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Depression im Kindes- und Jugendalter (Inhaltswarnung)

Shownotes

Inhaltswarnung: In dieser Folge geht es auch um Suizidgedanken bei Kindern und Jugendlichen.

Euer Kind zieht sich zurück, ist gereizt, schläft viel und hat keine Lust mehr auf das, was ihm früher Spaß gemacht hat. Ist das Pubertät? Eine Phase? Oder schon eine Depression?

Wir ordnen das fachlich ein: Depressionen kommen bei Kindern und Jugendlichen vor, sind nicht selten, sehen aber teilweise anders aus als bei Erwachsenen. Und sie sind behandelbar.

Darum geht es:
- Die Kernsymptome und warum zwei Wochen die Grenze sind
- Warum eine Depression bei Kindern und Jugendlichen nicht durchgängig traurig aussieht, sondern auch gereizt oder wechselhaft
- Abgrenzung zur Pubertät: Häufigkeit, Intensität, Dauer und die Zahl der betroffenen Lebensbereiche
- Warnzeichen je Alter, vom Vorschulkind bis zum älteren Jugendlichen
- Wie Depressionen entstehen: kognitive Triade, Vulnerabilität und Stress, erlernte Hilflosigkeit
- Warum ein Waldspaziergang kein Antidepressivum ist, kleine Routinen aber trotzdem wirken
- Sätze wie „Es ist doch alles sinnlos“: ansprechen, nachfragen, Hilfe holen, ohne zu dramatisieren
- Anlaufstellen und Behandlungsformen, von der Praxis bis zur Klinik

Wenn ihr euch sorgt: Telefonseelsorge 0800 111 0 111 und 0800 111 0 222, Nummer gegen Kummer 116 111.
Im Akutfall die Notaufnahme der ortsansässigen bzw. nahegelegenen Kinder- und Jugendpsychiatrie.

Transkript anzeigen

00:00:00: Willkommen bei Junge Psyche.

00:00:03: Depression, ein Thema das man vielleicht eher mit Erwachsenen verbindet.

00:00:07: aber auch Kinder und Jugendliche können betroffen sein und oft ist gar nicht so leicht zu erkennen was wirklich dahinter steckt.

00:00:15: Ist es nur eine schwierige Phase oder steckt eben doch mehr dahinter?

00:00:19: Genau darum geht es in dieser Folge.

00:00:22: Wir sprechen darüber, wie sich Depressionen bei jungen Menschen zeigen können.

00:00:26: Woran man Warnsignale erkennt und wie man unterstützen kann.

00:00:47: Herzlich willkommen zu der neuen Folge von Junge Psyche aufwachsen verstehen!

00:00:52: Dem Podcast aus der Welt der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie

00:00:56: mit Sambra Fazlit und

00:00:57: Mila Ulyawi.

00:01:00: Hallo, hallo, halo.

00:01:02: Hallo liebe Leute da sind wir wieder.

00:01:04: Willkommen zu unserer neuen Folge.

00:01:07: Ja,

00:01:07: wir sind wieder, ich würde sagen Mela mittendrin oder?

00:01:11: Joa kann man so sagen.

00:01:12: Du bist ein

00:01:12: bisschen angekommen, sind bei uns schon in diesem Post-Urlaubs eigentlich fast schon Sommerwetter.

00:01:19: Ich habe eben ja schon gesagt jetzt kann das Cozy Wetter kommen.

00:01:23: Ja also für mich geht es jetzt auch steil auf Halloween zu muss ich auch sagen Es ist eine schöne Zeit im Jahr

00:01:29: Ja, aber wie schön oder?

00:01:31: Dass man so jetzt schon Vorfreude nach Herbst spürt.

00:01:36: Also Sommer haben wir genug gehabt!

00:01:40: Also ich muss auch sagen es ist so... Ich fand also für mich ist dieser Sommer auch echt heiß gewesen.

00:01:46: Also ich steh nicht drauf wenn das so fünftelig heiß ist.

00:01:49: Das ist nicht mein Ding und deswegen finde ich's ganz angenehm jetzt dass es wieder ein bisschen wolkiger ist, dass es einfach ein bisschen gemischt da wieder ist.

00:01:56: Es ist so wetter als Wetter zu erkennen.

00:01:58: Ja Mann Das ist alles gut so, wie es ist.

00:02:03: In dem Moment wo man anfängt über die Hitze länger zu jammern und nicht nur mal so punktuell wenn's wirklich vierzig Grad sind was total nachvollziehbar ist.

00:02:11: aber wenn man so feststellt soll jetzt aber auch gut dann Merkt man so, ah ja der Herbst kommt.

00:02:16: Genau

00:02:17: da ist er.

00:02:18: Ja wenn der Herb so anklopft Da denke ich sofort an unser Thema von heute.

00:02:25: Ja

00:02:25: war genau mein Gedanke gerade.

00:02:29: Und abgesprochen merkt man es geht ein bisschen ruhiger Es wird dunkler die Tage werden kürzer.

00:02:37: Nicht selten beschreiben Menschen Einhergehend damit auch Stimmungs Vertiefungen, Einbrüche wie auch immer.

00:02:47: Direkt vorab wir reden jetzt nicht nur über saisonale Stimmungsveränderung oder saisonal Depressionen sondern wir würden gerne heute mit euch über Depression sprechen und zwar Depression im Kindes- und Jugendalltag.

00:03:01: Ja die kommen nämlich tatsächlich vor und sind gar nichts so selten.

00:03:06: Genau eine der häufigsten.

00:03:08: ja entweder Haupterkrankungen oder Begleiterkrankungen.

00:03:11: Wir würden gerne mit euch abgrenzen.

00:03:14: Wo ist der Punkt erreicht, wo von einer Stimmungsschwankung oder ich sag mal gerade schon sagte vom Stimmungseinbruch?

00:03:23: Der hat sich einfach nur eine Zeit lang vielleicht so manifestiert.

00:03:27: Ab wann beginnt das, was man wirklich als Depression bezeichnet würde?

00:03:31: Woran erkennt man das und wie kommt es auch dazu.

00:03:33: Also, das sind so die gängigen Theorien, die so besagen, die kommen zu einer Depression zustande.

00:03:37: Und was kann man machen?

00:03:38: Das könnt ihr Zuhause tun natürlich auch, was würden wir als Therapeuten machen?

00:03:43: Genau!

00:03:44: Wir würden gerne mit euch das erst mal ein bisschen sortieren weil wir ganz oft diese Frage bekommen ein vierzehnjähriges Kind oder achtjähriges kind.

00:03:58: Oder also alle Alltagsgruppen betreffend, zieht sich gerade ein bisschen zurück und ist gerade traurig?

00:04:04: Ist das schon eine Depression oder ist es irgendwie einfach normal?

00:04:08: und im Fall von Jugendlichen, ist das Pubertät?

00:04:12: Und das sind wir ganz wichtig.

00:04:13: Einfach mal so ein bisschen zu berichten aus dem ja vor allem medizinischen Bereich.

00:04:18: also Wir versuchen wirklich das so zur Strukturien zu sortieren, dass wir weg sind vom Alltagsgebrauch des Begriffs Depressionen weil wir stellen natürlich auch fest Das ist ganz schnell mein Mensch, inklusive unserer selbst.

00:04:32: Mal sagt man heute bin ich so depri drauf oder die Barg ist dann so schlecht gelaunt wirkt ein bisschen depri und das wird so ja flap sich auch manchmal gebraucht Und wir würden gerne aber ein bisschen fachlich einsortieren.

00:04:46: also ab wann wird es tatsächlich in Richtung Diagnose.

00:04:50: Depression

00:04:51: Genau, und zum Thema Diagnose kann man vorab erst mal ganz kurz sagen es ist jetzt wirklich nur so.

00:04:57: der sachliche Status wir füllen das gleich mit Worten.

00:05:01: Eine Depression bedeutet laut ICD-X eine Veränderung.

00:05:06: die betrifft drei Bereiche und zwar ist das Interessensverlust also die Dinge die mich eigentlich interessiert haben machen ich jetzt halt nicht mehr angeben mir nichts mehr dann freut Verlust, das ist also ganz akut.

00:05:21: Das Gefühl habe ich mich nicht mehr freuen zu können und Antriebslosigkeit.

00:05:26: Also man hat irgendwie keine Lust mehr sich so vom Fleck zu bewegen.

00:05:30: und das Ganze diese drei Kriterien haben auch ein Zeitkriterium inne.

00:05:35: Das muss nämlich länger als zwei Wochen inhalten.

00:05:38: Und dann würde man beginnen darüber nachzudenken, ob man hier vielleicht schon einer Depression sprechen kann?

00:05:43: Eine Depression gibt es unterschiedliche Schwere gerade.

00:05:47: Es gibt nämlich eine leichte, eine mittelgradige und eine schwere Depression.

00:05:52: Das erst mal so ganz vorab!

00:05:54: Dann gibt es auch noch andere Kleinigkeiten und Abweichungen, da wollen wir jetzt gar nicht so ins Detail gehen aber ich

00:06:01: ... Ja

00:06:02: genau, Samra, bitte!

00:06:05: Ich will das gerne nur noch ergänzen.

00:06:06: und zwar ist kann auch begleitet sein durch körperliche Symptome oder ein Erschöpfungs-Syndrom.

00:06:12: Also es kann sich auch körperlich zeigen.

00:06:14: zu den drei Symptomen...

00:06:17: Das wäre jetzt einfach nur das, was im EZD

00:06:21: steht?

00:06:21: Richtig!

00:06:23: Man kennt es auch so im Allgemeinen, dass Menschen manchmal sagen da hat jemand ein Burnout oder kann nicht mehr aufstehen.

00:06:30: Das wäre dann so eine körperliche Erschöpfung wo man sich gar nicht mehr wirklich bis hin zu man kann sich nicht mehr bewegen.

00:06:35: das gibt es tatsächlich.

00:06:36: Genau wenn's besonders schwer ist.

00:06:38: Wenn wir schon dabei sind noch Sachen zuzufügen denn würde ich auch die soziale Isolationen noch zuführen wollen.

00:06:43: Das kann natürlich auch ein Symptom sein was damit mit rein spielt.

00:06:47: bei der Erschäpfung musste ich gerade jetzt auch nochmal ein chronisches Datiksyndrom und so.

00:06:53: Davon ist das natürlich abzugrenzen, ne?

00:06:56: Die Frage ist immer was etwas psychisches oder körperliches und da muss man ganz klar abgrenzen.

00:07:02: Genau!

00:07:02: Man würde dann auch immer schauen in der Diagnostik nach den einzelnen Kernsymptomen und dann gibt es auch sogenannte Nebensymptome.

00:07:11: also man würde die alle erheben und im Manual für die Vergabe von Diagnosen und in dem Fall ist das die ICD-C noch Schaut man, wie viele davon sind erfüllt?

00:07:22: Und da würde man die auch einordnen können in die von Mila gerade genannten Schweregrade.

00:07:27: Also das hilft alles so ein bisschen dabei.

00:07:30: Weil es ist das beobachtbare Verhalten und man erfragt die Stimmung einmal also im Falle von Kindern und Jugendlichen bei den Jugendlichen in der Regel selbst.

00:07:40: Kinder kann man die Frage ab einem bestimmten Alter stellen meistens... Also man stellt sie immer wenn die der Sprache mächtig sind Und kriegt dann eine Selbstauskunft und man fragt natürlich die Bezugspersonen teilweise auch die Lehrer, wie sie das Kind erleben.

00:07:56: Dann sammelt man so ein bisschen und dann klärt man eben diese ... Glauberliche Vorerkrankungen in der Anamnese oder was auch mit aufgenommen wird?

00:08:06: Aber die Diagnose wird halt eben erstellt aufgrund dieser beobachtbaren Dinge, die wir eben genannt haben.

00:08:12: In so einem Fall würden wir zum Beispiel immer auch ein Blutbild beim Hausarzt oder bei der Hausärztin natürlich in Auftrag geben und sagen okay da muss man natürlich auch mal gucken wie sieht der Eisenstatus so aus?

00:08:21: Wie sieht der Vitamin D-Status so aus?

00:08:24: all die Dinge die halt auch dazu führen können dass sich eine Stimmung ja absenkt?

00:08:29: Ja wenn man bedenkt das alleine eine Schildrösenerkrankung genau dieselben Symptome machen kann dann ist es Super wichtig, das abzuklären.

00:08:38: Und das machen wir dann immer in der Diagnostik.

00:08:41: Genau

00:08:41: und wenn sich zeigt jemand hat eine Depression, dann würden wir auch immer gucken gibt es etwas anderes noch was diese Depression verursacht quasi?

00:08:53: Dann gibt es beispielsweise etwas Neurodivergentes, gibt es vielleicht eine Angststörung, gibt's vielleicht eine Essstörung was da noch mit einhergeht.

00:09:03: Ja, damit man sich das vielleicht ein bisschen besser vorstellt neben jetzt diesem groben Aufteilen in Kernsymptomatiken.

00:09:12: Was würden wir denn so bei unseren Kindern Jugendlichen wahrnehmen können?

00:09:16: Also worauf ist da zu achten?

00:09:17: Was sind die typischen Symptome, Mila?

00:09:20: Magst du einmal so ein bisschen aufzählen?

00:09:21: was ist das, was man so da wahrnimmt bei den Jugendlichen oder Jugendlichen?

00:09:26: Also das können zum Beispiel sein eine gedrückte Stimmung, wie es ja eben klassisch wäre für das was man sich so unter der Depression vorstellt.

00:09:32: Das muss aber nicht immer total offensichtlich sein.

00:09:36: Es kann auch einer Reizbarkeit zb sein, Verlust von Interesse und Freude, Antriebsmangel, schnelle Erschöpfbarkeit, Konzentrationsprobleme, Schlafstörungen oder deutlich vermehrtes Schlafen auch, dieses Tagsüberschlafen Appetit oder Gewichtsveränderungen in beide Richtungen.

00:09:54: Soziale Rückzug, Selbstwertprobleme gehen eigentlich fast immer auch mit der Depression einher.

00:10:00: Schuldgefühle sind natürlich das Ding schlechthin auch um Depressionen auszulösen und als Gefühl damit zu schwingen.

00:10:07: Hoffnungslosigkeit körperliche Beschwerden wie Kopf- oder Bauchschmerzen können auch Stammhalter sein für so eine Depression, dass sich das über Körperlichkeiten äußert.

00:10:18: Leistungsabfall Selbstverletzung.

00:10:21: Und schlussendlich natürlich auch Gedanken an Tod oder an Suizid.

00:10:27: Also, das ist viel und man würde so denken ja es gibt vereinzelt Dinge die man ja immer wieder mal verstehen kann bei dem Kinder- oder Jugendlichen und da ist

00:10:38: jeder Mensch ja auch

00:10:39: kennt ganz klar und vielleicht ist auch die Besonderheit um es direkt vorab so abzugrenzen, was diese Symptome die gerade genannt worden sind bedeutet im Verhältnis zu erwachsenen oder im Erwachsenenalter.

00:10:54: Erwachsene erfüllen viel mehr dieses Klischeebild von Depressionen, das wir alle im Kopf haben.

00:10:59: wenn wir an Depression denken man stellt sich einen Menschen vor der tief traurig ist nichts mehr richtig machen kann sich kaum bewegt vielleicht das Sozialleben vernachlässigt, keine Hobbys mehr wahrnimmt.

00:11:13: Also einen wirklich kompletten Rückzog aus dem Lebensalltag und auch so eine gedrückte Stimmung bis hin zu tiefer Traurigkeit.

00:11:23: Und bei Kindern und Jugendlichen ist das ein bisschen anders?

00:11:27: Ja diese ganzen Symptome die ich gerade genannt habe kommen da auch vor.

00:11:32: aber bei Kindern oder Jugendlichen kann es durchaus sein dass es auch abgewechselt wird durch aktivere Zeiten und Freude mal dazwischen.

00:11:42: Und auch Lachen, und auch Malen spielen!

00:11:44: Also es ist nicht so ein durchgängiges Muster wie es im Bewachsenalter ist.

00:11:50: Ich würde sagen, im bewachsenen Alter ist das so ein bisschen stabiler.

00:11:52: auch dieses Muster.

00:11:54: So wie es ja auch in der Persönlichkeitsfindung da ist... Wir sind als Erwachsene stückweit stabiler auf unserer Persönlichkeit weil wir natürlich schon so herangereift sind dass eine Persönlichesentwicklung vorangeschritten ist und sich schon manifestiert hat.

00:12:09: Ich erkläre das immer gerne so, dass es gibt ja eine normale Nulllinie bei der man ist.

00:12:14: Und von dieser Nullinie aus geht's mal hoch und runter und so bei jedem Menschen.

00:12:18: Bei der Depression ist dieses normal Null aber um ein, zwei oder drei Punkte abgesenkt.

00:12:24: Das kann immer noch nach oben und nach unten gehen.

00:12:26: Aber das normal NULL ist halt einfach ein Stück tiefer.

00:12:28: Genau!

00:12:29: Und bei Kindern eben häufiger der Fall, dass das auch mal nach oben geht.

00:12:34: Weil die generell bisschen ... Wechselhafter sind in der Entwicklung, die Entwicklung immer noch stärker durch Phasen durchzogen ist.

00:12:41: Das heißt es gibt immer mal wieder den Wechsel und dennoch bietet sich an wachsam zu sein wenn man im Prinzip in der Summe feststellt.

00:12:51: Wenn ich mir das so anschaue ist mein Kind vielleicht in den letzten zwei Wochen Und zwei Wochen sind wirklich keine Zeit.

00:12:57: also super kurz Ist mein Kind komplett ruhiger oder auffällig ruhiger.

00:13:04: Es gibt einen Leistungsabfall, der sich irgendwie gar nicht erklären lässt erstmal.

00:13:09: Also nicht hat gar nichts gelernt und hat keinen Bock auf Unterricht weil das Thema Kacke ist um es nicht gut findet sondern dass man so merkt es gibt so vermehrt in verschiedene Richtungen also in Richtung von Hobbys Freunden Schule Und mit sich selbst und der Stimmung und so ein bisschen der Einstellung zu den Lebensthemen mit so einem Hang zum Negativen, der verstärkt da ist.

00:13:35: Genau, und dann zum Beispiel eine sogenannte Anhedonie.

00:13:38: Also Hedonismus ist so das die Lebenslust, ne?

00:13:41: Das Leben genießen ein bisschen Leichtigkeit des Seins, la Dolce Vita... Und wenn man eine Anhedoni hat, dann ist es eben dieser Freutverlust.

00:13:49: Dass die Dinge, die einem eigentlich Spaß gebracht haben und die man eigentlich immer gerne gemacht hat, dass diese an Bedeutung verlieren, dass sie so leer werden oder überhaupt, dass man so eine Lehre verspürt.

00:13:59: Genau!

00:13:59: Bei Jugendlichen zum Beispiel kann das auch durchaus sein.

00:14:02: also da ist es verstärkt so weil Die Jugend ja geprägt ist parallel durch eine massive Entwicklung.

00:14:09: Die Neuronalstadt findet, die hormonell sich verändert.

00:14:12: Da kann das auch ein Hergehen mit so einer Gereizzeit.

00:14:15: also es muss nicht alles immer so eher nach Richtung trauriger Pol ausgelenkt sein sondern es kann auch durchaus sein dass es seine höhere Gereitzzeit gibt und da kann das auf ne Pampige irgendwie lass mich in Ruhe oder ich will jetzt nicht mit ihr reden!

00:14:27: Und wenn's anhält, wenns vermehrt ist, wenn sie in Kombination mit anderen Dingen Ja, einfach wachsam sein würde ich sagen jetzt mal zuerst und wir kommen gleich zur noch anderen Dinge wo sich wahrscheinlich das Bild noch ein bisschen mehr schließt.

00:14:41: Was deutet vielleicht so hin auf eine Depression?

00:14:45: Und davor machen wir eine kleine Werbepause.

00:14:51: So... Jetzt frage ich mich was gibt es denn für Modelle wie eine Depression entstehen kann.

00:15:02: Was sind also die gängigen Modelle, mit denen wir so arbeiten?

00:15:06: Ja eins der Modelle ist zum Beispiel die kognitive Triade nach Beck.

00:15:14: Was bedeutet das?

00:15:15: Also Triade,

00:15:16: d.h.,

00:15:16: es gibt drei Dinge, die da beschrieben werden und zwar Es gibt eine negative Sicht oder eine pessimistische Denkmuster- oder Sicht auf Das eigene selbst, also die eigene Person heißt ich bin schlecht.

00:15:33: Wenn wir jetzt gerade an die Symptome eben denken, die Mila eben vorgelesen hat und sie genannt hat dann ist es die Schuldgefühle, Selbstvorwürfe... ein herabgemindertes Selbstwertgefühl, also sich selbst Zweifel.

00:15:53: Also alles was sich so gegen die eigene Person richtet.

00:15:56: Das wäre die pessimistische oder negative Sicht auf sich selbst.

00:15:58: Ich kann das sowieso nicht, dass werde ich nie schaffen.

00:16:03: Die zweite Kategorie wäre die negative Sicht.

00:16:08: Alles, was an Erfahrungen gemacht wird aktuell in der Welt, wird negativ oder feindselig oder überfordernd oder ungerecht.

00:16:16: Alle sind immer ungerecht zu mir und ich werde immer schlecht behandelt von jedem.

00:16:21: Also so eine verallgemeinende negative Sicht auf alles, was einen umgibt.

00:16:26: Die Lehrer können mich sowieso nicht leiden.

00:16:30: Ich darf sowieso immer nicht mitspielen

00:16:33: Richtig.

00:16:33: Und die dritte Kaderie, die da noch beschrieben wird ist Die negative Sicht auf die Zukunft.

00:16:39: Ja das ist so ein bisschen die Hoffnungslosigkeit eigentlich.

00:16:41: Also es wird nie besser werden Es bleibt so, es wird immer nur stimmen So der Satz.

00:16:46: ich werde das nie schaffen.

00:16:47: Das wird nie klappen Ist ja sowieso klar dass alles nur Scheiße bleibt und wird.

00:16:53: Es gibt keine Perspektive die gefüllt ist mit einer Aussicht auf Erfolg, auch eine Aussichte auf was Positives.

00:17:01: Auf was nettes und was Schönes sondern eher im extremen Fall bis hin zur Katastrophisierung dass alles sowieso nur schlimm wird.

00:17:10: also es gibt so Fragebögen in denen diese Dinge auch abgefragt werden in der Diagnostik und dann steht so etwas wie bei mir wird nie etwas klappen.

00:17:18: das bleibt sowieso alles Schlimm wie es jetzt ist.

00:17:21: es wird nie alles gut werden Es wird nichts festwerden.

00:17:27: Ein weiteres Modell, was es gibt ist zum Beispiel das sogenannte Vulnerabilitätsstressmodell.

00:17:33: Das sagt im Prinzip aus dass eine Depression sich entwickelt wenn bestimmte Persönlichkeitsfaktoren und bestimmte äußerliche Faktoren auftreten gemeinsam.

00:17:46: Bei den persönlichen Faktornen ist es z.B.

00:17:47: die Genetik.

00:17:49: Wir wissen, dass Depression tatsächlich eine gewisse genetische Häufung haben.

00:17:54: Und dann geht es um Temperamentsfragen, also man kommt mit einem bestimmten Temperament zur Welt und mit dem muss man sich durch seinen Alltag schlagen.

00:18:02: Man kann nichts dafür, dass man

00:18:03: das

00:18:03: Temperament so abgekriegt hat!

00:18:05: Ja, da gibt's halt ja manchmal kleine Glückskriegse wo man so denkt, meine Güte... Wo kommt das her?

00:18:12: Manchmal gibt's eben Leute die aber auch von Anfang an schon ganz überlegt sind, sich über alles Gedanken machen und so.

00:18:18: Also

00:18:18: ganz wichtig zu merken ist kein Depressionsgehen, was wir jetzt kennen und was entschlüsselt ist.

00:18:23: Aber es gibt eben genau das diese Anfälligkeit durch eben dass vorhanden sein bestimmter Temperamentsmerkmal.

00:18:30: Genau und zum Beispiel gibt es Menschen, die voll die gute Stressregulation haben.

00:18:36: Die sich so super gut runterfahren können schon von ganz natürlich von ganz alleine.

00:18:40: dann gibt es menschen, die das überhaupt nicht so gut können.

00:18:42: also auch dass ist halt eine biologische geschichte.

00:18:44: erst mal habe ich bin ich biologisch dazu veranlagt mich ganz schnell wieder runter zu fahren und alles ist chillig und cool.

00:18:51: oder bin ich halt jemand wo so eins aufs andere kommt?

00:18:54: Und irgendwann ist der stress halt so ganz weit oben.

00:18:57: und wenn ich dann mit so einer Veranlagung zum Beispiel vermehrt Konflikte erlebe oder sagen wir Mobbing, eine Trennung oder den Verlust eines geliebten Tieres.

00:19:10: Schulische Überforderungen, familiäre Belastungen, soziale Ausgrenzung oder auch Krankung genau.

00:19:18: Dann kann es dazu führen wenn diese Dinge zusammenkommen dass das Ja so eine Hoffnungslosigkeit quasi auslöst, dass sich das dann eine Depression durchdeckt.

00:19:28: Ich

00:19:28: meine es ist ja total klar eigentlich, dass ich das dann verstärkt.

00:19:32: also es fällt ja schon auf eine höhere Anfälligkeit.

00:19:35: du hast gerade eben auch gesagt jetzt gibt Leute die regulieren Stress einfach besser von Grund auf.

00:19:41: Und wenn ich das schon merke, poil!

00:19:43: Das haut mich schneller um und dann passieren solche Dinge ja klar.

00:19:48: Das setzt sich dann obendrauf und verstärkt diese Abwärtsspirale oder diese kognitive Triade für die wir eben auch so verhandeln haben.

00:19:55: Ja es sind halt immer biopsychosoziale Modelle ganz wichtig.

00:20:00: also ist nicht eine Kausalität von wenn ich ein ruhiges stilles Temperament habe Oh, da bin ich ein Völker für Depression.

00:20:07: Oder also nur das allein reicht nicht aus!

00:20:10: Eine gewisse Erfahrung der Ablehnung oder in unserem Fall ganz viel wenn Kinder Trennung mitbekommen.

00:20:17: Herr See ist das nicht der Hauptgrund?

00:20:20: Und der Kombination zu vielen verschiedenen Dingen die wir eben genannt haben kann das so sein und wie diese Kombination aussieht dass es wirklich So unterschiedlich.

00:20:30: Also es gibt Menschen, denen reicht halt eben eine Sache und anderen die anderen brauchen fünf nicht weil sie sich das so aussuchen oder sich das bewusst vornehmen sondern weil das eben so passieren kann.

00:20:42: ich würde gerne nochmal auf das modell der erlernten hilflosigkeit von seligmann zu sprechen kommen weil ich dass Also ich ganz persönlich kann dieses Modell halt sehr gut nachvollziehen.

00:20:52: und zwar ist, wir haben ja schon ein paar Mal in unserem Podcast über Selbstwirksamkeit gesprochen.

00:20:56: Und diese erlernte Hilflosigkeit ist quasi das Gegenteil von Selbstwirksamkeit.

00:21:00: Das bedeutet halt dass sich in meinem Leben Erfahrungen gesammelt habe die dazu führen, dass ich von mir selbst glaube dass ich keinen Einfluss habe, dass Ich keinen Wirkbereich habe.

00:21:10: Und das ist zum Beispiel etwas was wirklich da zu führen kann, dass man sich so machtlos so nah am Kontrollverlust fühlt und dass man so sehr den Eindruck hat, dass man sowieso über keine Leiffähigkeiten verfügt in seinem Leben irgendetwas zum Besseren zu wenden.

00:21:24: Dass das sehr depressiv machen kann.

00:21:26: Klar!

00:21:26: Das verstärkt sich und es ist wirklich ein Teufelskreis weil genau das wie du sagst, dann merkst du ich habe keinen Einfluss und es passiert immer wieder dasselbe was ich dann irgendwann schon erwarte so'n Stück weit?

00:21:37: Und dann geht das soweit da d.h.

00:21:38: Es folgt einen Rückzug, es folgt weniger Glaube an sich selbst oder an den Einsatz auf die Umwelt dann entziehe ich mich auch den Positiven.

00:21:47: Also es kann ja oft dann kaum was Gutes passieren, deswegen ist das oft so einer der ersten Punkte wo man ansetzt um das irgendwie zu versuchen anzustoßen dass es verändert wird.

00:21:57: aber es ist so klar dass sich das gegenseitig dann verstärkt und wirklich dann schwierig ist.

00:22:02: auch einfach so ne geh mal raus geht spazieren und dann kommt man da raus.

00:22:06: also es ist wirklich too easy gesagt für diese Multikomplexität die es braucht bis sich das so etabliert.

00:22:12: genau.

00:22:14: Also ja, natürlich ist ein Waldspaziergang etwas sehr schönes.

00:22:19: Aber jetzt davon auszugehen, dass das geeignete Antidepressivum gegen eine echte ernsthafte Depression wäre, da müssen wir leider enttäuschen und es braucht schon ein bisschen mehr.

00:22:30: Es kann ein Teil dessen sein, aber so geht doch mal in die frische Luft alleine reicht manchmal nicht aus.

00:22:36: Was stellt man den Folge dessen fest?

00:22:40: Ja, sich das dann wieder bestätigt.

00:22:42: Also der junge Mensch erlebt dadurch, dass sein Selbstwert sinkt und Misserfolge erlebt werden in einer Erwartungshaltung, die eher negativ ist.

00:22:54: Passiert verstärkter Rückzug und das negative Denkmuster verfestigt sich.

00:22:59: Was heißt das?

00:23:01: Das kloppt sich so ein bisschen fest und wird zu so einem Mantra fast schon.

00:23:06: Ey, das ist jetzt so!

00:23:07: Also wie so einen Schicksal... Und ich kann da gar nichts mehr gegen ausrechnen.

00:23:11: Und zwar ist es eine Überzeugung oder ist die Neurobiologisch fundiert?

00:23:17: Also die ist nicht... Ich denke, Deutschland hat das jetzt nicht.

00:23:20: Es ist kein bewusster Gedanke.

00:23:22: Das ist eine Gedankel der sprügelt wieder, dass auch auf der neuronalen Ebene da was passiert ist.

00:23:30: Also, dass sich diese Fade quasi eingetreten haben.

00:23:32: So kann man sich das so vorstellen wie so ein Trampelfahrt hier.

00:23:35: öfter man so denkt umso tiefer trampelt sich dieser Fahrt quasi auch in den Boden.

00:23:39: und auch deswegen jetzt kleiner Spoiler ist es total wichtig auch immer alternative Gedankenweisen zuzulassen damit die sogenannte Neuroplastikität also die Gehirnentwicklung, damit sie halt auch die Chance hat sich eine andere Richtung noch zu entwickeln.

00:23:54: genau weil das ist wirklich.

00:23:57: Also ich finde das so, die Neuroplastizität ist so faszinierend sowohl in die positive als auch in die negative Richtung.

00:24:04: In die negative, dass sich das dann so festfährt... Man muss sich vorstellen, in funktionalen MRTs, die so einen Hirnscannen zeigen, also so ein Gehirn bildlich darstellen kann man das sehen.

00:24:17: Also man kann es an der Materie erkennen, dass bestimmte Bereiche im Gehirnen auch an Masse geringer da sind, also kleiner.

00:24:25: da sind zum Beispiel das Frontal hin.

00:24:26: Das ist messbar sichtbar und nicht nur fühlbar.

00:24:32: Deswegen spätestens jetzt in dieser Zeit, wo das auch noch darstellbar ist.

00:24:37: Weil es bei psychischen Erkrankungen ja sowieso immer schwierig ist, weil man die Menschen nicht ansieht einfach von außen und man keinen Blut abnimmt und dann feststellt ah alles klar da hat jemand eine Depression sondern... Es gibt

00:24:49: halt keine Krütschwürme für eine Depression.

00:24:52: Wo

00:24:52: wichtiger da den Glauben zu schenken dass das so ist wenn ein Mensch jetzt so geht

00:24:58: Wo wir jetzt gerade von diesen depressiven Gedanken so gesprochen haben, die sich festfahren würde ich gerne mal ein paar Klassiker nennen was bei Kindern und Jugendlichen so vorkommt in diesem Gedankenmuster.

00:25:09: Das könnte zum Beispiel sowas sein wie ich kann ja sowieso nichts oder ich kann das Spezifisch nicht oder halt wirklich generalisiert.

00:25:16: Ich kannte gar nix, alle anderen sind besser als ich.

00:25:20: Ich werde nicht gewocht niemand mag mich.

00:25:21: Ich bin vielleicht eine Belastung für meine Eltern.

00:25:24: Vielleicht sogar es wäre besser wenn ich nicht mehr da wäre von meinen Eltern.

00:25:28: Es wird sowieso nie besser werden das wird sich nicht verändern.

00:25:31: Was Kinderhöfe sagen?

00:25:32: Ich bin dumm.

00:25:33: also wenn die irgendwie wir haben ja festgestellt ist gibt Konzentrationsprobleme die damit einhergehen und Ja, da sitzt sich da nicht Quitsch-Fidén und rufe Leistung ab.

00:25:42: Also ist ja klar dass das dann aus sich darin widerspiegelt.

00:25:46: und dann sagen Kinder ja klar konnte ich das nicht.

00:25:48: Ich bin ja richtig dumm.

00:25:49: natürlich sind die nicht dumm aber das glauben sie sich dann.

00:25:56: Ja, wie grenzt sich denn das Ganze zur gesunde Entwicklung ab?

00:26:00: Die wirklich allerwichtigste Frage würde ich sagen oder die uns immer wieder gestellt wird vor allem in dieser Altersgruppe der Jugend.

00:26:08: Also das ist auch nicht einfach weil in der Jugend passieren ja auch Diese Dinge wie die Jugendlichen schlafen länger, sie ziehen sich von ihren Eltern zurück.

00:26:19: Sie wollen sowieso für sich mehr sein.

00:26:21: hier und da sind ja gereizt da weil wir haben ja eben genannt Hormonelgitter einiges ab.

00:26:27: Man unterliegt sowieso natürlichen Stimmungsschwankungen damit einhergehend.

00:26:32: Sie zweifeln an sich, weil es ist auch eine Identitätsentwicklung, sie probieren aus, stellen fest das passt nicht zu mir sind traurig.

00:26:41: Freundschaften Liebesbeziehung und all das sind Themen Und sind Teile von gesunder Entwicklung.

00:26:48: und die Frage ist so berechtigt also woran erkenne ich?

00:26:52: dass das jetzt aber eher in Richtung einer Depression geht nur die Probertät ist.

00:26:58: Ja, da wäre zunächst mal die Dauer.

00:27:00: Normale Stimmungsschwankungen kommen und gehen halt.

00:27:02: Da geht es auf und ab und bei einer Depression hält die Veränderung typischerweise über eine längere Zeit an.

00:27:08: also Die grobe Orientierung sind ja tatsächlich eben diese zwei Wochen als Diagnose-Kriterium wo man da genauer hinschauen sollte.

00:27:16: Genau!

00:27:17: Die gesunde Entwicklung beinhaltet eher so einzelne Themen oder einzelne Bereiche, die sich immer wieder mal abwechseln können und das spricht er dann für eine Abgrenzung.

00:27:28: Also wenn es nur darum geht irgendwie... Wenn ich mit meinem Jugendlichen Kind am Tisch sitzen würde und tauschen uns aus über den Alltag ist es okay und dann irgendwie am Nachmittag verschwindet mein Kind für Stunden im Zimmer.

00:27:40: aber in diesem persönlichen Kontakt ist die Stimmung Ja, nicht gehoben.

00:27:44: Aber ausgeglichen reicht schon.

00:27:47: Also das Kind ist irgendwie ansprechbar die Stimmung ist spürbar okay.

00:27:51: Es gibt Treffen mit Freunden aber ich sehe mein Kind vielleicht weniger.

00:27:55: dann merkt man alles klar.

00:27:56: der soziale Rückzug gilt nur mir Der gilt nicht den Freunden.

00:28:00: also es gibt ein Sozialleben Das heißt einzelne Bereiche können betroffen sein Ist eher ein Zeichen für eine gesunde Entwicklung im Sinne auch einer probatären Entwicklung

00:28:10: Genau.

00:28:11: Und dann ist natürlich die Frage nach der Intensität auch im Grunde groß, also wenn jemand zwischen heute keine Lust auf Fußball reiten, whatever hat?

00:28:23: Dann ist das was ganz anderes.

00:28:24: als seit mehreren Wochen gehe ich da jetzt nicht mehr hin, obwohl es vorher eigentlich mein Lieblingshobby gewesen

00:28:29: ist.

00:28:29: Sehr wichtig!

00:28:30: Also ich mag es eigentlich oder mochte es, mach's gerne, dann gibt's diesen Lustabfall.

00:28:41: Welchen Funktionsverlust?

00:28:43: gibt es oder erleidet mein Kind.

00:28:46: Funktionsverlust, das klingt so ein bisschen schwierig und kryptisch finde ich und so mechanisch aber es meint einfach ja funktioniere ich in meinem Alltag in den verschiedenen Lebensbereichen oder ist das Funktionsniveau herabgesenkt?

00:28:58: also nehme ich noch teil gehe ich zur Schule dann treffe ich Freunde schaffe zb Körperhygiene so auch n Thema in der Pubertät.

00:29:08: Ich will sagen, man stinkt mehr.

00:29:10: Man verändert sich und nehme mich das wahr kümmer ich mich um mich weil das hat ja auch was mit Selbstfürsorge zu tun und es hat ja etwas mit Achtsamkeit und Selbstwertgefühl zu tun.

00:29:21: also bin ich mir das wert auch für mich zu sorgen und mich zu pflegen.

00:29:25: Daran würde man's nun auch erkennen.

00:29:28: Und gibt es eine Funktion Einbuße in mehreren Lebensbereichen inklusive der eigenen Person aber auch

00:29:36: genau Also, man kann so sagen die... Die Pubertät, die hat halt so von allem ein bisschen immer mal wieder.

00:29:46: Vielleicht auch mal wieder auf.

00:29:49: Aber wenn es eine Depression ist, dann ist einfach die Intensität wirklich noch mal ne andere.

00:29:54: Genau und das betrifft einfach wirklich nahezu oder bis hin zu das ganze Leben also die eigene Person alles was in dem Umfeld ist, also Schulefreunde, Hobbys...

00:30:05: Weil halt das normal nur so runter gesenkt ist?

00:30:08: Also die Gesamtstimmung Und Depression sieht aber nicht in jedem Alter gleich aus.

00:30:15: Das ist zum Beispiel so, dass kleinere Kinder im Vorschuleiter... Da wären zum Beispiel klassische Warnzeichen, dass sie so in eine ungewöhnliche Passivität reinrutschen oder dass die weniger Freude am Spielen haben.

00:30:31: Dass die z.B.

00:30:32: häufig weinen und gereizt sind und dass sie sehr anhänglich werden.

00:30:37: Dass sie einen gar nicht mehr loslassen mögen oder eben auch das Gegenteil ist, dass Sie sich halt wirklich ganz doll zurückziehen.

00:30:44: Dass Sie starke Schlafprobleme haben.

00:30:51: Und körperliche Beschwerden sind natürlich in dem Alter auch ein Klassiker, weil natürlich vieles verbal nicht ausgedruckt werden kann und der Körper sucht sich dann den Weg halt über die sogenannten somatischen Beschwerde.

00:31:03: Also Bauchschmerzen, Kopfschmerz.

00:31:06: Genau das geht auch so bis ins Grundschulalter.

00:31:09: auch über würde ich sagen da überwiegen viel diese körperlichen Ausdrucksmöglichkeiten, sage ich jetzt mal genannt, körperliche Probleme oder psychosomatische Probleme.

00:31:20: Es kann sogar zu Entwicklungsrückschritten kommen und dass ein Kind dann Dinge die es eigentlich schon konnte keine Ahnung z.B.

00:31:27: für Sauberkeit oder sowas Sauberkeitserziehung, das es da dann Rückstritte gibt und das Kind auf einmal wieder ins Bett macht.

00:31:34: Genau!

00:31:34: Nicht nur einmal jedes Kind macht irgendwann mal ins Bett, also bitte nicht falsch verstehen sondern auch ganz wichtig.

00:31:39: Also wir reden immer von Anzahl, Intensität... Häufigkeit, Intensität und Dauer.

00:31:44: Also das sind so die drei Marker, die man sich ein bisschen angucken muss.

00:31:49: Mal ist nicht schlimm hier und da.

00:31:51: Leicht ist nicht Schlimm.

00:31:53: Ein Bereich... Das war nicht schlimm würde ich nicht überbewerten je nachdem was es ist aber mehrere Dinge gleichzeitig länger stärker ist halt eben ein Hinweis auf, das stimmt einfach.

00:32:05: Irgendwas nicht.

00:32:05: meinem Kind geht es wahrscheinlich nicht gut.

00:32:07: und auch wenn es halt jünger ist und es per Sprache das nicht so definieren kann und nicht nur per Sprach sondern auch Zugang zum Gefühl und Zuordnung was das bedeuten soll Also auch das Wille nennen und zuordnen.

00:32:21: Im Grundschulalter, wie gesagt sind es dann auch die psychosomatischen Beschwerden, da kann darauf verstärkt eine Schulunlust sich entwickeln oder Schulvermeidung, dass man sich nicht wohlfühlt, sich nicht gut fühlt und die Stimmung sich halt im Körper nicht niederschlägt und man sich in der Lage sieht, in die Schule zu gehen und diesen Übergang zu haben, das Haus zu verlassen oder dieses familiäre Wärmere, sichere Nests zu verlassen und zu gehen.

00:32:46: Also das kann sich halt eben auch in Schulvermeidung zeigen.

00:32:51: Auch da hat weniger Freude am Spielen verabreden.

00:32:54: In einer erhöhten Müdigkeit trotz vielleicht eines ausreichenden Schlafes in Konzentrationsproblemen.

00:33:01: Und eine ganz wichtige Sache, das ist etwas was sich zum Kleinkinderalter deutlich unterscheidet.

00:33:06: Da fängt es erst einmal so eine Art Selbstabwertung auch häufig an, dass in dem Moment wo man anfängt über sich nachzudenken, wo man in dem Alter ist, wo Man sich selbst als Person sieht und dann wo man sich selbst Eigenschaften zuschreibt und da ist der Moment wo eben auch diese Selbstfehl-Bewertungen, Selbstentwertung, Selbstabwärtung so anfangen kann.

00:33:27: Dann geht es so weiter, der Übergang in einem früheren Jugendalter.

00:33:32: Das sind die Dinge, die wir eben genannt haben und von der Pubertät kennen.

00:33:37: alle deutlich ausgeprägt.

00:33:39: Also es gibt eine anhaltende Gereizheit, keine punktuelle.

00:33:43: Es ist ein deutlicher Rückzug.

00:33:44: also es gibt kaum den jungen Menschen begegnen sondern wirklich muss ständig aus dem Zimmer zerren.

00:33:50: Die Schlafverschiebung ist da auch.

00:33:52: Oh

00:33:52: ja die kann ja.

00:33:54: also die kann leicht sein so dass man das so sagen kann Ja der ist hier in Entwicklung.

00:33:58: gerade deswegen ist ein Vermehrtaschen ab.

00:34:00: Hier wird

00:34:00: alles umtapiziert.

00:34:02: Ein vermehrtes Schlafgedürftnis genau.

00:34:04: Aber es kann halt so sein, dass da trotz dessen das so viel geschlafen wird eine dauernde Müdigkeit trotzdem da ist.

00:34:11: Also ich hab tagsüber dann nochmal drei Stunden geschaffen und ich komm auch dieser Müdighat nicht raus.

00:34:15: Da ist übrigens auch das Alte wo ich sagen würde hier sollte man darauf achten ob eventuell Substanzabusos stattfindet.

00:34:21: Ob eventuell sind jetzt die Einzelfälle über die wir dann sprechen haben.

00:34:25: Alkohol getrunken wird zum Beispiel um die Stimmung aufzuhellen

00:34:28: oder was?

00:34:29: Tumpfer zu machen, um das nicht so stark fühlen zu müssen.

00:34:33: Weil es ist natürlich schrecklich im Gefühl auch darauf zur Acht noch bis selbst verletzten dass also das wäre ja auch selbst Schädigendes Verhalten.

00:34:41: auch Suchtmittel aber auch Selbstverletzung sind da gehäufter ein Thema

00:34:47: Genau und dem späteren Jugendalter.

00:34:50: da ähnelt die Depression dann natürlich zunehmend dem was wir auch bei Erwachsenen beobachten können.

00:34:58: Das ist dann auch häufig so eine Niedergeschlagenheit, so eine Hoffnungslosigkeit, Antriebslosigkeit.

00:35:03: Der soziale Rückzug wieder und auch Leistungsabfall im Zweifel.

00:35:07: Und da fangen Gefühle von Wertlosigkeit selbst Hass vielleicht sogar an oder eben auch so eine totale Lehre.

00:35:16: also auch hier wieder der Blick auf den Substanzkonsum.

00:35:20: was geht?

00:35:21: Alkohol, Drogen und so weiter.

00:35:23: Und sofort findet da vielleicht etwas statt.

00:35:25: Selbstverletzung und auch Suizidgedanken.

00:35:29: Die würden vorher auch schon eine Rolle spielen aber in dem Alter ältere Jugendliche... ...und auch jüngere jugendlicher Suizit-Gedankern sind dann auf jeden Fall...

00:35:42: Ja, und da schieb ich direkt ein.

00:35:44: Es gibt ja auch dann die Frage seitens der Eltern, wo ich hab mir gedacht, wenn ein Jugendlicher mal sagt ist doch alles sinnlos, ist doch alle Scheiße dieses Leben macht sowieso keinen Sinn.

00:35:56: Oh Gott!

00:35:57: Da spürt man ja direkt schon einen Alarm in sich als Bezugspersonen.

00:36:01: ob jetzt Mutter Vater Lehrer spielt überhaupt keine Rolle.

00:36:05: aber man merkt so okay ich kriege Ich spüre irgendwie, mache ich mir Sorgen.

00:36:10: Bitte ansprechen!

00:36:10: Also es ist immer die Frage so spreche ich das jetzt an und verstärke ich es damit.

00:36:15: man hat ja Sorge Dinge zu verschlimmern indem man sie benennt.

00:36:20: in dem Fall ist der Punkt so wichtig und Es ist so wichtig auch diese Frage zu stellen, allein schon in Hinsicht auf ich seh dich.

00:36:32: Ich habe dich gerade gehört und ich nehme das ernst.

00:36:35: also ich nehme dich wahr und ja ich mache mir Sorgen, dass auch genau so zu benennen.

00:36:40: Also spätestens da wenn solche Sätze, also in der Art fallen Ernst nehmen und ansprechen, transparent machen, Ansprechung genauso sagen oh ich das höre Das macht mich richtig Angst und Sorge.

00:36:54: Was meinst du damit genau?

00:36:55: Also in welche Richtung geht das?

00:36:57: Ruhig bitte, Fragen nicht vermeiden und ja mit der Angst rumlaufen um den Jugendlichen auch da mit rumlaufend zu lassen.

00:37:04: Dass man nicht weiß ist dass ausdifferenziert.

00:37:07: Geht das in die Richtung Suizidgedanke oder ist es eine Momentaufnahme der Belastung die natürlich durchaus so sein kann?

00:37:14: also Man kann so einen Satz auch mal sagen wenn man kurz das Gefühl hat war alle scheiße heute und dann sagt man das so daher, aber ich würde nicht davon ausgehen.

00:37:24: Also man darf nicht vergessen auch da die höchste Selbstmodrate ist im Jugendalter und dem hohen Alter.

00:37:31: also das Jugendalter hindus und Jugendalter ist auch betroffen davon.

00:37:37: Und da sind vor allem solche Aussagen wie auch, ich bin eine Belastung.

00:37:39: Ihr werdet ohne mich besser dran.

00:37:42: Das ist natürlich etwas, worauf man als Eltern auch eingehen kann und sollte und eben auch dem Kind oder dem Jugendlichen Menschen dann deutlich machen sollte dass das nicht in Tatsache entspricht.

00:37:53: Genau!

00:37:56: Jetzt wo wir gerade schon bei dem Thema sind was würdest du denn sagen?

00:37:59: Weil auch das kommt ja häufiger mal vor wenn kleine Kinder äußern Ich möchte nicht mehr lieben oder so.

00:38:06: Wie würdest du das bewerten?

00:38:09: Also Grundschüler, Kindergartenkinder, Kita-Kinder.

00:38:12: Ja also ich würde da schon sagen es gibt einen Unterschied am Entwicklungsstand und Alter, dass die Altersentsprechende Zuordnung ist vorab... Man katastrophisiert nie, wenn man mit Kindern das so anspricht.

00:38:26: Dass man sagt weißt du manchmal geht es Menschen so schlecht oder manche Menschen sind so traurig dass sie manchmal daran denken, dass ihr Leben enden sollte.

00:38:34: also was wir nicht mehr leben sollten.

00:38:36: hast du manchmal solche Gedanken?

00:38:37: denkst du das oder was denkst Du genau?

00:38:40: ne?

00:38:40: Also Wenn Kinder das äußern Dann direkt ansprechen, dass sie das mehr berichten.

00:38:45: Mehr erzählen, dass Sie sich trauen.

00:38:47: bei kleineren Kindern kann man das übrigens auch übers Malen zeichnen über Geschichten machen.

00:38:53: also weil kleinere Kinder können das schlechter im direkten Ansprechen.

00:38:58: Also die machen das in der Regel auch im Spiel oder in Geschichten eher so dass sie sagen ja das kenne ich oder das das ist so.

00:39:06: Ich glaube was man sich aber auch bewusst machen muss kleinere Kinder so was sagen, kann es auch der Fall sein dass die in einem Alter wo man anfängt sich mit sowas zu beschäftigen.

00:39:18: Mit der Endlichkeit des Lebens aber eigentlich noch gar keinen Konzept hat von dem was Tod so bedeutet.

00:39:23: vielleicht hat jemand verloren Großeltern vielleicht ist ein geliebtes Tier gestorben oder so das erste mal dass man irgendwie Kontakt zu dieser Thematik bekommt.

00:39:32: da ist es so dass Kinder sich in einem bestimmten alter möglicherweise damit viel auseinandersetzen und das dann dieses Thema ich möchte nicht mehr leben.

00:39:42: Vielleicht auch gar nicht wirklich bedeutet, ich möchte mich nicht mehr erleben sondern dass es eher so etwas ist, was du emotional ganz stark besetztest in dem Moment, was man dann so äußert und wo man natürlich auch eine entsprechende Reaktion kriegt von den Eltern.

00:39:54: Das macht natürlich fürchterlich Angst wenn ein Kind so etwas sagt.

00:39:57: Dann denkt man natürlich, oh du meine Güte, was ist hier los?

00:40:01: Und hier würde ich ja tatsächlich sagen Ernst nehmen, Beobachten und so weiter.

00:40:09: Aber vielleicht auch davon ausgehen dass das Konzept von ich nehme mir das Leben dann bin ich tot und nie wieder wach und so... Das hat so ein junges Kind eigentlich noch nicht.

00:40:20: Bist

00:40:20: doch wirklich weniger Ausnahmen aber die gibt es deswegen.

00:40:24: Es macht immer Sinn erst mal ernst nehmen.

00:40:28: Na klar wenn kleine Kinder das manchmal auch wirklich zum Stress erbauen was dieses Thema betrifft sagen Man kriegt so ein Gefühl dafür, würde ich auch sagen.

00:40:36: Also die Eltern, die ich kenne, die sagen, da war ich erschrocken als mein Kind das so gesagt hat und ist irgendwie fünf oder so.

00:40:44: Dass das einfach einen schlimmer Satz ist, den man da hört und aufheucht, ist klar.

00:40:47: Und es macht auch Sinn aufzuheuchen weil Ein Ausdruck von akuter Belastung bezüglich eines Themas.

00:40:54: Genau, das ist nämlich das Ding.

00:40:55: Man kann sein Angst

00:40:56: durch eine Situation im Kindergarten in der ersten Klasse.

00:41:01: Es ist ein Hinweis auf was völlig anderes, ne?

00:41:04: Dann würde ich

00:41:04: zu fragen, was soll denn genau aufhören?

00:41:07: Weil wie gesagt so dass das Leben endet dieses Konzept ist möglicherweise noch nicht so ganz vorhanden aber dass irgendwas aufhörn soll oder dass man irgendetwas nicht gut aushalten kann Das ist natürlich eine Sache, die sollte man dann auf jeden Fall nachhaken und gucken.

00:41:22: Genau

00:41:22: das ist nämlich nicht seltener Einsatz bei jüngeren Kindern wenn es um Grenzüberschreitungen auch geht also wenn sie so belastet sind.

00:41:28: Also ernst nehmen hinhören und schauen was dahinter steckt und auf jeden fall nicht umgehen.

00:41:35: das Thema ja bei Antworten diese in Richtung Wenn es eine Ja-Antwort ist und darüber habe ich schon mal nachgedacht, trauen Sie sich zu fragen in welcher Art.

00:41:52: Also was heißt das genau?

00:41:54: Ich bin hier und unterstütze dich immer wohlwollend liebevoll!

00:42:01: Wenn wir eins gelernt haben hier in unserem Podcast, dass die Beziehung wirklich das A und O ist.

00:42:06: Weil es Sicherheit gibt, das auch besprechen zu können Und auch zu besprechen Weißt du was?

00:42:12: Ich begleite dich und wir holen uns Hilfe weil ich möchte nicht, dass es dir so geht und ich gehe da mit dir hin und suche zum Beispiel eine Jugendpsychiatrie auf Die in der Regel einen AVD hat also immer ein AVD ein Arzt vom Dienst hat die ein Gespräch mit einem führen.

00:42:30: Und das ist mir ganz wichtig, das ist keine Katastrophisierung.

00:42:34: also nicht die Frage geht es dir so schlimm dass wir in die Klinik müssen?

00:42:39: Das klingt ganz ganz schlimm sondern weißt du es gibt da Fachpersonen die können das noch genauer einschätzen und einordnen und die können helfen.

00:42:49: Wir fahren gemeinsam dahin und reden mit demjenigen oder derjenige.

00:42:52: Ich rufe da an vorher, da kann man anrufen vorher das sagen muss man aber nicht.

00:42:56: Man kann auch als Jugendlicher einfach da reingehen und auch mit Eltern um.

00:43:00: es kann sein, man führt ein Gespräch und man fährt wieder.

00:43:03: also dass ist kein Drama.

00:43:05: Und da sagen auch die Leute da nicht warum sind sie gekommen war gar nicht so schlimm.

00:43:09: Also dann kann man hundert mal hinfahren und man hat jedes Mal das ich darauf wieder dahin zu fahren Ärzte und deswegen Personal.

00:43:18: Das heißt in Zweifel, wenn man da sitzt und denkt, keine Ahnung wie ich das einschätzen soll.

00:43:25: Das macht mir so eine Angst bitte hinfahren.

00:43:29: Und es ist auch für Eltern oder für Bezugspersonen absolut erlaubt.

00:43:34: Wenn jemand sagt ja ich habe tatsächlich Gedanken an den eigenen Tod dann eben nachzufragen okay hast du denn konkret darüber nachgedacht, etwas anzudun?

00:43:43: Hast du konkrete Vorstellungen darüber auf welche Art und Weise das passieren würde.

00:43:48: Hast du vielleicht schon etwas vorbereitet was hast du dir da überlegt?

00:43:51: und dann halt wirklich raus sind?

00:43:53: okay sind es reine Suizid Gedanken so wie das einfach tatsächlich fast jeder Mensch irgendwie im Laufe seines Lebens mal hat.

00:44:00: ist es eine Planung oder gibt es sogar noch Konkretere Vorstellung?

00:44:08: genau

00:44:09: ja Welche Behandlungen gibt es da?

00:44:13: Also kommen wir zu dem, was macht man dann.

00:44:16: Wenn zum Beispiel man festgestellt hat Es gibt diese Auffälligkeit Man macht sich Sorgen könnte eine Anrufstelle, eine kinder- und jünglichen Psychotherapeutin sein.

00:44:28: Kinderjugend Psychiater sein.

00:44:30: Der Kinderarzt, die Kinderärztin Beratungsstellen im Akutfall haben wir gerade gehört also entweder die Notaufnahme einer Kinder- und Jugendpsychiatrie oder eben ein Anruft zu einer Erstvorstellung wenn man Symptome feststellt ohne Suizidalität und einen ersten Sprich ausmachen.

00:44:48: Ganz klar vorab Depressionen sind behandelbar.

00:44:51: Also es gibt Möglichkeiten, es gibt Hilfen die da so angemessen werden.

00:44:56: also eine Möglichkeit ist die Psychotherapie.

00:45:01: daneben gibt es auch medikamentöse psychotherapien oder begleitende Therapien und die gibt es.

00:45:08: also die Art von Psychotherapi gibt es in unterschiedlichen Varianten je nach Bedarf, je nach Intensität je nach Empfehlung von dem Fachmenschen den man aufgesucht hat gibt es ambulante Therapien, das ist so wie Mila und ich niedergelassen sind in Praxen.

00:45:24: Und dann macht man ein Erstgespräch und dann wird Diagnostik gemacht und dann kann man ja erst mal auf eine Warteliste leider meistens im realistischen Fall.

00:45:34: hoffentlich kriegt man bald einen Therapieplatz und kann mit seiner Therapiestarten die dann meistens ein bis zweimal die Woche stattfindet also in der Regel einmal wöchentlich.

00:45:44: Daneben gibt es tatsamische Behandlungen wo man einfach morgens hinfährt und den Tag über die Therapien hat, unterschiedliche Therapien bis spät Nachmittags, Frühabend.

00:45:56: Und dann das für ein paar Wochen je nach Führungskart.

00:46:00: Und es gibt also stationäre Therapien.

00:46:02: da ist es dann so wie man das so klassischerweise von Klinik oder Psychiatriek nennt.

00:46:07: Man ist dafür mehrere Wochen am Stück und hat die unterschiedlichsten Therapien im Kindes- und Jugendaltern in die Eltern immer mit einbezogen.

00:46:17: Ja, Schule findet übrigens statt auch im Weg.

00:46:22: Also schmiedpflicht hört da nicht auf das ist auch gar nicht verkehrt.

00:46:28: Also diese Arten gibt es und die werden abgesprochen und geschaut je nach Störung.

00:46:35: also es wird geguckt immer was ist die Therapieform die diesem Grad von Störungen und von Depressionen entgegenkommt oder am besten behandelbar

00:46:47: Genau.

00:46:47: Und was für Inhalte in solchen Therapien stattfinden, das ist ganz häufig eine Verhaltensaktivierung, sprich dass man aus dieser Lethargie, aus dieser Lehmung quasi rauskommt.

00:47:02: Deswegen

00:47:03: der Waldspaziergang eben.

00:47:06: oder dass eben nicht mehr tagsüber geschlafen wird.

00:47:08: Ja,

00:47:08: ganz richtig genau!

00:47:10: Dann lernt man mit negativen Gedanken umzugehen also diese Katastrophisierungsspiralen und überhaupt diesen Abwärtsspiralen in den Griff zu bekommen Und man macht vielleicht ein Problemlöse-Training Also man lernt überhaupt Skills und sogenannte Copingmechanismen.

00:47:25: Wie gehe ich mit Problemen denn um?

00:47:27: Was kann ich damit tun?

00:47:29: Wie reguliere Ich meine Emotionen?

00:47:31: als Emotionsregulation ist ein weiterer Punkt auch noch mal zu gucken, hier gibt es dann doch Aktivitäten die ich angenehm finde dich aufbauen kann damit ich einfach schön Momente am Tag habe.

00:47:41: Kann sehr individuell sein natürlich soziale Kompetenzen stärken.

00:47:45: also wenn ich den Eindruck hab mich mag keiner ich habe keine Freunde und so was kann ich denn vielleicht machen um da ein bisschen besser in den Gang zu kommen?

00:47:54: Und Tagesstruktur ist eigentlich auch immer super wichtig bei Depression Auch dass die Schlafqualität gefördert wird, wenn man nennt es Schlafhygiene.

00:48:04: Dass man also daran arbeitet wie kriegt man das hin?

00:48:05: Dass man einfach genügend guten Schlaf abbekommt.

00:48:09: Arbeit am Selbstwert und wie Samra gerade schon sagte ganz wichtig der Einbezug der Eltern dann häufig haben auch die es ja nötig in Verhaltensveränderungen auch.

00:48:20: Ja,

00:48:20: zumindest zu reflektieren wie die familiäre Dynamik so ist also was da passiert im Miteinander, wie die Beziehungsstruktur ist, die einfach immens wichtig ist und eine große Rolle spielt für Kinder, Jugendliche, für alle Menschen sowieso.

00:48:36: aber in diesem System von... Also den Bezugspersonensystem von Jugendlichen ist das wirklich superwichtig!

00:48:42: Und ein wichtiger Punkt dabei Es ist ja total nahvollziehbar, dass ein Mensch der an Depression erkrankt ist.

00:48:50: Da nicht sitzt und sagt, yes jetzt habe ich es total Bock drauf!

00:48:53: Ich gehe jetzt raus und mache das.

00:48:55: Ich lass mich aktivieren.

00:48:56: Ist ganz wichtig, dass man dem jungen Menschen vermittelt... ...es ist wichtig, daß du diese kleinen Schritte... Man muss es nicht direkt so hoch aufziehen,... Dass man draußen irgendwie für drei Stunden unterwegs ist sondern kleine Schritte.

00:49:09: also erstmal vielleicht der Schlafentzug tagsüber damit der schlaf in den nacht besser wird und in der Zeit zu sagen, wir schauen darauf dass du dich eine halbe Stunde draußen aufhältst.

00:49:21: Und nicht weil du jetzt gerade Bock drauf hast und möchtest also ne?

00:49:25: Hab Spaß dran geh raus!

00:49:27: Nein sondern damit du spürst das man darüber über eine Rückkopplung an der Motivation arbeiten kann oder beziehungsweise, dass da was stattfindet.

00:49:37: Also es ist selten so das man dann Lust auf Dinge hat wie wir eben festgestellt haben.

00:49:42: die Symptomatik gibt das ja genau so her, dass man da nicht unbedingt Lust hat.

00:49:46: aber die Dinge, die wir tun haben eine Wirkung auf uns.

00:49:52: also in der Psychotherapie gereden wir oder in der Verhältnisterapie vor allem über Denkenfühlen handeln Das fühlen anstupsen einfach.

00:50:02: Also kann ich sagen, ich fühle mich jetzt fröhlich, obwohl ich traurig bin.

00:50:06: Das passiert leichter wenn ich das übers Denken und vor allem über das Handeln auch mache.

00:50:10: also ich tue Dinge und dann stelle ich vielleicht fest, dass war eigentlich ganz gut es war anstrengend aber es hat auch gut getan.

00:50:18: Und da stell ich halt erst fest, wenn ich's gemacht habe und sag wir hier in Kukima was ist vorher passiert?

00:50:23: Und wie hat sich das dann aber angefühlt?

00:50:25: und im besten Fall sieht durch Wiederholung lernen.

00:50:29: das hat mir gut getan und es überträgt sich auf eine Erwartungshaltung.

00:50:34: Wenn ich das tue, dann weiß ich, wird mir das gut

00:50:37: drohen.".

00:50:37: Auch wenn es sich gerade erst mal nicht so hat fühlt als hätte ich Lust drauf!

00:50:41: Aber wir wollen ja diese Koppelung, wie wir vorhin gesagt haben und Mina eben Neuoblastizität des Regierens.

00:50:48: und dass sich das dann so bahnend erklärt hat, bahnnt sich das eben wieder in die andere Richtung?

00:50:57: Wir sind keine Computer, wo wir Dinge einfach löschen und Neues schreiben.

00:51:01: Aber wie können Sie umschreiben?

00:51:02: Wie können Sie durchaus verändern?

00:51:05: Und das sind so sensible Phasen, Kindheit und Jugend, die sensibelsten schlechthin für Veränderungen.

00:51:11: Also

00:51:12: haben wir da Riesenchancen, Dinge zu bewegen wenn wir sie dann tun.

00:51:18: Genau!

00:51:18: Wenn man es schafft, dann wäre es toll sein Nachwuchs zu motivieren.

00:51:24: zum Beispiel

00:51:26: Ach,

00:51:27: eine Dusche.

00:51:27: Gerade wenn Duschen etwas ist, was fürchterlich schwer fällt zum Beispiel, das dann irgendwie doch hinzubekommen mit Lieblingsmusik vielleicht auch mit Gesellschaft oder wie auch immer man es irgendwie hinkriegt dass so etwas möglich ist und geduscht der Körper fühlt sich ja doch um einiges angenehmer an in der Regel.

00:51:44: Das spürt

00:51:45: man halt im Nachhinein?

00:51:47: Im Nachhinen währenddessen und davor vielleicht nicht.

00:51:50: Kleine Spaziergänge vielleicht auch gemeinsam sagen wir machen eine kleine Routine.

00:51:55: Wir gehen jetzt abends immer gemeinsam noch mal ne halbe Stunde spazieren oder sowas, also dass man einfach so solche Dinge einbaut, das man zum Beispiel gemeinsam kocht und andere gemeinsame Aktivitäten hat, dass man sich in der gemeinsamen Serie meinetwegen auch sucht Und dass man vielleicht auch so ein bisschen das Kind motiviert eine Freundin anzuschreiben oder zumindest kurz zur Schule zu gehen, da kann man immer noch gucken und so.

00:52:19: Richtig!

00:52:20: Das ist so wichtig ne?

00:52:21: Das klingt so klein und vereinzelt und wenig aber das macht es aus.

00:52:26: Es ist viel bedeutender als wenn Eltern in Sorge geraten, wir werden jetzt am Wochenende fahren in den Freizeitpark.

00:52:32: Dann ist das so eine einmalige riesengroße Geschichte die entweder Angst macht oder die einfach nicht ausreicht, weil sie zu wenig ist und zu selten vorkommt.

00:52:43: Also es kommt eher auf kleinere alltagstaugliche Dinge, die man leichter umsetzen kann, die aber durch die Wiederholung leben.

00:52:52: Weil wir wollen ja umlernen.

00:52:54: Wir wollen ja dass ein Umleren stattfindet.

00:52:56: Das findet halt eben durch Wiederholungsstadt.

00:52:58: Und wenn die Anforderung riesengroß ist, die verbunden ist mit Stundenlang irgendwas machen, wo ich merke... Ich kann noch nicht mal gerade irgendwie eine Stunde oder eineinhalb Stunden mit jemandem zusammen verbringen.

00:53:12: Ohne dass es mich unfassbar viel Kraft kostet!

00:53:14: Dann geht es darum das wirklich im Kleinen erstmal zu üben und zu trainieren.

00:53:18: Damit es nicht ein Riesenschwelle oder Riesenschritt ist der mir schon widerspiegelt das schaffe ich eh nicht weil da kloppt sich ja wieder das fest was ich sowieso gerade ausgebildet habe.

00:53:29: deswegen etwas machbares lieber kleiner dafür regelmäßiger und über eine längere Zeit.

00:53:36: Und Mitgesellschaft ist ein super wichtiger Punkt bei Kindern und Jugendlichen.

00:53:40: Diese Gesellschaft muss aber nicht ich als Elternteil sein, wir können das besprechen ob das ein bester Freund der beste Freundin sein kann oder dass jemand anderes aus der Familie sein kann Das kann man gerne gemeinsam besprechen.

00:53:51: also da ganz offen in alle Richtungen überlegen.

00:53:55: Wenn Schule ein Thema ist machen wir das ja oft so zum Beispiel eine Eingliederungsgeschichte machen.

00:54:02: Also, dass wir nicht sagen geh jetzt in die Schule und bleib acht Stunden da sondern es ist schon viel wert wenn du vielleicht erst mal für zwei drei vier Wochen zwei Stunden und dann baut sich das langsam auf.

00:54:13: also guck dass du es aushält so ein bisschen weil es geht darum ja diese Kräfte wieder zu trainieren diesen die wieder umobilisieren und dass das so Schritt für Schritt wieder mehr wird.

00:54:27: Und da muss man natürlich sagen, eine Depression ist wirklich ne ernsthafte Ernst zunehmende Erkrankung und unsere Folge ist ja heute doch ich würde mal sagen so ein bisschen düsterer vielleicht als die anderen also ein bisschen weniger spaßig mit Gelächter und so.

00:54:42: Aber Ängste was ernst zu nehmen das sind aber Depressionen ist halt schon etwas.

00:54:46: wenn jemand wirklich und ernsthaft eine Depression hat, dann ist das potenziell so durfte es jetzt klingt einer lebensbedrohliche Erkrankung.

00:54:53: Ja man sagt auch, es gibt keinen Menschen der also zumindest Phasen in seinem Leben nicht gehabt hat, dass er das nicht kennt.

00:55:02: Das heißt aber nicht, dass jeder die Art von Depression kennt über den wir hier sprechen.

00:55:06: Aber jeder kennt Phasend im leben zu haben, die schwierig sind Und das muss man sich wirklich vorstellen, das potenziert.

00:55:13: Also Es ist wirklich auch angebracht, dass wir so ernsthaft sprechen weil es wirklich ernst zu nehmen ist und es keine leichte Angelegenheit ist.

00:55:24: Und das ist sehr wichtig.

00:55:28: Dennoch gehört zum Leben, dass man sich damit auseinandersetzt und dem ins Auge schaut und weiß, es gibt Hilfe.

00:55:37: also das ist uns ganz wichtig.

00:55:38: Es gibt Hilfen Es ist nicht nur die eine Art, sondern es sind unterschiedlichste Dinge.

00:55:43: Das kann übrigens auch... Also das ist jetzt nicht zwingend, die Psychotherapie.

00:55:47: Es kann auch sein wenn ein Jugendlicher weiß ich nicht in einem Verein ist wo die Freunde sind und was eigentlich Spaß gemacht hat usw.

00:55:56: Kann es doch sein dass es entrittweise annähernd an diesem Verein wieder ist?

00:56:00: Und dann merkt man boah der Blut wieder auf!

00:56:03: Dann greifen andere Dingen vielleicht auch noch in dieses Empfinden hinein Und dann merkt man, es geht besser.

00:56:10: Also es passiert etwas.

00:56:12: Das ist auch

00:56:12: in Ordnung!

00:56:13: Es muss nicht der selbe Weg für alle gleich sein...

00:56:16: Das muss man ganz klar sagen.

00:56:17: und dass das durchaus auch sein kann, dass eine Depression quasi von alleine wiedergeht, dass man das selbst in den Griff bekommt.

00:56:24: Es kann aber auch sein und hier müssen wir tatsächlich auch für psychiatrische Behandlungen nochmal laut werden.

00:56:32: Es können auch sein, dass die Depression sich so intensiv äußert dass eine Medikation z.B.

00:56:38: notwendig ist, ne?

00:56:39: Dass es ein Antidepressivum braucht oder etwas in der Art und das muss man halt tatsächlich abklären.

00:56:46: also wenn die depressive Episode so intensiv ist, dass ich wirklich das Gefühl habe ok hier kommen wir nicht alleine raus dann bitte bitte in jedem Fall vielleicht in der Ambulanz des örtlichen Kinder- und Jugendpsychiatrie Vorstellig werden, wenn man nicht schnell einen Termin bei einer Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin bekommt.

00:57:06: Und dann weiter sich.

00:57:07: Manche Kinderärzte kennen sich auch aus.

00:57:10: Wenn nicht ist es schön, wenn sie das so sagen aber fragt ruhig.

00:57:14: Traut euch zu fragen!

00:57:15: Es kann auch sein ihr macht ein Termin aus und habt eine Medikamentenaufklärung.

00:57:19: Dann geht dir wieder und denkt darüber nach.

00:57:21: Also es geht darum sich zu informieren was die beste Hilfe für mein Kind ist?

00:57:26: Die kann eben eine Grimminationsberhandlung sein.

00:57:29: Muss nicht.

00:57:31: Okay ihr Lieben.

00:57:33: Ja, das war viel eine Menge etwas ruhiger aber ganz ganz wichtig.

00:57:40: Wir hoffen wir waren ein bisschen was bei was ihr für euch so rausziehen konntet und ja entlassen euch mit herbstlichen aber sonnigherbstlichen Grüßen!

00:57:51: Richtig und sagen bis zum nächsten Mal.

00:57:53: Hadi tschüss.

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