Panikattacken bei Kindern und Jugendlichen
Shownotes
Herzrasen, keine Luft, Schwindel, alles wirkt unwirklich. Und euer Kind denkt nur noch: Irgendwas stimmt hier ganz und gar nicht. Ihr steht daneben und wisst nicht: beruhigen, ablenken, zum Arzt?
Die Entlastung zuerst: Eine Panikattacke ist ein gesunder Alarm am falschen Ort. Der Körper tut genau das, wofür er gebaut ist. Gefährlich ist er dabei nicht. Und er hört von allein wieder auf.
Darum geht es:
Warum unser Alarmsystem aus der Steinzeit stammt und heute auf Referate und Klassenarbeiten anspringt
- Der Teufelskreis der Angst: Wie aus einem Extraschlag des Herzens eine Panikattacke wird
- Warum die Angst vor der Angst das eigentliche Problem ist, und wie Vermeidung sie festklopft
- Woran Eltern Panikattacken bei Kindern erkennen, die das noch gar nicht benennen können
- Angstmonster, Taschenlampe und Schatten: Wie man Kindern erklärt, was da passiert
- Was in der Attacke hilft: selbst ruhig bleiben, annehmen, nicht diskutieren, langsam ausatmen (Bsp. 5-4-3-2-1)
- Was sie größer macht: sofort abholen, Puls tracken, ständig nachfragen (Rückversicherungen)
- Warum das Ziel nicht ist, nie wieder Angst zu haben
- Vor allem anderen gehört ein ärztlicher Check, damit klar ist: Körperlich ist alles in Ordnung.
Zusammengefasst heißt die erste Hilfe:
„Das ist gerade Panik. Dein Körper macht Alarm, das fühlt sich schlimm an, aber es geht vorbei. Komm, setz dich zu mir, wir atmen da gemeinsam durch.“
Transkript anzeigen
00:00:03: Die Luft wird knapp und der Körper schreit Gefahr.
00:00:08: Für Kinder und Jugendliche kann sich eine Panikattacke anfühlen, als würde gerade etwas richtig Schlimmes passieren.
00:00:14: Und für Eltern ist oft genauso unklar Beruhigen, ablenken zum Arzt oder einfach da bleiben.
00:00:21: Heute schauen wir uns an was bei einer Panikattack in Körper passiert und warum sie sich surreal anfühlt.
00:00:28: Wir sprechen darüber, was wirklich hilft und was die Angst manchmal ungewollt noch größer macht.
00:00:49: Herzlich willkommen zu der neuen Folge von Junge Psyche Aufwachsen Verstehen!
00:00:54: Dem Podcast aus der Welt der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie
00:00:58: mit Sandra Fazlit
00:00:59: und Mila Uldiawi.
00:01:00: Hallo
00:01:01: liebe Leute da sind wir wieder!
00:01:03: Herzlich Willkommen zu unserem Podcast JungePsyche
00:01:06: Und zu unserer neuen Folge.
00:01:08: Wir sind ja jetzt wieder da, nach den Ferien und es geht mit voller Energie weiter.
00:01:15: Genau!
00:01:16: Und wir haben uns heute ein Thema überlegt, das ein paar Mal schon angefragt wurde bei uns.
00:01:22: Das ist auch ein Thema was total häufig vorkommt und deswegen haben wir uns gedacht, joa... Es ist jetzt an der Zeit, dass machen wir.
00:01:28: Genau, wir starten einfach mitten rein.
00:01:30: Genau.
00:01:32: Samar, stell dir mal vor dein Herz rast, deine Hände kribbeln Du bekommst irgendwie nicht so richtig Luft.
00:01:38: Du hast das Gefühl, dass es ein Gewicht auf der Brust sitzt und alles wirkt verschwommen oder unwirklich.
00:01:45: Die ist vielleicht schwindelig ganz doll.
00:01:47: Und du denkst eigentlich nur noch, oh mein Gott irgendwas stimmt hier gar nicht.
00:01:54: Boah!
00:01:54: So was erleben manche Menschen?
00:01:56: Das klingt schrecklich.
00:01:57: Genau.
00:01:58: Richtig
00:01:59: grausam...
00:02:00: Dass ich hier erlebe, dass sogar relativ viele Menschen einmal im Leben zwei drei mal im Leben und manche Menschen erleben das sehr regelmäßig.
00:02:08: Und das ist das Thema unserer heutigen Folge nämlich die sogenannten Panikattacken.
00:02:15: genau und ja deswegen wurde es auch häufiger vorgeschlagen weil wirklich viele Menschen damit zu tun haben da ist eine der häufigsten psychischen Störungen ist.
00:02:24: Also es fällt so rein in die Angststörungen, tritt auch teilweise auf zusammen mit anderen Angststürungen sowie der sozialen Phobie oder der generalisierten Angststörung und bildet nochmal aber eine vor allem intensivere Form.
00:02:41: also es gibt so das ein oder andere was es noch unterscheidet aber er zeichnet sich durch die Symptome aus, die du gerade so genannt hast.
00:02:50: Die wirklich grausam sind wenn man sie so spürt.
00:02:53: Genau und die Panikattacke unterscheidet sich von anderen Angststörungen genauso wie du es gerade schon angedeutet hast dadurch dass sie unheimlich körperlich ist.
00:03:00: also Panikattack ist wirklich so wenn man körperliche voll drin ist und man merkt also typische Symptone wie eben zum Beispiel Schweißausbrüche Herzrasen Schwindel Die Atmung wird schnell und flach.
00:03:14: Man hat das Gefühl, dass man vielleicht gerade einen Herzentfang kriegt weil irgendwie die Brust sich so eng anfühlt.
00:03:21: Zittern, schwitzen Übelkeit also was kann dazu gehören?
00:03:24: Also Hitzeschauer, Kälteschauer... Also es kann sich richtig richtig schlimm anfühlen Unheimlich Angst.
00:03:32: Absolut, und es ist so klar wir erleben alle Gefühle auch körperlich also die Dinge die du gerade genannt hast.
00:03:40: jedes Gefühl hat ein körperliches Korrelat.
00:03:43: nun ist das aber in dem Fall wirklich so dass einer der häufigsten Sätze da so ist Du hast es gerade gesagt herzinfarkt.
00:03:49: Die Menschen sagen sehr häufig Es ist so dass ich dachte ich sterbe Und Ich habe wirklich Panik Panik gekriegt, dass ich dachte es geht hier nicht mehr weiter.
00:03:59: Ich kippe um und ich bin tot und dann ja ist das ein Gedankenkarussell viele beschreiben das auch so, dass sich anfühlt, dass es von jetzt auf gleich von null auf hundert geht.
00:04:09: also es gibt keinen Aufbau.
00:04:11: deswegen auch nicht Angstattacke die ja manchmal auch so berichtet wird sondern wirklich Panik.
00:04:16: also Ausnahmezustand
00:04:18: genau die kommt
00:04:20: gefühlt
00:04:23: Ohne jeglichen Auslöser in Wirklichkeit kleiner Spoiler stimmt das nicht so ganz.
00:04:29: Das ist das worüber wir heute sprechen werden, wir würden euch gerne erzählen wie kommt es überhaupt zu Panikattacken?
00:04:34: Warum ist das eigentlich eine voll logische Reaktion des Körpers auf irgendwelche Dinge auch wenn's nicht mehr ganz zeitgemäß ist denn... Ja, das was früher der Sebelzartikel war sollte vielleicht eine E-Mail die man auf keinen verlesen möchte oder die Steuer und dann halt Matheunterricht oder vielleicht die Sportstunde.
00:04:55: Also es lebt von dieser Unverhältnismäßigkeit, die trotzdem Sinn macht.
00:05:00: also wir klären das gleich noch ein bisschen auf und röseln das auseinander.
00:05:05: warum ist immer Sinn macht auch zu schauen, was sind die Umstände dessen?
00:05:10: Also selbst wenn die Betroffenen erzählen... Ich hab wirklich gar keine Ahnung wo es herkam.
00:05:15: Ich sitze ganz ruhig irgendwie von dem Fernseher und plötzlich überkommen mich diese Symptome.
00:05:20: gibt es in der Regel Dinge, die da an sich herleiten kann, die auch das so ein Stück weit erklären warum jemand vielleicht in dieser Situation sensitiver sensibler anfälliger für Panikattacken ist.
00:05:34: Aber fangen wir noch mal ganz vorne an.
00:05:37: Das ist
00:05:37: denn überhaupt eine Panikartacke, also wir haben gerade eben ein paar Dinge schon gehört.
00:05:42: aber was zeichnet eine Panikatacke aus?
00:05:44: Ich würde um das zu erklären, würde ich tatsächlich gerne noch weiter vorne anfangen und zwar bei einem meiner Lieblingsthemen nämlich den Urmenschen, also den, nennen wir es mal Steinzeitmenschen.
00:05:57: Man muss sich das mal so vorstellen, der Mensch ist ja ursprünglich ein Wesen.
00:06:01: Das mit Artgenossen in einer Herde – ich nenne es jetzt einfach mal Herde, ne?
00:06:07: Also in einer Gruppe quasi gemeinsam lebt und da haben alle ihre Aufgaben.
00:06:11: Da hängt das Wohl der Gruppe und das Wohle des Einzelnen davon ab... dass man rechtzeitig bemerkt, wenn irgendwelche Gefahren drohen.
00:06:19: Diese Gefahren können wilde Tiere sein.
00:06:21: Diese gefahren können was ich in Steppenbrands sein oder eine Überschwemmung oder Feuer, ein Feuer sagt da gerade schon also irgendwas.
00:06:29: das können das können Gefahren sein.
00:06:32: Das heißt damit man als Steinzeit Mensch überlebt hat braucht man ein ausgeprägtes Alarmsystem und dieses Alarmssystem musste funktionieren.
00:06:43: nun ist es so, dass sich in der Biologie Die Dinge natürlich verändern und auch das, was man so körperlich mit sich bringt verändert sich.
00:06:51: Aber das geht alles nicht so schnell.
00:06:53: Und die Bronzezeit-Steinzeit ist ja alles erst ein paar Tausend Jahre her.
00:06:58: Das ist in der Evolution nicht sonderlich viel!
00:07:01: Unser Gehirn funktioniert heutzutage noch genauso wie früher.
00:07:06: Für unser Gehirnen macht es superviel Sinn Gefahren ganz schnell zu erkennen eine Reaktion hervorzurufen, die dafür sorgt dass wir entweder super schnell fliehen können oder aber zurückkämpfen können quasi.
00:07:23: Oder uns ganz klein und stocksteif machen in die sogenannte Kaninchenstache.
00:07:27: das ist das Fight Flight Freeze System.
00:07:30: Und dieses System wird aktiviert durch den sogenannten Sympathikus.
00:07:35: so Wenn der Sympathikus aktiviert wird, dann wird ganz viel Adrenalin ausgestoßen.
00:07:40: Alle Stresshormone
00:07:42: usw.,
00:07:42: alles läuft auf Hochtouren und der Körper ist perfekt dazu in eine Lage jetzt eben zu reagieren entweder durch Flucht, Flight oder durch Kampf-Fight oder eben durch dieses Freeze, durch dieses Einfrähen Und das ist etwas was es auch heutzutage halt noch gibt.
00:07:58: Was es ihnen nicht mehr so richtig gibt sind halt irgendwelche wilden Tiere gegen die man ankämpfen muss.
00:08:03: Aber der unser Organismus noch so drauf ist, reagiert ja jetzt heutzutage eben auf andere Dinge.
00:08:08: So die irgendwie Gefahr signalisieren und das ist manchmal wie Samra gerade schon sagte ein bisschen unangemessen vielleicht aber der Körper tut's.
00:08:18: Das heißt, wenn man Gedanken hat die eine Angst auslösen dann kann es vorkommen.
00:08:24: Wenn man eine bestimmte Disposition hat also zum Beispiel in einer starken Reaktion auf solche Dinge dass man dazu neigt Panikattacken zu entwickeln und diese Panikattacken haben noch eine bestimmter Eigenschaft Und zwar funktionieren sie durch den sogenannten Teufelskreis der Amungs.
00:08:42: Genau.
00:08:42: aber erstmal bleiben wir da stehen.
00:08:44: du meinst unser Gehirn ist Stein alt geblieben.
00:08:48: Und es
00:08:48: ist eine großartige Kompetenz, weil es ist eigentlich dementsprechend ein absoluter Überlebensmechanismus.
00:08:54: also es geht ums nackte Überleben.
00:08:57: Eigentlich etwas wofür man dankbar sein könnte, weil man denkt hey du hältst mich gerade am überleben dann damit ich dir durchkomme ja aber heutzutage, wie du es hast.
00:09:06: Genau!
00:09:07: Wenn das nicht ein äußerst funktionables System wäre dann gibt es die Menschheit ja auch so gar nicht mehr.
00:09:12: Offensichtlich hat es uns dazu gebracht dass wir bis jetzt alle gefahren überlebt haben als Art.
00:09:21: Danke liebe Panik
00:09:24: kann auch komplex erklärt werden aber es klingt ja total nachvollziehbar.
00:09:28: und das gute daran und wichtige daran ist was wir gerade so gehört haben in der Erklärung so schön dargestellt hast ist, dass das Wichtigste bei der Behandlung von Panikattacken die Psycho-Education ist.
00:09:43: Also das Verständnis genau dafür für diesen Nudismus weil das so vieles aufklärt.
00:09:49: von diesem Anfang haben wir gesagt ich dachte ich denke ich sterbe oder ich dachte Ich sterbe.
00:09:54: Das ist genau das.
00:09:55: aber also es mobilisiert so unfassbar viel im Körper dass man so übermandt, überrandt ist von dieser ganzen Ausschüttung der Bodenstoche.
00:10:06: Dass sich das anfühlen kann.
00:10:07: Das ist einfach zu vieles für diesen Moment
00:10:09: und ich
00:10:10: gucke mal gerade nochmal auf unsere schöne kleine Liste hier welche Symptome das noch sind ob wir den auch alle genannt haben Die vielleicht einiges von mich auch kennen.
00:10:20: Also wir haben genannt, plötzlich ist starkes Herzklokon oder Herzrasen, Druck und der Post also klassischerweise wird auch oft genannt ich habe keine Luft bekommen Ich hab das Gefühl gehabt, ich kann nicht atmen Schwindel.
00:10:32: Das ist übrigens auch das wo Menschen sagen Boah wenn ich in Ohnmacht falle Und ich bin mitten auf der Straße Da setze ich nämlich auch noch obendrauf Was denken denn die anderen?
00:10:40: Und wer sammelt mich hier dann ein?
00:10:42: was passiert danach?
00:10:44: Übelkeit kribbeln Taubheitsgefühle Hitze oder Kälteschauer, das Gefühl gleich ohnmächtig zu werden.
00:10:52: Derealisation also.
00:10:54: alles fühlt sich komisch unwirklich an weil natürlich auch die Denke davon beeinflusst ist dass da so viel Ausschüttung stattfindet verschiedenster Hormone und Depersonalisation im Unterschied zur Derealisation.
00:11:08: was ich auf die Situation bezieht, bezieht sich Depersonalisation oft das eigene Ich.
00:11:13: Also ich fühle mich nicht so wie ich selbst.
00:11:16: Oder nicht
00:11:16: so richtig in meinem Körper, als wäre ich irgendwie... Ja
00:11:20: und genau das Thema was ja wirklich wieder Mittelpunkt dessen ist dieses Gefühl von Kontrollverlust.
00:11:28: also man hat keine Kontrolle über sich oder auch nicht um die Umgebung.
00:11:32: Genau das was du gerade sagtest all diese Symptome die du aufgezählt hast haben wir eins gemeinsam machen sie unheimlich Angst.
00:11:40: Das heißt, warum muss ich das mir vorstellen?
00:11:42: Da kommt nämlich der Teufelskreis zur Angst ins Spiel.
00:11:44: Ich habe also irgendetwas ... was auch immer das sei.
00:11:48: Es kann etwas Körperliches sein und ein Gedanke sein.
00:11:51: Und er löst aus, nehmen wir mal zum Beispiel wie es ganz viele Leute haben.
00:11:56: Also ganz viele Menschen die aufwachsen im Extrasystolen, im Herz.
00:11:59: Sprich, das Herz schlägt nicht absolut regelmäßig sondern es gibt immer mal irgendwie kleine Extraschläge oder kleine Päuschen oder so.
00:12:05: Das ist etwas, was erst einmal vorkommt Und natürlich sollte man das kardiologisch abklären lassen, aber in der Regel steckt da nichts Schlimmeres hinter.
00:12:14: Wie gesagt, ich weiß nicht, falls ihr das habt.
00:12:18: Immer!
00:12:19: Das machen wir ja auch in den Therapien.
00:12:21: die Leute müssen immer erstmal einen Check hintersehen.
00:12:23: Genau, erst mal ein Check hinter sich bringen und dann wissen wir, okay ist jetzt nichts los.
00:12:27: Dann halt diese Extrastole kann zum Beispiel so ein Minigedanken auslösen wie Irgendwas ist mit meinem Herzen nicht in Ordnung.
00:12:35: Wenn ich das denke, dann stößt mein Körper Adrenalin aus!
00:12:39: Wenn mein Körper adrenalinen ausstößt, dann ist eine der Sachen die daraus passiert, dass mein Herz schneller schlägt.
00:12:45: Dann stellt meinen Kopf vielleicht fest... Oh Gott, mein Herz schlägte jetzt auf einmal ganz schnell.
00:12:49: Es stimmt also es ist wirklich was mit meinem herzen los.
00:12:52: Dann stößts mein Körper noch mehr Adrenaline aus weil.... Dieser Gedanke macht mir Angst.
00:12:58: Wenn mein Körper noch mehr Adrenalin ausstößt, dann wird meine Atmung vielleicht flacher, meinen Herz schlägt vielleicht noch schneller, vielleicht fühle ich mich fürchterlich angespannt und ihr merkt schon ist die Panikattacke im Gange unter Teufelskreis der Angst dass quasi Gedanken, Wahrnehmungen, Angst befeuern dadurch dann eben Hormone ausgestoßen werden die den ganzen körperlichen Prozess nochmal ankurbeln und dadurch die Ängste dann noch stärker werden.
00:13:21: das ist das was während der Panik Attacke passiert.
00:13:25: Irre, also dass sich das so selbst befeuert ist einfach Wahnsinn.
00:13:29: Weil ich meine man muss nicht vorstellen wie schrecklich das ist dann erlebst du das einmal und dann bleibt so über Oh mein Gott, das darf mir nie wieder passieren.
00:13:38: Weil es einfach die Hölle war, weil sich schrecklich anfühlt und eben ich habe gar keine Kontrolle darüber.
00:13:43: also die Panik und die Angst davor.
00:13:45: Ich weiß gar nicht was mit mir los ist, was da passiert?
00:13:47: Und ich hab... Es ist eine Gewalt, die ich überhaupt nicht kontrollieren kann!
00:13:51: Und Daki beginnt da eigentlich... Das ist nur noch mal
00:13:53: passiert!
00:13:54: Genau, denn wenn ich nämlich auf gar keinen Fall will dass es nochmal passiert kleiner Spoiler dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass es noch einmal passiert, weil ich einfach so angespannt bin diesbezüglich sehr groß.
00:14:06: Da haben wir es nämlich, dass die eigentlich schlimme Geschichte beginnt.
00:14:10: Nämlich nicht mehr die Angst vor irgendeiner Situation sondern die Angst vorderangst.
00:14:14: und wenn ich erst mal erlebt habe wie schlimm so eine Panikattack ist und... Ich kenne das selber von früher.
00:14:19: also ich hatte früher selber Panikattacken.
00:14:21: Es ist wirklich überhaupt nicht witzig!
00:14:23: Das ist der letzte Abfuck auf Uhrdreut!
00:14:25: Ja
00:14:26: genau, mir geht's da genauso.
00:14:28: Also es ist so nahvollziehbar ...einer Geschichte anfängt und das, was es aufrecht erhält, nämlich während diesen Teufelskreis ist die Vermeidung, die dann die Folge davon ist.
00:14:39: Also man versucht herauszufinden wenn es überhaupt möglich ist.
00:14:43: also manchmal ist es so.
00:14:44: in mir fällt gerade eine Patientin, die ich vor langer Zeit hatte ein, die gejoggt ist und nicht während dem Joggen sondern als sie danach ausgelaufen ist.
00:14:57: gab es eine körperliche Sensation, weil ihr Herzschlag einfach noch ein bisschen schneller geschlagen hatte.
00:15:02: und es gibt nämlich neben der Veranlagung zu Anstörungen oder verschiedensten Störungen die man so haben kann.
00:15:08: Manchmal auch so eine Kopplung von sowieso einem Stresslevel was der Mensch vielleicht gerade in seinem Leben hat.
00:15:14: also es gibt auch Faktoren die zusammen so einer Art von Vulnerabilität oder Anfälligkeit ergeben.
00:15:20: und manchmal gibt es dann einen punktuellen Auslöser und das ist anzunehmen dass bei ihr eben dieser punktuelle Auslöser diese körperliche Sensation war.
00:15:29: Und du hast es gerade auch so benannt, was passiert dann?
00:15:32: ist die Überbewältung.
00:15:34: Also man
00:15:35: spürt dann im Körper und dann kommt ja der Gedanke, den du gerade ihm gedacht hast...
00:15:43: Stimmt doch was
00:15:44: hier los!
00:15:44: Weil hier stimmt etwas nicht irgendwas mit meinem Herzen und das hineinsteigern und sich selbst verstärken.
00:15:50: Was hat sie daraufhin nicht mehr machen wollen?
00:15:53: Joggen.
00:15:54: Genau, weil das fängt dann so an dass er auch total nachvollziehbar ist im ersten Moment.
00:16:00: Dass man natürlich irgendwie zusammenkoppelt oder konditioniert wahrscheinlich, dass man diese Situation nicht mehr aufsuchen möchte.
00:16:08: Das heißt Menschen die Panikattacken erlebt
00:16:11: haben
00:16:13: haben das auch erlebt, dass in Folge dessen sie anfangen zu vermeiden.
00:16:16: entweder Situationen die so ähnlich sind oder ja gefühlszustände.
00:16:21: Oder ja ortschaft oder eben auch situation wie sport also irgendwas was ich gemacht habe.
00:16:27: Das möchte ich nicht mehr
00:16:28: machen.
00:16:29: Genau der situation wie zum beispiel ein vortrag in der schule halten klassiker dass man dabei dann irgendwie bemerkt hat Oh Gott, hast du irgendwas mit dem körper nicht stimmt.
00:16:38: und Dabei ist es ja also völlig klar, wenn man den Vortrag halten muss.
00:16:41: Natürlich ist man dann aufgeregt.
00:16:42: Also ich auch, wenn ich irgendwo
00:16:43: stehe in der Vorträge.
00:16:43: Ich habe einen Atmenflacher.
00:16:46: und was passiert?
00:16:46: Wenn man flacher atmet, dann geht die Hyperventilation los und man löst das ein Stück weiter mit aus.
00:16:53: Und dann kann man's halt so oder so bewerten.
00:16:55: Das ist genau wie immer.
00:16:57: Wann immer, wenn jemand etwas tut, was den Organismus so richtig ins Schoen bringt, man kann das als cool jetzt gibt's Action interpretieren.
00:17:05: oder eben mit Angst Kann es tatsächlich so weit kommen und ich kenne persönlich Fälle, bei denen es so ist?
00:17:12: Dass Menschen ihr Haus nicht mehr verlassen.
00:17:14: Dass Menschen Ihr Haus monatelang vielleicht sogar jahrelang nicht mehr verlassen!
00:17:18: Und seien wir mal ganz ehrlich heute zu Tage realistisch gesehen... braucht man sein.
00:17:23: Richtig,
00:17:24: klappt wunderbar!
00:17:26: Leute können mir Dinge mitbringen wenn man vielleicht keine Ahnung im Krankengeld ist weil es einem eben schlecht geht deswegen oder so.
00:17:33: oder Kinder zum Beispiel das ist ja unser eigentliches Thema natürlich Kinder und Jugendliche.
00:17:38: Wenn die zb Eltern haben dies besonders gut meinen Und sie besonders stark ihr Kind unterstützen wollen und sagen Nein Schatz Natürlich musst du nicht zur Schule gehen Natürlich musst Du Nicht Dies Das Na Dann Ist Das Natürlich Gut Gemeint Aber Es kann fatal sein, weil es eben dieses Vermeidens sehr unterstützt.
00:17:56: Sehr wichtiger Punkt genau das ist jetzt finde ich auch anders dass wir genau das nochmal vertiefen, weil wir sprechen ja insbesondere über Kinder und Jugendliche und vielleicht zum Unterschied zu Erwachsenen.
00:18:08: Kinder benennen das nicht immer so als Oh Gott!
00:18:11: Ich habe eine Panikartacke.
00:18:12: oder oh mir ist was passiert?
00:18:13: Ich hab meinen Körper so gespürt die sind da viel, ja was soll ich sagen einfacher Da fehlt es auch noch an den Hintergrund, dass die das so klar zuordnen können.
00:18:25: Sondern die vermeiden vielleicht irgendwann die Schule.
00:18:29: Zum Beispiel wenn sie das erlebt haben bei einem Referat oder in Arbeit geschrieben wird und dann gab's die Situation... Dann kann es gut sein, dass das Kind morgens aufsteht und sagt ich gehe auf keinen Fall zur Schule?
00:18:39: Ich kann nicht!
00:18:40: Also wirklich nicht aufstehen können.
00:18:43: Ich hab Patienten gehabt, die das Wett nicht verlassen konnten weil die Panikattacke da war morgens weil sich das so selbst verstärkt hat.
00:18:52: Wichtig, der Hinweis... Kinder das nicht immer alles so sehr genau beschreiben können, sondern da fällt es oft eher durch Vermeidungsverhalten auf.
00:19:00: Also dass die bestimmte Situation dann auf keinen Fall wiederholen möchten wo man aber denkt hey die waren doch schon mal.
00:19:07: also ob sie jetzt Schule ist oder Schwimmbad oder bei irgendeinem Freund oder so.
00:19:12: Also wo man so denkt was ist denn da passiert?
00:19:14: und vielleicht erzählen ja auch mir ging's nicht gut als ich da war und beschreibens viel Flacher teilweise als es tatsächlich.
00:19:21: dann der Umstand der Angst, die gespürt
00:19:24: war.
00:19:24: Das wären vielleicht die körperlichen Symptome beschrieben mit mir ist schlecht oder ich krieg nicht gut Luft oder ich glaube ich muss mich übergeben oder so.
00:19:32: mein Herz schliegt komisch und ich habe natürlich absolut vollstes Verständnis dafür dass das Eltern auch in Alarmbereitschaft versetzt wenn sie Total aufgeklärt über Panikattacken sind und auch wissen, mein Kind ist körperlich gesund.
00:19:46: Mein Kind hat vielleicht eine Predisposition für solche Ängste.
00:19:50: Wir wissen hier ist körperlich nichts Schlimmes, wir wissen es ist eine Panikattacke dann eben sich nochmal anders zu verhalten.
00:19:57: Also wichtig da genau hinzuhören und noch mal vielleicht auch selber in sich überlegen was war mit der Situation?
00:20:06: Hat das jemand anderer mitbekommen?
00:20:08: gut wäre auch wenn's mehrere Beobachter gab dass die vielleicht auch mal Feedback geben.
00:20:13: Weil dann kriegt man die Beschreibung nochmal, wie wirkte das Kind?
00:20:16: Weil eben Kinder da noch nicht so stark... Also je jünger natürlich umso schwieriger auch den Zugang zu haben weil dir das eben so wie du gerade gesagt hast eher so durch mir ging es nicht gut.
00:20:25: also mir war schlecht oder er so ganz kryptisch beschreiben und gar nicht so ins Detail gehen mit jedem einzelnen Symptom Und dieser Mechanismus, der Vermeidung dann nicht hinzugehen.
00:20:37: Das ist dann quasi so.
00:20:39: das was der Teufelskreis die Panik aufrecht erhält passiert auch bei der Vermeilung weil da dann die Verknüpfung ist.
00:20:45: ich bin nicht zur Schule gegangen also habe Ich mich der Situation nicht ausgesetzt Also kamen die Panikatacke auch nicht
00:20:54: Stimmt!
00:20:54: Ja, stimmt.
00:20:55: Das ist richtig.
00:20:56: Es wird weiterhin gelernt und wird also festgekloppt.
00:21:01: Und da muss man zum Beispiel... Also therapeutisch gehen wir so vor und das können Eltern zum Schlauch sehr gut selbst machen, sagen okay aber pass auf nicht die Situation hat die Panikattack ausgelöst sondern sie ist in dieser Situation gekommen weil du Angst vor der Situation hattest deinen Körper auch denn so reagiert Und diese Reaktion des Körpers hast du eben als etwas sehr Bedrohliches interpretiert und darum hat sich das so weit da reingesteigert.
00:21:22: Das wäre zum Beispiel etwas, was wir machen in diesem Teufelskreis, der auch so durchgeht, dann eben feststellen okay, diese Situation war es jetzt halt einmal mehr oder weniger zuverlässig die hat halt diese Angst ausgelöst.
00:21:34: Aber das bedeutet nicht, dass jetzt generalisiert immer wieder diese Situation Panik ist.
00:21:40: Genau und wir machen genau das auch.
00:21:42: was wirklich mit den größten Effekt also neben der Vermeidung ist die Aufklärung darüber Wie genau dieser Mechanismus funktioniert?
00:21:50: Und natürlich, wenn wir jüngere Kinder haben.
00:21:52: Es macht man ganz kindgerecht spielerisch mit Figuren, mit Monsterchen... Also es ist ja eine gesunde Reaktion des Körpers erst einmal.
00:22:02: Man muss auch Kindern erklären, hey dein Körper funktioniert!
00:22:05: Das spiegelt der dir dadurch indem er da einfach ein bisschen drüber ist.
00:22:09: aber er funktioniert.
00:22:10: also erschütte bestimmte Botenstoffe aus dann sagt man doch natürlich nicht irgendwie Botenstoffe und Adrenalin.
00:22:15: Man könnte das auch sagen.
00:22:16: aber wie erklärts auch macht das sehr, sehr viel gestalterisch Zeichnungen.
00:22:21: Genau!
00:22:21: Oder mit Filmchen oder so gibt es ja auch tolle YouTube-Filmchen die man da sich angucken kann wie Angst funktioniert.
00:22:28: und wenn sie einmal verstanden haben ich bin nicht krank krank also mein Körper ist nicht krunk sondern das ist die Angst die das antreibt und wir dann entsprechend an die Übungen mit den Besprechen zu dem wir nachher kommen Dann funktioniert das wirklich gut, weil es erst mal eine Entlastung ist zu wissen.
00:22:48: Es gibt eine Erklärung dafür was da stattfindet.
00:22:50: Genau und wenn der Feind sozusagen aus mir selbst hervorkommt dann ist immer eine sehr gute Idee sich diesen Feind zum Freund zu machen.
00:22:58: denn wenn dazu gehört werde ich ihn nicht so richtig los.
00:23:01: Dann habe ich den.
00:23:02: Dann hab' ich den!
00:23:03: Wenn ich eine Disposition dazu habe eben ängstlich zu sein in bestimmten Situationen dann ist es möglicherweise niemals zu sein wird dass diese Angstmomente oder diese körperlichen Reaktionen nicht mehr kommen.
00:23:16: Wenn ich aber genau weiß, oh okay hier kloppt die Panik an dann ist es halt so.
00:23:20: weiter im Text also denn wenn ich keine Angst davor habe muss das jetzt auf einmal meine keine Ahnung meinen Körper aufgibt oder so weil ich genau weiß ok das ist eine Panik-Attacke das haben andere Menschen auch.
00:23:31: Es gibt ganz viele Leute die das haben.
00:23:33: es glaube ich mit einer der häufigst psychischen Änderungen freut
00:23:36: Ganz klar.
00:23:37: Und da
00:23:37: kann man beispielsweise, um jetzt schon mal so ein bisschen vorwegzunehmen, wunderbar auch mit den eigenen Kindern daran arbeiten.
00:23:43: Denen das zu erklären Malten Angstmonster gibt dem einen Namen erzählt.
00:23:47: dem Kind ist dieses Angstmonstern genau wie bei hier.
00:23:51: wir heißen die Filme diese Monster... Monster
00:23:55: AG oder welche Monster
00:23:56: AG und so ne?
00:23:57: Das sie als für uns keine Angst
00:23:59: machen.
00:23:59: Genau!
00:23:59: Mit den Figuren arbeiten.
00:24:01: Aber
00:24:01: eigentlich sind es unsere Freunde eigentlich beschützen die
00:24:03: uns.
00:24:03: Es gibt doch dieses schön Bild oder dass man auch einfach umsetzen kann zu Hause, das man mit Kindern sich mit so einer Beleuchtung durch eine Taschenlampe vor die Wand stellt und denen zum Beispiel auch die Vermeidungen erklärt.
00:24:17: Ich gehe wenn ich mich wegbewege von der Wand wird dieser Schatten größer also die Angst fühlt sich viel größer an.
00:24:25: Wenn ich mich auf sie zubewege dann stellt man das ja auch fest.
00:24:28: Und wenn man sich auf sein Bild der Wand zubewiegt wird es ja kleiner.
00:24:33: Es geht darum Den Kindern ja nicht nur die Exposition erklärt, also sich dem Stress oder der Angst aussetzen.
00:24:41: Sondern ein Stück weit auch kontrollierbar zu machen und zu erklären es gibt da etwas was du tun kannst.
00:24:46: Also es gibt einen Einfluss den man nehmen kann.
00:24:49: Man ist ihm eben nicht so ausgeliefert.
00:24:51: Ganz wichtig erst mal nur ein körperliches oder mehrere körperliche Symptome.
00:24:57: deswegen geht man auch über Was spürst du?
00:25:00: da beschreibt das, was du fühlst?
00:25:01: Das ist ja auch okay.
00:25:02: Also der zweite Schritt ist dann auch irgendwann vom Körper weg zu kommen weil natürlich diese Überbewertung etwas vorgebahnt ist im Gechen also weil man das schon so heftig erlebt hat.
00:25:12: Das ist bei Kindern und Jugendlichen in der Therapie vielleicht auch noch ein Unterschied zu erwachsenen.
00:25:17: Geht man behutsamer, langsamer vor?
00:25:20: Also bei Erwachsenen... Ich meine wenn ich als Erwachsener einmal den Mechanismus verstanden habe so dann ist mir das klar, dann ist es auch einfacher.
00:25:25: Dann kann ich den auch so ein bisschen schneller aushalten.
00:25:28: Ja genau!
00:25:28: Und
00:25:30: die wissen dass auch nicht man sich auch dessen Bewusstung man kann.
00:25:33: Ich will jetzt nicht sagen, wir wachsen langsam hierhin damit aber man kann sie schon stressen.
00:25:37: Da weiß man doch einfach, dass ja die Erfolgsfrutter höher ist und rein in die Position geht.
00:25:44: Weil man dann eben auch die Zügel in die Hand nimmt, ne?
00:25:46: Genau bei Kindern ist das ein bisschen anders.
00:25:49: da macht man das etwas gestaffelter schrittweise und immer begleitet nochmal durch die Erklärung und auch immer begleiht durch hast du gemerkt wenn du dir das so und so vorstellst und denkst wie sich das anfühlt.
00:26:01: also es ist auch wichtig zu spüren ich meine auch wir Erwachsene wenn nicht in eine Situation reingehen und eben hast du's auch schon genannt ob ich denke Oh shit.
00:26:11: Wie soll ich das überstehen?
00:26:13: Fühlt sich auf eine Art an, den ich da reingehe und denke wow okay!
00:26:17: Ich bin aufgeregt aber ich bin auch gespannt mal sehen wie das so wird.
00:26:20: es ist ein völliger Unterschied obwohl dasselbe körperliche Symptom erstmal ist vielleicht Herzklopfen und bisschen Schwitzen Zittern.
00:26:28: Aber man kann's halt eben unterschiedlich bewerten Und das macht einfach einen riesengroßen Unterschied Auch dann wie ich es erlebe Und ob es eher Angst auslöst oder, ja einfach mit Neugierbegegner und mit einem Gefühl von das wird schon.
00:26:45: Ich schaff das
00:26:46: schon.".
00:26:46: Genau!
00:26:47: Da wir in unserem Podcast euch als Eltern, als Bezugspersonen gerne Hilfe an die Hand geben möchten ist die Frage... Was kann man denn als Elternteil während einer Panikattacke so machen?
00:27:02: Und da ist erstmal ganz konkret der erste Punkt super wichtig, selbst ruhig bleiben.
00:27:08: Weil Kinder sich daran orientieren wie das Nervensystem ihrer Bezugsperson halt gerade funktioniert.
00:27:14: und wenn ich dem Kind signalisiere hey es alles cool Entspannte ich erst mal, wir machen das schon.
00:27:22: Ich habe keine Angst du brauchst auch keine Angst zu haben.
00:27:25: Kommen sie auf den Schuss für Atmen gemeinsam oder sowas?
00:27:28: Dann ist es sicherlich eine sehr viel förderliche Reaktion als wenn irgendwie Gott ja du bist wirklich ganz platz.
00:27:35: Du hast einen Krankenwagen rufen und dann auf irgendeine Art und Weise auch noch vermittelt.
00:27:39: Ja scheiße, hier stimmt tatsächlich irgendwas.
00:27:41: Genau spürt mal gerade in euch hinein und vergleicht mal den ersten Teil also das erste Beispiel mit dem zweiten Und es ist die selbe Situation.
00:27:50: Das ist ja eigentlich so irre, das ist ein und dieselbe Situation!
00:27:54: Und welchen Unterschied macht es vor allem für dieses Kind aus?
00:27:59: Ob ich... und natürlich hat man als Eltern kein Angst, ne?
00:28:01: Also ich habe Kinder, ich habe zig Situationen erlebt wo ich so dachte oh mein Gott!
00:28:07: Aber ich muss einfach mich bemühen um okay Ich gucke erst mal.
00:28:13: Ich merke, ich habe Angst.
00:28:15: Ich darf auch Angst signalisieren.
00:28:16: Darum geht es nicht!
00:28:17: Wir sind keine Roboter.
00:28:18: Aber ich darf am besten mich signalisier'n.
00:28:21: Also ich sage jetzt...ich darf nichts.
00:28:23: Das klingt so ein bisschen strenger aber es ist wirklich an den Eltern sich zu regulieren und zu vermitteln.
00:28:29: eine Zuversicht wir kriegen das schon hin.
00:28:31: Und selbst wenn irgendetwas ist, ich sorge dafür dass wir das irgendwie ja kontrollieren können.
00:28:38: Also ich besorge, ich rufe da einen Krankenwagen und wenn ich wirklich denke es ist etwas Körperliches dann ruf ich den Krankenwagen, dann ist das immer noch irgendwie... Ich handle, ich tue etwas ohne dass sich ... ich signalisiere, ich bin völlig überfordert und ich schaffe das gar nicht weil Kinder ja genau das nämlich orientieren sich an Erwachsenen.
00:28:54: Und in der Regel ist aber ein die wird nichts passieren und einen Arm nehmen und einfach mal ein paar Minuten miteinander sitzen ist eine angemessene Reaktion auf sowas.
00:29:03: Auf jeden Fall!
00:29:04: Das ist wirklich dreimal zu unterstreichen.
00:29:07: die erste Regel ist akzeptieren.
00:29:11: Also wenn die Panikattacke in vollem Gang ist und ihr spürt das mit euren Kindern, vielleicht Jugendliche, die das dann schon eher auch verbalisieren können... ist es sie anzunehmen.
00:29:22: Weil dann ist dieser Mechanismus, den die Mila so erklärt hatte eben der ist losgetreten das heißt es wird ausgeschüttet im Körper da ist Feuerwerk Da ist es einfach durchzuleiten Das heißt da nicht irgendwie Es ist auch kontraproduktiv weil's ja also Ablenkung heißt ja wiederum irgendwie Vermeidung.
00:29:37: das kann man vielleicht dem Vorfeld wenn man ein bisschen Stress spürt Also so ein bisschen er sich was aufbauen dass Wenn die Panik Attacke da ist gilt es zu üben, sie auszuhalten.
00:29:47: Sie zu akzeptieren da durchzukommen und es ist wirklich als ein Mechanismus des Körpers zu akzipieren der jetzt gerade angesagt ist und ich halte das aus weil ja man hält es aus man überlebt es
00:29:58: genau und dass es tatsächlich so man muss da dann durchgehen.
00:30:01: und
00:30:02: Ich
00:30:02: glaube ganz sicher dass einen Schrecken der ein Gesicht hat bei solchen Dingen auf jeden Fall weniger bedrohlich ist also ein schreckender Keinen gesicht hat und dem in dem moment es klingt ein bisschen kryptisch aber Ich hinsichtlich des eigenen Erfahrungen, wo man sich der Panikattacke so zuwendet und sagt okay was?
00:30:19: Was möchtest du mir mitteilen.
00:30:22: Und sich eben einfach damit beschäftigt und auch die Gefühle annimmt und sagt ich merke jetzt keine Ahnung wie das mit dem Atmen sich komisch anfühlt.
00:30:31: Du kannst ja vielleicht einen Fischermendern in den Mund stopfen
00:30:34: und
00:30:35: man kann auch so chinesisches Heilöl oder sowas nehmen, um die Atmung ein bisschen besser zu machen.
00:30:39: Oder sich mit Wikwapo reinreiben oder irgendwas... Wenn man merkt keine Ahnung der Brustkorb drückt, dann macht man vielleicht irgendwelche Übungen, Arme kreisen oder so aber eben wirklich sagen okay wir müssen da jetzt durchdenken Seit ihr eine Panikattack so andauert, ist nicht länger als forty-fünf Minuten wenn es ganz hart
00:30:59: ist.
00:30:59: Genau die meisten sind tatsächlich ein paar Minuten.
00:31:02: Es gibt vereinzelt auch längere.
00:31:04: also aber das ist ganz wichtige Infodis endlich
00:31:08: und je offen sie man damit umgeht und je mehr man sich daran gewöhnt auch das ist Teil der Therapie umso kürzer werden Sie.
00:31:15: und irgendwann ist es so dass man einfach nur noch merkt okay Ach ja, Panikattacke.
00:31:19: Alles klar!
00:31:22: Ich kenne das, ich weiß was jetzt kommt und unangenehm gar keine Frage aber ich halte es aus.
00:31:29: Sie werden seltener bis bei einigen Patienten auch gar nicht mehr da weil in der Therapie ist ja auch nicht nur die Panik-Attacke Thema sondern ich habe vorhin schon gesagt es gibt manchmal auch Umstände So sind, dass eine Panikartacke als Symptom gewertet werden kann.
00:31:47: Also die ist ein Hinweis auf irgendwas ist hier nicht okay.
00:31:51: Irgendwas läuft hier nicht gut.
00:31:52: Aber
00:31:52: eben nicht körperlich?
00:31:53: Genau!
00:31:54: Nicht körperlig ganz wichtig und zwar in deinem Leben.
00:31:56: also wie sieht deine Stresslevel aus?
00:32:00: Stresslevel kann wirklich alles bedeuten bei Jugendlichen zum Beispiel was es mit deinen Freundschaften?
00:32:05: Wen hast du da so um dich?
00:32:06: Wie geht's dir mit deinen Eltern?
00:32:07: Wie gibt sie in der Schule mit deinen Lehrern was einen Hauptanteil im Tag ausmacht?
00:32:12: Also mit seinen Kindern und Jugendlichen darüber zu sprechen, wie ist es in deren Leben jetzt unabhängig von dieser Panikattacke?
00:32:19: Die natürlich ganz viel Aufmerksamkeit erst mal bündelt.
00:32:22: Nicht während der Panikatacke, sondern irgendwann anders bitte!
00:32:26: Kann
00:32:26: man machen hilft aber nicht.
00:32:29: Im Gegenteil also... Das zu nutzen, wenn man eine beobachtet hat oder berichtet bekommt von seinem Kind umzuschauen.
00:32:37: Wie geht es meinem Kind allgemein?
00:32:40: Ist wirklich wichtig!
00:32:41: Weil das einfach anfälliger war und so wie es für viele andere Dinge ist nicht umsonst auch die Suchteckrankung in Kopplung mit Panikattacken sehr hoch weil Ja, man versucht den Stress irgendwie zu regulieren mit irgendetwas und dann sind Suchtmittel da.
00:33:02: Mit Küchen,
00:33:02: mit Alkohol,
00:33:03: mit synthetischen
00:33:04: Drogen?
00:33:05: Genau!
00:33:05: Mit Verhalten, das selbst schädigend ist.
00:33:07: Oder auch mit Zocken
00:33:09: oder irgendwas
00:33:09: was du beruhigen könntest.
00:33:11: So ein
00:33:11: bisschen beruhigender ausklinkt so... Also ganz wichtig sie auch anzuschauen und Umstände davon anzuschaun.
00:33:18: wir haben gesagt die einen eigenen dazu weniger zu werden kürzer zu sein also irgendwie händelbarer zu sein.
00:33:26: Und der Panikattacke wäre zum Beispiel auch wichtig, dass man den Umstand da jetzt gerade nicht ausdiskutiert.
00:33:33: Also nicht das Ganze als irrational darstellen oder sagen, ach komm du weißt doch gar nichts los, ich beruhige dich endlich oder so... Das ist auf jeden Fall kontraproduktiv!
00:33:42: Dann sollte man lieber Orientierung geben und sowas sagen wie
00:33:45: z.B.,
00:33:45: hey das ist gerade Panik, dein Körper macht gerade Alarm, es fühlt sich schlimm an aber es geht vorbei, komm setz dich zu mir wir atmen da gemeinsam durch, wir machen das zusammen vielleicht gehen wir ein bisschen spazieren und dann erzählst du mir davon oder so.
00:34:00: Also wirklich liebevoll, eine ruhige Stimme nicht irgendwie aufgeregt sein und selbst also ganz souverän damit umgehen das ist auf jeden Fall immer gut.
00:34:08: Ja
00:34:08: wir haben auch manchmal Fälle von ja entweder Freunden- oder Bezugspersonen die dann auch genervt sind.
00:34:15: Also nicht genervt dass ihr Kind leidet ganz klar sondern überfordert und genervt davon dass das immer wieder auftritt.
00:34:21: Also wo so'n bisschen mitschwingt
00:34:23: Das macht den Menschen
00:34:25: falsch.
00:34:26: Der macht gar nichts falsch, es ist weder Absicht noch was Manipulatives, noch etwas irgendwie Gewolltes, was selbstbewusst gesteuertes oder herbeigerufen ist.
00:34:36: Bitte einfach so annehmen und insofern darauf eingehen das genau wie Mila gerade gesagt hat beruhigen akzeptieren durchhelfen.
00:34:46: Genau also Akzeptanz dessen dass es so ist.
00:34:51: vor allem hilft die auch dabei dass das Ganze nicht gefüttert wird durch eine Aufmerksamkeit, die ist auch wieder eher befeuert.
00:34:58: Also es hilft gar keinem!
00:34:59: Es schadet der Beziehung sowieso weil es geht ja um Beruhigung und Korregulation was wir ja häufig hier so benennen Im Sinne des Grundbedürfnisses, also aus einer unserer letzten Folgen, wo es darum geht, dass wir euch vorgestellt haben welche Grundbedüffnisse wir denn da so haben und hier jetzt häufiger genannt worden ist ja das Grundbedürdnis nach Kontrolle.
00:35:23: Also es ist wirklich hoch ausgeprägt und das steht total im Gegensatz dann zu der Situation die gerade erlebt wird.
00:35:29: Und wenn man dann außen auch noch so ein Input einbringt, wie irgendwie das übertreibt.
00:35:35: Was soll das gar nicht sein?
00:35:37: Glaub ich dir nicht oder muss es auch gar nicht sagen allein, wenn man's vermittelt.
00:35:41: Das ist nur
00:35:42: Stress
00:35:43: oben drauf und ... Ja hilft den Menschen nicht, sondern macht ihnen zusätzlich auch noch wirklich traurig.
00:35:49: Weil man darf das nicht vergessen dass aus einer Angststörung oder Panikstörung mit Panikattacken auch Komorbide eine depressive Störung sich herausbilden kann, vor allem dann wenn es Vermeidungsverhalten so hoch ist dass dieser junge Mensch vielleicht dann wirklich sehr wenig macht in seiner Freizeit, also gar nicht mehr das Haus verlässt.
00:36:12: Dass er entweder im schlimmsten Fall gar nicht zur Schule mehr geht und auch seine Freunde nicht trifft.
00:36:17: Also wenn man jetzt den Extremfall annimmt... Aber selbst wenn ich meine Freunde oder meine Hobbys vernachlässige, mach das ja was mit mir!
00:36:25: Genau.
00:36:26: Es gibt noch ein paar Mehrpunkte, was Eltern so ... tun könnten.
00:36:30: Da gibt es nämlich noch was Wichtiges und zwar dieses Tiefdurchatmen, da muss man sich bewusst darüber sein dass wenn jemand zum Beispiel hyperventiliert das dann kontraproduktiv sein kann.
00:36:40: also etwas wie atme richtig tief ein oder so.
00:36:43: bitte nicht wenn jemand hyperventilitiert sondern eher ruhig atmen sowas wie Drei bis vier Sekunden einatmen, fünf bis sechs Sekunden ausatmen oder auch durch die Nase einatmeln.
00:36:54: Durch den Mund ausatmern wenn das funktioniert.
00:36:56: also dass man eben wirklich da guckt, dass man die Atmung so ein bisschen ruhiger gestaltet und nicht tief.
00:37:00: Also schön!
00:37:03: Und dabei kann man auch gut sowas wie eine Vibration mit der Oberlüppe machen F-Laut, das kann sehr beruhigend sein zum Beispiel.
00:37:13: Das sind alle so Dinge die auch das entsprechende Nervensystem was einen schützenden Charakter aktivieren können.
00:37:21: Genau!
00:37:22: Das wäre nämlich neben dem Sympathikus der ja eben alles mobilisiert?
00:37:25: Der Parasympathicus, der sorgt dafür dass man wieder runter kommt und sich entspannt.
00:37:30: Und man kann sich das vielleicht so vorstellen wenn man einatmet, so bis vier zählt und beim Ausatmen bis acht.
00:37:37: Also das ausatmen gerade so wie Mila das gemacht hat mit dem F-Laut vielleicht also ganz lange solange ihr könnt.
00:37:44: Das ist was richtig Gutes, was auch für das System einwirkte denn wir können ja wie schon jetzt mehrfach gesagt nicht einwirken auf diesen Fight Flight oder Freeze Mechanismus aber wir können unsere Atmung beeinflussen und über die Atmungen eben das vegetative System.
00:38:05: Also über die Atmung tragen wir schon dazu bei, dass sich das ein bisschen schneller beruhigen kann.
00:38:10: Was Eltern besser nicht tun sollten?
00:38:13: Da würden wir uns auch gerne paar Sachen sagen und zwar bitte brecht nicht sofort jede Situation ab in der so eine Panikattacke sich anmeldet.
00:38:25: also Wenn jede Panikattacke dann nämlich bedeutet, oh, dann werde ich aus der Schule abgeholt.
00:38:29: Man morgelt mich ab oder auch Papa und ich kann ins Bett um mich zu erholen können dabei Netflix gucken oder zocken oder irgendwas.
00:38:36: Dann entwickelt sich da ungewollt ein ziemlich erlernt Prozess in dem Menschen sehr gut sind.
00:38:42: Und das bedeutet also nicht dass das Kind sich ständig völlig überfordern soll.
00:38:46: Also man muss es natürlich schon im Blick behalten aber langfristig sollte natürlich das Ziel sein die Situation wieder zu bewältigen da nicht durchzumüssen und sich etwas Schönerer zu widmen.
00:39:00: Ja, vielleicht kennt ihr das auch aus unseren Folgen zur Schulangst zum Beispiel wo wir ja auch damit mal sagen so ein bisschen auseinanderziehen sodass man nicht aus der Situation rausgeht.
00:39:10: direkt weil es gibt den sogenannten sekundären Krankheitsgewinn.
00:39:14: also und man hört's ja schon so ein bischen Irre klingt dass schon Krankheitsgewinnen mit einer Krankheit mit Symptomen eben etwas zu erfahren was eigentlich angenehm ist.
00:39:23: Ich weiß noch,
00:39:24: wenn ich krank war früher.
00:39:25: Also wirklich kranker?
00:39:27: Dann gab es bei uns immer die tolle Situation.
00:39:29: Ich hab das so geliebt!
00:39:29: Ich durfte dann im Wohnzimmer auf der Couch liegen mit Decke und Kissen Und dann bekam ich etwas Leckeres gekocht, Vanillepudding oder Grießprei und so was.
00:39:38: Und die tupfte Kinderserien gucken oder irgendwas.
00:39:41: Damals war ja noch VHS also Video durfte mir denn irgendein Film angucken und das war so toll!
00:39:46: Ja
00:39:47: wie sich das gehört wenn man krank ist und da wichtig wieder die Unterscheidung zwischen akut und chronisch.
00:39:53: Also akut ne?
00:39:54: Ich habe irgendetwas heute und nur heute oder mal dann darf man natürlich bis zum Geigen geht nicht mehr versorgen.
00:40:01: Aber wenn
00:40:01: man ein Muster
00:40:02: feststellt, wenn man festställt dass immer wenn irgendwie ja bestimmter Unterricht ist oder in der Situation reagiere ich normalerweise so das ich eben mein Kind im Wohnzimmer koche und sich das häuft Dann würde ich mir ein bisschen Gedanken machen, ob das denn so richtig ist.
00:40:22: Also irgendwie zu damehen fällt er... So cool!
00:40:24: Dann ist es eher ein Aufrecht erhalten.
00:40:26: leider mit dem Ganzen.
00:40:28: also ein bisschen aufpassen.
00:40:29: wie fällt da gerade mein Bruder ein der immer dann in meiner Mutter einen Vorwurf gemacht hat und gesagt hat mal wenn ich richtig krank bin gibst du mir meinen Lieblingsessen das kann ich dann gar nicht essen, dass er so schlecht ist.
00:40:39: Das ist auch mies.
00:40:41: Ja ist das stimmt?
00:40:42: Ja, das gibt uns nicht offizieren bitte aus.
00:40:45: Genau!
00:40:46: Es gibt noch eine Sache die man mit erwähnen sollte wenn es um Panikattacken geht und zwar ist dass das sogenannte Sicherheitsverhalten Und wir leben in einer Zeit wo auch Kinder schon Smartwatches haben mit denen man wunderbar den Puls beobachten kann oder vielleicht auch den Blutdruck oder irgendwas Man kann im Internet nach Symptomen googeln, man kann Google fragen usw.
00:41:07: Ich finde also das ist ja eine kurzfristige Beruhigung.
00:41:11: dann Ich finde, das ist als Zwischenstation der Therapie durchaus erlaubt.
00:41:17: Wenn einem das Zeitfall nicht weiter hilft.
00:41:20: es sollte dann aber auch so sein dass man natürlich auch lernt ohne dieses Sicherheitsverhalten wieder klar zu kommen.
00:41:26: Genau dazu gehört auch das Eltern-Smartboard.
00:41:29: Verhalten wie?
00:41:30: Ist alles wieder gut?
00:41:30: geht sie besser nach jeden irgendwie Minuten zwei Minuten also bitte nicht!
00:41:35: Also auch das nicht weil Das ist ein bisschen tricky, das ist klar.
00:41:39: Wir haben ja eben gesagt beruhigen und da durchhelfen.
00:41:42: Und jetzt sagen wir so Ja aber nicht ständig an dem kind irgendwie kleben oder auch irgendwie tracken lassen.
00:41:47: Ja dass ist ein bischen fein Fingerspitzengefühl oder feinspitzen gefühlt.
00:41:52: man muss ein bisschen gucken Was bewirkt das eine, was bewegt das andere?
00:41:56: Prinzipiell ist es gut sich zu merken.
00:41:59: Man darf nicht das Symptom füttern also nicht dann wenn die Panikatacke da ist ständig einem Kind kleben und fragen und belagern und diskutieren.
00:42:07: Kommt
00:42:07: ein bisschen zusammen Puls.
00:42:09: Genau Sondern dabei stehen und mit zur Ruhe helfen is okay aber nicht übertreiben und nicht speziell irgendwie ohne darauf einsteigen Also sich ein bisschen selber regulieren und in Ruhe da durchhelfen.
00:42:25: Und einen Teil einer Therapie ist zum Beispiel, dass man eine sogenannte interozeptive Exposition macht.
00:42:33: Interozeptiv heißt ich fühle das was sich in meinem Körper so abspielt also ich fühl mein Herz schlag ich fühlen was weiß ich meine meinen Atem und so.
00:42:42: Manche Menschen haben eine sehr feine interoceptive Wahrnehmung Und beispielsweise ist es ja so, dass wenn Menschen so eine Panikveranlagung haben oder Angstveranlagerungen.
00:42:52: Dass viele Dinge den Angst machen.
00:42:54: Herzrasen wird als gefährlich interpretiert.
00:42:56: Schwindel wird als gefährlich interpretieren.
00:42:59: Atemot wird als Gefährlich-interpretiert und in einer Therapie lernt man zum Beispiel das genau solche Körperempfindungen eben nicht gefährlich sind in der Regel.
00:43:07: Also die sind halt ganz normal und jeder Mensch empfindet das manchmal und dann fühlen wir solche Körper Empfindungen also vor allem wie verhältnis.
00:43:14: Mit dem Film ist es dann manchmal herbei und dann lernt man eben, dass das auch wieder weggeht.
00:43:21: Dass es gar nicht schlimm ist.
00:43:23: Zum Beispiel
00:43:23: erst mal ein Körper hat, der ein paar Dinge so machen kann?
00:43:26: Genau!
00:43:27: Also jetzt nicht falsch verstehen... Es ist also nicht so, dass wir da irgendwie diese Schwindelchallenges mit Hinknien hyperventilieren aufstehen umkippen.
00:43:37: Das darfst du
00:43:39: schon früher mal in der Faltenserbe gehen.
00:43:42: Genau.
00:43:42: So eine Drehstuhlübung
00:43:44: macht, dass man ein Schindelgefühl hat oder Papiertüten nimmt und da reiner Atmen umzuwachen.
00:43:51: Aber noch mal bei Erwachsenen... Ich
00:43:53: habe durchaus auch schon junge Leute die Treppe runterlassen lassen.
00:43:58: Also Herzklopfen bis hin zu Herzrasen?
00:44:01: Weil der Körper funktioniert und er kann das!
00:44:03: Wir haben am Anfang gesagt immer ärztlich abchecken lassen.
00:44:06: Das müssen wir sowieso.
00:44:08: Und es macht auch total Sinn, immer einmal einen Check zu machen.
00:44:11: Ich meine, man macht sich natürlich auch erst mal Sorgen und es kann ja auch erstmal etwas sein.
00:44:16: Wenn man das nicht weiß ein Check zu machen ist super und hilft auch wenn man weiß mein Kind ist gesund oder der Jugendlicher weiß ich bin gesund dann geht es darum zur vermitteln.
00:44:26: Ich interpretiere die Gefahr Die ist ja nicht da.
00:44:29: also ich spüre einen Symptom.
00:44:31: Ich beschreibe das Symptoms aber das bedeutet noch lange nicht gefahren sondern so funktioniert mein Körper und in bestimmten Situationen fühle ich halt den Herz schlagen bisschen heftiger als in anderen.
00:44:42: Wie ist manchmal zittrig?
00:44:43: Ich bin manchmal ein bisschen ... Ja, ich spüre so ein bisschen Schwindel.
00:44:49: Alles was so körperliche Empfindungen sein können ohne dass sie eine Gefahr darstellen und die Entkoppung von körperlicher Symptome-Gefahr ist dabei wirklich das.
00:45:03: Genau, sondern so ein Körper ist halt
00:45:05: ein
00:45:05: fantastisches eine fantastische Konstruktion, die genau dafür gemacht ist.
00:45:11: Ein Herz ist dafür gemacht, dass es halt auch mal richtig schnell schlägt, richtig doll schläght und eine Lunge ist dafür gemacht, das sie auch mal so oder mal so atmet.
00:45:21: Das ist halt alles biologisch schon so vorgesehen.
00:45:24: Genau!
00:45:24: Und auch bei Sicherheitsverhalten fällt mir gerade ein, dass man auch also so ne Verknüpfung mit verschiedensten Dingen... Also was wir da schon gehört haben in Therapien, das kann man sich wirklich kaum vorstellen wo Menschen gelernt haben, dass sie denken nur wenn ich diese Flasche dabei habe oder nur wenn mit der Freundin in Unterrichtsitze dann kann ich das auch aushalten.
00:45:47: In dem Moment wo es so ein bisschen irrational wird, wenn man als Heldunterteil denkt, das hast du vorher anders geschafft und das schaffst du auch zwischendrin anders?
00:45:57: Dann bitte auch gerne darauf vertrauen und nicht dann, hey du hast das doch schon mal anders hingekriegt.
00:46:02: Sondern ich bin mir sicher dass du das so schaffst weil guck mal da hast du es auch geschafft.
00:46:07: also
00:46:08: die Zuversicht und Zuspruch weil nochmal Kinder und Jugendliche erzählen das ja nicht absichtlich.
00:46:14: Und denken sich das herbei, sondern für die fühlt es sich erst mal so an als wäre es nur machbar mit diesem Gegenstand, den sie dann mitschlöppen oder der besagten Freundin.
00:46:23: Wenn die dann am einen Tag nicht da ist, darf gar nicht passieren weil dann überlebe ich den Tag.
00:46:29: Da hast du übrigens gerade einen wichtigen Punkt.
00:46:31: was natürlich total häufig vorkommt bei Kindern und Jugendlichen Ist das Panikattacken in der Schule auftreten?
00:46:35: Ja also das erste Panikattacke eben in einer Unterrichtssituation auftritt Das ist ein totaler Klassiker.
00:46:42: Und das führt natürlich im Zweifel zu dazu, dass das Kind eben nicht mehr zur Schule gehen möchte oder dass es bestimmte Situationen vermeiden möchte in der Schule.
00:46:51: Oder dass es so ist, dass man nur noch ganz am Rand sitzen kann damit man möglichst schnell zur Tür kommt und zum Beispiel wenn man bei Panikattacken dann zu zweit rausgeht, zu zweiter Toilette geht oder wie auch immer.
00:47:04: Und da sind natürlich alles Dinge die können so einen Schulalltag schon ganz schön mit beeinflussen.
00:47:10: Auch da ist es so, dass wir in der Therapie daran gemeinsam arbeiten.
00:47:14: Also indem wir halt daran arbeiten, dass diese Symptome einem wieder als etwas Natürliches erscheinen, das man halt verknüpfen kann.
00:47:20: okay ja ich habe Angst die Angst löst das und das aus.
00:47:23: Das fühlt sich total schrecklich an.
00:47:25: aber je weniger ich da rein stecke also je weniger Ich da rein interpretiere je weniger mich damit befasse umso weniger Ähm nervt es mich auch.
00:47:35: Ich sag den Kindern manchmal, stell dir vor das ist wie du guckst grad deine Lieblingssendung und da kommt so ein Werbeblock und der nervt dich unfassbar.
00:47:42: aber es wird dir irgendwann gelingen das auch zu blenden.
00:47:45: Ländest uns halt aus und dann kriegst du's gar nicht mit.
00:47:47: und man kann das üben!
00:47:49: Man kann es wirklich üben.
00:47:50: Und dann machen wir auch kleine Übungen, in denen wir gucken was hilft dir?
00:47:54: Woran kannst du denken?
00:47:55: Worin kannst du dich konzentrieren?
00:47:57: und bei Angstpatienten oder Menschen mit Panikattacken übt man eben eine Wahrnehmung weg von diesem Symptom.
00:48:07: also man übt halt nicht so zu verschärfen auf das Symptoms sondern was rieche ich, was schmecke Ich.
00:48:13: deswegen diese kleine Übung mit fünf vier drei zwei eins funktioniert auch hier Achtsamkeitsgeschichte.
00:48:20: Genau,
00:48:20: fünf Dinge die ich sehe.
00:48:21: Fünf Dinge, die ich rieche, die spüre und höre.
00:48:26: Sieht einfach noch mit anderen Dingen beschäftigen.
00:48:29: zu lenken.
00:48:30: Weil da ist es kontraproduktiv, ne?
00:48:32: Es gibt manchmal so Dinge wo man sagt das hilft ja manchmal so fühlen dich hinein hier wäre es halt eben genau anders herum weil dieses in sich hineinfühlen eben die Symptomatik verstärkt und verschärft.
00:48:43: Da ist es eher so geben bisschen aus dir raus versuch mal ein bisschen die Umgebung wahrzunehmen was siehst du was riechst du was hörst du Was schmeckst du, was fühlst du und so weiter.
00:48:52: Also alle Sinneskanäle einmal zu mobilisieren nach außen.
00:48:56: Das hilft schon viel mehr in Richtung Kinder- und Jugendlichen.
00:49:00: Hilft es auch wenn man die Wahrnehmung etwas weitet und ausdifferenziert?
00:49:04: Man könnte auch sagen das hast Du gegessen oder getrunken damit diese Kopplung nicht.
00:49:09: ich spüre nur gerade Panik also ich spür nur gerade irgendwie ich kriege keine Luft Und dann geht die komplette Aufmerksamkeit dahin.
00:49:17: kann man Dazu helfen, indem man die Kinder anleitet auch sich Gedanken zu machen.
00:49:24: Wie war denn eigentlich mein Tag?
00:49:25: Was war so?
00:49:26: Weil dann sind sie beschäftigt mit Denken.
00:49:28: das Unterricht ein bisschen das auch und es übt auch eine differenzierte Wahrnehmung zu haben
00:49:34: Genau Und wie gesagt keine Angst vor dem was der körperlich passiert sich da wirklich auch so ein bisschen vielleicht reinfallen lassen vielleicht auch Man kann das jetzt als hocus-pocus abtun, aber vielen Leuten hilft es auch so innerlich mit den Organen zu kommunizieren.
00:49:51: Also wirklich halt so okay liebe Lunge ich sehe was du da gerade machst Liebes Herz Ich sehe was Du da grade machst die Augen zu machen sich hinlegen dass alles wahrnehmen das kann man durchaus tun.
00:50:00: und noch eine Sache Die Auch sehr gut helfen Kann ist zum Beispiel Wenn man sein Gehirn jetzt umstrukturiert, also das klingt ja so ein bisschen...
00:50:14: Ein Maufräumen.
00:50:15: Also wenn ich zum Beispiel All das, was im Gehirn so vor sich geht, diese ganzen Nerven und so.
00:50:22: Das kann ja bis ins hohe Alter alles neu gebildet werden ist die sogenannte Neuroplastikität.
00:50:27: Und es ist also so dass wenn ich jetzt den Panikattacken ein bisschen auf einen Leimen gegangen bin und zum Beispiel einen Gedankengang sich mal mehr verfestigt hat, dass beispielsweise eine Vortrag in der Schule zu halten oder eine Präsentation zu halten – auf jeden Fall dazu führt, dass ich eine Panikattacke kriege!
00:50:42: dann ist das im Sinn von self fulfilling prophecy auch manchmal eben so, dass es tatsächlich dadurch natürlich angekickt wird.
00:50:49: Also kann man ziemlich gut sich ein neues Narrativ schreiben, sprich sich vorstellen wie kann's da noch sein?
00:50:56: und in dem Moment, wo ich mir wirklich eine Geschichte dazu ausdenke mich zum Beispiel Hinsatz oder Hinlege oder sage doch aufschreibe.
00:51:02: also wir schreiben das dann auch im Unterricht in der Therapie mit den Leuten dass man auch schreibt, wie ist das neue Narrativ?
00:51:10: Wie möchten wir es gerne haben.
00:51:12: Zum Beispiel, ich stehe da, damit ich vielleicht ein bisschen aufgeregt bin.
00:51:15: Ich merke aber nur meine Aufregung und mein Körper ist in Ordnung.
00:51:18: Es ist ganz normal, dass Adrenalin ausgeschüttet wird.
00:51:21: Das fühlt sich etwas kribbelig an.
00:51:23: Vielleicht schlägt mein Herz schneller... Aber ich habe verstanden, dass es einfach so, weil ich aufgeregte bin.
00:51:29: Wenn man das aufschreibt und sich gemeinsam durchgeht, dann bilden sie im Gehirn Also dann öffnen sich überhaupt die Tore zu dieser Wahrnehmung und man bildet dann sozusagen neue Datenautobahnen.
00:51:41: Und das ist dann eben auch viel möglicher, wenn man erst mal eine neue Reaktionsmöglichkeit sich erbaut hat quasi dass man die da eben auch nutzt und dass man sagt okay jetzt biege ich hier nicht Richtung Panik ab sondern hier bieger ich jetzt Richtung in mein neues Narrativ ab.
00:51:56: Genau wie ihr seht Wir haben viele Möglichkeiten und ich fand das gerade sehr schön.
00:52:00: Das Beispiel mit der Kommunikation, mit den eigenen Organen ist eine sehr schöne Idee.
00:52:08: Du bist ein eigener Drehbuchautor aber auch...das hat ja auch sowas Liebevolles und achtsames mit sich.
00:52:13: also ich spüre dich meinen Herz Ich habe dich wahrgenommen Aber daraus dann jetzt nicht noch mehr zu machen.
00:52:19: Also ich steige mich nicht rein Oh mein Gott!
00:52:21: Hilfe, was ist das?
00:52:22: Sondern ja ich nehme dich wahr und ich achte auf dich.
00:52:25: Und es wird alles
00:52:26: gut.".
00:52:26: Und dann wartet man halt eben ab.
00:52:27: Dann wird man feststellen, es geht runter.
00:52:31: Ja
00:52:31: auch das Ziel der Therapie ganz wichtig ist nicht irgendwie den Menschen zu vermitteln du wirst nie wieder irgendeine Panik-Attacke spüren weil das können wir nicht garantieren.
00:52:39: Nein!
00:52:40: Das wird wahrscheinlich auch nicht
00:52:43: so sein.
00:52:43: Wir haben eben gehört aus der Erklärung die wir vorhin erzählt haben sondern Angst ist ein Alarmsystem dass wichtig überlebenswichtig ist und es sind ja Signale, auf die wir im ersten Moment immerhin hören sollten.
00:52:58: Deswegen ist nicht das Ziel keine Angst oder gar keine Panik weil das wissen wir nicht.
00:53:03: aber Ziel ist eben anders zu begegnen und der Akzeptanz zu haben in dieser Zuversicht Ich schaff das, was durchzukommt.
00:53:10: Genau, dass so benevolenter zu interpretieren quasi, also freundlicher zu interpretierend und wohl meinen da uns sagen guck mal an!
00:53:18: Da ist sie die Aufregung und nicht sowas wie oh du meine Güte!
00:53:21: Was passiert jetzt?
00:53:23: Also das ist bei Kindern, also tobt euch aus mit euren Kindern in Richtung kreativen Lösungsorientierung.
00:53:32: Darstellen, malen, basteln... Alles so in Form von Mut ist nicht keine Angst haben, weil das ist gar nicht das Ziel und nicht Sinn des Menschen im Leben.
00:53:42: Im Gegenteil, dass alle Gefühle gehören zu unserem Leben.
00:53:46: Mut ist eben kein Angst haben.
00:53:48: Was für ein schönes Schlusswort!
00:53:50: Absolut wie wir ja auch die Dinge gemacht haben.
00:53:54: Man kann das hinkriegen, dass es weniger wird Auf jeden Fall.
00:53:58: Und wir schließen mit einem schönen Zitat von Eddard Stark aus Game of Thrones, Mut und Angst ist gar nicht möglich.
00:54:06: Du kannst sogar nur mutig sein wenn du Angst hast!
00:54:09: Genau an das gibt's Mut nicht.
00:54:11: also Mut is Dinge trotz Angst zu tun.
00:54:13: In diesem Sinne, Halli tschüss.
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