist doch so richtig gut gewesen Ich verstehe gar nicht warum du hier so Schwierigkeiten hast.

00:47:56: Was?

00:47:58: So nein bitte nicht.

00:48:01: Also vielleicht immer wieder versuchen individuell auf die Kinder einzugehen und auch die Dinge, die wir gerade eben schon genannt haben.

00:48:09: Also Dinge ,die eine Person ausmachen jenseits der Leistung betonen und auch klar machen... Wenn Kinder auch untereinander das machen ja Geschwister manchmal auch unteinandane.

00:48:18: was willst du mir sagen?

00:48:19: Ich bin richtig gut in der Schule!

00:48:21: Du kannst das gar nicht dass man da dazwischen geht auch dann ihr und sagt so guck mal weißt du was achte mal auf dich und lass mal um dich herum in Ruhe.

00:48:30: also Du kannst auf dich achten und du hast die Verantwortung für deine Leistung, aber das gibt dir nicht das Recht.

00:48:36: Also auch wenn mein Einsagkind denkt es könnte sich über andere Stellen bitte so liebevollen Dämpfer verpassen finde ich ganz gut.

00:48:44: also auch da wieder Boden der Tatsachen.

00:48:48: Egal du kannst eine eins haben sonstwo aber das gerade ist nicht nett.

00:48:51: Also auch da genau klar machen, nur weil du eine Eins in einem Fach hast, gibt dir das nicht das Recht, dich über andere Menschen zu stellen.

00:48:57: Und dass es keine Menscheneigenschaft, sondern ist ne Leistung die du erbringst Das ist schön aber das gibt ja einfach nicht das recht Dich über jemanden so zu stellen.

00:49:06: Ich denke wir haben genug Alphatiere in der Welt Die sich so über andere Stellen.

00:49:09: da muss man nicht dazu beitragen Dass noch zu fördern.

00:49:15: Ja!

00:49:16: Da sagst Du was?

00:49:21: Es ist auf jeden Fall ein Akt, Leute.

00:49:23: Und es ist ein stetiges sich weiterentwickeln.

00:49:26: wie gesagt wir tragen auch als Erwachsene unsere eigenen Altlasten mit die eigenen Bewertungen Die eigenen Ängste durch die Schullaufbahn und Als Erwachsener hat man einfach die Verantwortung das zu reflektieren und zu schauen.

00:49:43: was ist da mein Anteil?

00:49:44: Was erlebe ich bei meinem Kind tatsächlich

00:49:46: Genau, und ich glaube um diese Folge zu einem runden schönen Ende zu bringen

00:49:52: bleibt zu sagen

00:49:54: vermittelt euren Kindern bitte dass ihr sie unendlich liebt egal was für Noten auf dem Zeugnis stehen.

00:50:02: Absolut!

00:50:02: Dass sie das nicht als Menschen ausmacht Das ist genau die Botschaft von uns beiden.

00:50:08: Also feiert die Zeugnisse im Sinne von Ey das Schuljahr ist so Ende und die Ferienfang an.

00:50:16: Das gilt es zu feiern, egal welchen Noten da draufstehen.

00:50:19: So ist das in diesem Sinne!

00:50:22: Hab tolle Ferien genießt.

00:50:24: die Zeit macht es euch schön und

00:50:29: wir

00:50:30: melden uns nach den NRW-Sommerferien wieder bei euch.

00:50:34: Genau ich sag mal man wird es mitkriegen

00:50:37: auf jeden Fall

00:50:39: So leise wie wir sind.

00:50:40: Genau, schön dass es euch gibt!

00:50:42: Vielen Dank.

00:50:42: Auf

00:50:42: jeden Fall.

00:50:43: Bewertet uns gerne da freuen wir uns drüber gibt und schönen Sternchen.

00:50:48: Oh ja?

00:50:48: Bitte,

00:50:49: bitte, bitte.

00:50:51: Bewerdet uns.

00:50:53: Genau.

00:50:55: Also dann... Also dann, hallo!

00:50:57: Adi,

00:50:57: tschüss!

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